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Ts/Fragment 207 16

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 16-29
Quelle: Buttkewitz 2002
Seite(n): 16, Zeilen: 2-14
Petersen spricht die Dichtung also von jedem Schein frei, weil sie nicht vorgebe, Wirkliches als Wirkliches zu behaupten. Stattdessen liege einfach ein bestimmter Sprachstatus vor, der vom Rezipienten sofort als solcher erkannt und demzufolge als Fiktion anerkannt werde. Die Wirklichkeitsaussagen seien gekennzeichnet durch den Anspruch auf Richtigkeit, während die poetischen Aussagen das Moment der Unmittelbarkeit implizierten. Die Wahrheit der poetischen Aussagen schliesse real Unmögliches ein oder übersteige es noch und präsentiere es als poetisch seiend und wahr. Ausserdem sei Fiktion kein konstitutives Element von Fiktionalaussagen und könne demzufolge nicht als Kriterium zur Abgrenzung von diesen gegenüber Realaussagen dienen. Ein doppeltes Sprachbewusstsein, das „Fiktionalbewußtsein“ und das „Realbewußtsein“, versetze uns in die Lage, dieselbe Aussage situationsabhängig als fiktional bzw. real einzustufen. Er spricht die Dichtung von jedem Schein frei, weil sie nicht vorgibt, Wirkliches als Wirkliches zu behaupten oder Wirklichkeitsaussagen nachzuahmen. Stattdessen liege einfach ein bestimmter Sprachstatus vor, der vom Rezipienten sofort als solcher erkannt und demzufolge als Fiktion anerkannt wird. Laut Petersen sind die Wirklichkeitsaussagen durch den Anspruch auf Richtigkeit gekennzeichnet, während die poetischen Aussagen das Moment der Unmittelbarkeit implizieren. Die Wahrheit der poetischen Aussagen schließe real Unmögliches ein bzw. übersteige es noch und präsentiere es als poetisch seiend, als (poetisch und unmittelbar) wahr. Die Fiktion sei außerdem kein konstitutives Element von Fiktionalaussagen und könne demzufolge nicht als Kriterium zur Abgrenzung von diesen gegenüber Realaussagen dienen. Petersen geht von einem doppelten Sprachbewußtsein aus, dem Fiktionalbewußtsein und dem Realbewußtsein, welches uns in die Lage versetzt, die gleiche Aussage situationsabhängig als real bzw. fiktional einzustufen.
Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) zu bemerken: "Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von [...] Buttkewitz 2002 S. 10-47". Daher erfolgt eine Wertung als Bauernopfer.

Sichter
Guckar

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