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Ts/Fragment 220 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 1-38
Quelle: Meyer 2010
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: –
[ [S. 219, letzter Absatz:]

Zwei Jahre später stellte der US-Amerikaner S.S. Van Dine (alias Willard Huntington Wright), bekannt durch den Amateurdetektiv Philo Vance, seine vielzitierten Zwanzig Regeln für das Schreiben von Detektivgeschichten auf244 – eine Art Moralkodex für Krimi-Schriftsteller, hier zusammengefasst:


244 S.S. van Dine: Zwanzig Regeln für das Schreiben von Detektivgeschichten, in: Vogt, Der Kriminalroman, Bd. I, S. 164–185: vgl. auch: Ronald A. Knox: Zehn Regeln für einen guten Detektivroman, in: Paul G. Buchloh/Jens Peter Becker [Hrsg.]: Der Detektiverzählung auf der Spur, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1977, S. 191–192. ]


– Fair play: Detektiv und Leser müssen sich stets auf demselben Informationsniveau befinden.

– Aus dem Krimi darf keine Liebesgeschichte werden.

– Ermittlung des Täters in Krimis durch Logik und nicht durch Zufall.

– Niemals darf sich der Detektiv selbst als Täter herausstellen.

– Der Leser darf nicht vorsätzlich ausgetrickst werden.

– Ein Detektivroman fordert einen Detektiv als Protagonisten, der Indizien sammelt und zuletzt den Fall aufdeckt.

– Es muss eine Leiche geben, und „je toter sie ist, desto besser“. Krimis in Romanlänge sind zu aufwendig für etwas Geringeres als einen Mord.

– Ein scharfsinniger Leser muss die Chance haben, durch reine Gedankenarbeit den Fall parallel zu den Ermittlungen des Detektivs zu lösen. Spiritismus, Mystik, unsichtbare Schrift und Gedankenlesen sind verboten.

– Pro Kriminalroman darf es nur einen Detektiv geben, um die Chancengleichheit zwischen Leser und Held zu wahren.

– Der Täter muss im Krimi eine mehr oder weniger bedeutende Rolle spielen und dem Leser vertraut sein.

– Der Täter darf kein Diener sein. Es sollte sich um eine ehrenwerte Person handeln, die über jeden Verdacht erhaben ist.

– Es darf nur einen Täter geben. Untergeordnete Helfer sind erlaubt.

– Geheimbünde, Camorras oder die Mafia haben in einer Detektivgeschichte nichts zu suchen.

– Ein Detektivroman soll auf lange beschreibende Passagen, ausschweifende Charakteranalysen und literarisches Verweilen bei Nebensächlichkeiten verzichten.

– Kein Berufsverbrecher als Täter, lieber der Würdenträger der Kirche oder eine alte Jungfer.

– Das Verbrechen im Kriminalroman muss ein Verbrechen bleiben und darf sich nicht als Unfall oder Selbstmord entpuppen.

– Der Mord im Krimi sollte aus persönlichen Motiven begangen werden.

– Keine internationalen Verschwörungen, keine Kriegspolitik.

– Wegen Abnutzung sollte in einem Kriminalroman auf Dinge wie Überführung des Mörders durch einen am Tatort gefundenen Zigarettenstummel, auf Injektionsspritzen und Betäubungstropfen, auf gefälschte Fingerabdrücke oder Alibis, auf Zwillingsbrüder als Mörder und ähnliches verzichtet werden.

[Der US-Amerikaner S.S. van Dine (alias Willard Huntington Wright), bekannt durch seinen Amateurdetektiv Philo Vance, stellte 1936 zwanzig Regeln für das Schreiben von Detektivromane auf, die im folgenden gestrafft wiedergegeben werden:]
  • Das fair play: Detektiv und Leser müssen sich immer auf demselben Informationslevel befinden
  • Aus dem Krimi darf keine Liebesgeschichte werden
  • Ermittlung des Täters in Krimis durch Logik und nicht durch Zufall
  • Niemals darf sich der Detektiv selbst als Täter herausstellen [...]
  • Der Krimi-Leser darf nicht vorsätzlich ausgetrickst werden.
    [...]
  • Ein Detektivroman fordert einen Detektiven [sic] als Protagonisten, der Indizien sammelt und letztendlich den Fall aufdeckt
  • Es muss eine Leiche geben und "je toter sie ist, desto besser". Krimis in Romanlänge sind zu aufwendig für etwas Geringeres als einen Mord.
  • Der Leser muss die Chance haben, durch reine Gedankenarbeit den Fall parallel zu den Ermittlungen des Detektivs zu lösen. Spiritismus, Mystik, unsichtbare Schrift und Gedankenlesen sind verboten.
  • Pro Kriminalroman darf es nur einen Detektiven [sic] geben, um die Chancengleichheit zwischen Leser und Held zu wahren
  • Der Täter muss im Krimi eine mehr oder weniger bedeutende Rolle spielen und dem Leser vertraut sein
  • Der Täter darf kein Diener sein. Es sollte sich um eine ehrenwerte Person handeln, die über den Verdacht erhaben ist
  • Es darf nur einen Täter geben. Untergordnete Helfer sind erlaubt.
  • Geheimbünde, Camorras oder die Mafia haben in einer Detektivgeschichte nichts zu suchen.
  • Ein scharfsinniger Leser muss den Fall parallel zum Detektiven [sic] lösen können.
  • Ein Detektivroman sollte auf lange beschreibende Passagen, ausschweifende Charateranalysen und literarisches Verweilen bei Nebensächlichkeiten verzichten.
  • Kein Berufsverbrecher als Täter, lieber der Würdenträger der Kirche oder eine alte Jungfer.
  • Das Verbrechen im Kriminalroman muss ein Verbrechen bleiben und darf sich nicht als Unfall oder Selbstmord entpuppen.
  • Der Mord im Krimi sollte aus persönlichen Motiven begangen werden. Keine internationalen Verschwörungen, keine Kriegspolitik.
  • Wegen Abnutzung sollte in einem Kriminalroman auf Dinge wie Überführung des Mörders durch einen am Tatort gefundenen Zigarettenstummel, auf Injektionsspritzen und Betäubungstropfen, auf gefälschte Fingerabdrücke oder Alibis, auf Zwillingsbrüder als Mörder und ähnliches verzichtet werden.
Anmerkungen

Auf der vorangehenden Seite 219 weist der Verf. in Fn. 244 als Quelle Dine (in: Vogt [1971]) aus und gibt im Haupttext an, dessen Zwanzig Regeln "hier zusammengefasst" zu haben (wobei es – im Gegensatz zu Dine – sowohl bei Meyer als auch beim Verf. jeweils nur 19 sind).

Dass die zusammenfassende Leistung tatsächlich von der Online-Quelle Meyer (2010) erbracht und weitestgehend unverändert aus dieser übernommen wurde, ist nicht ausgewiesen.

Der Quellennachweis in Fn. 244 ("S. 164–185") ist zudem falsch, Dines Text befindet sich bei Vogt (1971) auf den Seiten 143-147.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

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