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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 059 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 17:55:44 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jutz und Schlemmer 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-15, 103-104
Quelle: Jutz und Schlemmer 1989
Seite(n): 64, 66, Zeilen: 64:22-26.32-39; 66:11-20
Beide tauchten Mitte des 15. Jahrhunderts gleichzeitig auf und wurden überwiegend, wenn auch niemals ausschließlich, im Dienste illusionistischer Bestrebungen gebraucht. Ebenso verschwanden sie gleichzeitig zum Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss antimimetischer Impulse der modernen Kunst.10 Sie erhalten sich allerdings im Film. Ein rechteckiger Rahmen von ausgewogenen Dimensionen scheint dem im Filmbild wirksamen perspektivischen Code am angemessensten zu sein. Es ist kein Zufall, dass das rechteckige Filmformat dominierte und auch von der Fernsehindustrie übernommen wurde. Bis heute beeinflusst es alle Filmkompositionen.11 Neben den widersprüchlichen Tendenzen von perspektivischer und teleskopischer Repräsentation bzw. Wahrnehmung vereinigt der Film auch das Fragmentarische mit dem Ganzen. Das Fragmentarische, als prinzipiell antimimetisches Element, wird durch den Film wie kaum durch eine andere Kunst dargestellt. Eine zentrale Aufgabe der Filmgeschichtsschreibung ist die Vermittlung zwischen Struktur und Ereignis. Strukturen, die über längere Zeiträume Bestand haben, sollen sichtbar werden.12

10 Ergänzend zu diesem Thema: Bernd Busch: Belichtete Welt. Eine Wahrnehmungsgeschichte der Fotografie, Frankfurt/M. 1995.

11 Abnorme Formen, wie Eisensteins Idee einer quadratischen Leinwand, konnten sich niemals durchsetzen.

12 Vgl. Jutz/Schlemmer: Filmgeschichtsschreibung, 1989, S. 66.

[Seite 64]

Dafür sprechen ihr gleichzeitiges Auftauchen Mitte des 15. Jahrhunderts, ihr, wenn auch niemals ausschließlicher, so doch überwiegender Gebrauch im Dienste illusionistischer Bestrebungen sowie ihr gleichzeitiger Abbau unter dem Einfluß antimimetischer Impulse der modernen Kunst seit dem endenden 19. Jahrhundert. [...]

Dem perspektivischen Code, welcher im Filmbild wirksam ist, scheint ein rechteckiger Rahmen von ausgewogenen Dimensionen am angemessensten zu sein. Es ist bestimmt kein Zufall, daß in der Filmgeschichte, zumindest bis in die fünfziger Jahre, ein rechteckiges Filmformat dominierte und daß dieses dann von der Fernsehindustrie übernommen wurde, was bis heute die Filmkomposition beeinflußt.Von der Norm abweichende Formen, wie z.B. Eisensteins Idee einer quadratischen Leinwand, konnten sich hingegen niemals durchsetzen.

[Seite 66]

Im Film finden sich nicht nur die widersprüchlichen Tendenzen von perspektivischer und teleskopischer Repräsentation bzw. Wahrnehmung vereinigt, sondern auch die des Fragmentarischen und des Ganzen, insofern der Film einerseits einen Höhepunkt illusionistischer Beschreibungen markiert, andererseits aber auch das Fragmentarische, ein prinzipiell anti-mimetisches Element, wie kaum eine andere Kunst transportiert. Die Historizität solcher Strukturen langer Dauer sichtbar zu machen, stellt, wie wir meinen, eine zentrale Aufgabe künftiger Filmgeschichtsschreibung dar, wobei allerdings in einem zweiten Schritt zwischen Struktur und Ereignis vermittelt werden muß.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 059 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-12 20:44:58 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Müller 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 16-31
Quelle: Müller 1996
Seite(n): 295, Zeilen: 12-33
Der Wunsch, die Wirklichkeit in Bewegung abzubilden, ist sehr alt. Auf vielfältige Art ist eine Umsetzung versucht worden. Der Film, der diesen Wunsch Realität werden ließ, ist jedoch ein spezifisches Produkt des Industriezeitalters. Ohne spezielle Technik konnten sich die Bilder nicht bewegen. Der Anfangspunkt der Filmgeschichte wurde durch eine Konvention der internationalen Geschichtsschreibung auf das Jahr 1895 festgelegt. Bereits vor 1895 waren jedoch Filme gedreht worden, und die Projektion gezeichneter Filme gab es noch viel früher.13 Die Filmgeschichtsschreibung hat an ihren Beginn die Bewegbild-Projektion gestellt. Die Basis hierfür war der photographische Rollfilm, die damals einzige und optimale technische Umsetzung über eine chemische Trägersubstanz. Doch nicht allein die Möglichkeit der Filmaufnahme und der Projektion macht den Film aus, sondern der Film muss sich darüber hinaus an ein Publikum wenden. Das Jahr 1895 steht auch deshalb am Beginn der Filmgeschichte, weil in diesem Jahre die erste Filmvorführung vor Publikum erfolgte. Mit diesem Datum endet jedoch die Übereinstimmung der internationalen Filmgeschichtsschreibung.14

13 Vgl. Birett: Lichtspiele, 1994, S. 13 f.

14 Vgl. Corinna Müller: Anfänge der Filmgeschichte: Produktion, Foren und Rezeption, in: Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films in Literatur und Kunst, hrsg. von H. Segeberg (Mediengeschichte des Films Bd. 1), München 1996, S. 295-324, hier S. 295.

Der Wunsch nach abbildbarer Wirklichkeit in Bewegung mag zwar sehr alt und seine Umsetzung auf viele Art versucht worden sein, doch der Film, der ihn Realität werden ließ, ist ein spezifisches historisches Produkt des Zeitalters der Hochindustrialisierung. Der Film erforderte eine spezielle Technik, ohne die sich die Bilder nicht bewegen würden und die erst in diesem Zeitraum entwickelt wurde, und deshalb hat die Filmgeschichte einen bestimmten Anfangspunkt. Die Feststellung dieses Anfangspunktes kam durch eine Konvention der internationalen Filmgeschichtsschreibung zustande, denn es hätten vor allem unter technischen Gesichtspunkten auch andere Jahre in Frage kommen können. So wurden zum Beispiel schon vor 1895 Filme gedreht, und die Projektion von gezeichneten Filmen gab es gleichfalls schon vor diesem Jahr.2 An den Beginn der Filmgeschichte hat die Filmgeschichtsschreibung die Bewegtbild-Projektion auf der Basis des photographischen Rollfilms gesetzt, ihrer damals einzigen und optimalen technischen Umsetzung mit einer chemischen Trägersubstanz. Doch nicht allein die Entwicklung und die Möglichkeit der Filmaufnahme und -projektion machen den Film aus, sondern zum Film gehört auch ein Publikum. Deshalb steht das Jahr 1895 am Beginn der Filmgeschichte, weil in diesem Jahr die ersten Filmvorführungen vor Publikum stattfanden.

Mit dieser Feststellung endet allerdings die Übereinstimmung in der internationalen Filmgeschichtsschreibung, und die Divergenzen beginnen.


2 Vgl. Herbert Birett: Lichtspiele. Der Kino in Deutschland bis 1914. München 1994, S. 13 f.

Anmerkungen

Inhaltlich übereinstimmend - Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet/ungenannt.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Uo/Fragment 059 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-07 17:44:49 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Segeberg 1996, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 32-35
Quelle: Segeberg 1996
Seite(n): 337, Zeilen: 13-19
Auch wenn der heutige Betrachter sich nicht in die Wahrnehmungssituation der ersten Filmzuschauer zurückversetzen kann, so kann er sich doch den grundlegenden Wahrnehmungswandel vor Augen führen. Hierzu setzt er die heute alltägliche Technik eines Videorecorders oder Computers zum Zwecke einer aktuali[sierenden Verfremdung ein.] Auch wenn sich nun der heutige Betrachter nicht wirklich in die Wahrnehmungssituation der ersten Film-Zuschauer zurückversetzen kann, so kann er doch versuchen, sich den grundlegenden Wahrnehmungswandel dadurch vor Augen zu führen, daß er die heute alltäglichen Techniken eines Videorecorders zum Zwecke einer aktualisierenden Verfremdung einsetzt, die die spezifisch historischen Effekte auf ihre Art nachstellt.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20130917175711

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