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Ugv/Bericht

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Diese Zusammenstellung basiert auf Befunden einer laufenden Plagiatsanalyse (Stand: 2015-12-20) – es handelt sich insofern nicht um einen abschließenden Bericht. Zur weiteren Meinungsbildung wird daher empfohlen, den jeweiligen Stand der Analyse auf der Seite http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Ugv zum Vergleich heranzuziehen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Dr. Ursula Gertrud von der Leyen: C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssysndroms [sic] bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung

Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover. Betreuer: PD Dr. Dr. Mahmoud Mesrogli, Erstgutachter: Prof. Dr. Axel Gehrke, Zweitgutachter: Prof. Dr. Henning Zeidler. Tag der mündlichen Prüfung: 15.03.1991. Publikation: Hannover 1990. → Nachweis Deutsche Nationalbibliothek

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Weiße Seiten wurden entweder noch nicht untersucht oder es wurde nichts gefunden. Blaue Seiten umfassen Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Vakatseiten und evtl. Anhänge, die in die Berechnung nicht einbezogen werden.

Der Barcode stellt den momentanen Bearbeitungsstand dar. Er gibt nicht das endgültige Ergebnis der Untersuchung wieder, da Untersuchungen im VroniPlag Wiki stets für jeden zur Bearbeitung offen bleiben, und somit kein Endergebnis existiert.

27 Seiten mit Plagiatstext

Seiten mit weniger als 50% Plagiatstext

16 Seiten: 001 002 003 007 010 012 016 018 019 023 024 025 026 047 054 056

Seiten mit 50%-75% Plagiatstext

5 Seiten: 006 011 013 020 055

Seiten mit mehr als 75% Plagiatstext

6 Seiten: 004 005 008 015 021 022

Befunde

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Als betroffen festgestellt wurden bisher folgende Kapitel:
  • 1.0 Einleitung [Anf.] (S. 1): Seite 1
  • 1.1 Historischer Exkurs (S. 1-8): Seiten 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8
  • 3.0 Thematischer Hintergrund und pathophysiologische Grundlagen
  • 3.1 Balneotherapie in der Geburtshilfe (S. 10-11): Seiten 10, 11
  • 3.2 Der vorzeitige Blasensprung (S. 11-13): Seiten 11, 12
  • 3.3 C-Reaktives [sic] Protein
  • 3.3.1 Historische Übersicht (S. 13-14): Seite 13
  • 3.3.2 Physiologie und Pathophysiologie des CRP (S. 14-19): Seiten 15, 16, 18
  • 3.3.3 Klinische Bedeutung der quantitativen CRP-Bestimmung (S. 19-23): Seiten 19, 20, 21, 22, 23
  • 3.4 Infektionsindikatoren in der Geburtshilfe (S. 24-27): Seiten 24, 25, 26
  • 6.0 Diskussion [Anf.] (S. 47-48): Seite 47
  • 6.2 CRP versus Leukozyten und Körpertemperatur (S. 53-54): Seite 54
  • 6.3 CRP im Nabelschnurblut (S. 55-58): Seiten 55, 56.

Herausragende Fundstellen

  • Die Seiten 4, 5 und 6 werden teilweise wörtlich aus der Quelle Krumbach (1989) übernommen.
  • Die Seiten 21 und 22 werden zum größten Teil aus der Quelle Fehr (1988) übernommen.
  • In den fünf Fragmenten 001 17, 007 14, 008 05, 010 20 und 011 06 werden Passagen wörtlich aus der bei demselben Betreuer ebenfalls in der damaligen Abteilung für Geburtshilfe und Frauenheilkunde des Zentrums Frauenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover entstandenen Dissertation von Kerkhoff (1989) übernommen, die in der gesamten Arbeit an keiner Stelle erwähnt wird.
  • In Fragment 006 21 (keine Wertung) ersetzt die Verf. in einem Zitat allem Anschein nach einfach eine ältere Temperatureinheit durch eine neuere, ohne dies kenntlich zu machen.
  • In den beiden Fragmenten 011 14 und 047 05 wird mit Lettau et al. (1987) eine weitere Quelle verwendet, die in der gesamten Arbeit an keiner Stelle erwähnt wird.
  • In den beiden Fragmenten 011 20 mit 012 01 schreibt die Verf. mehrere Fehler aus einem englischsprachigen Aufsatz ab, denen sie durch oberflächliche Lektüre einen weiteren hinzufügt.

Fragwürdige Erkenntnisse

  • Bei folgenden neun der unter Fehlerhafte Referenzen aufgeführten Fragmente übernimmt die Verf. Text aus einer an der entsprechenden Stelle nicht genannten Quelle, wobei sie wiederum eigene Belege ergänzt, die jedoch – was nicht unbedingt überraschend ist – zumindest teilweise nicht zu den gemachten Aussagen passen:
Angesichts der relativen Häufigkeit – wegen der an bloße Versehen zu glauben nicht leicht fällt – dieser Stellen lässt sich hier der Verdacht wissenschaftlichen Fehlverhaltens nicht völlig von der Hand weisen.
Dies gilt ebenfalls für die Fragmente 013 03 (keine Wertung) und 027 03 (keine Wertung), in denen sie eine ihre Argumentation stützende Interpretation vornimmt, die jedoch durch den Text, auf den sie sich dort bezieht, nicht gedeckt wird.

Herausragende Quellen

In der Dissertation erwähnte Quellen

In der Dissertation nicht erwähnte Dissertation von früherer Kommilitonin

Andere Beobachtungen

Generelle Arbeitsweise

  • Wenn man von den Quellen Fehr (1988), Krumbach (1989) und vielleicht noch Schwarz (1963) absieht – aus denen sich extensivere Anleihen konstatieren lassen –, ist die generelle Arbeitsweise der Verf. durch eher kleinteilige Übernahmen gekennzeichnet, was sich auch – im Vergleich zum relativ geringen Umfang der Arbeit – in der Vielzahl der Quellen widerspiegelt, die nicht oder nicht hinreichend ausgewiesen sind. Oft werden auch Fehler abgeschrieben (diese sind als Teilmenge im folgenden Unterpunkt aufgeführt). Insgesamt ist eine wenig ausgeprägte Sorgfalt zu konstatieren.

    Andererseits beweist die Verf. an etlichen Stellen, dass sie prinzipiell sehr wohl korrekt zu zitieren weiß, wie man z.B. (lediglich der Wortlaut scheint nicht zu 100% dem Original zu entsprechen) an diesem – optisch durch Absatz, Einrückung und verringerten Zeilenabstand hervorgehobenen sowie zusätzlich durch Anführungsstriche ausgezeichneten – Zitat von Stoeckel (1941) sehen kann:Ugv S.7 Ausschnitt.png
    Schlichte Unkenntnis der Zitierregeln wird man ihr daher nicht zugute halten können. (Den dem Stoeckel-Zitat unmittelbar folgenden Satz kopiert sie hingegen zum größten Teil wörtlich aus einer gänzlich ungenannt bleibenden Quelle.)

Fehlerhafte Referenzen

  • In mindestens 41 Fällen gibt die Verf. als Nachweis für von ihr getätigte Aussagen Quellen an, mit denen sich diese (so) nicht belegen lassen:

Nicht nachweisbarer Literaturtitel

  • In den Fragmenten 008 05 und 011 01 (keine Wertung) bezieht sich die Verf. auf folgenden, im Literaturverzeichnis so ausgewiesenen Titel:
Degenhardt, F., Mesrogli, M., Mühlhaus, K., Schneider, J. Verbesserung der uteroplazentaren Durchblutung durch Bäder in der Schwangerschaft: dopplersonographische Untersuchungen. 47. Tagung der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, München 1988. Demeter-Verlag, Gräfeling [sic] 1988
Dieser Tagungsband ist in keinem deutschen öffentlichen elektronischen Katalog nachweisbar. Die Quellenangabe wird – bis auf Verlag, Erscheinungsort und -jahr – aus der Quelle Kerkhoff (1989) übernommen.

Klinisch-experimenteller Teil

  • Die Verf. gibt nicht an, welche Methode zur Bestimmung der Werte des C-reaktiven Proteins verwendet wird (s. hierzu auch Fragment 031 01 [keine Wertung]).
  • Sie erklärt im Vorspann der statistischen Auswertung ihrer Studie in Fragment 034 06 (keine Wertung), dass für die Versuchsreihen zusätzlich „jeweils ein multipler Mittelwertsvergleich mit dem Grenzdifferenztest nach TUKEY“ erfolgte. Zwar stammen diverse statistische Tests von John W. Tukey, jedoch war Ronald A. Fisher der Erfinder des sog. Grenzdifferenztests. Insofern stellt sich die Frage, was für Tests – deren Interpretationen sich u.a. in den Fragmenten 036 09, 038 01 und 040 03 (alle keine Wertung) finden – hier denn genau durchgeführt worden sind.

    Denkbar wäre aber auch, dass gar kein zusätzlicher Test nach Fisher oder Tukey stattgefunden hat, da auf den Seiten 37, 38 und 39 in diesem Zusammenhang in einer Tabelle und zwei Abbildungen von einer Signifikanz p < 0.05 die Rede ist, welche sich auf folgende Aussage auf Seite 34 zu beziehen scheint: „Statistisch signifikante Unterschiede wurden mit einer einfaktoriellen Varianzanalyse mit vorgeschaltetem Bartlett-Box-F-Test bestimmt (WINER 1971), wobei ein Signifikanzniveau von 5 % zugrunde gelegt wurde.“

Themenvergabe und Betreuungssituation

In der zur Zeit der Abfassung der vorliegenden Arbeit geltenden Promotionsordnung der Medizinischen Hochschule Hannover vom 17.02.1982 (geändert 1990) heißt es in § 3 Abs. 2 u.a.: „Das Thema und die Konzeption der Dissertation sollen mit einem Professor oder habilitierten Mitglied der Hochschule (Betreuer) vorher vereinbart sein.“

Als Betreuer gibt die Verf. den Privatdozenten Dr. med. Dr. rer. nat. Mahmoud Mesrogli an, dem sie „für die Überlassung des Themas und die stete, freundliche Bereitschaft, Thema und wissenschaftliches Vorgehen zu diskutieren“ dankt (viertletzte, nicht nummerierte Seite der Arbeit). Dieser hat seine Habilitationsschrift 1988 an der MH Hannover eingereicht, wo er nach eigenen Angaben 1989 auch habilitiert wurde.

Die von der Verf. geschilderten klinischen Untersuchungen für die Arbeit beginnen aber bereits mindestens eineinhalb Jahre früher: „Von Juli 1987 bis Februar 1988 wurde in der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover im Krankenhaus Oststadt bei Schwangeren vor und unter der Geburt das C-reaktive Protein (CRP) im mütterlichen Serum und im Nabelschnurblut gemessen.“ (S. 28) Die Messungen des CRP hat sie nach eigenen Angaben auch selbst mit durchgeführt, da sie „Frau Lühring für ihre freundliche Unterstützung bei der CRP-Konzentrationsmessung“ dankt (viertletzte Seite); insgesamt fünf weiteren Personen wird allgemeiner „für die Anleitung und Unterstützung bei der Durchführung der Arbeiten im Labor“ bzw. „für ihre unermüdliche Unterweisung in Techniken der Laborarbeit“ gedankt (ebd.).

Insofern stellt sich die Frage, wie ihr Doktorvater der Verf. ein Thema überlassen konnte, dessen klinische Vorarbeiten bei seiner Ernennung zum Privatdozenten bereits abgeschlossen waren und von wem sie bis zu diesem Zeitpunkt betreut worden ist – oder ob (und wenn ja, warum) die zitierte Bestimmung in diesem Fall keine Anwendung gefunden hat.

Begutachtung der Arbeit

Folgende Unstimmigkeiten sind in der untersuchten Arbeit ohne jeden Vergleich mit einer Literaturquelle erkennbar:

  • Bereits im Titel findet sich der Orthografiefehler „Amnioninfektionssysndroms“.
  • Auf fünf nicht nummerierten Seiten – zwischen vor S. 1 und nach S. 7 – reproduziert die Verf. ältere Kunstwerke, die eine Beziehung zum Baden haben (für einen Eindruck siehe unter Illustrationen). Bei allen fehlt mindestens die Angabe des Künstlers oder der Fundstelle, beim letzten beides (im Falle eines unbekannten Künstlers hätte der Vermerk „anonym“ o.ä. auf diesen Umstand hinweisen sollen).
  • Für die relativ ausführliche Beschreibung der historischen amerikanischen Geburtssitten und deren Kontext auf den Seiten 4, 5 und 6 ist keine adäquate Quellenreferenz vorhanden.
  • Abb. 1 in Fragment 004 02 schreibt die Verf. dem forschungsreisenden Arzt Jules Crevaux zu, obwohl auf ihr ein Schriftzug mit dem Namen „Kohl“ erkennbar ist.
  • Für Abb. 2 in Fragment 005 01 wird als Quelle lediglich der präkolumbische „Codex Nuttal“ [sic], aber kein Literaturtitel genannt.
  • In Fragment 011 20 gibt die Verf. an, gemäß einer US-Studie hätten 131 Frauen mit vorzeitigem Blasensprung eine Chorioamnionitis entwickelt. Zwei Sätze später in Fragment 012 01 ist sinngemäß von nur noch 52 solcher Frauen die Rede.
  • In Fragment 025 08 (keine Wertung) wird ohne ersichtlichen Grund eine Aussage gemacht, die in ähnlicher Form bereits zwei Seiten zuvor getroffen worden ist. Hierbei wird jeweils eine andere Quelle genannt.
  • In Fragment 031 01 (keine Wertung) findet sich eine anscheinend unsinnige Aussage.

In § 6 Abs. 4 der Promotionsordnung von 1982 heißt es in diesem Zusammenhang:

„Hat einer der Gutachter Mängel in der Dissertation festgestellt, ohne zu einer ablehnenden Empfehlung zu kommen, so kann er beim Vorsitzenden der zuständigen Sektion eine Beseitigung derselben als Bedingung für sein Annahmevotum beantragen. [...]

Es stellt sich somit die Frage, warum keinem der beiden Gutachter diese Mängel aufgefallen (bzw. relevant gewesen) zu sein scheinen und nicht deren Beseitigung beantragt wurde. Darüber hinaus scheint angesichts der zahlreichen weiteren inhaltlichen Unstimmigkeiten ein auch nur stichprobenartiger Abgleich mit den von der Verf. als verwendet angegebenen Quellen nicht erfolgt zu sein.

Gleichwohl erhielt die Promotionsschrift die – zweitbeste – Note „sehr gut“.

Sonstiges

  • § 4 Abs. 2 der Promotionsordnung von 1982 verlangt:

    „Die Dissertation muß ein Inhaltsverzeichnis, eine übersichtliche Zusammenfassung und ein ausführliches Schrifttumsverzeichnis enthalten. Feststellungen, Theorien und Zitate werden mit Nennung der Autoren im Text oder durch Hinweise auf das Schriftenverzeichnis gekennzeichnet. [...]
  • Am Ende ihrer Qualifikationsschrift gibt die Verf. folgende Versicherung ab:

    „Ich erkläre, daß ich die der Medizinischen Hochschule Hannover zur Promotion eingereichte Dissertation mit dem Titel

        C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines
        Amnioninfektionssyndroms bei vorzeitigem Blasensprung und
        therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung


    in der Abteilung für Geburtshilfe und Frauenheilkunde im Zentrum für Frauenheilkunde unter Betreuung von Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. M. Mesrogli in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. med. E. Henkel ohne sonstige Hilfe durchgeführt und bei der Abfassung der Dissertation keine anderen als die dort aufgeführten Hilfsmittel benutzt habe. [...]
  • Zu den Analyseresultaten gehört auch eine größere Anzahl von Fragmenten, die allein aufgrund ihrer Kürze, verbliebener Uneindeutigkeiten oder möglicherweise nicht hinreichender Schwere des Verstoßes konservativ der Kategorie „Keine Wertung“ zugeordnet wurden, wenngleich in der synoptischen Gegenüberstellung an etlichen von ihnen deutlich wird, dass die Verf. allem Anschein nach nicht lege artis gearbeitet hat (siehe z.B. die Fragmente 010 10, 011 01, 055 03 oder 056 21).
    Einen visuellen Überblick zu Umfängen und Positionen der Fragmente dieser Kategorie bietet die zweite Abbildung unter Illustrationen weiter unten.

Statistik

  • Es sind bislang 43 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 11 Fragmenten folgt der Text einem in einer anderen Sprache verfassten Quellentext in wörtlicher Übersetzung („Übersetzungsplagiat“). Bei 18 weiteren Fragmenten handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 14 weiteren Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 62 Seiten im Hauptteil. Auf 27 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 43.5% entspricht.
    Die 62 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 35
0%-50% Plagiatsanteil 16
50%-75% Plagiatsanteil 5
75%-100% Plagiatsanteil 6
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 15% des Textes im Hauptteil der Arbeit.

Illustrationen

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, blau=Übersetzungsplagiat, gelb=Bauernopfer)

Ugv col06.png

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


In folgender Grafik sind zusätzlich auch problematische Fragmente der Kategorie „Keine Wertung“ sowie – zum Vergleich – korrekt ausgewiesene wörtliche Zitate farblich hervorgehoben:

(violett = Fragmente der Kategorie „Keine Wertung“ [kW]; unberücksichtigt bleiben 8 noch als „unfertig“ erfasste kW-Fragmente

grün = gekennzeichnete wörtliche Zitate [sofern nicht als Teil von Plagiatsfragmenten dokumentiert])

Ugv kw zitat1.png

Die Grafiken repräsentieren den Analysestand vom 20.12.2015.

Definition von Plagiatkategorien

Die hier verwendeten Plagiatkategorien basieren auf den Ausarbeitungen von Wohnsdorf / Weber-Wulff: Strategien der Plagiatsbekämpfung, 2006. Eine vollständige Beschreibung der Kategorien findet sich im VroniPlag-Wiki. Die Plagiatkategorien sind im Einzelnen:

Übersetzungsplagiat

Ein Übersetzungsplagiat entsteht durch wörtliche Übersetzung aus einem fremdsprachlichen Text. Natürlich lässt hier die Qualität der Übersetzung einen mehr oder weniger großen Interpretationsspielraum. Fremdsprachen lassen sich zudem höchst selten mit mathematischer Präzision übersetzen, so dass jede Übersetzung eine eigene Interpretation darstellt. Zur Abgrenzung zwischen Paraphrase und Kopie bei Übersetzungen gibt es ein Diskussionsforum.

Komplettplagiat

Text, der wörtlich aus einer Quelle ohne Quellenangabe übernommen wurde.

Verschleierung

Text, der erkennbar aus fremder Quelle stammt, jedoch umformuliert und weder als Paraphrase noch als Zitat gekennzeichnet wurde.

Bauernopfer

Text, dessen Quelle ausgewiesen ist, der jedoch ohne Kenntlichmachung einer wörtlichen oder sinngemäßen Übernahme kopiert wurde.

Quellen nach Fragmentart

Die folgende Tabelle schlüsselt alle gesichteten Fragmente zeilenweise nach Quellen und spaltenweise nach Plagiatskategorien auf.

Tabelle: Ugv: Quellen / Fragmente (dynamische Auszählung)
Quelle
Jahr ÜP
KP
VS
BO
KW
KeinP

ZuSichten
Unfertig
Andus et al 1989 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Diepgen 1963 0 0 0 2 0 0 2 0 0
Duff et al 1984 2 0 0 0 0 0 2 0 0
Fehr 1988 0 0 3 1 0 0 4 0 0
Fisk Fysh 1988 0 0 0 0 0 0 0 1 0
Forest et al 1986 1 0 0 0 0 0 1 1 0
Garite 1984 0 0 0 0 0 0 0 1 0
Goeschen et al 1989 0 0 0 0 0 1 1 0 0
Hildebrandt 1988 0 0 2 0 0 0 2 1 0
Hokama Nakamura 1987 0 0 0 0 0 0 0 1 0
Kerkhoff 1989 0 1 4 0 0 0 5 0 0
Krumbach 1989 0 0 0 3 0 0 3 0 0
Künzer Uhlig 1983 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Ledger 1978 1 0 0 0 0 0 1 0 0
Lettau et al 1987 0 0 2 0 0 0 2 1 0
Maas et al 1988 0 1 0 1 0 0 2 0 0
Mercer et al 1988 2 0 0 0 0 0 2 0 0
Mesrogli Schneider 1988 0 0 0 0 0 0 0 2 0
Mesrogli et al 1987 0 0 1 1 0 0 2 5 0
Pschyrembel Dudenhausen 1986 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Romem Artal 1984 1 0 0 0 0 0 1 0 0
Romem Artal 1985 2 0 0 0 0 0 2 1 0
Sachs 1984 0 0 0 0 0 0 0 4 0
Salzer et al 1987 1 0 0 0 0 0 1 0 0
Schwarz 1963 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Thomas Opferkuch 1984 0 0 1 4 0 0 5 2 0
Uhlenbruck Sölter 1982 0 0 0 0 0 0 0 2 0
von der Leyen et al 1989 0 0 0 0 0 0 0 3 0
Wagner et al 1989 1 0 0 0 0 0 1 0 0
- 11 2 16 14 0 1 44 25 8

Fragmentübersicht

43 gesichtete, geschützte Fragmente

FragmentSeiteArbeitZeileArbeitQuelleSeiteQuelleZeileQuelleTypus
Ugv/Fragment 001 0515-7, 12-17Mesrogli et al 1987181re. Sp. 7-11, 17-24Verschleierung
Ugv/Fragment 001 17117-18Kerkhoff 19898; 558: 19-20; 55: 7-9KomplettPlagiat
Ugv/Fragment 002 19219-25Diepgen 1963208; 209208: 27-30; 209: 1-5BauernOpfer
Ugv/Fragment 003 0131-5Diepgen 19632093-9BauernOpfer
Ugv/Fragment 003 0636-9Maas et al 198827li. Sp. 3-10KomplettPlagiat
Ugv/Fragment 003 14314-17Maas et al 198824li. Sp. 36-38, re. Sp. 1-4BauernOpfer
Ugv/Fragment 004 0242-13Krumbach 1989125; 128125: mittl. Sp. 23-28, re. Sp. 1-5 u. 10-14 u. 16-19; 128: mittl. Sp. 15-20, re. Sp. 20 u. 24-26BauernOpfer
Ugv/Fragment 005 0151-12Krumbach 1989128; 129; 130128: mittl. Sp. 20-27, re. Sp. 26-28; 129: li. Sp. 1-3, re. Sp. 57-59; 130: li. Sp. 13-22BauernOpfer
Ugv/Fragment 006 0161-15Krumbach 1989129; 130129: mittl. Sp. 1-8, re. Sp. 17-25; 130: li. Sp. 22-27 u. 31-38, mittl. Sp. 3-10BauernOpfer
Ugv/Fragment 007 14714-16Kerkhoff 19899; 51; 579: 8-10; 51: 25-27; 57: 18-22Verschleierung
Ugv/Fragment 007 17717-20Hildebrandt 198811li. Sp. 10-23Verschleierung
Ugv/Fragment 008 0181-4Mesrogli et al 1987181li. Sp. 6-12BauernOpfer
Ugv/Fragment 008 0585-8Kerkhoff 198938; 39; 5138: 34-36; 39: 1-2; 51: 1-5Verschleierung
Ugv/Fragment 010 04104-10Hildebrandt 198815; 2215: re. Sp. 14-37; 22: re. Sp. 19-21Verschleierung
Ugv/Fragment 010 201020-23Kerkhoff 19898; 528: 20-22, 24-26; 52: 11-13Verschleierung
Ugv/Fragment 011 06116-10Kerkhoff 198946; 5146: 14-18; 51: 6-8Verschleierung
Ugv/Fragment 011 141114-17Lettau et al 19871428; 14371428: 43-45; 1437: 11-12Verschleierung
Ugv/Fragment 011 201120-22Duff et al 1984699; 700; 702699: re. Sp. 50-52; 700: li. Sp. 1-4; 702: li. Sp. 21-22ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 012 01121-11Duff et al 1984700; 702700: li. Sp. 7-8 u. 32-37, re. Sp. 1-5; 702: li. Sp. 23-24, re. Sp. 7-9ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 013 08138-21Schwarz 196312-15BauernOpfer
Ugv/Fragment 015 01151-3, 6-11Andus et al 19891710; 1711; 1713; 17161710: li. Sp. 31-35; 1711: re. Sp. 4-10; 1713: li. Sp. 10-14; 1716: re. Sp. 26-29, 44-47BauernOpfer
Ugv/Fragment 015 03153-5Fehr 198887li. Sp. 7-15Verschleierung
Ugv/Fragment 016 03163-6Thomas Opferkuch 198453525-27BauernOpfer
Ugv/Fragment 018 221822-24Fehr 198886re. Sp. 12-15Verschleierung
Ugv/Fragment 019 161916-19Thomas Opferkuch 19845334-7, 9-10BauernOpfer
Ugv/Fragment 020 01201-6Thomas Opferkuch 198453235-42BauernOpfer
Ugv/Fragment 020 142014-22Thomas Opferkuch 1984533; 536533: 33-36; 536: 19-20BauernOpfer
Ugv/Fragment 021 01211-8Thomas Opferkuch 198453337-40Verschleierung
Ugv/Fragment 021 102110-25Fehr 198887; 91; 9287: li. Sp. 7-20 u. 22-23, re. Sp. 1-11; 91: re. Sp. 48-58; 92: li. Sp. 1-3BauernOpfer
Ugv/Fragment 022 02222-18Fehr 198887; 88; 9287: re. Sp. 26-32, 35-37, 41-42; 88: li. Sp. 1-5, 13-16, 29-37; 92: li. Sp. 8-10, re. Sp. 3-5Verschleierung
Ugv/Fragment 022 202220-25Mercer et al 1988166; 167166: li. Sp. 16-17, 19-21, 23-26; 167: re. Sp. 25-27, 30-32ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 023 01231Mercer et al 1988166; 167166: li. Sp. 16-17, 21-23; 167: re. Sp. 22-24ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 024 07247-16Ledger 1978455; 456; 474455: 26; 456: 1-6, 11-20; 474: 11-12, 29-30, 37-38, 41-42ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 025 152515-20Romem Artal 1985381; 382381: re. Sp. 25; 382: li. Sp. 1-7ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 026 01261-12Romem Artal 1985382; 383382: li. Sp. 13-20, re. Sp. 10-14; 383: li. Sp. 25, re. Sp. 1, 11-13, 21-28ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 047 02472-4Wagner et al 198993; 9793: li. Sp. 28-29; 97: re. Sp. 7-9ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 047 05475-6Lettau et al 198714342-5Verschleierung
Ugv/Fragment 047 104710-18Pschyrembel Dudenhausen 19861353-9, 15-20Verschleierung
Ugv/Fragment 054 125412-13Romem Artal 1984546; 550546: 13-15; 550: 16-17ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 055 08558-13Forest et al 1986194li. Sp. 15-22, re. Sp. 26-28ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 055 155515-18Salzer et al 1987365; 367365: li. Sp. 27-31; 367: li. Sp. 8-11ÜbersetzungsPlagiat
Ugv/Fragment 055 225522-23Künzer Uhlig 198357333-37Verschleierung
Ugv/Fragment 056 01561-4Künzer Uhlig 198357333-39Verschleierung

Textfragmente

Anmerkung zur Farbhinterlegung

Die Farbhinterlegung dient ausschließlich der leichteren Orientierung des Lesers im Text. Das Vorliegen einer wörtlichen, abgewandelten oder sinngemäßen Übernahme erschließt sich durch den Text.

Hinweis zur Zeilenzählung

Bei der Angabe einer Fundstelle wird alles, was Text enthält (außer Kopfzeile mit Seitenzahl), als Zeile gezählt, auch Überschriften. In der Regel werden aber Abbildungen, Tabellen, etc. inklusive deren Titel nicht mitgezählt. Die Zeilen der Fußnoten werden allerdings beginnend mit 101 durchnummeriert, z. B. 101 für die erste Fußnote der Seite.

43 gesichtete, geschützte Fragmente

[1.] Ugv/Fragment 001 05

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 5-7, 12-17
Quelle: Mesrogli et al 1987
Seite(n): 181, Zeilen: re. Sp. 7-11, 17-24
[...] Allerdings sind durch die klinische Anwendung hochdifferenzierter Techniken viele überlieferte Methoden zur Behandlung von Krankheiten in Vergessenheit geraten. [...]

Diese Entwicklung hat sich auch in der Geburtshilfe unübersehbar vollzogen. In den letzten Jahren haben Ärzte und Hebammen verschiedene Möglichkeiten wiederentdeckt, auf nicht-medikamentösem Wege die Geburt zu erleichtern oder zu fördern. Dazu zählen zum Beispiel die Anwendung physikalischer Maßnahmen in Form von Badetherapien während der Schwangerschaft sowie die Förderung der Geburt durch Bad oder Bewegung.

Viele überlieferte Methoden zur Behandlung von Krankheiten sind in Vergessenheit geraten, seit die Technik und die moderne Pharmakologie unsere Medizin mehr und mehr beeinflussen. Diese Entwicklung hat sich auch in der Geburtshilfe in den letzten Jahrzehnten unübersehbar vollzogen. [...]

Diesem Trend entsprechend, haben in den letzten Jahren Ärzte und Hebammen verschiedene Möglichkeiten wiederentdeckt, auf nicht medikamentösem Wege Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern und die Geburt zu erleichtern oder zu fördern. In diesem Zusammenhang zu nennen sind die Anwendung physikalischer Maßnahmen in Form von Bädertherapie während der Schwangerschaft sowie die Förderung der Geburt durch Bad oder Bewegung.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.


[2.] Ugv/Fragment 001 17

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 17-18
Quelle: Kerkhoff 1989
Seite(n): 8; 55, Zeilen: 8: 19-20; 55: 7-9
Traditionsgemäß ist ein warmes Wannenbad Bestandteil der Geburtsvorbereitung (KNÖRR et al. 1982).

[Literaturverzeichnis

Knörr, K., Knörr-Gärtner, H., Beller, F.K., Lauritzen, Ch. Lehrbuch der Geburtshilfe und Gynäkologie. Springer-Verlag, Berlin 1982]

[Seite 8]

Traditionsgemäß ist ein warmes Wannenbad Bestandteil der Geburtsvorbereitung (Knörr u. Mitarb. 1982).

[Literaturverzeichnis Seite 55]

Knörr, K., Knörr-Gärtner, H., Beller, F.K., Lauritzen, Ch.
Lehrbuch der Geburtshilfe und Gynäkologie.
Springer-Verlag, Berlin 1982

Anmerkungen

Die Quelle Kerkhoff (1989) wird weder an dieser Stelle noch in der vorliegenden Arbeit überhaupt genannt.

Bei Knörr et al. (1982) findet sich die behauptete Aussage in dieser Form nicht. Dort heißt es lediglich auf S. 204:

"Wenn nach den vorliegenden Befunden und der Wehentätigkeit mit einem baldigen Fortgang der Geburt zu rechnen ist, wird die Kreißende aus Gründen der Hygiene und Asepsis folgendermaßen für die Entbindung vorbereitet:

- Entleerung des Darmes durch Einlauf,

- Vollbad oder Dusche [diese beiden Maßnahmen sind nur bei fest stehendem Kopf und bei erhaltener Fruchtblase erlaubt (cave Nabelschnurvorfall!)],

[...]"


[3.] Ugv/Fragment 002 19

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 19-25
Quelle: Diepgen 1963
Seite(n): 208; 209, Zeilen: 208: 27-30; 209: 1-5
[In Antike und Mittelalter spielte das Bad eine wesentliche Rolle:] als die christliche Kultur die antik-heidnische ablöste, stand das Badewesen im weiten römischen Weltreich auf der Höhe seiner gesellschaftlichen Geltung. Das Bad diente nicht nur der Reinhaltung des Körpers, sondern auch sportlicher Ertüchtigung und therapeutischer Kuren. Zunächst wurde das Bad von der Kirche als Mittel zur Sauberkeit und Förderung der Gesundheit unbedenklich übernommen. Aber schon bald machten sich wegen der Rolle, die die Bäder in der Spätantike als Vergnügungsetablissements [spielten, Bedenken bemerkbar.] [Seite 208]

Als die christliche Kultur die antik-heidnische ablöste, stand das Badewesen im weiten römischen Weltreich auf der Höhe seiner gesellschaftlichen Geltung. Das Bad diente nicht nur der Reinhaltung des Körpers, der sportlichen Ertüchtigung und therapeutischen Kuren.

[Seite 209]

[Gewiß nahm die junge Kirche an diesen Mißständen Anstoß.] Zunächst wurde das Bad jedoch als Mittel zur Sauberkeit und Förderung der Gesundheit von ihr unbedenklich übernommen12. Aber schon bald machten sich wegen der Rolle, die die Bäder in der Spätantike als Vergnügungsetablissements spielten, Bedenken bemerkbar.


[Seite 217]

[12 vgl. Zellinger, Johannes: Bad und Bäder in der altchristlichen Kirche. München 1928, S. 8]

Anmerkungen

Die Quelle wird auf der folgenden Seite genannt, jedoch die Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich gemacht.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[4.] Ugv/Fragment 003 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 1-5
Quelle: Diepgen 1963
Seite(n): 209, Zeilen: 3-9
[Aber schon bald machten sich wegen der Rolle, die die Bäder in der Spätantike als Vergnügungsetablissements] spielten, Bedenken bemerkbar. Der Kirchenlehrer CLEMENS VON ALEXANDRIEN (gestorben nach 211 n. Chr.) sagte, daß die Christin "zum Vergnügen" kein Bad nehmen sollte. Das Baden von Frauen hielt er jedoch für nötig aus Gründen der "Reinlichkeit und Gesundheit", bei Männern nur im "Interesse der Gesundheit" (DIEPGEN 1963). Aber schon bald machten sich wegen der Rolle, die die Bäder in der Spätantike als Vergnügungsetablissements spielten, Bedenken bemerkbar. Der Kirchenlehrer Klemens von Alexandrien (gest. nach 211) sagt, daß der Christ „zum Vergnügen“ kein Bad nehmen soll. Das Baden selbst hält er jedoch für nötig, bei Frauen aus Gründen der „Reinlichkeit und Gesundheit“, bei Männern nur im „Interesse der Gesundheit“13.

[Seite 217]

[13 l.c., S. 10]

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Die Quelle wird genannt, jedoch die Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich gemacht. Auf diese Weise unterschlägt die Verf., dass die Zitate in Anführungsstrichen offenbar ursprünglich nicht von Diepgen (1963) stammen, sondern dieser einen anderen Autor (Zellinger [1928]) zitiert, auf den sich "l.c." in Fn. 13 bezieht.


[5.] Ugv/Fragment 003 06

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 6-9
Quelle: Maas et al 1988
Seite(n): 27, Zeilen: li. Sp. 3-10
Auch GALEN aus Pergamon (130-201 n. Chr.) hatte in seinen bedeutenden medizinischen Werken, die bis zum Ende des Mittelalters für die gesamte Heilkunde bestimmend waren, viele Hinweise zur Heilgymnastik und Therapie mit Quell- und Mineralwässern sowie mit Heilschlamm und Heilerden zusammengefaßt. Auch Galen aus Pergamon (130-201 n. Chr.) hatte in seinen bedeutenden medizinischen Werken, die bis zum Ende des Mittelalters für die gesamte Heilkunde bestimmend waren, viele Hinweise zur Heilgymnastik und Therapie mit Quell- und Mineralwässern sowie mit Heilschlamm und Heilerden zusammengefaßt.
Anmerkungen

Die Verf. nennt ihre Quelle für die wörtlich übernommene Aussage an dieser Stelle nicht.


[6.] Ugv/Fragment 003 14

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 14-17
Quelle: Maas et al 1988
Seite(n): 24, Zeilen: li. Sp. 36-38, re. Sp. 1-4
Im Ägypten des Altertums wurde der Nil als Gottheit verehrt und dem Flußwasser große Heilkräfte zugesprochen. Rituelle Waschungen in seinen Fluten gehörten ebenso zum religiösen Alltag wie die Darbietung von Opfern in den Tempeln an seinen Ufern (SCHNEIDER et al. 1988). Im Ägypten des Altertums wurde der Nil als Gottheit verehrt, und dem Flußwasser große Heilkräfte zugesprochen. Rituelle Waschungen in seinen Fluten gehörten ebenso zum religiösen Alltag, wie die Darbietung von Opfern in den Tempeln an seinen Ufern.
Anmerkungen

Die Verf. nennt ihre Quelle (wobei sie deren Herausgeber angibt), macht die Wörtlichkeit der Übernahme jedoch nicht kenntlich.


[7.] Ugv/Fragment 004 02

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 2-13
Quelle: Krumbach 1989
Seite(n): 125; 128, Zeilen: 125: mittl. Sp. 23-28, re. Sp. 1-5 u. 10-14 u. 16-19; 128: mittl. Sp. 15-20, re. Sp. 20 u. 24-26
Der französische Marinearzt Dr. JULES NICOLAS CREVAUX (1847-1882), der einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Guayanas und des Amazonas-Gebietes leistete, referierte 1881 in der deutschen illustrierten Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde "Globus" (Braunschweig) über seine zweite Südamerikareise in den Jahren 1878/79. Bei den Roucoujennen-Indianern [sic] beobachtete CREVAUX den Dampfbadgebrauch einer Roucoujenne-Wöchnerin [sic] am Yari-Fluß in Französisch-Guayana (Abb.1). Er schrieb dazu: "Sie legt sich in eine Hängematte, unter welche ein rotglühender Stein gelegt und begossen wird."

Ugv 004 diss.png

Abb.1 Jules Crévaux [sic], Zeichnung 1881

Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent (Nord-, Mittel- und Südamerika) läßt sich als soziokulturelles Element der Gebrauch von Wasser, Wärme und Dampf bis in die präkolumbische Zeit zurückverfolgen und auch heute noch nachweisen.

[Seite 125]

[Einst nur eine rituelle Handlung, wurde Schwitzen und Dampfbaden allmählich zu einer physikalisch-therapeutischen Maßnahme bei den Indianern, wie auf der Zeichnung eines Dampfbades von Jules Crévaux [sic] von 1881 dargestellt.]

Ugv 004 source.png

Der französische Marinearzt Dr. Jules Nicolas Crévaux [sic] (1847-1882), der einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Guayanas und des Amazonas-Gebietes geleistet hat, berichtete 1881 in der deutschen illustrierten Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde „Globus“ (Braunschweig) über seine zweite Reise in den Jahren 1878/79. Bei den Roucoujennen-Indianern [sic] [, die von ihren Nachbarn als Ouayanas bezeichnet und schon von dem französischen Franziskanermönch und Kosmographen André Thevet (1503/4-1592) im 16. Jahrhundert erwähnt wurden,] beobachtete Crévaux [sic] den Dampfbadgebrauch einer Roucouyenne-Wöchnerin am Yari-Fluß in Französisch-Guayana. Er schrieb dazu: „[Die Frau andererseits nimmt sofort nach der Entbindung ein Dampfbad in folgender Weise:] Sie legt sich in eine Hängematte, unter welcher [sic] ein großer rotglühender Stein gelegt und mit Wasser begossen wird.“

[Seite 128]

Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent (Nord-, Mittel- und Südamerika) läßt sich das soziokulturelle Element, der Gebrauch von Schwitz- und Dampfbädern in historischer Zeit, aber auch heute noch nachweisen.

[...]

Diese beiden Bademethoden[, deren kultur- und medizingeschichtliche Wurzeln in den Anfängen der Besiedlung des amerikanischen Kontinents über die Beringstraße liegen,] lassen sich noch bis in die präkolumbische Zeit zurückverfolgen.

Anmerkungen

Die Verf. nennt ihre Quelle zwei Seiten weiter darauf auf S. 6, macht jedoch Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich.

Das Zitat wird verändert übertragen, der im Wesentlichen aus zwei Sätzen von S. 128 zusammengesetzte Satz etwas umformuliert. Im Original lautet das Zitat im 1881er-Band von Globus auf S. 70 rechts unten: "sie legt sich in eine Hängematte, unter welche ein großer rothglühender Stein gelegt und mit Wasser begossen wird." Da im betreffenden Abschnitt von Crevaux in der dritten Person gesprochen wird und die Worte nicht als Zitat kenntlich gemacht werden, stammt dieses aber nicht von ihm selbst, sondern von dem – anscheinend anonymen – Verfasser des Berichts "Von Cayenne nach den Anden. (Jules Crevaux' zweite Reise im nördlichen Südamerika 1878 bis 1879.)". Dies wird sowohl von Krumbach (1989) als auch der Verf. falsch dargestellt.

Im Literaturverzeichnis der Verf. ist das angebliche Referat Crevaux' in Globus bibliografisch nicht ausgewiesen; gleichwohl entsteht hier der Eindruck, sie zitiere direkt aus dieser Zeitschrift.

Abb. 1 wird anscheinend von S. 125 bei Krumbach übernommen. In der Globus ist diese "Dampfbad einer Roucouyenne-Wöchnerin." untertitelt; am unteren linken Bildrand ist der per Hand hinzugefügte Schriftzug "A. Kohl" bzw. "H. Kohl" erkennbar. Bei Krumbach wie bei der Verf. wird sie hingegen Crevaux zugeschrieben.

Der Name Crevaux schreibt sich – was auch in der Zeitschrift ersichtlich ist – überdies ohne Akut.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[8.] Ugv/Fragment 005 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1-12
Quelle: Krumbach 1989
Seite(n): 128; 129; 130, Zeilen: 128: mittl. Sp. 20-27, re. Sp. 26-28; 129: li. Sp. 1-3, re. Sp. 57-59; 130: li. Sp. 13-22
[Man] kann annehmen, daß der Gebrauch von Wasser, Wärme und Dampf die einzigen physikalisch-therapeutischen Maßnahmen in Amerika sind, welche unversehrt den Wandel von der ritualen, mythischen und empirischen zur experimentellen Medizin überdauert haben. Die Bademethoden wurden von den Indianern unter anderem gegen Fieber, Neuralgien, Arthritis urica, Rheuma, Infekte, Dermatosen, Syphilis und als Behandlung bei Wöchnerinnen angewendet.

Im präkolumbischen, mixtekischen Codex Nuttal [sic], dessen historischer Inhalt von 720 bis 1350 n. Chr. reicht, findet sich eine religiöse, mythische Geburts- und Schwitzbaddarstellung (Abb.2).

Ugv 005 diss.png

Abb.2 Religiöse Geburts- und Schwitzbaddarstellung

Rechts im Bild sieht man die Geburt des Gottes Yei Tecpatl, erkenntlich am faltigen Bauch der Wöchnerin und an der Nabelschnur; links daneben ein Schwitzbadkomplex, dessen Mittelpunkt einen rechteckigen Eingang aufweist, in [dem eine Schnecke abgebildet ist.]

[Seite 128]

Wir können annehmen, daß der Gebrauch von Wasser, Wärme und Dampf die einzigen physikalisch-therapeutischen Maßnahmen in Amerika sind, welche unversehrt den Wandel von der ritualen, mythischen und empirischen zur experimentellen Medizin überdauert hat [sic].

[...]

Die genannten Bademethoden wurden von den Indianern unter anderem gegen Fieber, Neuralgien, Arthritis

[Seite 129]

urica, Rheuma, Infekte, Dermatosen und als Therapie bei Wöchnerinnen sowie gegen Syphilis angewendet.

[...]

[Die Kombination einer gegenständlichen realen Schwitzbadabbildung mit einem abstrakten mythisch-religiösen Schwitzbadritus finden wir auf einer Seite in der mixtekischen Bilderhandschrift aus dem heutigen mexikanischen Staat Oaxaca,] dem Codex Nuttall dargestellt, dessen historischer Inhalt von 720 bis 1350 n. Chr. reicht.

[Seite 130]

Genau unter der realen bildlichen Wiedergabe dieses Schwitzbades befindet sich rechts eine mythisch-religiöse Darstellung einer Geburt, erkenntlich am faltigen Bauch und der Nabelschnur. Links daneben sieht man auch einen Schwitzbadkomplex, dessen Mittelpunkt einen rechteckigen Eingang aufweist, in dem eine Schnecke abgebildet ist.

[Eine religiöse, mythische Geburts- und Schwitzbad-Darstellung aus dem präkolumbischen mixtekischen Codex Nuttall. Rechts die Geburt des Gottes Yei Tecpatl (drei Feuerstein). Die Benutzung des mythischen Schwitzbades nach der Geburt wird durch das unübliche seitliche Hineinkriechen im unüblichen bekleideten Zustand symbolisiert.]

Ugv 005 source.png

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Die Verf. nennt ihre Quelle eine Seite später auf S. 6, macht jedoch Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich.

Abb. 2 wird ohne Angabe der Fundstelle von S. 130 bei Krumbach (1989) übernommen.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[9.] Ugv/Fragment 006 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-15
Quelle: Krumbach 1989
Seite(n): 129; 130, Zeilen: 129: mittl. Sp. 1-8, re. Sp. 17-25; 130: li. Sp. 22-27 u. 31-38, mittl. Sp. 3-10
Die Schnecke galt bei den Indianern als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verfall; gleichzeitig symbolisierte sie Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt und das primäre weibliche Geschlechtsorgan.

In das abgebildete Schwitzbad kriecht eine weibliche, bekleidete Person hinein und zwar durch eine vergrößerte, omegaartige Öffnung. Diese und fünf ähnliche Zeichen am Schwitzbad wurden von dem deutschen Amerikanisten FRANZ TERMER (1894-1968) als Zeichen des Uterus interpretiert. Das Hineinkriechen einer "bekleideten" Frau in ein Schwitzbad (nicht durch den abgebildeten Eingang) wird in Opposition zur Geburt verstanden, da man nach indianischer Vorstellung im Schwitz- und Dampfbad gereinigt und geläutert, das heißt "neu geboren" wurde.

Das Bad wurde bei den Azteken "temazcal" oder "temazcalli" (kleines Haus, wo man badet oder schwitzt) und bei den Maya "zumpulche" (Bad für Frauen nach der Entbindung und für andere kranke Personen, um die Kälte, die sie im Körper haben, hinauszuwerfen) genannt. "Tlazolteotl" war der Schutzheilige sowohl der Geburt, [sic] als auch der Schwitzbäder (KRUMBACH 1989).

[Seite 130]

Die Schnecke galt bei den Indianern als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verfall; gleichzeitig symbolisierte sie Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt, den Mutterschoß und das primäre weibliche Geschlechtsorgan. [...]

In das abgebildete Schwitzbad kriecht eine weibliche, bekleidete Person hinein und zwar durch eine vergrößerte, omegaartige Öffnung. Diese und fünf ähnliche Zeichen am Schwitzbad wurden von dem deutschen Amerikanisten Franz Termer (1894-1968) als Zeichen des Uterus interpretiert[, da - wie die Aufzeichnungen zeitgenössischer Berichterstatter widerspiegeln - reale anatomische und medizinische Vorstellungen und Kenntnisse in mythische, religiöse, schriftliche und bildliche Fixierungen einflossen]. Das Hineinkriechen einer „bekleideten“ Frau in ein Schwitzbad und nicht durch den abgebildeten Eingang, wird in Opposition zur Geburt verstanden, da man nach indianischer Vorstellung im Schwitz- und Dampfbad gereinigt und geläutert, das heißt „neu geboren“, wurde.

[Seite 129]

Das Schwitz- und Dampfbad wurde bei den Azteken „temazcal“ oder „temazcalli“ (kleines Haus, wo man badet oder schwitzt) und bei den Maya „zumpulché“ (Bad für Frauen nach der Entbindung und für andere kranke Personen, um die Kälte, die sie im Körper haben, hinauszuwerfen) genannt. [...]

[...] Anstelle des Bildnisses von „tlazolteotl“ – der Schutzheiligen der Geburt und der Schwitzbäder – über dem Eingang, [sic] befinden sich heute in den Dampfbädern Mexikos und Guatemalas in einer Nische häufig Statuen von christlichen Heiligen oder es wird ein christliches Segenszeichen verwandt.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Die Verf. nennt ihre Quelle im letzten Satz des Abschnitts, macht jedoch Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich.

In ihrem Literaturverzeichnis wird keine Publikation von Termer aufgeführt.

Der bei Krumbach (1989) erwähnten weiblichen Schutzheiligen schreibt sie das männliche Geschlecht zu.


[10.] Ugv/Fragment 007 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 14-16
Quelle: Kerkhoff 1989
Seite(n): 9; 51; 57, Zeilen: 9: 8-10; 51: 25-27; 57: 18-22
Durch SPITZBART und SCHARNER (1971) sowie ERDELYI (1974) konnte jedoch nachgewiesen werden, daß weder beim Baden noch beim Schwimmen Wasser in das hintere Scheidengewölbe eindringt.

[Literaturverzeichnis

Erdelyi, G.J. Pregnancy and sports. Phys. Sportsmed. 1974, 2: 35-41

[...]

Spitzbart, H., Scharner, W. Intravaginale Temperaturmessung bei hydrotherapeutischer Behandlung gynäkologischer Erkrankungen. Balneotherapia gynecologica, Hydrotherapy congress Praha, Balneo 1971, 221-223]

[Seite 9]

Ferner konnte nachgewiesen werden, daß weder beim Baden noch beim Schwimmen Wasser in das hintere Scheidengewölbe eindringt (Spitzbart u. Scharner 1971, Erdelyi 1974)[, so daß ein Auswaschen des Prostaglandingels beim Wannenbad nicht zu erwarten ist].

[Literaturverzeichnis Seite 51]

Erdelyi, G.J.:
Pregnancy and sports.
Phys. Sportsmed. 1974, 2: 35-41

[Literaturverzeichnis Seite 57]

Spitzbart, H., Scharner, W.:
Intravaginale Temperaturmessung bei hydrotherapeutischer Behandlung gynäkologischer Erkrankungen.
Balneotherapia gynecologia, Hydrotherapy congress Praha, Balneo 1971, 221-223

Anmerkungen

Die Quelle Kerkhoff (1989) wird weder an dieser Stelle noch in der vorliegenden Arbeit überhaupt genannt.

1. Zur Quelle Spitzbart / Scharner (1971): Der diesen Aufsatz enthaltende Titel lautet Balneotherapia gynaecologica und ist nicht bei "Balneo", sondern im Verlag Balnea in Prag erschienen. Auch geht es in diesem Band nicht um einen "Hydrotherapy congress" in Prag, sondern um das "Ist Symposium with international participation of ‚Gynaecological Balneotherapy‘, held in Františkovy Lázně, Czechoslovakia, October 10.—14., 1967". Da die Verf. somit drei Fehler aus der Quelle übernimmt (das Substantiv "gynecologia" korrigiert sie zu einer adjektivischen Form – wobei dieser Fehler bei Kerkhoff offensichtlich ist), scheint es doch fraglich, ob sie den Aufsatz tatsächlich eingesehen hat.

2. Zur Quelle Erdelyi (1974): Es handelt sich in diesem Fall um keinen Aufsatz von Erdelyi, sondern um ein "Symposium" betiteltes, verschriftlichtes Gespräch über Sport in der Schwangerschaft zwischen fünf Ärzten (von denen der Chefredakteur von the physician and sportsmedicine als Moderator fungiert), an dem auch Erdelyi teilnimmt. In diesem macht allerdings nicht Gyula J. Erdelyi eine entsprechende Aussage, sondern (auf S. 38 der Mai-Ausgabe) Clayton L. Thomas.

Auf die Frage des Moderators, ob beim Schwimmen Wasser in die Vagina gelange, antwortet Letzterer: "A few years ago, Peter Siegel, an obstetrician at the University of Illinois, studied this question. He asked women just before and just after delivery to insert a starch-impregnated tampon intravaginally and then immerse themselves in a bathtub filled with an iodine solution. If water entered the vagina the tampon would give the characteristic starch-iodine reaction and turn blue. This didn’t happen, however, even though the test was done just a few hours before and after delivery. I have verified these findings with nonpregnant women in an ordinary swimming pool by examining tampons for evidence of having become wet."

Da weder die Verf. noch Kerkhoff angeben, dass es sich hier um ein "Symposium" mit mehreren Teilnehmern handelt und die entsprechende Aussage auch gar nicht von demjenigen getroffen wird, dem sie diese zuschreiben, scheint es sehr zweifelhaft, dass Erstere die Quelle Erdelyi (1974) rezipiert hat.

In jedem Fall hätte die Verf. aber die Übernahme von 15 aufeinanderfolgenden Wörtern als Zitat kenntlich machen müssen.


[11.] Ugv/Fragment 007 17

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 17-20
Quelle: Hildebrandt 1988
Seite(n): 11, Zeilen: li. Sp. 10-23
Die Fortschritte der Schulmedizin haben sicherlich den Stellenwert der physikalischer [sic] Therapien verschoben, es bleibt aber dennoch die Tatsache bestehen, daß der Balneologie in der Geburtshilfe nach wie vor eine besondere praktische Bedeutung zukommt. Die Fortschritte der modernen Medizin[, vor allem die antibiotische Therapie der Entzündungen und die hormonale Behandlung der inkretorischen Regulationsstörungen,] haben zwar sicherlich den Stellenwert der therapeutischen Möglichkeiten verschoben, es bleibt aber dennoch die Tatsache bestehen, daß gerade auf dem Gebiet der gynäkologischen Erkrankungen der Kurortmedizin als Bäder- und Klimabehandlung [und den verschiedenen Verfahren der physikalisch-diätetischen Therapie] nach wie vor eine besondere praktische Bedeutung zukommt.
Anmerkungen

Trotz Umschreibung und Kürzung bleibt die Quelle, die die Verf. nicht nennt, deutlich erkennbar.


[12.] Ugv/Fragment 008 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1-4
Quelle: Mesrogli et al 1987
Seite(n): 181, Zeilen: li. Sp. 6-12
[Es zeigte sich eine signifikante Zunahme von Akzelerationen im] Zusammenhang mit Kindsbewegungen, während Dezelerationen nicht beobachtet wurden. Bei der Mutter kam es im warmen Vollbad zu einer signifikanten Vergrößerung der Blutdruckamplitude um durchschnittlich 6 mm Hg sowie zu einer Gewichtsreduktion von ca. 300 Gramm pro Bad durch die sogenannte Badediurese. Es zeigte sich eine signifikante Zunahme von Akzelerationen in Zusammenhang mit Kindsbewegungen, während Dezelerationen nicht beobachtet wurden. Bei der Mutter kam es im warmen Vollbad zu einer signifikanten Vergrößerung der Blutdruckamplitude um durchschnittlich 6 mmHg [sic] sowie zu einer Gewichtsreduktion von ca. 300 g pro Bad durch die sog. Badediurese.
Anmerkungen

Die Quelle wird am Anfang des Absatzes auf der Vorseite genannt, die Wörtlichkeit der Übernahme jedoch nicht kenntlich gemacht.


[13.] Ugv/Fragment 008 05

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 5-8
Quelle: Kerkhoff 1989
Seite(n): 38; 39; 51, Zeilen: 38: 34-36; 39: 1-2; 51: 1-5
Degenhardt et al. (1988) konnten mittels Ultraschall-Doppler-Technik zeigen, daß sich die uteroplazentare Durchblutung durch ein thermoindifferentes Vollbad steigern und damit die Gesamtsituation des Feten intrauterin - besonders bei Plazentainsuffizienz - verbessern läßt.

[Literaturverzeichnis

Degenhardt, F., Mesrogli, M., Mühlhaus, K., Schneider, J. Verbesserung der uteroplazentaren Durchblutung durch Bäder in der Schwangerschaft: dopplersonographische Untersuchungen. 47. Tagung der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, München 1988. Demeter-Verlag, Gräfeling [sic] 1988]

[Seite 38]

Degenhardt und Mitarb. (1988) konnten mittels Ultraschall-Doppler-Technik zeigen, daß sich die uteroplazentare Durchblutung durch ein thermoindifferentes Vollbad steigern und damit die Gesamtsituation des

[Seite 39]

Feten intrauterin, besonders bei Plazentainsuffizienz, verbessern läßt.

[Literaturverzeichnis Seite 51]

Degenhardt, F., Mesrogli, M., Mühlhaus, K., Schneider, J.:
Verbesserung der uteroplazentaren Durchblutung durch Bäder in der Schwangerschaft: dopplersonographische Untersuchungen.
47. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, München 1988

Anmerkungen

Die Quelle Kerkhoff (1989) wird weder an dieser Stelle noch in der vorliegenden Arbeit überhaupt genannt.

Man beachte insbesondere, dass die Verf. – im Gegensatz zu Kerkhoff – für die Quelle Degenhardt et al. (1988) einen Verlag mit Erscheinungsort und -jahr angibt. Der den Aufsatz angeblich enthaltende Tagungsband ist allerdings in keinem deutschen öffentlichen elektronischen Katalog nachweisbar. Auffällig ist hierbei, dass sie für Ersteren keine Seitenzahl nennt.

