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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 10-30
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 27-31; 1-14, 16-26
In den sechziger Jahren änderte sich die internationale Lage. Die Entkolonialisierungswelle vor allem in Afrika setze ein. Immer neue Staaten erhielten oder erkämpfen ihre Unabhängigkeit. Hier entstand ein neuer Markt für Rüstungsgüter. Die im Aufbau befindlichen Armeen auf dem afrikanischen Kontinent wurden mit Waffen und sonstigen militärischen Gütern ausgerüstet. Im Zuge dieser Entwicklung war ein sprunghafter Anstieg internationaler Waffentransfers Mitte der sechziger Jahre zu beobachten.37 Zugleich verlagerte sich der Schwerpunkt bei den Empfängern von Waffenlieferungen von Europa in die Dritte Welt.38 Die jungen afrikanischen Staaten verfügten nach ihrer Unabhängigkeit über so gut wie keine Waffen. Die Bedürfnisse waren jedoch sehr groß, da oftmals unsichere Machtverhältnisse nach außen wie innen den raschen Aufbau einer möglichst schlagkräftigen Armee verlangten. Die früheren Kolonialstaaten Frankreich und Großbritannien sicherten sich so über die Unabhängigkeit ihrer ehemaligen Kolonien hinaus durch Waffenlieferungen eine fortdauernde militärische und wirtschaftliche Präsenz und Abhängigkeit.

Zu Beginn der siebziger Jahre sorgten drei Ereignisse für eine neuerliche Steigerung im Geschäft mit Waffen und sonstigen Rüstungsgütern. Der Vietnamkrieg, der in dieser Zeit seinen Höhepunkt erreichte, lenkte die Waffenlieferungen der USA und der ehemaligen Sowjetunion in den südostasiatischen Raum. Nachhaltiger und in den Auswirkungen noch heute andauernd waren für die Entwicklung des internationalen Waffenhandels die sich nach dem so genannten „Sechs-Tage-Krieg“ im Juni 1967 verschärfende Nahost-Krise sowie das Ölembargo der arabischen Staaten im Jahre 1973. Der Nahe Osten sowie die Golfstaaten mit ihren Öl-Milliarden gehören seit dieser Zeit zu den Hauptabnehmern im internationalen Rüstungsge[schäft.39]


37 Delbrück, GYIL 24, S. 123; Martinez, S. 97.

38 Yakemtchouk, S.200f.; Kemp/Miller , S. 33; Cahn/Kruzel, S. 34.

[39 Siehe SIPRI-Yearbook, insbesondere 1985, S. 350; für die Zeit zwischen 1967 und 1976 siehe auch Mihalka, S. 52f und Martinez, S. 97f.]

In den sechziger Jahren änderte sich dann die Szenerie erheblich. Die Entkolonialisierungswelle vor allem in Afrika setze ein, immer neue Staaten erhielten oder erkämpfen ihre Unabhängigkeit. Hier entstand ein neuer Markt für Waffengeschäfte. Die im Aufbau befindlichen Armeen der afrikanischen Länder mußten mit Waffen und sonstigen militärischen Gütern ausgerüstet werden. Aus diesem Grunde ist etwa Mitte der sechziger Jahre ein sprunghafter Anstieg bei den internationalen Waffentransfers zu beobachten.24 Zugleich verlagerte sich der Schwerpunkt bei den Empfängern von Waffenlieferungen von Europa in die Dritte Welt.25 Die früheren Kolonialstaaten Frankreich und Großbritannien sicherten sich über die Unabhängigkeit ihrer ehemaligen Kolonien hinaus durch Waffenlieferungen eine fortdauernde militärische und wirtschaftliche Präsenz, und zwischen den Großmächten begann der Wettlauf um die Erlangung politischen Einflusses. [...] Die jungen afrikanischen Staaten verfügten bei ihrer Unabhängigkeit über so gut wie keine Waffen. Die Bedürfnisse waren demnach groß, zumal die oft unsicheren Machtverhältnisse nach außen wie nach innen den raschen Aufbau einer möglichst schlagkräftigen Armee erforderten. [...]

Zu Beginn der siebziger Jahre sorgten drei Ereignisse für eine neuerliche, äußerst dramatische Steigerung im Geschäft mit Waffen und sonstigem Kriegsmaterial.27 Der Vietnam-Krieg, der in dieser Zeit seinen Höhepunkt erreichte, lenkte die Waffenlieferungen der USA und der Sowjetunion in den südostasiatischen Raum. Nachhaltiger und in den Auswirkungen noch heute andauernd waren für die Entwicklung des internationalen Waffenhandels die sich nach dem sog. Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 verschärfende Nahost-Krise sowie das Ölembargo der arabischen Staaten im Jahre 1973.

Der Nahe Osten sowie die Golfstaaten mit ihren Dollar-Milliarden aus dem Ölgeschäft gehören seit dieser Zeit zu den Hauptabnehmern im internationalen Waffenhandel.28


24 Yakemtchouk, a. a. O., S. 211; Delbrück, in: GYIL24 (1981), S. 121 f.; Huntzinger, S. 164 f.; Martinez, S. 97.

25 Yakemtchouk, a.a.O.; Kemp / Miller, S. 33; Huntzinger, S. 164; vgl. auch Kuebler, S. 303.

27 Zum folgenden Yakemtchouk, a. a. O., S. 201; Kemp / Miller, S. 33 ff.; Mihalka, S. 49 f.; Cahn / Kruzel, S. 34.

28 Zu den Zahlen vgl. SIPRI-Yearbook 1985, S. 350; für die Zeit zwischen 1967 und 1976 siehe auch Mihalka, S. 52 ff.; vgl. ferner Martinez, S. 97 f.

Anmerkungen

Nahezu vollständige Übernahme ohne Angabe der Originalquelle, Fußnoten werden überwiegend ebenfalls übernommen.

Sichter
Hindemith Goalgetter

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