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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 033 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-09 20:34:40 Schumann
Fragment, Gesichtet, Gröschl 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 3-18
Quelle: Gröschl 1997
Seite(n): 35, 36, Zeilen: 35:2-12; 36:1-2, 12-17, 21-24
Während der Dokumentarfilm in der deutschen Geschichtswissenschaft erst seit Ende der achtziger Jahre als Quelle generelle Akzeptanz findet, haben Historiker des französischen und angloamerikanischen Sprachraums bereits historische Spielfilme zur Forschung herangezogen. Hierbei dominieren zwei Fragestellungen: einerseits die nach dem Quellenwert für die Geschichte der Zeit, in der der Film konzipiert, gedreht und gezeigt wurde; andererseits danach, inwieweit das im Film präsentierte Ereignis im Sinne der Historie objektiv und wahrheitsgemäß dargestellt ist. Im Vergleich hierzu wird dem Spielfilm als Untersuchungsgegenstand in Deutschland nur eine marginale Rolle zugestanden (Margit Szöllösi-Janze). Erst 1991 beschäftigen sich deutsche Historiker mit dem Problem filmischer Geschichtsvermittlung.12 Der in der Gegenwart seiner Entstehungszeit spielende Film liefert Informationen über den Alltag, die Mode, die Verhaltensweisen etc. eben dieser Zeit, die oft umso korrekter sind, wenn sie eher beiläufig und unbewusst gegeben werden. Ebenso lässt die Analyse der Kamera­führung, der Filmmusik, des gesprochenen Kommentars, der Montage etc. Rück­schlüsse auf das Alltagsgeschehen und dessen Bewältigung zu.

12 Vgl. Rainer Rother: Bilder schreiben Geschichte: Der Historiker im Kino, Berlin 1991.

[S. 35, 2-12]

Während der Dokumentarfilm in der deutschen Geschichtswissen­schaft erst seit Anfang der siebziger Jahre als Quelle generelle Akzeptanz findet, ziehen zahlreiche Historiker des französischen und englisch-amerikanischen Sprachraums — wo die Analyse von Dokumentarfilmen bereits seit mehreren Jahrzehnten ihren Platz in der Geschichtswissen­schaft gefunden hat — inzwischen auch historische Spielfilme zur For­schung heran. Hierbei dominieren zwei grundsätzliche Fragestellungen: einerseits die nach dem Quellenwert des Films für die Geschichte der Zeit, in der er konzipiert, gedreht und gezeigt wurde; andererseits, inwieweit das im Film präsentierte Ereignis im Sinne der Historie objektiv und richtig dargestellt ist.61

[S. 36, 1-2]
In Deutschland besitzt hingegen der Spielfilm als historischer Unter­suchungsgegenstand eine marginale Rolle.67

[S. 36, 12-17]
„So liefert etwa der nicht-historische, also in der Gegenwart seiner Entstehungszeit spielende Film Informationen über den Alltag, die Mode, Verhaltensweisen etc. der damaligen Vergangenheit. Diese Informationen sind oft um so korrekter, wenn sie eher beiläufig und sozusagen unbewußt gegeben werden.“70

[S. 36, 21-24]
„Durch die Analyse der Kameraführung, der Filmmusik, des gesprochenen Kommentars, der Montage etc. lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die Rückschlüsse auf das Handeln und Leiden des ,anonymen' Menschens erlauben. [...][“71]


61 Vgl. Bernd Hey: Geschichte im Spielfilm. Grundsätzliches und ein Beispiel: der Western, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 1 (1988), S. 17—33.

67 Vgl. Szöllösi-Janze (wie Anm. 17), S. 308 f.

70 Hey (wie Anm. 61), S. 320 f.

[71 Bucher, Die Bedeutung des Films als historische Quelle (wie Anm. 68), S. 321.]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quellen, weder Gröschl noch Hey oder Bucher werden erwähnt.

Sichter
(Sotho Tal Ker), Agrippina1

[2.] Uo/Fragment 033 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-16 20:50:15 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kanzog 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 31-40
Quelle: Kanzog 1988
Seite(n): 20-21, Zeilen: 20:27-31 - 21:1.15-24
Es ist kein Zufall, dass auch Philologen sich mit der „Rede über den Film“ beschäftigten, da der Film durch die Sprache besser „kommunizierbar“ gemacht werden kann. Die Missachtung philologischer Grundsätze in der Filmwissenschaft ist inzwischen zum Beispiel bei den sogenannten „Filmrekonstruktionen“ offenkundig. Filmkonstitutive Entscheidungen der Rekonstrukteure können in den seltensten Fällen anhand von Protokollen überprüft werden, selbst in den Programmheften sind meist nur allgemein gehaltene Äußerungen vorhanden.14

Filmanalyse verbindet die Vorstellung einer Laborsituation mit einer kognitiven Leistung. Zur Laborsituation gehört die automatische Aufzeichnung quantitativer Daten, die möglichst exakte Eingabe aller formalisier- und kodierbarer Elemente und die Herstellung eines Basisprotokolls, d.h. eines Transkripts, das die Vorstufe des eigentlichen Filmprotokolls bildet. Die Arbeitsmaximen der [Laborsituation sind das Ausschalten von Fehlern, die Objektivierbarkeit und die Standardisierung.]


14 Vgl. Klaus Kanzog: Konstruktivistische Probleme der Filmwahrnehmung und Filmprotokollierung, in: Filmanalyse interdisziplinär, hrsg. von H. Körte, W. Faulstich, 1991, S. 20-30, hier S. 20.

[Seite 20]

1

Sagt ein Germanist einem Filmemacher, daß er sich neben literarischen Texten auch mit Filmen beschäftige, dann stößt er auf Verwunderung, Skepsis, Kritik. [...] Doch die Überlegung, welche Fachdisziplin den Film für sich reklamieren kann, hat auch einen sprachlichen Aspekt, den der angemessenen ,Rede über den Film'.

[...]

3

Die Mißachtung philologischer Grundsätze in der Filmwissenschaft ist inzwischen bei den sogenannten „Filmrekonstruktionen" offenkundig. Wir sehen das neue Produkt, können aber die filmkonstitutiven Entscheidungen der Rekonstrukteure in den seltensten Fällen anhand von Protokollen überprüfen und finden selbst in den Programmheften1 meist nur allgemein gehaltene Äußerun-

[Seite 21]

gen zur Überlieferung des Films. [...]

4

[...] Aber zuletzt lief doch alles immer wieder auf das Reizwort „Filmanalyse“ hinaus, das einerseits die Vorstellung einer Laborsituation erweckt und andererseits eine kognitive Leistung erwarten läßt.

5

Zur Laborsituation gehört die automatische Aufzeichnung quantitativer Daten, die möglichst exakte Eingabe aller formalisier- und kodierbarer Elemente und die Herstellung eines Basisprotokolls für Filme, d.h. eines Transkripts, das die Vorstufe des eigentlichen Filmprotokolls bildet. Die Arbeitsmaximen in dieser Laborsituation lauten: Ausschaltung von Fehlern, Objektivierbarkeit, Standardisierung.

Anmerkungen

Der erste Satz wurde nicht als Übernahme mitgezählt. Seine Abkunft ist bei Kenntnis des Kanzogschen Artikels allerdings unverkennbar.

Die wortwörtliche Übernahme weiter Passagen nicht gekennzeichnet. Auf der nächsten Seite gibt es in FN 15 noch einen Verweis auf die Quelle.

(Kanzog wird hier anders als bei Uo in der ersten Auflage wiedergegeben.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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