Lediglich für das Jahr 1982 ist in der Deutschen Nationalbibliothek ein Tagungsführer zur 44. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe aus dem Demeter-Verlag verzeichnet; falls eine entsprechende Publikation für 1988 doch existieren sollte, dürfte es sich somit ebenso um einen Titel handeln, in dem keine vollständigen wissenschaftlichen Abhandlungen enthalten sind. Der besagte Aufsatz findet sich ebenfalls nicht in dem 1989 bei Springer erschienenen umfangreichen Band Gynäkologie und Geburtshilfe 1988, der aus den Beiträgen der Tagung entstanden ist. Auch in dem Programm zur 47. Tagung der DGGG, das auf den S. 507-721 im 125. Band (1988) der Berichte Gynäkologie, Geburtshilfe abgedruckt ist, findet sich keine Kurzfassung oder Ankündigung des Vortrags. Ebensowenig wird ein entsprechender Aufsatz im Literaturverzeichnis der 2., erw. Aufl. (1990) von Degenhardts Atlas der vaginalen Ultraschalldiagnostik erwähnt.

In diesem Zusammenhang kann als gesichert gelten, dass der von Kerkhoff referenzierte Vortrag tatsächlich stattgefunden hat: Im 19. Jahrgang (1990) der Zeitschrift für Physikalische Medizin, Balneologie, Med. Klimatologie findet sich auf S. 154-157 ein Beitrag von D.H.A. Maas und M. Mesrogli mit dem Titel "Aktuelle Aspekte der Gynäkologischen Balneologie", der als "Zusammenfassender Bericht über die Sitzung der Arbeitsgemeinschaft 'Gynäkologische Balneologie' anläßlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, München, 6. September 1988" deklariert ist. Dort heißt es auf S. 156:

"Ebenfalls mit der Ultraschall-Doppler-Technik überprüften Degenhardt, Mesrogli, Mühlhaus und Schneider (Hannover) den Blutfluß in der fetalen Aorta bei Schwangeren zwischen der 29. und 37. Woche vor und nach einem thermoneutralen Wannenvollbad von 25 Minuten Dauer. Dabei zeigte sich insbesondere bei Patientinnen mit leichter bis mittelschwerer Gestose nach dem Bad eine Vermehrung der plazentaren und fetalen Durchblutung. Bei verschiedenen Patientinnen konnte eine Kompensation der bestehenden fetalen Retardierung beobachtet werden."

Die Verf. hat an diesem Kongress nach eigenen Angaben auch teilgenommen, da sie auf der Seite nach ihrem Lebenslauf unter "Veröffentlichungen" einen eigenen dort gehaltenen Vortrag über das Thema der vorliegenden Arbeit erwähnt;1 dieser ist bei Springer – und im Programm der 47. Tagung – ebenfalls nicht aufgeführt. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass Degenhardt et al. dort nur mündlich vorgetragen haben und zumindest die Autorin der Quelle – deren geburtshilfliche Dissertation gleichfalls vom Doktorvater der Verf., Mesrogli, betreut wurde – bei diesem Vortrag anwesend war, während die Verf. aus der Quellenreferenz Kerkhoffs einen Literaturtitel macht, der so nicht existiert.


1 Anscheinend wird die von ihr behandelte Thematik ebenfalls von Maas / Mesrogli (1990) auf S. 155 angesprochen (mit dem Unterschied, dass die Verf. die Größe des Gesamtkollektivs mit 240 Patientinnen angibt):

"Es wurde daher von Von der Leyen, Mesrogli, Henkel und Goeschen (Hannover) an 248 Patientinnen mit Hilfe des C-reaktiven Proteins (CRP) als Parameter überprüft, ob eine erhöhte Rate an maternen oder kindlichen Infektionen nach einem Vollbad bei vorzeitigem Blasensprung zu verzeichnen war. [...]"


[14.] Ugv/Fragment 010 04

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 4-10
Quelle: Hildebrandt 1988
Seite(n): 15; 22, Zeilen: 15: re. Sp. 14-37; 22: re. Sp. 19-21
In der physikalischen Medizin hat sich die Auffassung durchgesetzt, daß es sich bei ihren Wirkprinzipien um eine Begünstigung oder Auslösung körpereigener Reaktionen handelt. Die physikalischen Maßnahmen zielen auf die Nutzung und Aktivierung der körpereigenen, autonomen Fähigkeiten zu Regulation, Relaxation und Adaptation. Diese werden sekundär als Antwort auf entsprechende Reizbelastungen oder durch geeignete Maßnahmen der Entlastung und Förderung aktiviert (ROTHSCHUH 1961).

[Literaturverzeichnis

Rothschuh, K.E., Hrsg. Der Arzt im Angesicht von Leben, Krankheit und Tod. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1961]

[Seite 15]

Umso mehr hat sich in der modernen Kurortmedizin wie in der gesamten Physikalischen Medizin die Auffassung durchgesetzt, daß ihre entscheidenden Wirkungsmöglichkeiten auf den Prinzipien der sog. natürlichen Therapie beruhen. Bei diesen Wirkprinzipien handelt es sich um die Begünstigung oder Auslösung körpereigener Reaktionen, mit denen der behandelte Organismus selbst entscheidenden Anteil am Heilungsprozeß erhält. [sic] (vgl. Hildebrandt 1985a).

Die dazu geeigneten therapeutischen Maßnahmen sind weniger pathogenetisch als vielmehr in erster Linie hygiogenetisch (Grote 1961) orientiert, d. h. sie zielen auf die Nutzung, Aktivierung und Entwicklung der autonomen Fähigkeiten zu Erholung, Regulation, Abwehr pathogener Noxen, Regeneration und Anpassung. Diese werden aber erst sekundär als Antwort auf entsprechende Reizbelastungen oder durch geeignete Maßnahmen der Entlastung und Förderung aktiviert.

[Literaturverzeichnis Seite 22]

Grote, L. R.: Der Arzt im Angesicht von Leben, Krankheit und Tod. Hrsg. K. E. Rothschuh. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1961.

Anmerkungen

Die Verf. gibt an dieser Stelle Rothschuh (1961) – bei dem sich die vorliegenden Ausführungen nicht finden – statt Hildebrandt (1988) als Quelle an.

Die ersten beiden Sätze sind gerafft, der letzte wird schließlich fast wörtlich übernommen.

Dafür, dass hier nicht einfach ein Versehen vorliegt, spricht, dass Hildebrandt Grote (1961) anführt: Dieser Titel ist mit Rothschuh (1961) identisch.


[15.] Ugv/Fragment 010 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 20-23
Quelle: Kerkhoff 1989
Seite(n): 8; 52, Zeilen: 8: 20-22, 24-26; 52: 11-13
[Bei schmerzhaften Kontraktionen während der Eröffnungsphase wirken Wärmeanwendungen günstig (SCHNEIDER et al. 1988).] Der entkrampfende Effekt entsteht dadurch, daß neben dem Muskeltonus auch die Erregbarkeit der motorischen Nerven während des Bades herabgesetzt wird (GILBERT [sic] 1982).

[Literaturverzeichnis

Gilbert [sic], O. Hydro- und Balneotherapie. Plaum-Verlag [sic], München 1982]

[Seite 8]

Neben der körperlichen Reinigung ist die entspannende und entkrampfende Wirkung des Bades von entscheidender Bedeutung. [Jedermann kennt aus eigener Erfahrung, daß ein warmes Vollbad von ungefähr 38°C Wassertemperatur sowohl körperlich als auch geistig entspannend wirkt.] Dies wird dadurch erklärt, daß neben dem Muskeltonus auch die Erregbarkeit der motorischen Nerven während des Bades herabgesetzt wird (Gillert 1982).

[Literaturverzeichnis Seite 52]

Gillert, O.:
Hydro- und Balneotherapie.
Plaum-Verlag [sic], München 1982

Anmerkungen

Die Quelle Kerkhoff (1989) wird weder an dieser Stelle noch in der vorliegenden Arbeit überhaupt genannt.

Die angeführte Monografie ist nicht im "Plaum"-, sondern im Pflaum-Verlag in München erschienen. Ihr Autor heißt – wie von Kerkhoff angegeben – Gillert.

Bei diesem heißt es auf S. 140 über das warme bzw. mild-warme Vollbad:

"Zweck und Indikation: Entspannung der Skelettmuskulatur, Herabsetzung der Muskelerregbarkeit und des Muskeltonus bei spastischen Paresen, multipler Sklerose, Paralysis agitans (Parkinsonismus), Tabes, Chorea minor, Polyneuropathie und Gelenkversteifungen."

Auch wenn diese Passage die Gillert (1982) von Kerkhoff – und damit der Verf. – zugeschriebene Aussage möglicherweise inhaltlich abdecken mag, hätte Letztere die 15 aufeinanderfolgenden übernommenen Wörter als Zitat aus ihrer eigentlichen Quelle kenntlich machen müssen.


[16.] Ugv/Fragment 011 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 6-10
Quelle: Kerkhoff 1989
Seite(n): 46; 51, Zeilen: 46: 14-18; 51: 6-8
Dabei kommen sowohl physikalische Faktoren wie die Spasmolyse durch Wärme und die bessere Perfusion der uteroplazentaren Einheit durch Veränderung der Kreislaufsituation zum Tragen (DEGENHARDT et al. 1988) als auch psychologische Faktoren im Sinne der Lehre von DICK-READ (1958).

[Literaturverzeichnis

Degenhardt, F., Mesrogli, M., Mühlhaus, K., Schneider, J. Verbesserung der uteroplazentaren Durchblutung durch Bäder in der Schwangerschaft: dopplersonographische Untersuchungen. 47. Tagung der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, München 1988. Demeter-Verlag, Gräfeling [sic] 1988

Dick-Read, G. Mutter werden [sic] ohne Schmerz. Hoffmann und Campe, Hamburg 1958]

[Seite 46]

Dabei scheinen sowohl physikalische Faktoren wie die Spasmolyse durch Wärme und die bessere Perfusion der uteroplazentaren Einheit durch Veränderung der Kreislaufsituation als auch psychologische Faktoren im Sinne der Lehre von Dick-Read (1958) eine wichtige Rolle zu spielen.

[Literaturverzeichnis Seite 51]

Dick-Read, G.:
Mutter werden [sic] ohne Schmerz.
Hoffmann und Campe, Hamburg 1958

Anmerkungen

Die Quelle Kerkhoff (1989) wird weder an dieser Stelle noch in der vorliegenden Arbeit überhaupt genannt.

Einzig der Verweis auf Degenhardt et al. (1988) stammt hier von der Verf. selbst. Es gibt aber – siehe Fragment 008 05 – Zweifel daran, dass diese Quelle in schriftlicher Form existiert.

Der Titel des Buches von Dick-Read (1958) lautet Mutterwerden ohne Schmerz. Die natürliche Geburt.


[17.] Ugv/Fragment 011 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 14-17
Quelle: Lettau et al 1987
Seite(n): 1428; 1437, Zeilen: 1428: 43-45; 1437: 11-12
Der vorzeitige Blasensprung ist die häufigste Ursache aszendierender intrauteriner Infektionen (GARITE 1985). Bei 3 - 25% der Schwangeren mit vorzeitigem Blasensprung tritt in der Folge eine Chorioamnionitis auf (GIBBS et al. 1980).

[Literaturverzeichnis

Gibbs, R.S., Castillo, M.S., Rodgers, P.J. Management of acute chorioamnionitis. Am. J. Obstet. Gynecol. 1980, 136, 709-713]

[Seite 1428]

Der vorzeitige Blasensprung (VBLS) ist die häufigste Ursache aszendierender intrauteriner Infektionen. Bei 3—25 % der Schwangeren mit VBLS entwickelt sich in der Folge eine Chorioamnionitis [5].

[Literaturnachweise Seite 1437]

5. Gibbs, R. S.; Castillo, M. S.; Rodgers, P. J.: Management of acute chorioamnionitis. Am. J. Obstet. Gynecol. 136 (1980) 709—713.

Anmerkungen

Die Quelle wird in der vorliegenden Arbeit an keiner Stelle erwähnt; ihre Verwendung lässt sich ebenfalls in Fragment 047 05 nachweisen.

Schwer verständlich ist, warum die Verf. – im Gegensatz zu Lettau et al. (1987) – für den ersten Satz einen Aufsatz von Garite (1985) als Beleg nennt, da in diesem eine entsprechende Aussage nicht getroffen wird.

Weiterhin wird die von Gibbs et al. (1980) wiedergegebene Aussage in dieser Form nicht von ihnen getroffen; im Original ist auf S. 709 von einem Blasensprung von mehr als 24 Stunden die Rede: "Acute chorioamnionitis is diagnosed clinically in 0.5% to 1.0% of all pregnancies but in 3% to 25% of those with rupture of membranes (ROM) greater than 24 hours."

Der erste Satz wird auch als Einleitung in das zusammenfassende Kapitel 7 (Fragment 060 02) verwendet.


[18.] Ugv/Fragment 011 20

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 20-22
Quelle: Duff et al 1984
Seite(n): 699; 700; 702, Zeilen: 699: re. Sp. 50-52; 700: li. Sp. 1-4; 702: li. Sp. 21-22
1962 veröffentlichten RUSSEL [sic] und ANDERSON eine Arbeit über 2644 Patientinnen mit vorzeitigem Blasensprung, von denen 131 (5%) eine Chorioamnionitis entwickelten. 63% der Patientinnen mit Amnioninfektionssyndrom waren am [Termin, fünf Frauen (3,8%) starben.]

[Literaturverzeichnis

Russell, K.P., Anderson, G.C. The aggressive management of ruptured membranes. Am. J. Obstet. Gynecol. 1962, 83: 930-937]

[Seite 699]

[In 1952, Calkins11 showed that perinatal mortality increased threefold when the mother's membranes had been ruptured longer than 24 hours.] Ten years later, Russell and Anderson8 presented findings that dramatized the apparent advantages of prompt intervention in women with PROM. The

[Seite 700]

authors observed 131 cases of amnionitis in 2644 patients (5%) of varying gestational ages who had PROM. Sixty-three percent of infections occurred in term patients, and five (3.8%) infected women died.

[Literaturnachweise S. 702]

8. Russell KP, Anderson GV: The aggressive management of ruptured membranes. Am J Obstet Gynecol 83:930, 1962

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle nennt die Verf. nicht.

Die Abkürzung des zweiten Vornamens Andersons gibt sie falsch an.

Man beachte auch, dass sich die Zahl 2644 bei Russell / Anderson (1962) selbst nicht findet. Dort heißt es in Bezug auf 31865 Entbindungen im Los Angeles County Hospital in den Jahren 1958-60 auf S. 931:
"In general, however, it is found that 11.5 per cent of patients admitted on this service enter the hospital losing fluid. Of these, approximately one fourth are already in labor leaving 8.3 per cent of all patients admitted not in labor with membranes ruptured."
Aus diesen Angaben lässt sich die Gesamtanzahl der Patientinnen mit vorzeitigem Blasensprung, deren Wehen noch nicht eingesetzt hatten, höchstens relativ grob schätzen, aber keinesfalls exakt angeben, wie dies Duff et al. (1984) – und mit ihnen die Verf. – tun.

Zudem findet sich in der Originalquelle die Aussage, dass 63% der Patientinnen mit Amnioninfektionssyndrom "am Termin" waren, in dieser Form nicht. Wörtlich heißt es dort auf derselben Seite: "Eighty-three (63.4 per cent) of the 131 patients (Table II) with amnionitis during the 3 year period were 36 weeks or more pregnant."
Laut Knörr et al. (1989) ist eine Geburt am Termin durch eine "Tragzeit von 37 bis weniger als 42 vollendete[n] Wochen" definiert; wahrscheinlich war nach dieser Definition ein gewisser Teil dieser 83 Patientinnen also noch vor dem Termin (die maximale Tragzeit für diese Gruppe wird in Tabelle II auf S. 932 mit 40 Wochen angegeben).

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[19.] Ugv/Fragment 012 01

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1-11
Quelle: Duff et al 1984
Seite(n): 700; 702, Zeilen: 700: li. Sp. 7-8 u. 32-37, re. Sp. 1-5; 702: li. Sp. 23-24, re. Sp. 7-9
Zehn der 52 Kinder (19%) von Müttern mit Amnionitis starben.

1967 untersuchte WEBB 54 Geburten, die mit einem vorzeitigen Blasensprung assoziiert waren und in denen es zum Tod der Mutter kam. In 31 davon war die Schwangerschaft älter als 36 Wochen und der letale Ausgang direkte Folge einer fulminanten Infektion.

1970 veröffentlichten GUNN et al. in einer großen Übersichtsarbeit über den vorzeitigen Blasensprung, daß es in 9,1% der Geburtsverläufe zu einer Amnionitis kam. Lag der vorzeitige Blasensprung über 24 Stunden zurück, so schnellte die Infektionsrate auf 23,8%, die perinatale Mortalität der Kinder dieser Frauen betrug 16%.

[Literaturverzeichnis

Gunn, G.C., Mishell, D.R., Morton, D.G. Premature rupture of the fetal membranes. Am. J. Obstet. Gynecol. 1970, 106: 469-483

[...]

Webb, G.A. Maternal death associated with premature rupture of the membranes. Am. J. Obstet. Gynecol. 1967, 98: 594-601]

[Seite 700]

[Four maternal deaths occurred in the first phase of the study when patients were not routinely managed with prompt induction of labor.] In that same period, ten of 52 infants (19%) born to mothers with amnionitis died.

[...]

In 1967 Webb15 evaluated 54 cases of maternal death associated with PROM. Thirty-one deaths occurred in women at greater than or equal to 36 weeks' gestation, and most were the direct result of overwhelming infection. [Forty-three of the 54 infants (80%) died.] In an excellent review, Gunn et al9 observed that 9.1% of patients with PROM developed amnionitis. In term patients, 23.8% of women with rupture of the membranes greater than 24 hours became infected. The overall perinatal mortality in infants delivered to women with amnionitis was 16%.

[Literaturnachweise Seite 702]

9. Gunn GC, Mishell DR, Morton DG: Premature rupture of the fetal membranes. A review. Am J Obstet Gynecol 106:469, 1970

[...]

15. Webb GA: Maternal death associated with premature rupture of the membranes. An analysis of 54 cases. Am J Obstet Gynecol 98:594, 1967

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Man beachte insbesondere, dass sich die Verf. an dieser Stelle selbst widerspricht: Während sie kurz zuvor angibt, 131 Patientinnen hätten in der Studie von Russell / Anderson (1962) eine Chorioamnionitis entwickelt, ist hier jetzt plötzlich von nur noch 52 die Rede. Tatsächlich starben aber laut Tabelle III auf S. 932 bei Russell / Anderson auch insgesamt 43 von 133 Kindern dieser Mütter (eine Frau hatte Drillinge). Der Fehler kommt anscheinend dadurch zustande, dass sie den von uns in eckige Klammern gesetzten Satz ganz oben bei Duff et al. (1984) und das folgende "In that same period" nicht beachtet. Die dann von ihr übernommene Aussage ist übrigens schon bei Letzteren unzutreffend, da sich die Anzahl 52 in Tabelle III nicht auf alle Neugeborenen in der ersten Phase der zweiphasigen Studie bezieht, deren Mütter eine Chorioamnionitis entwickelten, sondern nur auf solche, die 2500 g oder mehr wogen.

Eine eigene Rezeption von Russell / Anderson ist nicht ansatzweise erkennbar; ihre eigentliche Quelle nennt die Verf. nicht.

Diese wird in der Arbeit ein einziges Mal – auf der gleichen Seite (vorletzter Absatz) – genannt, aber dort nur mit Bezug auf eine von mehreren referierten Angaben zu Infektionsraten, über die in "neueren Veröffentlichungen" berichtet wird. Dass der Inhalt des Literaturberichts weiter oben (S. 11 f.) ebenfalls daraus übernommen und nicht selbst recherchiert wurde, bleibt dem Leser verborgen.

