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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann, Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 335, Zeilen: 25-34, 103-104
Quelle: Dingeldey 1932
Seite(n): 16; 17, Zeilen: 16: 24-34; 17: 1-4
Wulffens humaner Ansatz zeigte sich schon in der Einleitung zum zweibändigen Handbuch für den exekutiven Polizei- und Kriminalbeamten von 1905,444 wo er ausführte: „Der Exekutivbeamte [...] fühle jederzeit, dass auch der verworfenste Verbrecher immer noch sein, wenn auch für dieses Leben vielleicht verlorener Bruder ist, der durch geborene oder vererbte Veranlagung, durch Erziehung, Schicksal und Gelegenheiten des täglichen Lebens in Schuld geriet.“

Mit dem ebenfalls zweibändigen Werk Psychologie des Verbrechers (1908) eröffnete Wulffen die Reihe der grossen kriminologischen Schriften, in denen er seine Wissenschaft weiterentwickelte.


444 Handbuch für den exekutiven Polizei- und Kriminalbeamten, für Geschworene und Schöffen, sowie für Strafanstaltsbeamte, 2 Bände, Dresden: Lehmann 1905.

[Seite 16]

Das zweibändige „Handbuch für den exekutiven Polizei- und Kriminalbeamten, für Geschworene und Schöffen, sowie für Strafanstaltsbeamte“, Dresden 1905, bietet den nicht juristisch vorgebildeten Personen, die mit dem Strafprozeß befaßt sind, geeignete Hilfsmittel bei ihrer Tätigkeit. Das Werk ist vom Geiste der Humanität erfüllt. Tief bewegend sind die Worte der Einleitung, die den Hauptgedanken des Ganzen entfalten: „Der Exekutivbeamte arbeite in seinem Berufe ohne Lust am Wehe, das er seinen Mitmenschen zufügen muß; er fühle jederzeit, daß auch der verworfenste Verbrecher immer noch sein, wenn auch für dieses Leben vielleicht verlorener Bruder ist, der durch geborene oder vererbte Veranlagung, durch Erziehung, Schicksal und Gelegenheiten des täglichen Lebens in Schuld geriet.“

[...]

[Seite 17]

Das zweibändige Werk „Psychologie des Verbrechers“, Berlin 1908/1913, eröffnet die Reihe der großen kriminalistischen Schriften, in denen Wulffen als Bahnbrecher seines Forschungsgebietes voll seherischer Kraft in die Zukunft weist.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Der Verf. schreibt hier wohl direkt aus Dingeldey (1932) inklusive etlicher Zitatfehler ab, ohne dass ihm Wulffen (1905) vorliegt; verglichen mit der 2., veränd. u. verb. Aufl. (ebenfalls 1905) lässt sich feststellen:

1. Das Zitat findet sich nicht, wie angegeben, "in der Einleitung zum zweibändigen Handbuch für den exekutiven Polizei- und Kriminalbeamten von 1905", sondern in der Einleitung zum ersten Kapitel des insgesamt dritten Teils des Handbuchs im zweiten Band auf S. 309.

2. Im Original lautet es: "Der Kriminalbeamte [...] fühle jederzeit, daß auch der verworfenste Verbrecher immer doch sein, wenn auch für dieses Leben vielleicht verlorener Bruder ist, welcher durch geborene oder erworbene Veranlagung, durch Erziehung, Schicksale und Gelegenheiten des täglichen Lebens in Schuld geraten ist."

Sichter
(Schumann) (Stratumlucidum), PlagProf:-)

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