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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 421, Zeilen: 11-24
Quelle: Lindner 2006
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: –
[Durchaus anders gelagert [als der Fall Gert Postel] ist der Fall Wilkomirski.] 1995 veröffentlichte der Schweizer Autor Binjamin Wilkomirski das Buch Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939-1948, in dem er seine wiederbelebten Kindheitserinnerungen aus den Lagern von Majdanek und Auschwitz beschrieb.183 Der Autor zog als Holocaust-Überlebender, der nach dem Krieg in die Schweiz gekommen sei und dort in einem latent faschistischen Klima habe aufwachsen müssen, durch die Lande. 1998 wurde er vom Zürcher Schriftsteller Daniel Ganzfried indes als Hochstapler entlarvt. Wie ein im Rahmen einer Strafuntersuchung angeordneter DNA-Vaterschaftstest erwies, war der Autor als uneheliches, später adoptiertes Kind eines Facharbeiters aus dem Berner Seeland zur Welt gekommen, hatte seine Kindheit nicht in Konzentrationslagern, sondern vorwiegend bei seinen Adoptiveltern am Zürichberg verbracht und hiess nicht Binjamin Wilkomirski, sondern Bruno Dössekker.184

183 Binjamin Wilkomirski: Bruchstücke, Aus einer Kindheit 1939-1948, 2. Aufl. Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag 1995.

184 Vgl. Stefan Mächler: Der Fall Wilkomirski, Über die Wahrheit einer Biografie, Zürich: Pendo 2000; Elena Lappin: Der Mann mit zwei Köpfen, Zürich: Chronos 2000.

[Doch während sich Mays Identitätssuche noch wie eine komödiantische Posse ausnimmt, gibt es auch ernsthaftere Fälle.] Wohl kaum ein Fall macht das deutlicher als der des Schweizer Autors Binjamin Wilkomirski. «Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939– 1948» lautete der Titel seines im Jahr 1995 veröffentlichten Buches, in dem er seine angeblich wiederbelebten Kindheitserinnerungen aus den Lagern von Majdanek und Auschwitz beschrieb. Mit scharf geschilderten Grausamkeiten liess er seine Leser betroffen zurück.

Das Buch wurde schnell zur Sensation, und Wilkomirski tourte als Holocaust-Überlebender, der nach dem Krieg in die Schweiz gekommen sei und dort in einem latent faschistischen Klima habe aufwachsen müssen, durch die Lande – bis ihn der Zürcher Schriftsteller Daniel Ganzfried 1998 als Hochstapler entlarvte. Ganzfried sprach von einer durch den Literaturbetrieb unterstützten «Holocaust-Travestie». Tatsächlich bestätigte ein DNA-Vaterschaftstest, der im Rahmen einer Strafuntersuchung angeordnet wurde, dass Binjamin Wilkomirski alias Bruno Dössekker als uneheliches, später adoptiertes Kind eines Facharbeiters aus dem Berner Seeland zur Welt gekommen war und seine Kindheit nicht in Konzentrationslagern, sondern vorwiegend bei seinen Adoptiveltern am Zürichberg verbracht hatte.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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