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Uh/Fragment 024 01

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Hilgendorf 2001
Seite(n): 1149 f., Zeilen: 0
[Die Erzeugung transgener Tiere, welche die benötigten Stoffe in hinreichender Menge und Qualität produzieren können, ist allerdings nicht] einfach. Da es bei sexueller Fortpflanzung zu einer Durchmischung des Erbmaterials der beiden Elternteile kommt, ist es von Vorteil, transgene Tiere zu klonen, um die vorhandenen Eigenschaften möglichst unverändert zu erhalten und zu vervielfältigen.53 Ein weiterer Anwendungsbereich auf dem Gebiet des Klonens ist die Vermehrung von Tieren, welche nach gentechnischen Eingriffen als Ressource von Ersatzorganen für den Menschen dienen sollen. Diese Methode wird Xenotransplantation genannt und meint die Übertragung von Organen einer anderen Spezies auf den Menschen.54 Hierbei kommen als Spenderorganismen vor allem Schweine in Betracht. Ziel ist es, diese Tiere gentechnisch so zu verändern, dass ihre Organe vom menschlichen Organismus nicht abgestoßen werden. Ein geeignetes Spendertier könnte hierbei auf klonalem Weg vervielfältigt werden, um den großen und immer weiter wachsenden Bedarf an Spenderorganen zu befriedigen. Die Entwicklung der Xenotransplantation steckt allerdings noch in den Anfängen.55

b) Beim Menschen

Nicht nur bei Tieren, sondern auch beim Menschen ließe sich das Klonen viel versprechend einsetzen. Sowohl in der Forschung als auch in der angewandten Medizin ist die Produktion von (Einzel-) Zellklonen von großer Bedeutung. Hervorzuheben ist hier insbesondere die Herstellung monoklonaler Antikörper. Dazu werden bestimmte Zellen des Immunsystems, welche in der Lage sind, Antikörper zu produzieren, mit unbegrenzt teilungsfähigen Tumorzellen verschmolzen. Die hieraus resultierenden Zellen vereinen beide Eigenschaften. Um bestimmte Antikörper in ausreichender Menge herstellen zu können, wird die Zelle, die sie zu produzieren vermag, abgesondert und durch Klonierung vervielfältigt.56 Darüber hinaus könnte in der Medizin das Problem der Transplantatabstoßung verhindert werden, wenn es gelänge, Gewebe, Organe oder Körperteile eines Patienten zu klonen. Trotz einiger Fortschritte in der Xenotransplantation scheitert eine Übertragung fremder Gewebeteile oder Organe heute immer noch an der Abstoßungsreaktion des Empfängerorganismus.


53 Hilgendorf: Klonverbot und Menschenwürde. Vom Homo sapiens zum Homo xerox. S. 1147 (1149)

54 Kollek: Klonen ist Klonen - oder nicht? In: Ach/Brudermüller/Runtenberg (Hrsg.): Hello Dolly? Über das Klonen, S. 28

55 Hilgendorf: Klonverbot und Menschenwürde. Vom Homo sapiens zum Homo xerox. S. 1147 (1149)

56 Hilgendorf: Klonverbot und Menschenwürde. Vom Homo sapiens zum Homo xerox. S. 1147 (1150)

Die Erzeugung transgener Tiere, die derartige Stoffe in hinreichender Qualität und Menge bilden können, ist nicht einfach. Da es bei der sexuellen Fortpflanzung zu einer Durchmischung des Erbmaterials der Elterntiere kommt, ist es besser, das transgene Tier zu klonen, um seine Eigenschaften möglichst unverändert zu erhalten und zu vervielfältigen. Ein dritter wichtiger Einsatzbereich der Klontechnik im Tierreich ist die künstliche Vermehrung von Tieren, die als Spender von Ersatzorganen für Menschen dienen sollen. Bei der Xenotransplantation, also der Übertragung von Organen einer fremden Spezies auf den Menschen9, kommen als Spenderorganismen vor allem Schweine in Betracht. Die Tiere sollen gentechnisch so verändert werden, daß ihre Organe vom menschlichen Organismus nicht abgestoßen werden. Ein geeignetes Spendertier könnte auf klonalem Wege vervielfältigt und so der große (und immer mehr wachsende) Bedarf an Spenderorganen befriedigt werden. Die Entwicklung der Xenotransplantation steckt noch in den Anfängen.10


Die Produktion von (Einzel-)Zellklonen spielt in der Forschung, aber auch in der angewandten Medizin, eine große Rolle. Ein in Diagnostik, Therapie und Forschung gleichermaßen wichtiges Beispiel ist die Herstellung monoklonaler Antikörper; Dazu werden bestimmte Zellen des Immunsystems, die Antikörper produzieren können, mit unbegrenzt teilungsfähigen Tumorzellen verschmolzen. Die daraus entstehenden Zellen kombinieren beide Eigenschaften. Um bestimmte Antikörper in größeren Mengen produzieren zu können, wird die Zelle, die sie zu produzieren vermag, abgesondert und durch Klonierung vervielfältigt.12

Trotz mancher Fortschritte der Xenotransplantation scheitert die Übertragung fremder Gewebeteile und Organe immer noch an Abstoßungsreaktionen des Empfängerorganismus. Wenn es gelänge, eigene Körperzellen des Bedürftigen zu klonen und aus den embryonalen Stammzellen neues Gewebe oder gar Ersatzorgane zu züchten, ließe sich dem Mangel an geeigneten Spenderorganen abhelfen.


8 Zum folgenden Kollek, in: Hello Dolly? Über das Klonen. Hrsg. von Ach, Brudermüller und Runtenberg, 1998, S. 19 (27 ff.).

9 Eingehend Müller, Paslack, in: Paslack/Solte (Hrsg.), Gene, Klone und Organe. Neue Perspektiven der Biomedizin, 1999, S. 141—165.

10 Problematisch scheint insbesondere zu sein, daß Krankheiten vom Schwein auf den Menschen übertragen werden könnten.

12 Stiegler (Fn. 2) S. 14 f.

Anmerkungen

Quelle ist dreifach in den Fn. genannt.

Sichter
(SleepyHollow02)

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