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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 10-25
Quelle: Gropp 2000
Seite(n): 1, 2, Zeilen: 1: 3-28; 2: 1
So lässt ein Fall aus dem Jahr 1997 nach Gropp449 Bedenken aufkommen, ob diese Abgrenzung zwischen dem Anwendungsbereich der Tötungsdelikte und dem der Schwangerschaftsabbrüche noch zweckmäßig ist und das geltende Strafrecht im Bereich des Lebensschutzes der medizinischen und gesellschaftlichen Entwicklung weiterhin standhält: Im Juli 1997 wurde in der Städtischen Frauenklinik in Oldenburg „versehentlich“ ein Junge namens „Timm“ mit Down-Syndrom geboren. Diese Geburt war in der Tat nicht geplant. Denn was wie eine Geburt aussah, sollte ein Schwangerschaftsabbruch sein, ein so genannter Spätschwangerschaftsabbruch.

Dieser wurde in der 23. Schwangerschaftswoche nach der Empfängnis vorgenommen. Beabsichtigt war ein Abbruch in der Form der Herbeiführung einer „lebensunfähigen Frühgeburt“. Nicht gesehen wurde dabei, dass die Lebensunfähigkeit nicht mehr gegeben war und „Timm“ den Eingriff überlebte. Ungeklärt ist, wann und wie der Junge nach der Geburt versorgt wurde. Angeblich soll er einige Stunden unversorgt geblieben sein.

Spätschwangerschaftsabbrüche wie der „Fall Timm“ haben ihre Ursache in einer Änderung der Regelungen zum legalen Schwangerschaftsabbruch vom 1.10.1995. Hierdurch wurde zur Vermeidung einer Diskriminierung die embryopathische Indikation, die Schwangerschaftsabbrüche wegen einer Behinderung des zu erwartenden Kindes bis zum Ende der [22. Woche zuließ, abgeschafft.450]


449 Gropp: Der Embryo als Mensch, GA 2000, S. 1 450 Gropp: Der Embryo als Mensch, GA 2000, S. 1; Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz vom 21.8.1995, BGBl. I S. 1050

[Seite 1, Zeilen 3-28]

A. Der »Fall Timm« und die Problematik der »Spät-Schwangerschaftsabbrüche« aus med.-soz. Indikation

Im Juli 1997 wurde in der Städtischen Frauenklinik zu Oldenburg »versehentlich « ein mongoloider Junge namens »Timm« geboren. Die Geburt war in der Tat ein Versehen. Denn was wie eine Geburt aussah, sollte ein Schwangerschaftsabbruch sein, ein sog. Spätschwangerschaftsabbruch. Er erfolgte in der 23. Woche nach der Empfängnis. Beabsichtigt war ein Schwangerschaftsabbruch in Form der Herbeiführung einer »lebensunfähigen Frühgeburt«, jedoch wurde übersehen, daß die Lebensunfähigkeit nicht mehr gegeben war. Timm überlebte. Unklar ist geblieben, wann und wie er nach der Geburt versorgt wurde. Angeblich soll er »einige Stunden«2 unversorgt geblieben sein. Spätschwangerschaftsabbrüche zur Vermeidung der Geburt eines behinderten Kindes wie im »Fall Timm« haben ihre Ursache in einer Änderung der Vorschriften zum legalen Schwangerschaftsabbruch vom 1. Oktober 1995 3. Zur Vermeidung einer Diskriminierung wurde die embryopathische Indikation, die Schwangerschaftsabbrüche wegen einer Behinderung des zu

[Seite 2: Zeile 1]

erwartenden Kindes bis zum Ende der 22. Woche zuließ, abgeschafft.


2 Gießener Allgemeine Zeitung vom 22. Januar 1999, S. 25. 3 Vgl Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz (SFHÄndG) vom 21.8.1995, BGBl. I S. 1050.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. und im Text genannt. Leicht umformuliert. Daß Gedankenführung und Wortwahl ganz nah an der Quelle liegen, hätte deutlicher gemacht werden müssen.

Sichter
(SleepyHollow02), Guckar

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