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Uh/132

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[1.] Uh/Fragment 132 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-03 17:03:42 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gropp 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 1-7
Quelle: Gropp 2000
Seite(n): 17f, Zeilen: S. 17: 32ff, S. 18: 1ff
[Die Einordnung des Ungeborenen als Menschen wird ihre hauptsächliche Funktion nicht gegenüber der Schwangeren ent]falten, sondern gegenüber Ärzten im Rahmen von Eingriffen zur pränatalen Diagnostik und Therapie. Es gelten dann dieselben Maßstäbe wie beim ärztlichen Heileingriff zugunsten Geborener. Im Sinnes [sic] eines restriktiven Einsatzes des Strafrechts erscheint es allerdings sachgerecht, auch hier einen persönlichen Strafausschließungsgrund zu Gunsten der Schwangeren anzunehmen. Eine entsprechende Ergänzung der §§ 223, 229 StGB wäre erforderlich. Diese könnte wie folgt lauten: „Die Schwangere bleibt wegen einer Körperverletzung ihres ungeborenen lebensfähigen Kindes straffrei.“469

469 Gropp: Der Embryo als Mensch, GA 2000, S. 1 (17)

Vor allem wird die Einordnung der lebensfähigen Leibesfrucht als »Mensch« ihre zentrale Funktion nicht gegenüber der Schwangeren entfalten können, sondern gegenüber Ärzten im Rahmen von Eingriffen zur pränatalen Diagnostik und Therapie69. Es gelten dann - insbesondere hinsichtlich der Sorgfaltsanforderungen - dieselben Maßstäbe wie beim ärztlichen Heileingriff zugunsten Geborener70. [...]

Es ist daher im Sinne eines restriktiven Einsatzes von Strafrecht sachgerecht, einen persönlichen Strafausschließungsgrund zu Gunsten der betroffenen Frau anzunehmen, soweit man nicht ohnehin bereits den Tatbestand aus Gründen der Sozialadäquanz verneinen kann72. De lege ferenda wäre folglich eine entsprechende Ergänzung der §§ 223, 229 (§ 223 Abs. 3, § 229 Satz 2) erforderlich. Sie könnte z.B. folgendermaßen lauten:

»Die Schwangere bleibt wegen einer Körperverletzung ihres ungeborenen lebensfähigen Kindes straffrei.«


69 Zu invasiven Methoden Wisser, Zeitschrift für Lebensrecht 1999,11.

70 Vgl hierzu näher Ulsenheimer, Arztstrafrecht in der Praxis, 2. Aufl. 1998, S. 13ff. Rdn. 18 ff.; Schroeder, Friedrich-Christian, Besondere Strafvorschriften gegen Eigenmächtige und Fehlerhafte Heilbehandlung, Passau 1998, S. 17 ff. sowie Hartmann, Eigenmächtige und fehlerhafte Heilbehandlung. Betrachtungen zu §§ 229, 230 des Entwurfes eines Sechsten Strafrechtsreformgesetzes, 1999, S. 213 ff. (im Druck). Soweit sich der Arzt z.B. auf Neuland begeben muß, gelten deshalb die hierzu formulierten besonderen Aufklärungs- und Überwachungspflichten, vgl. Grahlmann, Heilbehandlung und Heilversuch. Zur strafrechtlichen Problematik von Neulandoperationen und experimentellen Heilmethoden, 1977, S. 16ff.

72 Krit. Lenckner/Winckelbauer (Fn. 24), S. 219 f.

Anmerkungen

Quelle ist in der Fn. genannt. Leichte Umformulierung. Ende einer siebenseitigen, eng am Wortlaut orientierten Übernahme aus dieser Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)


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