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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 341, Zeilen: 11-25
Quelle: Claßen 1988
Seite(n): 53, 55, Zeilen: 53: 22-35; 55: 6-9, 15-17
Bei der Erklärung des Verbrechens unter kriminalpsychologischen Gesichtspunkten versuchte Wulffen, unter dem Einfluss von Vorgängern wie Franz von Liszt, Paul Felix Aschrott und Gustav Aschaffenburg, es „sowohl als normative Begebenheit wie auch als reale Erscheinung im Leben des einzelnen und der Völker auf breitester Basis und unter Zuhilfenahme der verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen zu erforschen“463. Dabei nahm er, weil ihm die bisherige Strafrechtswissenschaft als Erklärungsmodell für das Phänomen Kriminalität nicht ausreichte, auch einen neuen Bereich zu Hilfe: die Kunst und vor allem die Literatur. Wulffen, mit dem wohl zum ersten Mal der Vertreter eines literarischen Ansatzes am Kriminologiediskurs teilnahm, fasste Kriminalität als eine übergreifende Problematik auf, die mit rechtswissenschaftlichen Begriffen allein nicht erschöpft werden könne, und widmete sich der Aufgabe, die seelisch-kulturellen Voraussetzungen des Verbrechens in die Kriminologie aufzunehmen.

463 Herren, Freud und die Kriminologie, S. 170.

[Seite 53]

Wulffen erklärt das Verbrechen und den Werdegang eines Verbrechers mit kriminalpsychologischen Gesichtspunkten und versucht,

- unter dem Einfluß von Franz von Liszt, Aschrott, Aschaffenburg - das Verbrechen sowohl als normative Begebenheit wie auch als reale Erscheinung im Leben des einzelnen und der Völker auf breitester Basis und unter Zuhilfenahme der verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen zu erforschen.(125)

Wulffen entwickelt eine eigene Theorie, mit der er die Problematik von Kriminalität zu erfassen sucht, und greift dabei auf einen Bereich zurück, der von seinen juristischen Kollegen als benachbarte Hilfsdisziplin nicht anerkannt wird: die Kunst und vor allem die 'schöne' Literatur.(126)

[Seite 55]

Der Jurist Wulffen zeigt schon allein aufgrund seines kriminalpsychologischen Interesses, daß für ihn die Strafrechtswissenschaft als Erklärungsmodell für das Phänomen Kriminalität nicht ausreicht.(130) [...] Kriminalität wird von Wulffen als eine übergreifende Problematik begriffen, die mit rechtswissenschaftlichen Begriffen alleine nicht erschöpft werden kann.


125 Rüdiger Herren: Freud und die Kriminologie. S. 170.
126 Vgl. hierzu ebd.
130 Hier soll an die bereits bei Jörg Schönert (Hrsg.): Literatur und Kriminalität, S. 9 und S. 122-124, erarbeiteten Erkenntnisse und Fragestellungen für den Zeitraum 1880/1890-1920 angeknüpft werden.

Anmerkungen

Der Vf. macht sich nicht nur einen Teil der Aussage Herrens zu eigen, auch der Rest seiner Ausführungen folgt Claßen weitgehend.

Sichter
Agrippina1

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