Durch die Übernahme stellt die Verf. auch noch einen weiteren Sachverhalt teilweise falsch dar: Die Aussage, dass 31 Schwangerschaften älter als 36 Wochen und direkte Folge einer fulminanten Infektion waren, findet sich bei Webb (1967) nicht. Vielmehr nennt dieser in Tabelle II auf S. 595 Sepsis in 38 Fällen als Haupttodesursache bei Müttern, ohne diese nach der Dauer der Schwangerschaften aufzuschlüsseln; umgekehrt wird in Tabelle V auf S. 596 die Dauer der Schwangerschaften aufgelistet, ohne sie mit einer Todesursache zu assoziieren.


[20.] Ugv/Fragment 013 08

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 8-21
Quelle: Schwarz 1963
Seite(n): 1, Zeilen: 2-15
1930 wurde von TILLETT und FRANCIS im Serum von Kranken mit Pneumokokken-Infektionen eine Präzipitationsreaktion mit dem C-Polysaccharid von Pneumokokken entdeckt. Diese Reaktion war nur in der akuten Phase der Infektion nachweisbar, aber nicht mehr nach deren Abklingen (TILLETT und FRANCIS 1930). Der Zeitpunkt von Auftreten und Verschwinden der Präzipitationsreaktion unterschied diese von vornherein von Antigen-Antikörperreaktionen (TILLETT et al. 1930). Nachdem ABERNETHY und AVERY 1941 die Proteinnatur der mit dem C-Polysaccharid reagierenden Substanz entdeckten, wurde diese allgemein C-reaktives Protein genannt. ASH hatte schon 1933 beobachtet, daß diese Reaktion mit dem C-Polysaccharid nicht nur im Serum von Patienten mit Pneumokokkeninfektionen nachweisbar war, sondern auch bei anderen Infektionen (SCHWARZ 1963). In der Folgezeit sind diese Beobachtungen allgemein bestätigt worden, und es gelang, das C-reaktive Protein bei einer Vielzahl von verschiedenen Krankheiten nachzuweisen, welche ätiologisch sicher nichts gemeinsam hatten. Von Tillett und Francis (1930) wurde im Serum von Kranken mit Pneumokokken-Infektionen eine Präzipitationsreaktion mit dem somatischen C-Polysaccharid von Pneumokokken entdeckt. Diese Reaktion war nur während der akuten Phase der Pneumokokken-Infektion nachweisbar, aber nicht mehr nach deren Abklingen. Zeitpunkt von Auftreten und Verschwinden der Präzipitationsreaktion unterschieden diese von vornherein von Antigen-Antikörper-Reaktionen. Nachdem Abernethy und Avery (1941) die Proteinnatur der mit dem C-Polysaccharid reagierenden Substanz entdeckten, wurde diese allgemein C-reaktives Protein (CRP) genannt. Ash hatte schon 1933 beobachtet, daß die Reaktion mit C-Polysaccharid nicht nur im Serum von Patienten mit Pneumokokken-Infektionen nachweisbar ist, sondern auch bei anderen Infektionen, die nicht von Pneumokokken verursacht waren. In der Folgezeit sind diese Beobachtungen von Ash allgemein bestätigt worden, und es gelang, C-reaktives Protein bei einer Vielzahl von verschiedensten Erkrankungen nachzuweisen, die ätiologisch sicher nichts Gemeinsames hatten.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, jedoch werden Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich gemacht. Auch der Satz nach der Quellenangabe wird unter Auslassung eines Autorennamens noch übernommen.

Erklärungsbedürftig scheint zudem, warum die Verf. – im Gegensatz zu Schwarz (1963) – für den dritten Satz einen Aufsatz von Tillett et al. (1930) als Beleg nennt, da in diesem Antigen-Antikörperreaktionen nicht thematisiert werden.


[21.] Ugv/Fragment 015 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-3, 6-11
Quelle: Andus et al 1989
Seite(n): 1710; 1711; 1713; 1716, Zeilen: 1710: li. Sp. 31-35; 1711: re. Sp. 4-10; 1713: li. Sp. 10-14; 1716: re. Sp. 26-29, 44-47
Die Funktion der Akutphase-Reaktion besteht darin, infektiöse Partikel abzutöten oder abzukapseln, zerstörtes Gewebe abzubauen und beschädigte Organe instandzusetzen. [...] Die Wirkung der Zytokine Interleukin-1 und Tumor Necrosis Factor wird durch die beiden "second-messenger"-Systeme Adenylatcyclase (ZHANG et al. 1988) und Proteinkinase-C (WALTHER et al. 1988) vermittelt und führt zu einer gesteigerten Interleukin-6-Transkription. Interleukin-6 ist der wichtigste Mediator der Regulation der Akutphase-Proteinsynthese in der Leber.


[Literaturverzeichnis Seite 70

Walther, Z., May, L.T., Sehgal, P.B. Transcriptional regulation of the interferon-β2/B cell differentiation factor BSF-2/hepatocyte-stimulating factor gene in human fibroblasts by other cytokines. J. Immunol. 1988, 140: 974-977

[...]

Zhang, Y., Lin, J.X., Yip, Y.K., Vilcek, J. Enhancement of cAMP levels and of protein kinase activity by tumor necrosis factor and interleukin 1 in human fibroblasts: role in the induction of interleukin 6. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 1988, 85: 6802-6805]

[Seite 1710]

Die Funktion der Akutphase-Reaktion besteht darin, infektiöse Partikeln abzutöten oder abzukapseln, zerstörtes Gewebe abzubauen und beschädigte Organe instandzusetzen (44–46).

[Seite 1713]

Die Wirkung der Zytokine IL-1 und TNFα wird durch die beiden »second-messenger«-Systeme Adenylatcyclase (91) und Proteinkinase C (86) vermittelt und führt zu einer gesteigerten IL-6-Transkription.


[Literaturverzeichnis Seite 1716]

86 Walther, Z., L. T. May, P. B. Sehgal: Transcriptional regulation of the interferon-β2/B cell differentiation factor BSF-2/hepatocyte-stimulating factor gene in human fibroblasts by other cytokines. J. Immunol. 140 (1988), 974.

[...]

91 Zhang, Y., J. X. Lin, Y. K. Yip, J. Vilcek: Enhancement of cAMP levels and of protein kinase activity by tumor necrosis factor and interleukin 1 in human fibroblasts. Role in the induction of interleukin 6. Proc. nat. Acad. Sci. (Wash.) 85 (1988), 6802.


[Seite 1711]

IL-6 ist der wichtigste Mediator der Regulation der Akutphase-Proteinsynthese in der Leber (3–6, 14, 15, 19, 25, 26, 37, 53, 58, 62, 65, 88), wohingegen das ursprünglich dafür gehaltene Interleukin-1 (20) und der Tumornekrosefaktor α nur eine Untergruppe der Akutphase-Proteine regulieren (Tabelle 2).

Anmerkungen

Ganz oben auf der Seite wird eine Abbildung aus der Quelle korrekt referenziert.

Für diese drei Sätze gibt die Verf. jedoch keinen Beleg an.

Der zweite Satz wird hierbei inkl. zweier Literaturbelege übernommen, wobei die Verf. übersieht, den Tumornekrosefaktor als alpha zu spezifizieren.


[22.] Ugv/Fragment 015 03

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 3-5
Quelle: Fehr 1988
Seite(n): 87, Zeilen: li. Sp. 7-15
Durch einen bakteriellen Infektstimulus werden die zirkulierenden Monozyten oder das seßhafte Makrophagensystem zur Freisetzung der zwei Monokine Interleukin-1 und Tumor Necrosis Factor gebracht. Anlässlich eines bakteriellen Infektstimulus werden die zirkulierenden Monozyten oder das sesshafte Makrophagensystem [zum Beispiel durch mikrobielle (Endo-)Toxine] zur Freisetzung der [je unabhängig einerseits als Stimulatoren des zerebral-hypothalamischen Temperaturzentrums und anderseits als Akutphasenproteininduktoren in den Hepatozyten wirkenden] zwei Monokine IL-1 [7, 8] und Tumor Necrosis Factor (TNF [9, 10]) gebracht.

[Literaturnachweise

7. Dinarello Ch. A.: Interleukin-1. Rev. Inf. Dis. 6. 51-93, 1984.

8. Dinarello Ch. A.: An update on human interleukin-1: from molecular biology to clinical relevance. J. Clin. Immunol. 5. 287-297, 1985.

9. Dinarello Ch. A., Cannon J. G., Wolff S. M., Bernheim H. A., Beutler B., Cerami A., Figari H. S., Palladino M. A., O’Connor J. V.: Tumor necrosis factor (Cachectin) is an endogenous pyrogen and induced production of interleukin-1. J. Exp. Med. 163. 1433-1450, 1986.

10. Perlmutter D. H., Dinarello Ch. A., Punsal P. I., Colten H. R.: Cachectin/Tumor necrosis factor regulates hepatic acute-phase gene expression. J. Clin. Invest. 78. 1349-1354, 1986.]

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.


[23.] Ugv/Fragment 016 03

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 3-6
Quelle: Thomas Opferkuch 1984
Seite(n): 535, Zeilen: 25-27
Das CRP wird der Familie der Pentraxine zugeordnet, einer Molekülgruppe mit der biologischen Aufgabe der unspezifischen Infektabwehr (UHLENBRUCK und SÖLTER 1982). Grundlagen der Infektabwehr sind die Bindungseigenschaften des CRP. Das CRP wird der Familie der Pentraxine zugerechnet, einer Molekülgruppe mit der biologischen Aufgabe der unspezifischen Infektabwehr. Grundlagen der Infektabwehr sind die Bindungseigenschaften des CRP.
Anmerkungen

Die Verf. übernimmt so gut wie wörtlich eine Paraphrase von Thomas / Opferkuch (1984), deren Inhalt sich in dieser konzisen Form bei Uhlenbruck / Sölter (1982) nicht findet.

Letztere werden bei Ersteren allgemein als Literatur erwähnt.

Thomas (1984) wird erst auf der folgenden Seite in einem separaten Absatz angeführt.


[24.] Ugv/Fragment 018 22

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 22-24
Quelle: Fehr 1988
Seite(n): 86, Zeilen: re. Sp. 12-15
[Bei infizierten Neugeborenen ist das CRP bereits in den ersten Lebensstunden nachweisbar, also zu einem Zeitpunkt, zu dem das unreife Immunsystem noch zu keiner Antikörperproduktion fähig ist (KÜNZER und UHLIG 1983):] Diesbezüglich ist auch interessant, daß noch nie über einen angeborenen oder erworbenen CRP-Mangel bzw. -Synthesedefekt berichtet wurde. Diesbezüglich ist auch interessant, dass bisher noch nie über einen angeborenen oder erworbenen CRP-Mangel/-Synthesedefekt berichtet werden konnte.
Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Die Verf. erweckt so den Eindruck, als handele es sich bei dieser Aussage um eine eigene Erkenntnis. Auch bei Künzer / Uhlig (1983) findet sich keine solche.


[25.] Ugv/Fragment 019 16

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 16-19
Quelle: Thomas Opferkuch 1984
Seite(n): 533, Zeilen: 4-7, 9-10
Als generelle, unspezifische Antwort auf infektiöse und nicht-infektiöse Entzündungsprozesse, Nekrosen oder maligne Neoplasien gelten Fieber, Leukozytose, erhöhte Blutsenkungsreaktion und die Akut-Phase-Reaktion. Das C-reaktive Protein gilt als das klassische Akut-Phase-Protein. Als eine generelle, unspezifische Antwort auf infektiöse und nichtinfektiöse Entzündungsprozesse, zelluläre oder nichtzelluläre Nekrosen und maligne Neoplasien gelten Fieber, Leukozytose, erhöhte Blutsenkungsreaktion und die Akute-Phase-Reaktion.

[...] CRP gilt als das klassische Akute-Phase-Protein.

Anmerkungen

Thomas (1984) wird erst nach der Erwähnung weiterer Autoren – siehe Fragment 020 01, dessen tabellarischer und umrandeter Inhalt aus der gleichen, aber dort ebenfalls ungenannten Quelle stammt – und in einem separaten Absatz auf der nächsten Seite angeführt.

Dass diese Ausführungen nicht von der Verf. selbst stammen, ist somit nicht erkennbar.


[26.] Ugv/Fragment 020 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-6
Quelle: Thomas Opferkuch 1984
Seite(n): 532, Zeilen: 35-42
Referenzintervalle des CRP
Erwachsene (1) 0.068 - 8.2 mg/l
Neugeborene bis 3. Lebenstag (2) < 15 mg/l
Säuglinge ab 4. Lebenstag (2) < 10 mg/l
 
(1) CLAUS et al. (1976)
(2) SABEL und WADSWORTH (1979)


[Literaturverzeichnis

Claus, D.R., Osmand, A.P., Gerwurz [sic], H. Radioimmunoassay of human C-reactive protein and levels in normal sera. J. Lab. Clin. Med. 1976, 87: 120-128

[...]

Sabel, K.G., Wadsworth, C. C-reactive protein (CRP) in early diagnosis of neonatal septicemia. Acta Paediatr. Scand. 1979, 68: 825-831]

Referenzbereiche


Erwachsene1 0.068–8.2 mg/l
Neugeborene bis 3. Tag2 bis 15 mg/l
Säuglinge ab 4. Tag2 bis 10 mg/l


1Claus, D. R., A. P. Osmand, H. Gerwurz [sic]: J. Lab. Clin. Med. 87: 120 (1976). Radioimmunoassay of human C-reactive protein and levels in normal sera.
2Sabel, K. G., C. Wadsworth: Acta Paediatr. Scand. 68: 825 (1979). C-reactive protein (CRP) in early diagnosis of neonatal septicemia.

Anmerkungen

Thomas (1984) wird im folgenden Satz genannt; für diese optisch durch ein umrandendes Rechteck abgegrenzte, offenbar übernommene tabellarische Auflistung führt ihn die Verf. nicht als eigentliche Quelle an.

Man beachte in diesem Zusammenhang, dass sie bei Claus et al. (1976) den falsch geschriebenen Autorennamen "Gerwurz" (statt Gewurz) anscheinend ebenfalls übernimmt; gleichwohl scheint sie die in der Quelle nicht genannten Endseitenzahlen der Aufsätze selbst hinzuzufügen.

Bei Sabel / Wadsworth (1979) ist auf S. 826 bei Neugeborenen von 0-3 Tagen zudem ein CRP-Wert von ≤15 mg/l angegeben.


[27.] Ugv/Fragment 020 14

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 14-22
Quelle: Thomas Opferkuch 1984
Seite(n): 533; 536, Zeilen: 533: 33-36; 536: 19-20
Mäßige Erhöhungen von 11 - 100 mg/l sind beschrieben bei (KUSHMER [sic] et al. 1981):

- rheumatoider Arthritis
- systemischem Lupus erythemathodes [sic]
- Sklerodermie, Dermatomyositis
- rheumatischem Fieber
- hämatologischen Systemerkrankungen
- akuter Bronchitis, Bronchiektasien
- Tuberkulose, Sarkoidose
[- Colitis ulcerosa, Morbus Crohn]

[Literaturverzeichnis

Kushner, J. [sic], Gewurz, H., Benson, M.D. C-reactive protein and the acute-phase response. J. Lab. Clin. Med. 1981, 97: 739-749]

[Seite 533]

Mäßige Erhöhungen von 11 bis 100 mg/l sind beschrieben (Kushner) bei Patienten mit: Rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, Sklerodermie, Dermatomyositis, rheumatischem Fieber, [malignen Tumoren im Abdomen,] hämatologischen Systemerkrankungen, akuter Bronchitis, Bronchiektasien, Tuberkulose, Sarkoidose.

[Literaturangaben Seite 536]

Kushmer [sic], J. [sic], H. Gewurz, M. D. Benson: J. Lab. Clin. Med. 97: 739 (1981). C-reactive protein and the acute-phase response.

Anmerkungen

Thomas (1984) wird im Absatz zuvor genannt.

Das angegebene Intervall für mäßige Erhöhungen (von C-reaktivem Protein) findet sich bei Kushner et al. (1981) nicht.

Weiterhin ist bei diesen nur von den Krankheiten nach den ersten beiden und dem vierten Spiegelstrich die Rede, von den anderen jedoch nicht.

Man beachte in diesem Zusammenhang auch die fehlerhafte Erwähnung von [Irving] Kushner et al. (1981) in Fragment 022 02; es dürfte daher zumindest fraglich sein, ob die Verf. deren Aufsatz tatsächlich rezipiert hat.

Diese Zweifel werden noch dadurch verstärkt, dass es in dem Satz auf S. 745, auf den sich Thomas / Opferkuch (1984) – und damit auch die Verf. – an dieser Stelle wohl beziehen müssen ("Serum SAA levels are also elevated in rheumatoid arthritis, systemic lupus erythematosus, multiple myeloma, and many forms of cancer."), gar nicht um C-reaktives Protein – wie auch in dem gesamten, Serum amyloid A protein as an acute-phase reactant betitelten und von Merrill D. Benson verfassten Abschnitt – geht, sondern um Serum-Amyloid-A-Protein, ein anderes Akute-Phase-Protein.

(Auch Colitis ulcerosa und Morbus Crohn werden in der als verwendet angegebenen Quelle nicht erwähnt; möglicherweise übernimmt die Verf. diese beiden Krankheiten aus Uhlenbruck / Sölter [1982], wo sie im Zusammenhang mit C-reaktivem Protein auf S. 41 – allerdings ohne die Nennung konkreter Werte – differentialdiagnostisch gegenübergestellt werden.)

Ganz offenbar übernimmt die Verf. an dieser Stelle etliche Fehler aus der tatsächlich benutzten Quelle.


[28.] Ugv/Fragment 021 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1-8
Quelle: Thomas Opferkuch 1984
Seite(n): 533, Zeilen: 37-40
Starke Erhöhungen über 100 mg/l sind typisch für bakterielle Infektionen wie (PEPYS 1981):

- Meningitis

- Sepsis

- Pneumonie

- Pyelonephritis

Diese hohen Werte werden auch gefunden, wenn es bei Erkrankungen mit primär leichten oder mäßigen Erhöhungen zu einer bakteriellen Superinfektion kommt.

Starke Erhöhungen über 100 mg/l sind typisch für bakterielle Infektionen wie Meningitis, Sepsis, Pneumonie, Pyelonephritis sowie für tiefe Venenthrombosen. Sie werden auch gefunden, wenn es bei Erkrankungen mit primär leichten oder mäßigen Erhöhungen zu einer bakteriellen Infektion kommt.
Anmerkungen

Die Verf. gibt an dieser Stelle den englischsprachigen Aufsatz Pepys (1981) – wo sich die Ausführungen in dieser Form nicht finden – statt Thomas / Opferkuch (1984) als Quelle an.


