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Ugv/Fragment 011 01

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1-6
Quelle: Mesrogli Schneider 1988
Seite(n): 162; 166, Zeilen: 162: re. Sp. 21-26; 166: li. Sp. 33-41
- Vor allem am Beginn der Geburt kann vor einer medikamentösen Intervention versucht werden, einer Wehenschwäche mit physikalischen Maßnahmen zu begegnen. So ist ein warmes Vollbad zu Geburtsbeginn ein hervorragendes Mittel zur Anregung der Wehen (KNÖRR et al. 1982).

- Die Schmerzbekämpfung unter der Geburt dient nicht nur dazu, der Patientin Erleichterung zu verschaffen, sondern auch Angst zu nehmen.

[Seite 166]

Vor allem am Beginn der Geburt kann man aber vor der medikamentösen Behandlung versuchen, der Wehenschwäche mit physikalischen Mitteln zu begegnen.

So haben der Einlauf und das bekannte heiße Bad (bzw. die heiße Dusche) zu Beginn der Geburt nicht nur reinigende Wirkung, sondern sie sind gleichzeitig hervorragende Mittel zur Anregung der Wehen.

[Seite 162]

Aus diesem Grund und natürlich um der Gebärenden Erleichterung zu verschaffen und die Angst zu nehmen, gehört die Schmerzbekämpfung unter der Geburt zu den wesentlichsten Aufgaben des Arztes.

Anmerkungen

Zu den beiden Sätzen nach dem ersten Spiegelstrich: Es ist unklar, warum die Verf. hier Knörr et al. (1982) und nicht ihre anscheinend tatsächliche Quelle angibt. Bei Ersteren heißt es – inhaltlich nur bedingt zu ihren Ausführungen passend – auf S. 204:

"Wenn nach den vorliegenden Befunden und der Wehentätigkeit mit einem baldigen Fortgang der Geburt zu rechnen ist, wird die Kreißende aus Gründen der Hygiene und Asepsis folgendermaßen für die Entbindung vorbereitet:

- Entleerung des Darmes durch Einlauf,

- Vollbad oder Dusche [diese beiden Maßnahmen sind nur bei fest stehendem Kopf und bei erhaltener Fruchtblase erlaubt (cave Nabelschnurvorfall!)],

[...]"

Zum Satz nach dem zweiten Spiegelstrich: Für die auf diesen Satz folgende Aussage nennt die Verf. Degenhardt et al. (1988) als Quelle, die im Literaturverzeichnis so ausgewiesen wird:

Degenhardt, F., Mesrogli, M., Mühlhaus, K., Schneider, J. Verbesserung der uteroplazentaren Durchblutung durch Bäder in der Schwangerschaft: dopplersonographische Untersuchungen. 47. Tagung der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, München 1988. Demeter-Verlag, Gräfeling [sic] 1988

Es gibt jedoch – siehe Fragment 008 05 – Zweifel daran, dass ein solcher Tagungsband mit einem entsprechenden Aufsatz gedruckt worden ist.

Da es einerseits thematisch zumindest nicht nahe liegt, dass sich ein allgemeiner Satz über Schmerzensbekämpfung bei der Geburt in einem Aufsatz, der sich speziell mit Dopplersonographie beschäftigt, finden sollte (sofern dieser existiert), aber andererseits eine konkrete rezipierte Quelle mit wörtlichen Übereinstimmungen belegt werden kann, kann dieser als Plagiat gewertet werden – gleichwohl wird das Fragment konservativ der Kategorie "Keine Wertung" zugeordnet.

Sichter
(Stratumlucidum)

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