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Tt/070

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Erkundung der Motivationsänderungen im Verlauf der Therapie im Maßregelvollzug gemäß § 64 StGB

von Thomas Tewes

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Tt/Fragment 070 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-25 20:11:32 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Philipsen 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Philipsen 2007
Seite(n): 17, 18, 19, Zeilen: 17: 19ff; 18: 1ff; 19: 2ff
[Jedoch ist das offene ] Interview in einem hohem Maße vom Können und der Person des Interviewers abhängig. Die Antworten eines standardisierten Interviews sind in Breite und Tiefe eingeschränkt, durch die Antwortvorgaben ist aber eine bessere Vergleichbarkeit der Antworten gegeben. Durch die mündliche Form sind weniger fehlende Antworten zu erwarten, da Nachfragen möglich sind.

Das von uns für diese Studie gewählte halbstandardisierte Interview hat folgende Vorteile: Die Fragen werden offen gestellt und die Befragten können sich relativ frei zu den angesprochenen Themen äußern, womit Breite und Tiefe der durch die Antworten gegebenen Informationen groß sind.

Außerdem kann bei mündlichen Befragungen der Patient von der Möglichkeit Gebrauch machen, bei Nichtverstehen einer Frage noch einmal nachzufragen, so dass nicht verstandene Fragen nicht unbeantwortet bleiben müssen.

Zusätzlich kann natürlich auch der Interviewer bei aus seiner Sicht nicht ausreichend beantworteten Fragen nachfragen oder zu einer detaillierten Antwort motivieren. Zudem besteht die Möglichkeit, falsche Antworten zu korrigieren bzw. zu vermeiden und somit für ein vollständiges Beantworten der Fragen Sorge zu tragen (Pock, 2000).

Als Nachteilig ist zu nennen: Die unter den Vorteilen genannte Möglichkeit des Nachfragens durch den Interviewer nimmt auf der anderen Seite einen erhöhten Einfluss des Interviewers auf das Antwortverhalten des Befragten inkauf.

Neugebauer und Porst (2001) führen an, dass Patientenantworten in schriftlichen Befragungen kritischer ausfallen. Nach Walker und Ware (1978) wird in einer mündlichen Befragung durch den direkten Kontakt zwischen Interviewer und Patient die Bereitschaft zur Äußerung von Kritik herabgesetzt (beides zit. n. Wüthrich-Schneider, 1998). Aust (1994) verweist auf die Auswirkungen der Erhebungsmethode auf das Ergebnis und geht dabei auf die Antwortvorgaben ein. Ihrer Ansicht nach führen formulierte Antwortvorgaben beispielsweise bei Fragebogenerhebungen zu kritischeren Antworten.

Zu der Auswahl des methodischen Mittels kommt die Formulierung der Fragen. Bereits „die Formulierung der Fragen hat bei emotional belasteten Themen, wozu natürlich Gesundheit und Krankheit gehören, einen starken Einfluss auf die Antwort“ (Williams & Calnan, 1991; zit. n. Arnold & Lang, 1994, S. 14). So können die Fragen positiv oder negativ formuliert werden, wobei negative Formulierungen als geeignet empfohlen [werden, um gewissen Antworttendenzen entgegen zu wirken (Arnold & Lang, 1994).]

Dabei ist das offene Interview vom Können und der Person des Interviewers abhängig.

Die Antworten eines standardisierten Interviews10 sind in Breite und Tiefe beschränkt, die Antwortvorgaben führen aber zu einer besseren Vergleichbarkeit der Antworten. Durch die mündliche Form sind weniger fehlende Antworten zu erwarten, da Nachfragen möglich ist.

[Seite 18]

Das halbstandardisierte Interview11 hat folgende Vorteile:

- Die Fragen werden offen gestellt, die Befragten können sich relativ frei zu den angesprochenen Themen äußern, womit Breite und Tiefe der durch die Antworten gegebenen Informationen groß sind.

- Zudem kann bei mündlichen Befragungen seitens der Patienten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, bei Nichtverstehen einer Frage noch einmal nachzufragen, so dass nichtverstandene Fragen nicht unbeantwortet bleiben müssen.

- Außerdem kann der Interviewer bei unzureichenden Antworten nachfragen oder aber zu einer detaillierten Antwort motivieren. Es besteht auch die Möglichkeit, falsche Antworten zu korrigieren und zu vermeiden und somit für ein vollständiges Beantworten der Fragen Sorge zu tragen (Pock, 2000).

Demgegenüber ist folgender Nachteil aufzuzeigen:

- Die unter den Vorteilen genannten Möglichkeiten des Nachfragens seitens des Interviewers sind auf der anderen Seite mit erhöhtem Einfluss des Interviewers auf das Antwortverhalten des Patienten verbunden.

Unter Verweis auf Pira (2000) führen Neugebauer und Porst (2001) an, dass Patientenantworten in schriftlichen Befragungen kritischer ausfallen. Nach Walker (1984) und Ware (1978) wird in einer mündlichen Befragung durch den direkten Kontakt zwischen Interviewer und Patient die Bereitschaft zur Äußerung von Kritik herabgesetzt (beides zit. n. Wüthrich-Schneider, 1998). Aust (1994) verweist auf die Auswirkungen der Erhebungsmethode auf das Ergebnis und geht dabei auf die Antwortvorgaben ein. Ihrer Ansicht nach führen formulierte Antwortvorgaben beispielsweise bei Fragebogenerhebungen zu kritischeren Antworten. [...]

Zu der Auswahl des methodischen Mittels kommt die Formulierung der Fragen. [...]

[Seite 19]

Bereits „die Formulierung der Fragen hat bei emotional belasteten Themen, wozu natürlich Gesundheit und Krankheit gehören, einen starken Einfluss auf die Antwort“ (Williams & Calnan, 1991; zit. n. Arnold & Lang, 1994, S. 14). So können die Fragen positiv oder negativ formuliert werden, wobei negative Formulierungen als geeignet empfohlen werden, um gewissen Antworttendenzen entgegen zu wirken (Arnold & Lang, 1994).


[...]

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Selbst die in der Quelle mit "zit. n." gekennzeichneten Zitate werden mit identischer Kennzeichnung übernommen.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20140925201218

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