[29.] Ugv/Fragment 021 10

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 10-25
Quelle: Fehr 1988
Seite(n): 87; 91; 92, Zeilen: 87: li. Sp. 7-20 u. 22-23, re. Sp. 1-11; 91: re. Sp. 48-58; 92: li. Sp. 1-3
[CRP bei bakteriellen oder viralen Infektionen:]

Während eines bakteriellen Infektstimulus werden die zirkulierenden Monozyten oder das seßhafte Makrophagensystem durch mikrobielle Toxine zur Freisetzung einer Vielfalt von Mediatoren - Interleukin-1, Tumor Necrosis Factor, Interleukin-6 etc. - gebracht. Diese wirken unabhängig voneinander einerseits als Stimulatoren des zerebral-hypothalamischen Temperaturzentrums und andererseits als Akut-Phase-Protein-Induktoren in den Hepatozyten. Fieber und CRP-Erhöhung sind also Folge einer parallel ablaufenden Reaktion (EDGARD [sic] et al. 1989, CAMBAU 1989). Die schon länger bekannte (McCARTHY et al. 1978, PELTOLA 1982, WHICHER et al. 1985) und erneut bestätigte (KERTULLA [sic] et al. 1987) Tatsache, daß ein Virusinfekt klassischerweise zwar mit Fieber, aber ohne oder nur mit geringem CRP-Anstieg einhergeht, findet heute ebenfalls ihre pathophysiologische Erklärung: das von "reaktiven" Lymphozyten auf viralen Stimulus freigesetzte Interferon stimuliert unabhängig und ohne Induktion der Akut-Phase-Mediatoren direkt das hypothalamische Temperaturzentrum. Somit liegt einem Status febrilis ohne oder mit nur geringer CRP-Erhöhung (<4-5 mg/l) mit großer Wahrscheinlichkeit eine virale Genese zugrunde (FEHR 1988).


[Literaturverzeichnis

Kerttula, Y., Leinonen, M., Koskela, M., Mäkelö [sic], P.H. The aetiology of pneumonia. Application of bacterial serology and basic laboratory methods. J. Infect. 1987, 14: 21-30

[...]

McCarthy, P.L., Frank, A.L., Ablow, R.C., Masters, S.J., Dolan, T.F. Value of c-reactive protein test in the differentiation of bacterial and viral pneumonia. J. Pediatr. 1978, 92: 454-456

[...]

Peltola, H.O. C-reactive protein for rapid monitoring of infections of the central nervous system. Lancet 1982, 1: 980-982

[...]

Whicher, J.T., Chanbers [sic], R.E., Higgson [sic], J., Naskef [sic], L., Higgins, P.G. Acute phase response of serum amyloid A protein and c-reactive [sic] protein to the common cold and influenza. J. Anat. [sic] Clin. Path. 1985, 38: 312-316]

[Seite 87]

Anlässlich eines bakteriellen Infektstimulus werden die zirkulierenden Monozyten oder das sesshafte Makrophagensystem zum Beispiel durch mikrobielle (Endo-)Toxine zur Freisetzung der je unabhängig einerseits als Stimulatoren des zerebral-hypothalamischen Temperaturzentrums und anderseits als Akutphasenproteininduktoren in den Hepatozyten wirkenden zwei Monokine IL-1 [7, 8] und Tumor Necrosis Factor (TNF [9, 10]) gebracht. Fieber und Anstieg des CRP sind also Folge einer parallel ablaufenden direkten Zielorgan(ZNS + Hepatozyt)-Stimulation durch diese zwei Monozyten/Makrophagen-Produkte. Amplifiziert werden kann diese Reaktion dadurch, dass [...]

Die schon länger bekannte [11-13] und erneut bestätigte [14] Tatsache, dass ein Virusinfekt klassischerweise zwar mit Fieber, aber ohne oder nur mit geringem CRP-Anstieg einhergeht, findet heute ebenfalls ihre pathophysiologische Erklärung, indem das von «reaktiven» Lymphozyten auf viralen Stimulus freigesetzte Interferon (v. a. Interferon-α) experimentell belegbar [15] unabhängig und ohne Induktion von IL-1 direkt das hypothalamische Temperaturzentrum stimuliert. Somit liegt einem Status febrilis ohne oder mit nur geringer CRP-Erhöhung (<4 bis 5 mg/dl) mit grosser Wahrscheinlichkeit eine virale Genese zugrunde.


[Literaturnachweise Seite 91]

[7. Dinarello Ch. A.: Interleukin-1. Rev. Inf. Dis. 6, 51–93, 1984.

8. Dinarello Ch. A.: An update on human interleukin-1: from molecular biology to clinical relevance. J. Clin. Immunol. 5, 287–297, 1985.

9. Dinarello Ch. A., Cannon J. G., Wolff S. M., Bernheim H. A., Beutler B., Cerami A., Figari H. S., Palladino M. A., O'Connor J. V.: Tumor necrosis factor (Cachectin) is an endogenous pyrogen and induced production of interleukin-1. J. Exp. Med. 163, 1433–1450, 1986.

10. Perlmutter D. H., Dinarello Ch. A., Punsal P. I., Colten H. R.: Cachectin/Tumor necrosis factor regulates hepatic acute-phase gene expression. J. Clin. Invest. 78, 1349–1354, 1986.]

11. McCarthy P. L., Frank A. L., Ablow R. C., Masters S. J., Dolan T. F.: Value of C-reactive protein test in the differentiation of bacterial and viral pneumonia. J. Pediatrics 92, 454–456, 1978.

12. Peltola H. O.: C-reactive protein for rapid monitoring of infections of the central nervous system. Lancet 1, 980–982, 1982.

13. Whicher J. T., Chambers R. E., Higgson [sic] J., Nashef L., Higgins P. G.: Acute phase response of serum amyloid A protein and C-reactive [sic] protein to the common cold and influenza. J. and [sic] Clin. Pathol. 38, 312–316, 1985.

[Literaturnachweise Seite 92]

14. Kerttula Y., Leinonen M., Koskela M., Mäkelä P. H.: The aetiology of pneumonia. Application of bacterial serology and basic laboratory methods. J. Inf. 14, 21–30, 1987.

[15. Dinarello Ch. A., Bernheim H. A., Gordon M., Le H. V., Nagabhushan T. L., Hamilton N. C., Coceani F.: Mechanisms of fever induced by recombinant human interferon. J. Clin. Invest. 74, 906–913, 1984.]

Anmerkungen

Die Quelle wird ganz am Ende der Seite genannt, jedoch werden Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich gemacht.

Man beachte insbesondere, dass die Verf. nach den ersten drei Sätzen Egard et al. (1989) – der Erstautor wird fälschlich "Edgard" geschrieben – und Cambau (1989) als Quelle der zum großen Teil wörtlich von Fehr (1988) übernommenen Ausführungen nennt. In diesen beiden Aufsätzen findet sich deren Inhalt so nicht. Einzig der Begriff Interleukin-6 stammt an dieser Stelle von der Verf. (und kommt in den frz. Abhandlungen auch nicht vor).

Der bei Whicher et al. (1985) an dritter Stelle aufgeführte Co-Autor heißt Higginson. Dessen Name wird sowohl in der Quelle als auch bei der Verf. fehlerhaft wiedergegeben. Der Originaltitel des Aufsatzes, der im Journal of Clinical Pathology (abgekürzt J Clin Pathol) erschienen ist, lautet Acute phase response of serum amyloid A protein and C reactive protein to the common cold and influenza. Aufgrund dieser signifikanten Abweichungen zum Original kann begründet vermutet werden, dass der Aufsatz der Verf. nicht vorliegt.

Im letzten Satz verwendet sie statt der Maßeinheit Deziliter Liter.

Aus derselben Quelle wird auf der nächsten Seite (dort gänzlich ungekennzeichnet) weiter übernommen.


[30.] Ugv/Fragment 022 02

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 2-18
Quelle: Fehr 1988
Seite(n): 87; 88; 92, Zeilen: 87: re. Sp. 26-32, 35-37, 41-42; 88: li. Sp. 1-5, 13-16, 29-37; 92: li. Sp. 8-10, re. Sp. 3-5
[CRP-Konzentration im Verlauf von Erkrankungen:]

Die große Bandbreite der CRP-Konzentrationen über das Referenzintervall hinaus läßt - immer unter Berücksichtigung krankheitsspzifischer [sic] Unterschiede - Schlüsse auf den Schweregrad systemischer Infekte oder Entzündungskrankheiten zu. Was aber die CRP-Bestimmung über ihre große Amplitude hinaus besonders wertvoll macht, ist die extrem schnelle Reaktion des C-reaktiven Proteins auf spontane oder therapeutisch induzierte Änderungen im Entzündungsgeschehen. Dieses Verhalten resultiert einerseits aus einer auf Stimuli schnell einsetzenden hohen Syntheserate im Hepatozyten und andererseits aus einer raschen Plasmaclearance. Experimentelle Beobachtungen nach Endotoxininjektion beim Kaninchen zeigen eine Verdoppelung der Plasmakonzentration in etwa acht Stunden (YEN-WATSON und KUSHNER 1974). Die In-vivo-Clearance von isotopenmarkiertem CRP ergibt im Kaninchen eine Halbwertszeit von etwa fünf Stunden (CHELLADURAI et al. 1983). Diese kurze biologische Halbwertszeit, die - was für die Verlaufsbeurteilung ebenfalls von großer Bedeutung ist - nicht beeinflußt wird durch die Höhe seiner aktuellen Plasmakonzentration (KUSHNER et al. 1981), liefert die Grundlage dafür, daß das C-reaktive Protein einen der empfindlichsten Parameter bei der Frage nach dem Beherrschen einer traumatisch-entzündlichen klinischen Situation darstellt.

[Literaturverzeichnis

Chelladurai, M., MacIntyre [sic], S.S., Kushner, I. In vivo studies of serum C-reactive protein turnover in rabbits. J. Clin. Invest. 1983, 71: 604-610

[...]

Kushner, J. [sic], Gewurz, H., Benson, M.D. C-reactive protein and the acute-phase response. J. Lab. Clin. Med. 1981, 97: 739-749

[...]

Yen-Watson, B., Kushner, I. Rabbit CRP response to endotoxin administration: dose-response relationship and kinetics. Proc. Soc. Exp. Biol. Med. 1974, 146: 1132-1136]

[Seite 87]

Sicher immer unter Berücksichtigung krankheitsspezifischer Unterschiede widerspiegelt diese Graduierung bei systemischen Infekten und Entzündungskrankheiten weitgehend den klinischen Schweregrad der Krankheit. Was die CRP-Bestimmung aber nun über ihre grosse Amplitude hinaus besonders wertvoll macht [- und das zu erkennen ist für einen optimalen Einsatz dieses Parameters im klinischen Alltag besonders wichtig -], ist die extrem schnelle Reagibilität des CRP-Spiegels auf spontane oder therapeutisch induzierte Änderungen im Entzündungsgeschehen[, eine Eigenschaft, die besonders im klinikinternen Betrieb den Nutzen der repetitiven CRP-Bestimmung weit über denjenigen der mit notorischer Trägheit behafteten BSR setzt]. Dieses Verhalten verdankt CRP einerseits seiner auf Stimulus rasch einsetzenden hohen Syn-

[Seite 88]

theserate im Hepatozyten und anderseits seiner raschen Plasmaclearance. Experimentelle Beobachtungen nach Endotoxininjektionen beim Kaninchen [16] zeigen eine Verdoppelungszeit der Plasmakonzentration von etwa acht Stunden [...]. Die In-vivo-Clearance von isotopenmarkiertem CRP ergibt im Kaninchen etwa eine Halbwertszeit von fünf Stunden [18]. [...] Diese kurze biologische Halbwertszeit von CRP, die - was für die Verlaufswertbeurteilung ebenfalls von grosser Bedeutung ist - nicht beeinflusst wird durch die Höhe seiner aktuellen Plasmakonzentration [19], liefert die Grundlage dafür, dass CRP - nebst Fieberverlauf - der sensitivste Barometer bei der Frage nach Beherrschen einer traumatisch-entzündlichen klinischen Situation darstellt.

[Literaturnachweise Seite 92]

16. Yen-Watson B., Kushner I.: Rabbit CRP response to endotoxin administration: dose-response relationship and kinetics. Proc. Soc. Exp. Biol. Med. 146. 1132-1136, 1974.

[...]

18. Chelladurai M., Macintyre St. S., Kushner I.: In vivo studies of serum C-reactive protein turnover in rabbits. J. Clin. Invest. 71. 604-610, 1983.

[19. Baltz M. L., Rowe I. F., Pepys M. B.: In vivo turnover studies of C-reactive protein. Clin. Exp. Immunol. 59. 243-250, 1985.]

Anmerkungen

Die Quelle des gesamten Absatzes wird nicht genannt.

Den ersten Satz modifiziert die Verf. etwas stärker, da sie den vorausgehenden Kontext nicht mit übernimmt.

Offen bleibt, warum die Verf. statt der Literaturangabe in Fußnote 19 der Quelle Kushner et al. (1981) anführt: In deren Abhandlung ist an keiner Stelle von der biologischen Halbwertszeit von C-reaktivem Protein die Rede.

Man beachte in diesem Zusammenhang auch die fehlerhafte Erwähnung von [Irving] Kushner et al. (1981) in Fragment 020 14; es dürfte daher zumindest fraglich sein, ob die Verf. diesen Aufsatz tatsächlich rezipiert hat.

Weiterhin ist bei Yen-Watson / Kushner (1974) auf S. 1133 bzw. 1136 von einer durchschnittlichen Verdoppelungszeit der CRP-Konzentration von 7,3 ± 1,8 h die Rede, was eher etwa sieben und nicht acht Stunden entspricht.

(Da Fehr [1988] am Ende der Vorseite erwähnt wird, wäre auch eine Einstufung als Bauernopfer möglich; auf dieser Seite beginnt jedoch ein neuer Unterabschnitt, sodass die Kategorie Verschleierung passender erscheint.)


[31.] Ugv/Fragment 022 20

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 20-25
Quelle: Mercer et al 1988
Seite(n): 166; 167, Zeilen: 166: li. Sp. 16-17, 19-21, 23-26; 167: re. Sp. 25-27, 30-32
So belegten beispielsweise HAJJ et al. (1979) die hohe Korrelation zwischen CRP-Veränderung und entzündlichen Erkrankungen des weiblichen Genitaltraktes; ANGERMAN et al. (1980) zeigten, daß quantitative CRP-Bestimmungen enger mit der klinischen Entwicklung einer Unterleibsentzündung korrelieren als Leukozytenzählung oder Blutsenkungsgeschwindigkeit; [...]

[Literaturverzeichnis

Angerman, N.S., Evans, M.R. [sic], Moravec, W.O. [sic], Schumacher, G.F.B., Hajj, S.N. C-reactive protein in the evaluation of antibiotic therapy for pelvic infection. J. Reprod. Med. 1980, 25: 63-66

[...]

Hajj, S.N., Angerman, N.S., Evans, M.F. [sic], Moravec, W.D., Schumacher, G.F.B. C-reactive protein in the differential diagnosis of gynecologic pathology. J. Reprod. Med. 1979, 23: 284-287]

[Seite 166]

CRP was chosen for this study as a possible marker of response to therapy because of [its short half-life, six to eight hours, which allows the rapid detection of changes in inflammation,3] an excellent correlation with the presence of inflammatory conditions of the female pelvis7 [and the detection of direct quantitative relationships with the severity of inflammation from pelvic inflammatory disease (PID).4] Angerman et al5 were able to correlate quantitative CRP determinations with the clinical course of PID more closely than they were the WBC count or ESR.

[Literaturnachweise Seite 167]

[3. Gewurz J: Biology of C-reactive protein and acute phase responses. Hosp Pract 17:67, 1982

4. Lehtinin [sic] M, Laone [sic] S, Heinonen PK, et al: Serum C-reactive protein determination in acute pelvic inflammatory disease. Am J Obstet Gynecol 154:158, 1986]

5. Angerman NS, Evans MI, Moravec WD, et al: C-reactive protein in the evaluation of antibiotic therapy for pelvic infection. J Reprod Med 25:63, 1980

[...]

7. Hajj SN, Angerman NS, Evans MI, et al: C-reactive protein in the differential diagnosis of gynecologic pathology. J Reprod Med 23:284, 1979

Anmerkungen

Die Verf. übersetzt an dieser Stelle – unter Verwendung der entspr. bibliografischen Nachweise – Ausführungen von Mercer et al. (1988), ohne dies kenntlich zu machen.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[32.] Ugv/Fragment 023 01

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1
Quelle: Mercer et al 1988
Seite(n): 166; 167, Zeilen: 166: li. Sp. 16-17, 21-23; 167: re. Sp. 22-24
[LEHTINEN et al. (1986) wiesen eine direkte quantitative Relation] zwischen CRP-Anstieg und Zunahme einer akuten Unterleibsentzündung nach; [MERCER et al. (1988) nutzten die kurze Halbwertszeit und schnelle Reaktionsfähigkeit des CRP auf entzündliche Veränderungen, um bei Tuboovarialabszessen die Ansprechbarkeit auf eine antibiotische Therapie durch tägliche CRP-Bestimmungen vorherzusagen.]

[Literaturverzeichnis

Lehtinen, M., Laine, S., Heinonen, P.K., Teisala, K., Miettinen, A., Aine, R., Punnonen, R., Grönroos, P., Paavonen, J. Serum c-reactive [sic] protein determination in acute pelvic inflammatory disease. Am. J. Obstet. Gynecol. 1986, 154: 158-159]

[Seite 166]

CRP was chosen for this study as a possible marker of response to therapy because of [its short half-life, six to eight hours, which allows the rapid detection of changes in inflammation,3 an excellent correlation with the presence of inflammatory conditions of the female pelvis7 and] the detection of direct quantitative relationships with the severity of inflammation from pelvic inflammatory disease (PID).4

[Literaturnachweise Seite 167]

[3. Gewurz J: Biology of C-reactive protein and acute phase responses. Hosp Pract 17:67, 1982]

4. Lehtinin [sic] M, Laone [sic] S, Heinonen PK, et al: Serum C-reactive protein determination in acute pelvic inflammatory disease. Am J Obstet Gynecol 154:158, 1986

[...]

[7. Hajj SN, Angerman NS, Evans MI, et al: C-reactive protein in the differential diagnosis of gynecologic pathology. J Reprod Med 23:284, 1979]

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Wenn der Text der Quelle nicht in Englisch verfasst wäre, wäre hier die Kategorie "BauernOpfer" einschlägig.


[33.] Ugv/Fragment 024 07

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 7-16
Quelle: Ledger 1978
Seite(n): 455; 456; 474, Zeilen: 455: 26; 456: 1-6, 11-20; 474: 11-12, 29-30, 37-38, 41-42
Einige Veränderungen lassen eine geminderte immunologische Kompetenz vermuten, andere wiederum sind vereinbar mit gesteigerter Reaktionsfähigkeit auf Fremdantigene. So findet man zum Beispiel eine Senkung der IgG-Konzentration in gaviditate [sic] (MAROULIS et al. 1971), daneben aber eine insgesamt erhöhte Aktivität polymorphkerniger Leukozyten und einen größeren Prozentsatz "dye positive [sic] cells" (LEDGER und NAKAMURA 1976). Periphere Leukozyten schwangerer Frauen zeigen größere phagozytäre und bakterizide Aktivität als diejenige nicht-schwangerer Frauen (MITCHELL et al. 1966). Lymphozyten zeigen schwächere immunologische Reaktionen [im Sinne eines Verlustes lymphozytärer Antigenstimulierbarkeit] (JONES and [sic] CURZEN 1973).

