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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 218, Zeilen: 16-28
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 134, 135, Zeilen: 134: 20-23, 28-31 - 135: 1-3
Friedrich Spielhagen liess das erzählende Ich in einem Roman mit dem Ich seines Autors mehr oder weniger zusammenfallen.237 In seinen Beiträgen zur Theorie und Technik des Romans (1883) wollte er die Möglichkeit von Objektivität in der Epik trotz ihrer subjektiven Perspektive beweisen. Er vertrat die These, dass der Erzähler eines Romans mit seinem Autor identisch sei,238 und sah eine Entwicklung der Erzählperspektive vom naiven „Ich“ des homerischen Epos über ein reflektiertes „Er“ zu einem neuen, reflektierten „Ich“.239 Der Vorteil dieser Perspektive liege darin, dass der Dichter ausgiebig seine subjektiven Ansichten und Meinungen einfliessen lassen könne, ohne den Leser aus der Illusion zu reissen.240 Diese einflussreiche dichtungstheoretische Position hat dazu beigetragen, dass literarische Werke als biographische Quelle für ihren Autor verstanden wurden.

237 Friedrich Spielhagen: Der Ich-Roman, in: Beiträge zur Theorie und Technik des Romans, Leipzig: L. Staackmann 1883, S. 131–241; wiederabgedruckt in: Volker Klotz [Hrsg.]: Zur Poetik des Romans, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1965 [= Wege der Forschung 35], S. 66–161, 67.

238 Ebd., S. 103.

239 Vgl. ebd., S. 104, 128.

240 Vgl. ebd., S. 133.

Um die Möglichkeit von Objektivität in der Epik trotz ihrer subjektiven Perspektive zu beweisen, hat Friedrich Spielhagen 1883 in seinen Beiträgen zur Theorie und Technik des Romans die Überzeugung vertreten, daß der Erzähler eines Romans mit seinem Autor identisch sei. [...31] Spielhagen konstatiert eine Entwicklung der Erzählperspektive vom naiven „Ich“ des homerischen Epos über ein reflektiertes „Er“ zu einem neuen, reflektierten Ich.32 Den Vorteil dieser reflektierten Ich-Perspektive sieht Spielhagen darin, daß der Dichter ausgiebig seine subjektiven Ansichten und Meinungen einfließen lassen

[Seite 135]

könne, ohne den Leser aus der Illusion zu reißen.33 Diese einflußreiche dichtungstheoretische Position hat dazu geführt, daß die Werke eines Autors als biographische Quelle verstanden und auf Bekenntnisse der Dichterseele hin untersucht wurden.


[31 Friedrich Spielhagen: Der Ich-Roman. In: Volker Klotz (Hrsg.): Zur Poetik des Romans, S. 103.]

32 Vgl. ebd., S. 104, 128

33 Vgl. ebd., S. 133.

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10-95."

Die Übernahme erfolgt von außerhalb dieses Bereichs. Daher Einordnung als Verschleierung.

Sichter
Schumann

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