Fandom

VroniPlag Wiki

Uo/079

< Uo

31.358Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-18 21:46:26 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schlüpmann 1990, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1-15, 101
Quelle: Schlüpmann 1990
Seite(n): 224, 225, 227, Zeilen: 224:49-51 - 225:1-2.41-51; 227:1-3.16-22.25-27
[Eine grundlegende Gefahr sah man in der „Trübung des Wirklichkeitssinnes“102, in der Erweckung phantastischer, durch]aus nicht unbedenklicher Vorstellungen. Es gab offensichtlich eine Lust am Ordnungswidrigen, eine Abenteuerlust, die zur Vagabondage anregte, eine Freude an sexueller Libertinage sowie nicht zuletzt auch eine Sympathie mit dem Dieb. Gefährlich war dieses nicht nur aus Gründen der Moral, sondern auch weil eine Bedrohung der gesellschaftlichen Ordnung entstand. Hellwig sah die primäre Gefahr in der „Sozialrevolutionären Überreizung der Phantasie“103. Da er die kapitalistische Entwicklung der Kinematographenindustrie sowie die kassenträchtige Produktion der Kinodramen nicht hemmen wollte, setzte er auf die ordnungserhaltende Wirkung der Zensur. Er rückte damit dem Begriff des ästhetischen Potentials der Kinodramen näher als die Volkserzieher, die hofften, das ganze „Genre“ wieder abschaffen zu können. Somit entstand die ästhetische Urteilskraft nicht im Freiraum der Musterbühnen, sondern in direkter Abhängigkeit von der kapitalistischen Industrie. Noch vor dem Ersten Weltkrieg begannen die Kinoreformer, das Kinodrama anzuerkennen und Überlegungen zu seiner ästhetischen Definition anzustellen.

102 Hellwig: Schundfilms, 1911, S. 41.

103 Ebd., S. 43.

[Seite 224]

Als erste und allgemeinste schädliche Wirkung der Schundfilme möchte ich anführen, daß durch sie bei zahlreichen Personen, namentlich natürlich bei Jugendlichen, aber auch bei disponierten Erwachsenen eine verderbliche

[Seite 225]

Trübung des Wirklichkeitssinnes, eine Erweckung phantastischer Vorstellungen, stattfindet, welche durchaus nicht unbedenklich ist[...]177

[...]

[...] Aus der ’Trübung’ resultiert die Lust am Ordnungswidrigen aller Art, sei es die Abenteuerlust, die zur Vagabondage anregt, die Freude an sexueller Libertinage, die Sympathie mit dem Dieb. Alle diese Lüste gelten dem Juristen jedoch nicht allein aus Gründen der Moral für gefährlich, sondern weil sie zu einer Bedrohung der herrschenden gesellschaftlichen Ordnung werden.

Hellwig stellt ausdrücklich fest, daß die Hauptfrage der Wirkung nicht ist, ob die Filme unmittelbar zur Ausführung von Verbrechen anreizen, sondern daß die primäre Gefahr in der “Sozialrevolutionären Überreizung der Phantasie”181 liegt. So kommt der Jurist, der die kapitalistische Entwicklung der Kinematographenindustrie schützen will, und daher die kassen-

[Seite 227]

trächtige Produktion der Kinodramen nicht zu stoppen gedenkt, unter allen Reformern dem Begriff des ästhetischen Potentials der Kinodramen am nächsten: [...]

[...]

[...] Aber der Jurist postulierte schon die Produktion einer ordnungserhaltenden Wirkung der Kinodramen, als die Volkserzieher noch hofften, das ganze ’Genre’ wieder abzuschaffen. Mit der Macht des Staats und des Kapitals im Rücken konnte er letztlich die Prämissen fixieren, unter denen der Einsatz ästhetischer Urteilskraft dann stattfand: nicht im Freiraum von Musterbühnen sondern in Abhängigkeit von kapitalistischer Industrie.

[...]

Die Kinoreformer gingen noch vor dem Ersten Weltkrieg schließlich dazu über, das Kinodrama anzuerkennen und Überlegungen zu seiner ästhetischen Definition anzustellen.


