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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 017 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-13 23:48:38 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Gröschl 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 5-31
Quelle: Gröschl 1997
Seite(n): 24-28, Zeilen: 24:8-21;25:1-5,16-17;26:1-3,5-9;27:4-6,15-18;28:5-7,11-13
Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpfte die historische Forschung unverändert an die Fragestellungen der zwanziger und dreißiger Jahre an. Sie sah ebenfalls keine Notwendigkeit einer Neubestimmung quellenkundlicher Grundlagen. Der wissenschaftliche Umgang mit publizistischen und filmischen Zeugnissen der Vergangenheit wurde vorrangig den Archivaren überlassen. Filmische Nachlässe zur Publizistik- und Kommunikationsgeschichte des Zweiten Weltkriegs wurden ausschließlich von Archivaren des Bundesarchivs ediert [sic] (H. Boberach, Willi A. Boelke [sic], W. Kothe).17 Ende der vierziger Jahre wurde der Film als historische Quelle wieder aufgegriffen. Der Mediävist Percy Ernst Schramm setzte sich für die Analyse des filmischen Mediums ein. Walther Hubatsch und sein Mitarbeiter Fritz Terveen begannen, sich mit dem Dokumentarfilm als historischer [sic] Quelle zu beschäftigen.18 Mitte der fünfziger Jahre lagen die Ergebnisse der Untersuchungen vor, die sich mit der sozialpsychologisch orientierten Erforschung der „öffentlichen Persönlichkeit“ befassten. Am Beispiel Hindenburgs wurde vor allem mit biographischen Wochenschauaufnahmen der Weg vom Privatmann zum Reichspräsidenten gezeigt. Dabei wurde die Zeitspanne von 1917 bis 1934 umfasst. Zusammen mit dem Institut für den Wissenschaftlichen Film in Göttingen haben die Historiker Schramm, Hubatsch, Terveen und Treue zwischen 1953 und 1961 rund fünfzig kritisch bearbeitete und editierte Filmdokumente zur deutschen Geschichte von 1895 bis 1945 veröffentlicht. Treue plädierte — wie zuvor schon Hubatsch — dafür, das filmische Medium als eine „echte Geschichtsquelle“ anzusehen. Vor diesem Hintergrund könnten durch audiovisuelle Nachlässe für die Geschichtswissenschaft völlig neue Aspekte gewonnen werden. Bodo Scheurig war 1962 der Ansicht, dass der dokumentarische Film wie auch der Tonträger mehr als ein audiovisuelles Beiwerk sei, und in bestimmten Untersuchungen sogar Hauptquelle für das historische Interesse sein [sic].

17 Vgl. Wolfgang Kothe: Über Bild- und Filmarchive, in: Der Archivar, 17. Jg. (1963), H. 3, S. 197-198.

18 Vgl. Treue: Geschichtsquelle, in: Historische Zeitschrift, 1958, S. 317f.

[S. 24, Z. 8-21 bis S. 25, Z. 1-5]

In den drei westlichen Besatzungszonen und später in der Bundesrepublik knüpfte die historische Forschung nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nahezu unverändert an die Fragestellungen der zwanziger und dreißiger Jahre an. Daher erschien es auch nicht notwendig, die quellenkundlichen Grundlagen neu zu bestimmen.20 Der wissenschaftliche Umgang mit publizistischen und filmischen Zeugnissen der Vergangenheit wurde vielmehr vorrangig den Archivaren überlassen. So ist es denn auch nicht verwunderlich, daß beispielsweise die filmischen Nachlässe zur Publizistik- und Kommunikationsgeschichte des Zweiten Weltkriegs ausschließlich von Archivaren des Bundesarchivs, wie beispielsweise Heinz Boberach, Willi A. Boelcke oder Wolfgang Kothe editiert wurden.21

Erst Ende der vierziger Jahre wurde in Westdeutschland die Frage des Films als historische Quelle wieder von einzelnen Geschichtswissenschaftlern aufgegriffen. So regten beispielsweise Percy Ernst Schramm22, Walther Hubatsch und Wilhelm Treue23 im November 1949 beim Institut für den Wissenschaftlichen Film24 in Göttingen erste gemeinsame Vorarbeiten zur Beschäftigung mit dem Dokumentarfilm als historische Quelle an.25

[S. 25, Z. 16-17 bis S. 26, Z. 1-3 u. 5-9]
Im ersten größeren Geschichtsprojekt27, das Hubatsch und sein Mitarbeiter Fritz Terveen28 in Zusammenarbeit mit dem Institut für den Wissenschaftlichen Film unternahmen, wurden Wochenschau-Dokumente über Reichspräsident Hindenburg erschlossen und quellenkritisch bearbeitet. [...] So lag denn auch das Schwergewicht des Instituts für den Wissenschaftlichen Film zunächst auf der Analyse periodisch erscheinender, audiovisueller Veröffentlichungen und der überwiegend sozialpsychologisch orientierten Erforschung der „öffentlichen Persönlichkeit“.29

[S. 27, Z. 4-6 u. 15-18]
Treue hingegen plädierte drei Jahre später — ebenso wie schon zuvor Hubatsch — dafür, das filmische Medium als eine „echte Geschichtsquelle“ anzusehen, [...] Doch das mache, seiner Ansicht nach, gerade ihren Wert für die Geschichtswissenschaft aus, denn durch audiovisuelle Nachlässe könnten völlig neue Aspekte gewonnen werden: [...]

[S. 28, Z. 5-7 u. 11-13]
Ausgehend von diesem Ansatz entwickelte Bodo Scheurig schließlich 1962 in seiner „Einführung in die Zeitgeschichte“ eine Differenzierung in der Bewertung der filmischen Quellen. [...] Auf der anderen Seite gab er jedoch zu bedenken, daß audiovisuelle Nachlässe in bestimmten Untersuchungen auch Hauptquelle für das historische Interesse sein könnten: [...]


20 [...]

21 Vgl. hierzu auch Wolfgang Kothe: Über Bild- und Filmarchive, in: Der Archivar, 3 (1963), S. 190-198.

22 [...]

23 Vgl. hierzu beispielsweise die Aufsätze von Walther Hubatsch: Probleme des geschichtswissenschaftlichen Films, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 4 (1955), S. 476—479, und Wilhelm Treue: Das Filmdokument als Geschichtsquelle, in: Historische Zeitschrift 4 (1958), S. 308—327.

24 [...]

25 [...]

27 [...]

28 [...]

29 Allein zwischen 1953 und 1961 veröffentlichte das Institut für den Wissenschaftlichen Film beispielsweise rund fünfzig kritisch bearbeitete und editierte Filmdokumente zur deutschen Geschichte von 1895 bis 1945 für Forschungs- und Hochschulzwecke.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130913234951

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