[Literaturverzeichnis

Jones, E., Curzen, P. The immunological reactivity of maternal lymphocytes in pregnancy. J. Obstet. Gynecol. Br. Com. 1973, 80: 608-610

[...]

Ledger, W.J., Nakamura, R.M. Measurement of infectious disease morbidity in obstetrics and gynecology. Clin. Obstet. Gynecol. 1976, 19: 195-222

[...]

Maroulis, G.H., Buckley, R.H., Younger, J.B. Serum immunoglobulin concentration during normal pregnancy. Am. J. Obstet. Gynecol. 1971, 109: 971-976

[...]

Mitchell, G.W., McRipley, R.J., Selvaraj, E.J., Sbarra, A.J. The role of the phagocyte in host-parasite interaction. Am. J. Obstet. Gynecol. 1966, 96: 687-697]

[Seite 456, Z. 2-4]

Many of the changes suggest diminished immunologic competence, and some are compatible with an increased responsiveness to foreign antigens.

[Seite 455, Z. 26]

A decline in immunoglobulin G (IgG) levels during pregnancy

[Seite 456, Z. 1, 11-20]

has been noted (30). [...]

[...] In addition to being more numerous, a number of studies have suggested increased polymorphonuclear activity during pregnancy. One measure of white blood cell function is the ability of polymorphonuclear leukocytes to ingest a colorless dye, nitroblue tetrazolium (NBT), and reduce it to a recognizable dark substance within the cell. The numbers of dye-positive cells are recorded as a percentage of the total number counted. This percentage is increased in normal patients during pregnancy (Fig. 2) (26). This enhanced response seems further evident in the studies of Mitchell et al. who found that peripheral leukocytes of pregnant women had greater phagocytic and bactericidal activity than white blood cells from nonpregnant women (32).

[Seite 456, Z. 4-6]

[For example, there are diminished numbers of some lymphocytes (38),] and there is a decreased immunologic reaction of lymphocytes (17).

[Literaturverzeichnis Seite 474]

17. JONES E, CURZEN P: The immunological reactivity of maternal lymphocytes in pregnancy. J Obstet Gynaecol Br Commonw 80:608, 1973

[...]

26. LEDGER WJ, NAKAMURA RM: Measurement of infectious disease morbidity in obstetrics and gynecology. Clin Obstet Gynecol 19:195, 1976

[...]

30. MAROULIS GH, BUCKLEY RH, YOUNGER JB: Serum immunoglobulin concentration during normal pregnancy. Am J Obstet Gynecol 109:971, 1971

[...]

32. MITCHELL GW JR, MCRIPLEY RJ, SELVARAJ EJ, SHARRA [sic] AJ: The role of the phagocyte in host-parasite interaction. Am J Obstet Gynecol 96:687, 1966

Anmerkungen

Die Verf. nennt Ledger (1978) im Absatz zuvor, macht aber nicht kenntlich, dass sie die vorliegenden Ausführungen ebenfalls von diesem übernimmt.

Man beachte, dass sich der als wörtlich zitiert angegebene Terminus "'dye positive cells'" bei Ledger / Nakamura (1976) nicht findet.


[34.] Ugv/Fragment 025 15

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 15-20
Quelle: Romem Artal 1985
Seite(n): 381; 382, Zeilen: 381: re. Sp. 25; 382: li. Sp. 1-7
Zwei Erklärungen lassen sich in der Literatur finden:

1. Entscheidende CRP-Synthesestimuli sind entzündliche, von Nekrosen begleitete Prozesse. Im Laufe einer Schwangerschaft unterliegt die Plazenta einem Alterungsprozeß, der sich unter anderem in mikroskopischen Gewebeläsionen unterschiedlichen Ausmaßes äußert. Die Mikroläsionen könnten der Auslöser für steigende CRP-Konzentrationen sein (GEWURZ et al. 1982). [Da jedoch das C-reaktive Protein das empfindlichste unter den Akut-Phase-Proteinen ist und mit Konzentrationen von mehreren hundert Milligramm pro Liter Serum auf Gewebsalterationen reagiert, müßte der erwartete Serumanstieg um ein Vielfaches höher sein (ROMEM und ARTAL 1985).]

[Seite 381]

Two pos-

[Seite 382]

sible explanations can be derived from the literature. The prevailing explanation for elevated C-reactive protein concentration is that it is a response to an inflammatory/necrotic process. We can speculate that the placenta in going through the process of aging, as well as possible microscopic lesions of varying degrees, could also stimulate production of C-reactive protein.

Anmerkungen

Die Verf. gibt bei ihrer Suche nach einer Erklärung für steigende Konzentrationen von C-reaktivem Protein während der Schwangerschaft statt ihrer tatsächlichen Quelle – die sie erst im folgenden Satz nennt – Gewurz et al. (1982) als Beleg an, bei denen sich der geschilderte Sachverhalt so nicht findet: Bei Letzteren ist zwar von CRP-Funden im Zusammenhang mit Läsionen die Rede, jedoch nicht in der Plazenta.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[35.] Ugv/Fragment 026 01

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1-12
Quelle: Romem Artal 1985
Seite(n): 382; 383, Zeilen: 382: li. Sp. 13-20, re. Sp. 10-14; 383: li. Sp. 25, re. Sp. 1, 11-13, 21-28
2. Eine plausiblere Erklärung weisen Studien von CONNELL und CONNELL (1971) und SCHUMACHER (1966) auf. Sie fanden eine erhöhte Häufigkeit von überdurchschnittlich erhöhten CRP-Konzentrationen bei Frauen, die Ovulationshemmer mit Östrogen-Progesteron-Kombinationen einnahmen. Die steigenden CRP-Werte im Laufe der Schwangerschaft könnten somit einen Spiegel der ebenfalls steigenden Östrogen- bzw. Progesteronkonzentrationen darstellen.

Der leichte, physiologische CRP-Anstieg während einer Spontangeburt könnte - abgesehen von der Gewebsalteration - durch den Prostaglandinanstieg sub partu (YLIKORKALA et al. 1981) bedingt sein. Untersuchungen von SHIM (1976) und WHICHER et al. (1980) belegen einen durch Prostaglandine hervorgerufenen Anstieg der Konzentration von Akut-Phase-Proteinen.

[Literaturverzeichnis

Connell, E.B., Connell, J.T. C-reactive protein in pregnancy and contraception. Am. J. Obstet. Gynecol. 1971, 110: 633-639

[...]

Schumacher, G.F.B. Acute phase protein in serum of women using hormonal contraceptives. Science 1966, 153: 901-902

[...]

Shim, B.P. [sic] Increase in serumhaptoglobin [sic] stimulated by prostaglandins. Nature 1976, 259: 326-328 [sic]

[...]

Whicher, J.T., Martin, J.F.R. [sic], Dieppe, P.A. Absence of prostaglandin-stimulated [sic] increase in acute-phase [sic] proteins in systemic sclerosis. Lancet 1980, 2: 1187-1188

[...]

Ylikorkala, O., Makanainen [sic], L., Viinikka, L. Prostacyclin production increases during human parturition. Br. J. Obstet. Gynaecol. 1981, 88: 513-516]

[Seite 382]

A much more plausible explanation is suggested by the studies of Connell and Connell7 and Schumacher.11 These studies found an increased incidence in detection of C-reactive protein in women using contraceptive pills that contain estrogens and progestogens, as compared to the control group. It is probable that C-reactive protein reflects rising estrogen levels and, to a lesser degree, progestational agents.

[...]

Another possible link to elevated C-reactive protein could be the rise in prostaglandins during labor.14 In animal and human studies, prostaglandins were reported to stimulate an increase in acute-phase serum proteins.15,16

[Literaturnachweise Seite 383]

7. Connell BE [sic], Connell TJ [sic]. C-reactive protein in pregnancy and contraception. Am J Obstet Gynecol 1971;110:633.

[...]

11. Schumacher GFB. Acute phase protein in serum of women using hormonal contraceptives. Science 1966;153:901.

[...]

14. Ylikorkala O, Makanainen [sic] L, Viinikka L. Prostacyclin production increases during human parturition. Br J Obstet Gynaecol 1981;88:513.
15. Shim BP [sic]. Increase in serum haptoglobin stimulated by prostaglandins. Nature 1976;259:326.
16. Whicher JT, Martin MFR. Dieppe PA. Absence of prostaglandin stimulated increase in acute-phase [sic] proteins in systemic sclerosis. Lancet 1980;2:1187.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Ihre eigentliche Quelle nennt die Verf. nicht.

Den ersten Satz des zweiten Absatzes modifiziert sie.

Zu den Fehlern bei den Literaturangaben:

– Bei Connell / Connell (1971) werden von Romem / Artal (1985) die abgekürzten Vornamen der Co-Autoren Elizabeth B. und John T. Connell in der falschen Reihenfolge wiedergegeben.
– Der Vorname des Autors von Shim (1976) ist Bong-Sop; im Titel des Aufsatzes heißt es "serum haptoglobin"; der Beitrag erstreckt sich lediglich auf die S. 326-327.
– Bei Whicher et al. (1980) ist der erste abgekürzte Vorname des Co-Autors Martin bei der Verf. falsch; im Original heißt es in dessen Titel "PROSTAGLANDIN STIMULATED" und "ACUTE PHASE" (jeweils ohne Bindestrich).
– Bei Ylikorkala et al. (1981) lautet der Nachname des zweiten Co-Autors Mäkäräinen.


[36.] Ugv/Fragment 047 02

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 2-4
Quelle: Wagner et al 1989
Seite(n): 93; 97, Zeilen: 93: li. Sp. 28-29; 97: re. Sp. 7-9
Um den errechneten Termin tritt der Blasensprung vor Einsetzen der Wehentätigkeit in etwa 10% der Schwangerschaften auf (GUNN et al. 1970) [sic]

[Literaturverzeichnis

Gunn, G.C., Mishell, D.R., Morton, D.G. Premature rupture of the fetal membranes. Am. J. Obstet. Gynecol. 1970, 106: 469-483]

[Seite 93]

Spontaneous rupture of membranes at term and before the onset of labor occurs in about 10% of pregnancies.1

[Literaturnachweise Seite 97]

1. Gunn GC, Mishell DR Jr, Morton DG. Premature rupture of the fetal membranes: A review. Am J Obstet Gynecol 1970;106:469–83.

Anmerkungen

Vermutlich wird die Aussage aus Wagner et al. (1989) übersetzt.

Diese stammt allerdings nicht von Gunn et al. (1970) selbst, sondern wird Webb (1967), der der Verf. nach eigenen Angaben vorliegt, von diesen zugeschrieben. Bei Ersteren heißt es auf S. 474, li. Sp., Z. 48 ff.: "Using an average incidence of premature rupture of the fetal membranes of 10 per cent, Webb calculated the mortality risk of premature rupture of the fetal membranes to the mother to be approximately one in 5,451."


[37.] Ugv/Fragment 047 05

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 5-6
Quelle: Lettau et al 1987
Seite(n): 1434, Zeilen: 2-5
[Um den errechneten Termin tritt der Blasensprung vor Einsetzen der Wehentätigkeit in etwa 10% der Schwangerschaften auf (GUNN et al. 1970) [sic] ]

Zu diesem Zeitpunkt ist die Reifeentwicklung des Feten bereits abgeschlossen; die aufsteigende Infektion stellt die wesentliche Gefährdung dar.

[Wie in Abbildung 1 gezeigt, findet der VBLS überwiegend am Termin statt.] Zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft ist die Reifeentwicklung des Feten bereits abgeschlossen, so daß die aufsteigende intrauterine Infektion die wesentliche Gefährdung darstellt.
Anmerkungen

Die Quelle wird in der vorliegenden Arbeit an keiner Stelle erwähnt; ihre Verwendung lässt sich ebenfalls in Fragment 011 14 und Fragment 060 02 nachweisen. ("VBLS" steht hier für "vorzeitige Blasensprung".)

Bei Gunn et al. (1970) findet sich die übernommene Aussage auch nicht. (Der in eckige Klammern gesetzte Satz zuvor, für den diese Autoren als Beleg genannt werden, wird – aus einer anderen Quelle – gleichfalls übernommen.)


[38.] Ugv/Fragment 047 10

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 10-18
Quelle: Pschyrembel Dudenhausen 1986
Seite(n): 135, Zeilen: 3-9, 15-20
Über die Frage der Antibiotikaprophylaxe beim vorzeitigen Blasensprung sind die Meinungen in der Literatur geteilt. Es ist zweifelhaft, ob die möglichen Vorteile die in Kauf zu nehmenden Nachteile überwiegen. Die prophylaktische Antibiotikaanwendung scheint keinen nennenswerten Effekt auf die perinatale Mortalität und nur einen geringen Einfluß auf die mütterliche Morbidität zu haben, sie wird häufig zu spät begonnen und birgt die Gefahr der Herauszüchtung resistenter Keime in sich (GUNN et al. 1970, GARITE 1984, MEAD 1980). Als alternative Prophylaxe der Keimaszension wurde die kontinuierliche PVP-Jod-Spülung zur vaginalen Antisepsis eingeführt (SALING und ZÖCKLER 1981). Die Frage der Antibiotikaprophylaxe beim vorzeitigen Blasensprung wird in der Literatur verschieden beantwortet. Es ist zweifelhaft, ob die Vorteile der möglichen Antibiotikaprophylaxe die damit in Kauf zu nehmenden Nachteile überwiegen. Die Antibiotikaprophylaxe scheint keinen nennenswerten Effekt auf die perinatale Mortalität und nur einen geringen Einfluß auf die mütterliche Morbidität zu haben. Häufig wird die antibiotische Prophylaxe zu spät nach erfolgtem Blasensprung begonnen. [...]

[...] Die Gefahren für die Mutter durch Herauszüchtung resistenter Keime werden bei der prophylaktischen Antibiotikaanwendung besonders hoch eingeschätzt.

Als Möglichkeit, das Aufsteigen der Keime zu verhindern, haben Saling und Mitarb. von der Antibiotikaprophylaxe Abstand genommen und die PVP-Jod-Spülung zur vaginalen Antisepsis eingeführt.

Anmerkungen

Die Verf. gibt ihre tatsächliche Quelle nicht an und ergänzt im vorletzten Satz drei dort nicht genannte Belege.

Die Aussage, dass die prophylaktische Antibiotikaanwendung häufig zu spät begonnen werde, findet sich allerdings in keinem dieser drei Aufsätze.

Weiterhin stellt Mead (1980) auf S. 251 zwar allgemein fest: "Most infectious disease specialists today do not choose to use prophylactic antibiotics in patients with premature rupture of the membranes." Als Beleg für die von der Verf. aus der Quelle übernommenen einzelnen Punkte eignet sich dessen Aufsatz jedoch – genau genommen – nicht, da der Autor über keinen einzigen eine entsprechende Aussage trifft.

Zumindest teilweise ist die Nennung der Titel als Beleg für die in diesem Satz übernommenen Aussagen also erklärungsbedürftig.

Den bei Pschyrembel / Dudenhausen (1986) nicht explizit aufgeführten Aufsatz von Saling / Zöckler (1981) entnimmt sie möglicherweise der angegebenen Literatur aus der in der vorliegenden Arbeit verwendeten Abhandlung von Goeschen et al. (1984).


[39.] Ugv/Fragment 054 12

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 12-13
Quelle: Romem Artal 1984
Seite(n): 546; 550, Zeilen: 546: 13-15; 550: 16-17
Fieberzacken treten erst auf, wenn eine Infektion bereits ausgebreitet ist (GIBBS et al. 1980).

[Literaturverzeichnis

Gibbs, R.S., Castillo, M.S., Rodgers, P.J. Management of acute chorioamnionitis. Am. J. Obstet. Gynecol. 1980, 136, 709-713]

[Seite 546]

Spiking fever, the most reliable clinical symptom, appears when the infection is already established.4

[Literaturnachweise Seite 550]

4. Gibbs RS, Castillo MS, Rodgers PJ. Management of acute chorioamnionitis. Am J Obstet Gynecol 1980; 136:709.

Anmerkungen

Gibbs et al. (1980) verwenden den Begriff "Spiking fever" (o.ä.) nicht. Dort wird lediglich allgemein Fieber mit Körpertemperaturen über 100° Fahrenheit (entspricht ca. 37,8° Celsius) erwähnt.


[40.] Ugv/Fragment 055 08

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 8-13
Quelle: Forest et al 1986
Seite(n): 194, Zeilen: li. Sp. 15-22, re. Sp. 26-28
Da die Morbiditäts- und Mortalitätsraten in Verbindung mit neonatalen, bakteriellen Infektionen hoch sind, werden Antibiotika in der Neugeborenenperiode großzügig eingesetzt, sobald eine Infektion aufgrund der Klinik vermutet wird. Dies hat zur Folge, daß bei etwa 90% der Neugeborenen, die antibiotisch behandelt wurden, die prätherapeutisch abgenommenen Blutkulturen keinen Hinweis auf eine bakterielle Infektion erbringen (HAMMERSCHLAG et al. 1977).

[Literaturverzeichnis

Hammerschlag, M.R., Klein, J.O., Herschel, M., Chen, F.C.J., Fermin, R. Pattern [sic] of use of antibiotics in two newborn nurseries. N. Engl. J. Med. 1977, 296: 1268-1269]

Since the morbidity and mortality rates associated with bacterial infection in neonates are high, antibiotics are widely used as soon as infection is suspected clinically (1, 2). As a result, almost 90% of neonates receiving antibiotics have no bacterial infection as shown by negative cultures (1).

[Literaturnachweise]

1. Hammerschlag MR, Klein JO, Herschel M, Chen FCJ, Fermin R. Patterns of use of antibiotics in two newborn nurseries. N Engl J Med 1977; 296: 1268–9.
[2. Quie PG. Neonatal septicemia. Antibiot Chemother 1976; 21: 128–34.]

Anmerkungen

Ihre eigentliche Quelle nennt die Verf. nicht.

Auffällig ist, dass sowohl sie als auch ihre Quelle die Zahlenwerte "etwa 90%" bzw. "almost 90%" angeben, obwohl sich ein solcher bei Hammerschlag et al. (1977) selbst nicht finden lässt.

Die bei Forest et al. (1986) aufgeführte Quelle Quie (1976) erwähnt die Verf. in der vorliegenden Arbeit nicht. Der Titel des Aufsatzes von Hammerschlag et al. wird bei Ersteren richtig wiedergegeben.


[41.] Ugv/Fragment 055 15

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 15-18
Quelle: Salzer et al 1987
Seite(n): 365; 367, Zeilen: 365: li. Sp. 27-31; 367: li. Sp. 8-11
Die frühe Diagnose der perinatalen Infektion ist jedoch erschwert, da die klinischen Symptome oft minimal und die Meßgrößen - insbesondere die Leukozytenzahlen - in den ersten Lebensstunden unspezifisch sind (MANROE et al. 1979).

[Literaturverzeichnis

Manroe, B.L., Weinberg, A.G., Rosenfeld, C.R., Browne, R. The neonatal blood count in health and disease. I. Reference values for neutrophilic cells. J. Pediatr. 1979, 95: 89-98]

[Seite 365]

[As perinatal infection with neonatal sepsis is still a major cause for perinatal mortality and/or permanent sequelae especially in the preterm infant, early diagnosis is essential for initiation of prompt and effective treatment (1, 3).]