177 A. Hellwig, Schundfilms, a.a.O., S. 41.

181 “Worauf es uns an dieser Stelle lediglich ankommt, das ist, zu konstatieren, daß durch den häufigen Anblick der Schundfilms, und zwar nicht nur der kriminellen, wenn auch bei diesen ganz besonders, eine sozialgefährliche Überreizung der Phantasie eintritt [...]”, A. Hellwig, Schundfilms, a.a.O., S. 43.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 079 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-16 08:39:47 Hindemith
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Toeplitz 1995, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 19-38
Quelle: Toeplitz 1995
Seite(n): 17, 18, Zeilen: 17:4-12.14-20; 18:15-17.19-23
Das letzte Jahr des alten Europas des 19. Jahrhunderts war das Jahr 1913. Es gab nur drei Republiken: die Schweiz, Frankreich und Portugal (seit 1910). Alle anderen Länder waren verfassungsmäßige Monarchien, mit zwei Ausnahmen: die deutschen Fürstentümer Mecklenburg Strelitz und Mecklenburg Schwerin wurden von absoluten Herrschern regiert. Das deutsche Reich hatte 1913 vier Königreiche, elf Herzogtümer und sieben Fürstentümer. Die wichtigsten Personen in Europa, die wahren Prominenten waren Hunderte von Monarchen, Kaiser, Könige und Herzöge. Sie waren die Lieblingsstars im Film und wurden von Millionen Kinogängern in den Wochenschauen gesehen. Im Pathé Journal 265 (4. April 1913) konnte man in vier getrennten Berichten den König von Bayern sehen, den König von Sachsen, den Kaiser von Österreich- Ungarn und das englische Königspaar. In St. Petersburg befahl die Polizei, die Filmbilder der Zarenfamilie getrennt von der gewöhnlichen Wochenschau zu zeigen. Begleitmusik war nicht erlaubt.104

Die aktuelle Situation des Kino in den drei Kaiserreichen Österreich-Ungarn, Deutschland und Russland wurde durch die Tatsache beeinflusst, dass sich das neue Medium Film als Industrie entwickeln konnte. Hinzu kam die Freiheit der Filmverteilung und der wirklich internationale Charakter aller Märkte ohne Quoten und schützende Zollbarrieren. Hierbei nahm Frankreich eine vorrangige Position ein. Die drei führenden französischen Gesellschaften, Pathé Frères, [Gaumont und Éclair, besaßen in den drei Reichen lokale Büros.]


104 Vgl. Jerzy Toeplitz: The Cinema in Eastern and Central Europe Before the Guns of August, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, Amsterdam 1995, S. 17-27, hier S. 17.

[Seite 17]

Nineteen hundred thirteen. The last year of the old Europe, the Europe of the 19th century. If one looks at the map of this continent, only three countries were republics: the eternal Switzerland, France (after the fall of the second Empire) and Portugal (since 1910). All other countries were monarchies, constitutional monarchies to be precise, with two exceptions: two German principalities (Mecklenburg Strelitz and Mecklenburg Schwerin) were governed by absolute rulers. The German empire had four kingdoms, eleven duchies and seven principalities in 1913.

Hundreds of monarchs, emperors, kings and dukes were the most important persons in Europe, the true VIPs. [...] They were the favourite stars in film, seen in newsreels by millions of cinema-goers. In PATHÉ JOURNAL 265 (4 April 1913) one could see in four separate reports the King of Bavaria, the King of Saxony, the Emperor of Austria-Hungary and the English royal couple. In St. Petersburg the police ordered that film images of the tsarist family had to be screened separately from the ordinary newsreel, with curtains raised at the beginning and falling at the end, while no accompanying music was allowed.

[Seite 18]

What about the actual situation of the cinema in Central and Eastern Europe or, to be more precise, in the three empires Austria-Hungary, Germany and Russia? The first characteristic is the development of the new medium as an industry: [...] The second trait is the freedom of the distribution of films, and the truly international character of all markets: no quotas and protective custom barriers existed. This slightly idyllic picture is not complete without a third trait, the powerful position of France. The three leading French companies, Pathé Frères, Gaumont and Eclair, had local offices in the three empires.

Anmerkungen

Die Quelle wird in einer Fußnote angegeben (auf der nächsten Seite folgt dann eine weitere Quellenangabe), Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut fast einszueins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130918214731

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki