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Ts/Fragment 390 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 390, Zeilen: 1-4, 11-22, 102-103
Quelle: Roxin 1989
Seite(n): 22, 23, 24, Zeilen: – (Online-Quelle)
Am schlimmsten trieb es der Journalist Rudolf Lebius (1868-1946), Redakteur der Sachsenstimme in Dresden. Er schrieb 1904 eine Reihe von Artikeln, in denen er immer deutlicher auf Mays Vorstrafen hinwies.

[...]

1907 begann Lebius eine neue Pressekampagne gegen Karl May. Er veröffentlichte zunächst unter Einschaltung eines Strohmannes die Broschüre Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend. Darin wurde May erneut als „atavistischer Schriftsteller“ verunglimpft: „Er machte“, heisst es, „im frühesten Alter eine schwere chronische Krankheit durch, die offenbar kulturhemmend gewirkt hat.“75 May konnte die Schrift verbieten lassen. Lebius recherchierte nun weiter und verarbeitete seine Resultate zu Presseartikeln und Flugblättern. Danach sollte May jahrelang als Räuberhauptmann durch die erzgebirgischen Wälder gezogen sein; ausserdem wurde er verdächtigt, Blutschande getrieben und seinen Schwiegergroßvater erwürgt zu haben. May reichte mehrere Klagen gegen Lebius und seine Gewährsleute ein.


75 Friedrich-Wilhelm Kahl-Basel: Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend, Berlin 1908, S. 6.

[Seite 22]

Dieser Weg beginnt im 63. Lebensjahr Karl Mays, 1904, als der Journalist Rudolf Lebius (1868-1946), die verhängnisvollste Erscheinung in der Biographie Karl Mays, seine Bekanntschaft suchte. Lebius, Redakteur der ›Sachsenstimme‹ in Dresden, war ursprünglich Sozialdemokrat gewesen, wechselte dann zur äußersten Rechten über und wurde zum erbitterten Gegner der SPD.

[Seite 23]

Tatsächlich schrieb Lebius in den folgenden Wochen und Monaten eine Reihe von Enthüllungsartikeln, in denen immer deutlicher auf Mays Vorstrafen hingewiesen wurde

[Seite 24]

Lebius begann daraufhin eine neue Pressekampagne gegen Karl May, die er selbst als »Vernichtungsfeldzug«30 bezeichnete. [....]

Er veröffentlichte zunächst unter Einschaltung eines Strohmannes eine Broschüre: ›Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend‹ (1908). Darin wurde May als »atavistischer Schriftsteller« verunglimpft: »Er machte«, heißt es da, »im frühesten Alter eine schwere chronische Krankheit durch, die offenbar kulturhemmend gewirkt hat.«32 May gelang es, die Schrift verbieten zu lassen. [Lebius näherte sich nun der geschiedenen ersten Frau Karl Mays und warf sich zu ihrem Interessenvertreter auf. Er fuhr auch nach Ernstthal und horchte die Leute über Mays nun schon 40 und mehr Jahre zurückliegende Straftaten aus.] Das Ergebnis verarbeitete er zu Presseartikeln und Flugblättern ganz ungeheuerlicher Art. Danach sollte May jahrelang als Räuberhauptmann durch die erzgebirgischen Wälder gezogen sein; außerdem wurde er verdächtigt, Blutschande getrieben und seinen Schwiegergroßvater erwürgt zu haben.

[...] May erhob diverse Klagen gegen Lebius und seine Gewährsleute, die teils erfolgreich, teils bei seinem Tode noch nicht erledigt waren.


32 Friedrich-Wilhelm Kahl-Basel: Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend. Berlin 1908, S. 6

Anmerkungen

Vier Seiten zuvor (S. 386) heißt es zur Biografie Mays in Fn. 60: "Die Darstellung folgt Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur."

Ein Hinweis auf die eigentliche Quelle fehlt hier. Geraffte Übernahme (inkl. der Zitate in gleicher Abgrenzung) sowie gleiche Textstruktur.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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