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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 23 f., Zeilen: 23: r.Sp. 33 ff. - 24: l.Sp. 1 ff.
[Es müssten 50 Patienten (NNT) behandelt werden,] um ein Leben zu retten. Die Wahrscheinlichkeit der Anwendung von Studienergebnissen ist geringer, wenn in der Publikation neben den Vorteilen auch die Nachteile einer Therapie genannt werden (10).

In der Diskussion sollten die Ergebnisse der eigenen Arbeit im Kontext vorhandener Untersuchungen dargestellt werden, nicht zuletzt um eine ausgewogene Analyse und Bewertung zu ermöglichen. Dabei sind aktuelle Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen besonders geeignet. Diese Vorgabe wird aber nur selten erfüllt: Nur zwei von 26 untersuchten Studien diskutierten die eigenen Ergebnisse im Kontext mit vorhandenen, aktuellen Übersichtsarbeiten (18).

Studien mit einem positiven Ergebnis hinsichtlich einer Intervention oder Therapie zitieren überzufällig oft andere positive Studien und ignorieren vorhandene negative Ergebnisse (37;89). Für den Leser ergeben sich hieraus zwei Konsequenzen:

1. Die Diskussion ist häufig nicht ausgewogen. Daher müssen noch weitere Informationen beschafft werden.

2. Das Literaturverzeichnis der Arbeit ist möglicherweise inadäquat, da gerade die gegensätzlichen oder kritischen Ergebnisse anderer Untersuchungen überhaupt nicht zitiert werden.

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse sollte durch die Daten im Ergebnisteil der Publikation gestützt werden. In einer Untersuchung von insgesamt 61 Arbeiten zum Einsatz nicht-steroidaler Analgetika waren 88% der in der Zusammenfassung als positiv beschriebenen Aspekte tatsächlich ein Ergebnis der Studie. Darüber hinaus beruhten nur 45% der geschilderten Reduktionen von Nebenwirkungen auf de facto in der Publikation dargestellten Daten (93). Mehr als 85% dieser Studien wurden durch Pharmafirmen finanziert und die positiven Darstellungen fielen allesamt zu Gunsten des jeweiligen Sponsors aus (93).

1.3.3 Leitlinien zur Darstellung von randomisierten Studien

Aufgrund der zahlreichen methodischen Unzulänglichkeiten in der Darstellung randomisierter Studien auf der einen Seite und der Bedeutung für die Umsetzung tatsächlich relevanter Ergebnisse in die klinische Praxis auf [der anderen Seite haben sich in der Vergangenheit verschiedene Gruppen für eine verbesserte Darstellung von Studien eingesetzt.]


(10) Bobbio M, Demichelis B, Giustetto G. Completeness of reporting trial results: effect on physicians' willingness to prescribe. Lancet 1994 May 14;343(8907):1209-11.

(18) Clarke M, Chalmers I. Discussion Sections in Reports of Controlled Trials Published in General Medical Journals - Islands in Search of Continents? JAMA 1998;280(3):280-2.

(37) Gotzsche PC. Reference bias in reports of drug trials. Br Med J (Clin Res Ed) 1987 Sep 12;295(6599):654-6.

(89) Ravnskov U. Cholesterol lowering trials in coronary heart disease: frequency of citation and outcome. BMJ 1992 Jul 4;305(6844):15-9.

(93) Rochon PA, Gurwitz JH, Simms RW, Fortin PR, Felson DT, Minaker KL, et al. A study of manufacturer-supported trials of nonsteroidal anti-inflammatory drugs in the treatment of arthritis. Arch Intern Med 1994 Jan 24;154(2):157-63.

Es müssten 50 Patienten (NNT) behandelt werden, um ein Leben zu retten. Die Wahrscheinlichkeit der Anwendung von Studienergebnissen ist geringer, wenn in der Publikation neben den Vorteilen auch die Nachteile einer Therapie genannt werden [9].

In der Diskussion sollten die Ergebnisse der eigenen Arbeit im Kontext vorhandener Untersuchungen dargestellt werden, nicht zuletzt um eine ausgewogene Analyse und Bewertung zu ermöglichen. Dabei sind aktuelle Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen besonders geeignet. Diese Vorgabe wird aber nur selten erfüllt: nur 2 von 26 untersuchten Studien diskutierten die eigenen Ergebnisse im Kontext mit vorhandenen, aktuellen Übersichtsarbeiten [17].

[Seite 24]

Studien, mit einem positiven Ergebnis hinsichtlich einer Intervention oder Therapie zitieren, überzufällig oft andere positive Studien und ignorieren vorhandene negative Ergebnisse [35, 86]. Für den Leser ergeben sich hieraus zwei Konsequenzen:

1. Die Diskussion ist häufig nicht ausgewogen. Daher müssen noch weitere Informationen beschafft werden.

2. Das Literaturverzeichnis der Arbeit ist möglicherweise inadäquat, da gerade die gegensätzlichen oder kritischen Ergebnisse anderer Untersuchungen überhaupt nicht zitiert werden.

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse sollte durch die Daten im Ergebnisteil der Publikation gestützt werden. In einer Untersuchung von insgesamt 61 Arbeiten zum Einsatz nicht-steroidaler Analgetika waren lediglich 88% der in der Zusammenfassung als positiv herausgestellten Aspekte tatsächlich ein Ergebnis der Studie. Darüber hinaus beruhten nur 45% der geschilderten Reduktion von Nebenwirkungen auf de facto in der Publikation dargestellte Daten [90]. Mehr als 85% dieser Studien wurden durch Pharmafirmen finanziert und die positiven Darstellungen fielen alle zu Gunsten des Sponsors aus [90].

Leitlinien zur Darstellung von randomisierten Studien

Aufgrund der zahlreichen methodischen Unzulänglichkeiten in der Darstellung randomisierter Studien auf der einen Seite, und der Bedeutung für die Umsetzung tatsächlich relevanter Ergebnisse in die klinische Praxis auf der anderen Seite, haben sich in der Vergangenheit verschiedene Gruppen für eine verbesserte Darstellung von Studien eingesetzt.


9. Bobbio M, Demichelis B, Giustetto G (1994) Completeness of reporting trial results: effect on physicians’ willingness to prescribe. Lancet 343: 1209–1211

17. Clarke M, Chalmers I (1998) Discussion Sections in Reports of Controlled Trials Published in General Medical Journals – Islands in Search of Continents? JAMA 280: 280–282

35. Gotzsche PC (1987) Reference bias in reports of drug trials. Br Med J (Clin Res Ed) 295: 654–656

86. Ravnskov U (1992) Cholesterol lowering trials in coronary heart disease: frequency of citation and outcome. BMJ 305: 15–19

90. Rochon PA, Gurwitz JH, Simms RW, Fortin PR, Felson DT, Minaker KL, Chalmers TC (1994) A study of manufacturer– supported trials of nonsteroidal anti–inflammatory drugs in the treatment of arthritis. Arch Intern Med 154: 157–16

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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