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Uh/156

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[1.] Uh/Fragment 156 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-10 19:21:08 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Keller Günther Kaiser 1992, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 3-20
Quelle: Keller_Günther_Kaiser_1992
Seite(n): 121f, Zeilen: Rn 2-4
Eine reproduktionsmedizinische und humangenetische Überschreitung des strafrechtlich Hinnehmbaren kommt bei einer Reagenzglasbefruchtung in zweifacher Weise in Betracht:

Zum einen lässt eine extrakorporale Befruchtung eine missbräuchliche Anwendung zu, zum anderen ist der im Reagenzglas gezeugte Embryo missbräuchlichen Zugriffen leichter ausgesetzt als ein sich im Mutterleib befindlicher Embryo. Da letztere auch zu Lasten eines auf natürliche Weise gezeugten, dann jedoch dem Eileiter oder der Gebärmutter entnommenen Embryos denkbar sind, hat das ESchG sie über §§ 1 Abs. 1 Nr. 6 und 2 Abs. 1 2. Alt. ESchG wenigstens bis zur Nidation in seinen Schutz mit einbezogen.546

Bei der Abgrenzung zwischen Missbrauch und gewolltem Gebrauch erfolgte eine Orientierung insbesondere am Leben und der Körperintegrität des Embryos, den Persönlichkeitsrechten der den Embryo austragenden Frau und der Gametenspender sowie der Menschenwürde. Die einzelnen Normen des ESchG verfolgen in erster Linie sechs Teilziele:

- Fälle einer gespaltenen Mutterschaft zu unterbinden,

- die extrakorporale Befruchtung für Fortpflanzungszwecke zu reservieren,

- die Entstehung überzähliger Embryonen zu verhindern,

- fremdnützige Experimente mit menschlichem Leben in der Retorte auszuschließen,

- einem Einstieg in die Eugenik zu wehren,

- das Recht auf Selbstbestimmung über die eigene Fortpflanzung zu gewährleisten.547


546 Keller/Günther/Kaiser: Kommentar zum Embryonenschutzgesetz, vor § 1 I Rdnr. 3

547 Keller/Günther/Kaiser: Kommentar zum Embryonenschutzgesetz, vor § 1 I Rdnr. 4

2. Die vom ESchG verfolgten Ziele

Fortpflanzungsmedizinische und humangenetische Überschreitungen des strafrechtlich Tolerablen kommen in zweifacher Weise in Betracht: Zum einen läßt die extrakorporale Befruchtung eine mißbräuchliche Anwendung zu, zum anderen sieht sich der in der Petrischale befindliche Keimling mißbräuchlichen Zugriffen ausgesetzt. Letztere sind auch denkbar zu Lasten von Embryonen, die zwar auf natürliche Weise gezeugt, jedoch dem mütterlichen Eileiter oder der Gebärmutter entnommen worden sind. Das ESchG hat sie daher zu Recht wenigstens bis zur Nidation in seinen Schutz einbezogen (§§ 1 Abs. 1 Nr. 6, 2 Abs. 1, 2. Alt. ESchG).

Die Abgrenzung von Mißbrauch und rechtem Gebrauch orientiert das ESchG an dem Gewicht der in vitro verletzten oder güter, gefährdeten Rechtsnamentlich Leben und Körperintegrität des Embryos, Persönlichkeitsrechte der den Embryo austragenden Frau und der Gametenspender, Menschenwürde.

Weil diese Rechtsgüter in Mitleidenschaft geraten, verfolgen die einzelnen Verbotsnormen des ESchG vor allem sechs Teilziele, nämlich:

- Fälle einer gespaltenen Mutterschaft zu unterbinden;

- die extrakorporale Befruchtung für Fortpflanzungszwecke zu reservieren;

- das Entstehen überzähliger Embryonen zu verhindern;

- fremdnützige Experimente mit menschlichem Leben in der Retorte auszuschließen;

- einem Einstieg in die Eugenik zu wehren;

- das Recht auf Selbstbestimmung über die eigene Fortpflanzung zu gewährleisten.

Anmerkungen

Auf die Quelle wird zweimal verwiesen. Die wörtlichen Übernahmen werden nicht gekennzeichnet. Das betrifft insbesondere die fast vollständig wörtliche Übernahme einer Zusammenfassung der wesentlichen Ziele des Embryonenschutzgesetzes.

Sichter
(SleepyHollow02)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20140310110011

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