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Ts/Fragment 202 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 1-24
Quelle: Buttkewitz 2002
Seite(n): 13, 17, 18, Zeilen: 13: 21-24; 17: 18-27; 18: 1-8
[Im übrigen beklagt sie in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum grössten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der] Kommunikationstheorie geprägt sei, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion.176

Im Unterschied zu den hermeneutisch orientierten Literaturtheorien begreifen Strukturalismus und Poststrukturalismus die Handlung literarischer Werke, aber auch die darin enthaltenen Themen, Ideen, Überzeugungen, die „Botschaften“ des Autors, als Fiktion. Der russische Formalist Roman Jakobson trennt nicht streng zwischen Literatur und Nicht-Literatur. Er differenziert vielmehr zwischen der poetischen Funktion und anderen Funktionen der Sprache. Die poetische Funktion lasse sich dadurch charakterisieren, dass das „Prinzip der Äquivalenz von der Achse der Selektion auf die Achse der Kombination“177 übertragen werde, z. B. durch Wiederholungen von bestimmten Motiven und Strukturelementen. Jakobson plädiert für die „Autonomie der ästhetischen Funktion“.178 Er spricht von der „Poetizität“ eines Textes, wenn „das Wort als Wort und nicht als bloßer Repräsentant von Gegenständen oder als Gefühlsausbruch“ verstanden wird, da sonst die kognitive bzw. emotive Funktion des Wortes im Vordergrund stünde. Wörter und ihre Bestandteile seien nicht nur ein „indifferenter Hinweis auf die Wirklichkeit“, sondern erreichten ein „eigenes Gewicht“ und einen „selbständigen Wert“.179 Die poetische Funktion richte ihre Aufmerksamkeit eher auf die Materialität der Zeichen als auf die Kommunikation, woraus die Unabhängigkeit des Zeichens als eigenständiges Wertobjekt resultiere.


176 Ebd., S. 12 f.
177 Roman Jakobson: Poetik, Ausgewählte Aufsätze 1921–1971, hrsg. v. Elmar Holenstein/Tarcisius Schelbert, 3. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1993, S. 94.
178 Ebd., S. 67.
179 Ebd., S. 79.

[S. 13, Z. 21-24]

Aleida Assmann beklagt in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum größten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der Kommunikationstheorie geprägt ist, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion.13

[S. 17, Z. 18-27]

Im Unterschied zu hermeneutisch orientierten Literaturtheorien begreifen die Vertreter des Strukturalismus und Poststrukturalismus nicht nur die Handlung literarischer Werke als Fiktion, sondern auch die darin enthaltenen Themen, Ideen, Überzeugungen, d. h. die sogenannten ’Botschaften‘ des Autors. Der russische Formalist Roman Jakobson zieht keine strenge Trennungslinie zwischen Literatur und Nicht-Literatur, sondern zwischen der poetischen und anderen Funktionen der Sprache. Die poetische Funktion lasse sich dadurch charakterisieren, daß das „Prinzip der Äquivalenz von der Achse der Selektion auf die Achse der Kombination“23 übertragen werde, z. B. durch Wiederholungen von bestimmten Motiven und Strukturelementen. Er plädiert für die „Autonomie der ästhetischen Funktion“ und verwirft den „Separatismus der

[S. 18, Z. 1-8]

Kunst“.24 Jakobson spricht von der „Poetizität“ eines Textes, wenn „das Wort als Wort und nicht als bloßer Repräsentant von Gegenständen oder als Gefühlsausbruch“ verstanden wird, da sonst die kognitive bzw. emotive Funktion des Wortes im Vordergrund stehen würde. Wörter und ihre Bestandteile, ihre Bedeutung sowie ihre äußere und innere Form seien nicht nur ein „indifferenter Hinweis auf die Wirklichkeit“, sondern erreichten ein „eigenes Gewicht“ und einen „selbständigen Wert“.25 Die poetische Funktion richte ihre Aufmerksamkeit eher auf die Materialität der Zeichen als auf die Kommunikation, woraus die Unabhängigkeit des Zeichens als eigenständiges Wertobjekt resultiere.


13 Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S. 12-13.
23 Jakobson: Poetik, S. 94.
24 Ebd., S. 67.
25 Ebd., S. 79

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) zu bemerken: "Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von [...] Buttkewitz 2002 S. 10-47". Daher erfolgt eine Wertung als Bauernopfer.

Sichter
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