Early clinical diagnosis, [sic] may be difficult, however, since clinical sypmtoms are often minimal and laboratory parameters, especially the white blood cell count, non-specific within the first few hours of life (4).

[Literaturnachweise Seite 367]

4. Manroe BL, Weinberg AG, Rosenfeld CR, Browne R. The neonatal blood count in health and disease. I. Reference values for neutrophilic cells. J Pediatr 1979;95:89 – 98.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird nicht genannt.

In dieser konzisen Form findet sich die Aussage bei Manroe et al. (1979) selbst nicht.


[42.] Ugv/Fragment 055 22

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 22-23
Quelle: Künzer Uhlig 1983
Seite(n): 573, Zeilen: 33-37
In den letzten Jahren zeigten Untersuchungen verschiedener Autoren (KÜNZER und UHLIG 1983, FOREST et [al. 1986, SALZER et al. 1987, GUSSETTI et al. 1989), daß im Serum von reifen Neugeborenen und Säuglingen rasch nach dem Ausbruch einer bakteriellen Infektion erhöhte Konzentrationen des CRP nachweisbar waren.] In den letzten Jahren zeigten Untersuchungen verschiedener Autoren [6, 14, 16], daß im Serum von reifen Neugeborenen und Säuglingen rasch nach dem Ausbruch einer bakteriellen Infektion erhöhte Konzentrationen von CRP nachweisbar waren.

[Literaturnachweise

6. Felix NS, Nakajima H, Kagan BM (1966) Serum C-reactive protein in infections during the first six month of life. Pediatrics 37:270

[...]

14. Pilars de Pilar CE, Raschke P, Lischka N, Krejci K. [sic] Akute-Phase-Proteine bei Früh- und Neugeborenen. Klin Pädiat 192:45

[...]

16. Sabel KG, Hanson LA (1974) The clinical usefulness of C-reactive protein (CRP) determinations in bacterial meningitis and septicemia in infancy. Acta Paediatr Scand 63:381]

Anmerkungen

Die Verf. ersetzt – unter weitestgehender Beibehaltung des Wortlauts des Fließtexts – Literaturbelege der Quelle durch eigene, die jedoch teilweise nicht zu der gemachten Aussage passen.

Dies wird ausführlicher auf der nächsten Seite dargelegt, wo dieses durch den Seitenumbruch unterbrochene Fragment fortgesetzt wird.


[43.] Ugv/Fragment 056 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: 1-4
Quelle: Künzer Uhlig 1983
Seite(n): 573, Zeilen: 33-39
[In den letzten Jahren zeigten Untersuchungen verschiedener Autoren (KÜNZER und UHLIG 1983, FOREST et] al. 1986, SALZER et al. 1987, GUSSETTI et al. 1989), daß im Serum von reifen Neugeborenen und Säuglingen rasch nach dem Ausbruch einer bakteriellen Infektion erhöhte Konzentrationen des CRP nachweisbar waren. Da das C-reaktive Protein nicht die Plazenta passiert, mußte es vom Kind selbst gebildet worden sein. In den letzten Jahren zeigten Untersuchungen verschiedener Autoren [6, 14, 16], daß im Serum von reifen Neugeborenen und Säuglingen rasch nach dem Ausbruch einer bakteriellen Infektion erhöhte Konzentrationen von CRP nachweisbar waren. Da CRP nicht die Plazenta passiert [12, 15], muß es vom Kind selbst gebildet werden, damit es bei diesem nachweisbar ist.

[Literaturnachweise

6. Felix NS, Nakajima H, Kagan BM (1966) Serum C-reactive protein in infections during the first six month of life. Pediatrics 37:270

[...]

12 Nesbitt REL Jr, Hays RC, Mauro J (1960) The behavior of C-reactive protein in pregnant and puerperal women, fetal blood, and in the newborn infant under normal and abnormal conditions. Obstet Gynecol 16:659

[...]

14. Pilars de Pilar CE, Raschke P, Lischka N, Krejci K. [sic] Akute-Phase-Proteine bei Früh- und Neugeborenen. Klin Pädiat 192:45

15. Rozansky R, Bercovici B, (1956) C-reactive protein during pregnancy and cord blood. Proc Soc Exp Biol Med 92:4

16. Sabel KG, Hanson LA (1974) The clinical usefulness of C-reactive protein (CRP) determinations in bacterial meningitis and septicemia in infancy. Acta Paediatr Scand 63:381]

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Die von Künzer / Uhlig (1983) im ersten Satz angeführten Autoren ersetzt die Verf. durch andere. Ihre eigentliche Quelle für die gesamte Passage benennt sie jedoch nicht als solche.

Zudem ist die Nennung von
a) Künzer / Uhlig selbst, da sich deren empirische Untersuchung nicht mit "reifen Neugeborenen und Säuglingen", sondern mit "Frühgeborenen, deren Immunkompetenz und Syntheseleistung noch wenig entwickelt sind" (S. 573) beschäftigt, und
b) Gussetti et al. (1989), da sich deren empirische Untersuchung mit den CRP-Werten von gesunden, nicht bakteriell infizierten Neugeborenen beschäftigt,
in diesem Zusammenhang überraschend.


Quellen

[1.] Quelle:Ugv/Andus et al 1989

Autor     T. Andus, P.C. Heinrich, J.C. Castell, W. Gerok
Titel    Interleukin-6: ein Schlüsselhormon der Akutphase-Reaktion
Zeitschrift    Deutsche medizinische Wochenschrift
Ort    Stuttgart (u.a.)
Verlag    Georg Thieme
Jahr    1989
Jahrgang    114
Seiten    1710-1716

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[2.] Quelle:Ugv/Diepgen 1963

Autor     Paul Diepgen
Titel    Frau und Frauenheilkunde in der Kultur des Mittelalters
Ort    Stuttgart
Verlag    Georg Thieme
Jahr    1963

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[3.] Quelle:Ugv/Duff et al 1984

Autor     Patrick Duff, Robert W. Huff, Ronald S. Gibbs
Titel    Management of Premature Rupture of Membranes and Unfavorable Cervix in Term Pregnancy
Zeitschrift    Obstetrics & Gynecology
Herausgeber    American College of Obstetricians and Gynecologists
Ort    Philadelphia
Verlag    Lippincott Williams & Wilkins
Jahr    1984
Jahrgang    Vol. 63
Nummer    5 (May)
Seiten    697-702

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[4.] Quelle:Ugv/Fehr 1988

Autor     Jörg Fehr
Titel    Die klinische Bedeutung des CRP-(C-reaktiven Protein-)Monitoring
Zeitschrift    Therapeutische Umschau. Monatsschrift für praktische Medizin
Ort    Bern (u.a.)
Verlag    Hans Huber
Jahr    1988
Jahrgang    45
Nummer    2
Seiten    85-92

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[5.] Quelle:Ugv/Fisk Fysh 1988

Autor     Nicholas M. Fisk, John W. Fysh
Titel    Letter to the Editor: C-Reactive Protein (CRP) as a Marker for Infection
Zeitschrift    Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica
Herausgeber    Nordic Federation of Societies of Obstetrics and Gynecology
Ort    Oxford
Verlag    Blackwell
Jahr    1988
Jahrgang    67
Seiten    189

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[6.] Quelle:Ugv/Forest et al 1986

Autor     Jean-Claude Forest, François Larivière, Patrick Dolcé, Michel Masson, Linda Nadeau
Titel    C-Reactive Protein as Biochemical Indicator of Bacterial Infection in Neonates
Zeitschrift    Clinical Biochemistry
Herausgeber    Canadian Society of Clinical Chemists
Ort    Amsterdam
Verlag    Elsevier
Jahr    1986
Jahrgang    19
Nummer    June
Seiten    192-194

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[7.] Quelle:Ugv/Garite 1984

Autor     Thomas J. Garite
Titel    Premature Rupture of the Membranes
Zeitschrift    Current Problems in Obstetrics and Gynecology
Herausgeber    John M. Leventhal
Ort    Chicago
Verlag    Year Book Medical Publishers
Jahr    1984
Jahrgang    VII
Nummer    8 (April)
Seiten    4-47

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[8.] Quelle:Ugv/Goeschen et al 1989

Autor     Klaus Goeschen, Mahmoud Mesrogli, Ursula Rosswog, Jörg Schneider
Titel    Vorzeitiger Blasensprung in Terminnähe: Abwarten oder handeln?
Zeitschrift    Zeitschrift für Geburtshilfe und Perinatologie
Ort    Stuttgart
Verlag    Friedrich Enke
Jahr    1989
Jahrgang    193
Seiten    16-23

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[9.] Quelle:Ugv/Hildebrandt 1988

Autor     Gunther Hildebrandt
Titel    Einleitung
Sammlung    Praxis der gynäkologischen Balneo- und Physiotherapie
Herausgeber    Jörg Schneider, Claus Goecke und Eduard A. Zysno
Beteiligte    Hans Baatz (u.a.)
Ort    Stuttgart
Verlag    Hippokrates
Jahr    1988
Seiten    11-23
ISBN    3-7773-0828-5

Literaturverz.   

ja (als Schneider et al. 1988)
Fußnoten    ja (als Schneider et al. 1988)

[10.] Quelle:Ugv/Hokama Nakamura 1987

Autor     Yoshitsugi Hokama, Robert M. Nakamura
Titel    C-Reactive Protein: Current Status and Future Perspectives
Zeitschrift    Journal of Clinical Laboratory Analysis
Ort    New York
Verlag    Alan R. Liss
Jahr    1987
Jahrgang    1
Seiten    15-27

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[11.] Quelle:Ugv/Kerkhoff 1989

Autor     Bettina Kerkhoff
Titel    Vergleichende Studie der Monotherapie mit Prostaglandin-E2-Gel und der Kombination mit warmen Wannenbädern zur Induktion der Zervixreife bei Risikoschwangerschaften
Ort    Hannover
Jahr    1989
Anmerkung    Zugl.: Hannover, Med. Hochsch., Diss., 1990

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[12.] Quelle:Ugv/Krumbach 1989

Autor     Helmut Krumbach
Titel    temazcal: kleines Haus, wo man badet oder schwitzt
Zeitschrift    die waage
Herausgeber    Grünenthal GmbH
Ort    Aachen
Jahr    1989
Jahrgang    28
Nummer    3
Seiten    125-132
ISSN    0017-4874

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[13.] Quelle:Ugv/Künzer Uhlig 1983

Autor     W. Künzer, Th. Uhlig
Titel    Zur Bedeutung des C-reaktiven Proteins (CRP) im Serum bei bakteriellen Infektionen von Frühgeborenen
Zeitschrift    Monatsschrift Kinderheilkunde
Ort    Berlin (u.a.)
Verlag    Springer
Jahr    1983
Jahrgang    131
Seiten    573-576

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[14.] Quelle:Ugv/Ledger 1978

Autor     William J. Ledger
Titel    Bacterial Infections Complicating Pregnancy
Zeitschrift    Clinical Obstetrics and Gynecology
Ort    New York
Verlag    Harper & Row
Jahr    1978
Jahrgang    21
Nummer    2 (June)
Seiten    455-475

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[15.] Quelle:Ugv/Lettau et al 1987

Autor     R. Lettau, F. Klink, F. Oberheuser, H. Hollandt, R. Marre
Titel    Bakteriologische Untersuchungen bei vorzeitigem Blasensprung und Korrelation zur Klinik von Chorioamniotitis und Amnioninfektionssyndrom
Zeitschrift    Zentralblatt für Gynäkologie
Herausgeber    Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe der DDR
Ort    Leipzig
Verlag    J.A. Barth
Jahr    1987
Jahrgang    109
Seiten    1428-1437

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[16.] Quelle:Ugv/Maas et al 1988

Autor     Dieter H.A. Maas, Mahmoud Mesrogli, Jörg Schneider
Titel    Geschichte der Balneologie und Physiotherapie in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Sammlung    Praxis der gynäkologischen Balneo- und Physiotherapie
Herausgeber    Jörg Schneider, Claus Goecke, Eduard A. Zysno
Beteiligte    Hans Baatz (u.a.)
Ort    Stuttgart
Verlag    Hippokrates
Jahr    1988
Seiten    24-33
ISBN    3-7773-0828-5

Literaturverz.   

ja (als Schneider et al. 1988)
Fußnoten    ja (als Schneider et al. 1988)

[17.] Quelle:Ugv/Mercer et al 1988

Autor     Lane J. Mercer, Samir N. Hajj, Mahmoud A. Ismail, Barry S. Block
Titel    Use of C-Reactive Protein to Predict the Outcome of Medical Management of Tuboovarian Abscesses
Zeitschrift    The Journal of Reproductive Medicine
Ort    St. Louis
Verlag    Science Printers and Publishers
Jahr    1988
Jahrgang    33
Nummer    1 (Supplement; January)
Seiten    164-167

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[18.] Quelle:Ugv/Mesrogli Schneider 1988

Autor     Mahmoud Mesrogli, Jörg Schneider
Titel    Geburtshilfe
Sammlung    Praxis der gynäkologischen Balneo- und Physiotherapie
Herausgeber    Jörg Schneider, Claus Goecke, Eduard A. Zysno
Beteiligte    Hans Baatz (u.a.)
Ort    Stuttgart
Verlag    Hippokrates
Jahr    1988
Seiten    134-172
ISBN    3-7773-0828-5

Literaturverz.   

ja (als Schneider et al. 1988)
Fußnoten    ja (als Schneider et al. 1988)

[19.] Quelle:Ugv/Mesrogli et al 1987

Autor     Mahmoud Mesrogli, Klaus Goeschen, Hanna Siefert, Gabriele Pohl, Jörg Schneider
Titel    Das fetale Befinden während eines Bades der Mutter – Untersuchungen mit Hilfe der Unterwasserkardiotokographie in der Schwangerschaft und unter der Geburt
Zeitschrift    Zeitschrift für Geburtshilfe und Perinatologie
Ort    Stuttgart
Verlag    Friedrich Enke
Jahr    1987
Jahrgang    191
Seiten    181-185

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[20.] Quelle:Ugv/Pschyrembel Dudenhausen 1986

Autor     Willibald Pschyrembel, Joachim W. Dudenhausen
Titel    Praktische Geburtshilfe: mit geburtshilflichen Operationen
Ort    Berlin (u.a.)
Verlag    Walter de Gruyter
Ausgabe    15., neubearb. Aufl.
Jahr    1986
ISBN    3-11-007473-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[21.] Quelle:Ugv/Romem Artal 1984

Autor     Y. Romem, R. Artal
Titel    C-reactive protein as a predictor for chorioamnionitis in cases of premature rupture of the membranes
Zeitschrift    American Journal of Obstetrics and Gynecology
Ort    St. Louis
Verlag    C.V. Mosby
Jahr    1984
Jahrgang    Vol. 150
Nummer    5, Part 1
Seiten    546-550

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[22.] Quelle:Ugv/Romem Artal 1985

Autor     Y. Romem, R. Artal
Titel    C-reactive protein in pregnancy and in the postpartum period
Zeitschrift    American Journal of Obstetrics and Gynecology
Ort    St. Louis
Verlag    C.V. Mosby
Jahr    1985
Jahrgang    Vol. 151
Nummer    3
Seiten    380-383

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[23.] Quelle:Ugv/Sachs 1984

Autor     Lothar Sachs
Titel    Angewandte Statistik: Anwendung statistischer Methoden
Ort    Berlin (u.a.)
Verlag    Springer
Ausgabe    6. Aufl.
Jahr    1984
ISBN    3-540-12800-X

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[24.] Quelle:Ugv/Salzer et al 1987

Autor     H.R. Salzer, H. Genger, U. Muhar, A. Lischka, Chr. Schatten, A. Pollak
Titel    C-Reactive Protein: An Early Marker for Neonatal Bacterial Infection due to Prolonged Rupture of Amniotic Membranes and/or Amnionitis
Zeitschrift    Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica
Herausgeber    Nordic Federation of Societies of Obstetrics and Gynecology
Ort    London
Verlag    Informa
Jahr    1987
Jahrgang    66
Seiten    365-367

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[25.] Quelle:Ugv/Schwarz 1963

Autor     Gerhard Schwarz
Titel    Das C-reaktive Protein
Herausgeber    Prof. Dr. Hans Schmidt, Wabern bei Bern
Ort    Darmstadt
Verlag    Dr. Dietrich Steinkopff
Jahr    1963
Reihe    Fortschritte der Immunitätsforschung ; 5

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[26.] Quelle:Ugv/Stauber et al 1989

Autor     Manfred Stauber, Klaus F. Hiller unter Mitarbeit von R. Lutz, U. Jakobs
Titel    Gynäkologische Aspekte
Sammlung    Frauen und AIDS: Somatische und psychosoziale Aspekte
Herausgeber    Hans Jäger
Ort    Berlin (u.a.)
Verlag    Springer
Jahr    1989
Seiten    25-35
ISBN    3-540-51205-5

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[27.] Quelle:Ugv/Thomas Opferkuch 1984

Autor     Lothar Thomas, Wolfgang Opferkuch
Titel    Plasmaproteine
Sammlung    Labor und Diagnose. Indikation und Bewertung von Laborbefunden für die medizinische Diagnostik
Herausgeber    Lothar Thomas
Ort    Marburg (Lahn)
Verlag    Medizinische Verlagsgesellschaft
Ausgabe    2. überarb. u. erw. Aufl.
Jahr    1984
Seiten    505-546

Literaturverz.   

ja (als Thomas 1984)
Fußnoten    ja (als Thomas 1984)

[28.] Quelle:Ugv/Uhlenbruck Sölter 1982

Autor     Gerhard Uhlenbruck, Jörg Sölter
Titel    Abwehreffekte und klinisch-diagnostische Bedeutung des C-reaktiven Proteins
Zeitschrift    Deutsches Ärzteblatt
Herausgeber    Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung
Ort    Köln
Verlag    Deutscher Ärzte-Verlag GmbH
Ausgabe    A/B
Jahr    1982
Jahrgang    79
Nummer    14 (9. April)
Seiten    40-41
URL    http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=138763

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[29.] Quelle:Ugv/Wagner et al 1989

Autor     Michael V. Wagner, Victor P. Chin, Christyne J. Peters, Brad Drexeler, Lawrence A. Newman
Titel    A Comparison of Early and Delayed Induction of Labor With Spontaneous Rupture of Membranes at Term
Zeitschrift    Obstetrics & Gynecology
Herausgeber    American College of Obstetricians and Gynecologists
Ort    Philadelphia
Verlag    Lippincott Williams & Wilkins
Jahr    1989
Jahrgang    Vol. 74
Nummer    1 (July)
Seiten    93-97

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[30.] Quelle:Ugv/von der Leyen et al 1989

Autor     Ursula von der Leyen, Mahmoud Mesrogli, Jörg Schneider
Titel    C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssyndroms nach Entspannungsbad beim vorzeitigen Blasensprung
Sammlung    102. Tagung Nordwestdeutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Hamburg, 10. bis 12. November 1989
Herausgeber    Nordwestdeutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Ort    München
Verlag    Alete Wissenschaftlicher Dienst
Jahr    1989
Seiten    41-42
ISBN    3-924057-37-0

Literaturverz.   

nein (jedoch als eigene Veröffentlichung auf Seite nach dem Lebenslauf aufgeführt)
Fußnoten    nein

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