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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 048 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-26 14:15:23 Hindemith
Albes 1996, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 1, 4-5, 9-18, 112-113, 118-126
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 14, 15, 16, Zeilen: 14:23-28 - 15:1-2.10-15.101-103.111-115; 16:1-8.101-103
[Für die staatliche Macht waren sie optimale Instrumente zur Beeinflussung und Kontrolle der öffentlichen] Meinung. Schon die zeitgenössische Publizistik war sich dessen bewusst. [...] Von großem Interesse ist noch heute eine schon 1919 von Friedrich Fuchs veröffentlichte Studie.86 [...] Untersuchungen, die systematisch alle zur Verfügung stehenden Quellen heranzogen, sind jedoch erst in jüngster Zeit entstanden, z.B. Dieter Basses 1991 erschienene Studie „Wolffs Telegraphisches Bureau 1849-1933“88, die Geschichte der für ein dreiviertel Jahrhundert wichtigsten deutschen Nachrichtenagentur.

Mit ähnlicher Verspätung wurde die Entwicklung der Filmpropaganda erforscht. Ihre suggestive Kraft wurde erstmals 1916 genutzt, erfuhr danach aber eine rasante Entwicklung. Mehrere frühe Darstellungen beleuchteten bereits das Phänomen89, doch erst die auf mehr Quellenmaterial basierenden Arbeiten der 80er und 90er Jahre gelangten zu verwertbaren Ergebnissen. In diesem Zusammen[hang ist besonders auf die bereits erwähnte Studie von Hans Barkhausen über „Filmpropaganda für Deutschland“ hinzuweisen.]


86 Friedrich Fuchs: Telegraphische Nachrichtenbüros. Eine Untersuchung über die Probleme des internationalen Nachrichtenwesens, Berlin 1919.

88 Dieter Basse: Wolffs Telegraphisches Bureau 1849-1933. Agenturpublizistik zwischen Politik und Wirtschaft (Kommunikation und Politik, Bd. 21), München, New York, London, Paris 1991, vgl. auch Cornelius Klee: Die Transocean GmbH, in: Telegraphenbüros und Nachrichtenagenturen in Deutschland. Untersuchungen zu ihrer Geschichte bis 1949, hrsg. von J. Wilke (Kommunikation und Politik, Bd. 24), München, New York, London, Paris 1991, S. 135-211.

89 Z. B. Gertraude Bub: Der deutsche Film im Weltkrieg und sein publizistischer Einsatz (Diss. phil.), Berlin 1938; Fritz Terveen: Die Anfänge der deutschen Film-Kriegsberichterstattung in den Jahren 1914-1916, in: Film und Gesellschaft in Deutschland. Dokumente und Materialien, hrsg. von W. von Bredow, R. Zurek, Hamburg 1975, S. 88-101; Oskar Messter: Der Film als politisches Werbemittel (1916), eine 17-seitige Abschrift befindet sich im Nachlass Oskar Messter, Bundesarchiv Koblenz, NL 275, Akte 525; Der Propagandafilm und seine Bedingungen, Ziele und Wege. Erfahrungen, Grundsätze und Vorschläge, dargestellt vom Bild- und Filmamt, Oktober 1917 in: BArch, R 901/951, Bl. 167-180.

[Seite 14]

[...] und stellten daher für die staatliche Macht die am besten geeigneten Kontrollinstrumente für die Beeinflussung der öffentlichen Meinung dar. Schon die zeitgenössische Publizistik war sich dessen partiell bewußt und ging - wenngleich in eher oberflächlicher Weise - des öfteren auf das Wirken der Nachrichtenagenturen ein, wobei insbesondere eine 1919 veröffentlichte Studie auch heute noch von größerem Interesse ist: Friedrich Fuchs’ „Untersuchung über die Probleme

[Seite 15]

des internationalen Nachrichtenwesens“ zeichnet sich durch das Eingehen auf zahlreiche wichtige Details und einen sachlich-nüchternen Stil aus.23 [...] Erstaunlich mutet gleichwohl an, daß Untersuchungen, die systematisch die zur Verfügung stehenden Quellen heranziehen, ebenfalls erst in jüngster Zeit entstanden sind. Grundlegend für die Geschichte der während eines dreiviertel Jahrhunderts wichtigsten deutschen Nachrichtenagentur ist hier Dieter Basses 1991 erschienene Studie „Wolffs Telegraphisches Bureau 1849-1933“.26 Im selben Jahr veröffentlichte Cornelius Klee einen Beitrag über die Transocean GmbH, ein Berliner Telegraphenbüro, das für die in Spanien ansässigen deutschen Propagandisten des Ersten Weltkrieges insofern von besonderem Interesse war, als es täglich Pressenachrichten über das Kaiserreich auch in dieses südwesteuropäische Königreich funkte.27 [...]

[Seite 16]

Ähnlich spät wie die Geschichte des Nachrichtenwesens wurde die Entwicklung der Filmpropaganda erforscht, deren suggestive Kraft größere deutsche Kreise zwar erst 1916 entdeckten, die aber dann eine rasante Entwicklung erfuhr: Wohl warfen mehrere frühe Darstellungen bereits einiges Licht auf dieses Phänomen29, doch gelangten erst die auf wesentlich mehr Quellenmaterial basierenden Arbeiten der achtziger und neunziger Jahre zu profunderen Ergebnissen. Insbesondere Hans Barkhausens 1982 erschienene Studie „Filmpropaganda für Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg“ ist in diesem Zammenhang [sic] zu nennen.30


23 Friedrich Fuchs, Telegraphische Nachrichtenbüros. Eine Untersuchung über die Probleme des internationalen Nachrichtenwesens, Berlin 1919. Weitere frühe Literatur bei Gemeinhardt, S. 35 f, Anm. 71 u. 73.

26 Dieter Basse, Wolffs Telegraphisches Bureau 1849-1933. Agenturpublizistik zwischen Politik und Wirtschaft (Kommunikation und Politik, Bd. 21), München/New York/London/Paris 1991.

27 Cornelius Klee, Die Transocean GmbH, in: J. Wilke (Hg.), Telegraphenbüros und Nachrichtenagenturen in Deutschland. Untersuchungen zu ihrer Geschichte bis 1949 (Kommunikation und Politik, Bd. 24), München/New York/London/Paris 1991, S. 135-211. Im selben Sammelband auch aufschlußreich: Christine Wunderlich, Telegraphische Nachrichtenbüros in Deutschland bis zum Ersten Weltkrieg, in: ebd., S. 23-85.

29 Z. B. Gertraude Bub, Der deutsche Film im Weltkrieg und sein publizistischer Einsatz, phil. Diss., Berlin 1938; Fritz Terveen, Die Anfänge der deutschen Film-Kriegsberichterstattung in den Jahren 1914-1916, in: Wehrwissenschaftliche Rundschau, 1956, 6. Jg., H. 6, S. 318-329; Wagner, Das Bild- und Film-Amt und seine Aufgaben, hg. v. Kriegspresseamt. Als Manuskript gedruckt!, Berlin 1927.

30 Hans Barkhausen, Filmpropaganda für Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Hildesheim/Zürich/New York 1982. Außerdem: Klaus Kreimeier, Die Ufa-Story. Geschichte eines Filmkonzerns, München/Wien 1992. Zur englischen Filmpropaganda vgl. Nicholas Reeves, Official British Film Propaganda during the First World War, London/Sydney/Wolfeboro (New Hampshire) 1986.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130626142843

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