Fandom

VroniPlag Wiki

Ts/Fragment 201 17

< Ts

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 17-32
Quelle: Buttkewitz 2002
Seite(n): 17, 13, Zeilen: 17: 1-10; 13: 21-24
Für Aleida Assmann stellt die Fiktion aus kommunikationstheoretischer Sicht ein System der Realität dar, wobei sie zwei Modellierungsebenen unterscheidet. Das primäre Modell ist die verbale Realität. Ihm weist sie einen kollektiven und impliziten Charakter zu, da es „Gemeinbesitz einer Kulturgemeinschaft in einer bestimmten historischen Epoche“ sei und dieser Gemeinbesitz eine „internalisierte und unbewußte“ Ausprägung besitze.174 Das sekundäre Modell ist die Fiktion. Es sei zum einen individuell, indem es „von einem bewußten und persönlichen Geist geschaffen wurde“, zum anderen explizit, da „es das unbewußte Weltbild in einem Meta-Diskurs verarbeitet“. Durch seine erklärenden Eigenschaften könne das sekundäre Modell auf das primäre Modell einwirken − „bestätigend oder verfremdend, reflexiv oder verändernd“.175 Assmann spricht der Fiktion Elemente der Täuschung oder Täuschungsabsicht ab. Im übrigen beklagt sie in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum grössten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der [Kommunikationstheorie geprägt sei, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion.176]

174 Aleida Assmann: Die Legitimität der Fiktion, Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Kommunikation, München: Wilhelm Fink 1980, S. 16.
175 Ebd., S. 17.
[176 Ebd., S. 12 f.]

[S. 17, Z. 1-10]

Für Aleida Assmann, die die Fiktionalität aus kommunikationstheoretischer Sicht betrachtet, stellt die Fiktion ein System der Realität dar, wobei sie zwischen zwei Modellierungsebenen differenziert. Dem primären Modell, der verbalen Realität, weist sie einen kollektiven und impliziten Charakter zu, da es „Gemeinbesitz einer Kulturgemeinschaft in einer bestimmten historischen Epoche“ ist und dieser Gemeinbesitz eine „internalisierte und unbewußte“ Ausprägung besitzt.21 Das sekundäre Modell, die Fiktion, ist zum einen individuell, indem es „von einem bewußten und persönlichen Geist geschaffen wurde“, und es ist explizit, da „es das unbewußte Weltbild in einem Meta-Diskurs verarbeitet“. Durch diese erklärenden Eigenschaften kann das sekundäre Modell auf das primäre Modell Einfluß nehmen, „sei es bestätigend oder verfremdend, reflexiv oder verändernd“.22

[S. 13, Z. 21-24]

Aleida Assmann beklagt in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum größten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der Kommunikationstheorie geprägt ist, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion.13


13 Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S. 12-13.
21 Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S. 16.
22 Ebd., S. 17

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) zu bemerken: "Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von [...] Buttkewitz 2002 S. 10-47". Daher erfolgt eine Wertung als Bauernopfer.

Sichter
Guckar

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki