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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 082 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-16 11:53:16 Hindemith
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Toeplitz 1995, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 1-37, 101-103
Quelle: Toeplitz 1995
Seite(n): 21-22, Zeilen: 21:7-10.11-27.33-37 - 22:1-9.10-13
[Unter den Filmregisseuren sind hier zwei zukünftige Meister des Weltkinos zu erwähnen, Mihaly] Kertesz oder Michael Curtiz, wie er sich in den USA nannte, der sein Handwerk bei Nordisk Film erlernte, und Sandor Korda, der später in Großbritannien zu Sir Alexander Korda wurde. Korda war auch Journalist und Chefredakteur der seriösen Filmzeitschrift Pesti Mozi, die sich mit der speziellen Qualität der neuen Kinokunst beschäftigte. Er war einer der ersten, der 1908 schrieb, dass der Filmregisseur ein kreativer Künstler sei.115 Beide, Kertesz und Korda, verließen Ungarn 1919 nach dem Sturz der kurzlebigen Arbeiterrepublik. Die einzige offizielle Unterstützung für ein nationales Kino stammte vom Budapester Bürgermeister Dezsö Boda. Schon 1913 appellierte er offiziell an die Kinobesitzer, mehr ungarische Bilder zu zeigen.116 Gewöhnlich ignorierten Regierungsstellen und städtische Körperschaften die Filmindustrie völlig. Sie sahen das Kino nur als eine Steuereinnahmequelle, um einen Profitanteil für ihre eigenen Budgets zu bekommen.

Es gab drei Städte in Österreich-Ungarn, die Filme produzierten: Prag in Böhmen und Krakau und Lwow in Galicien. In Prag begann 1908 die reguläre Produktion von Spielfilmen, nachdem zwei Gesellschaften registriert waren: Kinofa des Fotografen Anton Pech und Illusion von Alois Janovits, einem Kinobesitzer. Sie vereinigten sich 1912 mit einer dritten Firma, Asum, die in Besitz der Schauspielerin Andula Sedlackova und ihres Ehemannes, des Architekten Max Urban war. Lwow und Krakau waren echte Refugien für polnische Patrioten. Hier konnten sie sprechen, schreiben und - viel wichtiger - unter Bedingungen agieren, die in den beiden anderen Teilen Polens undenkbar waren, da sie sich unter russischer und deutscher Besetzung befanden. Theater, Literatur und Malerei standen in voller Blüte. Unter den traditionellen Künsten fand das Kino keinen Platz, da es erst im Entstehen war und die notwendigen Mittel zur Entwicklung fehlten. Der junge polnische Schauspieler Wiktor Bieganski versuchte, einige Dokumentarberichte in Krakau herzustellen, aber sie erreichten nie die Leinwände der etwas über achtzig Kinos in Galizien.117 In Lwow waren die Produzenten erfolgreicher. Hier wurde das populäre Spiel von Wladyslaw Anczyc, „Kosciuszko bei der Schlacht von Raclawice“, für das Kino bearbeitet. Es zeigte eine Episode des Aufstands gegen Russland im Jahre 1794. Die Leopolia Filmfirma produzierte den Film 1913; sie mobilisierte für die Teilnahme an den Kampfszenen eine große Anzahl von Menschen mit militärischer Ausrüstung. Der Film war schlecht fotografiert und interpretiert. Trotzdem wurde er kräftig verliehen und die patriotischen und nicht sehr kritischen Zuschauer genossen das cineastische Spektakel. Der Kriegsausbruch brachte das Ende der Galizischen Filmproduktion.118



115 Istvan Nemeskurty: Word and Image: History of the Hungarian Cinema, Budapest 1968, S. 31.

116 Der Kinematograph, 31. Dezember 1913.

117 Vgl. Toeplitz: Before the Guns of August, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 21.

118 Vgl. ebd., S. 22.

[Seite 21]

Among the film directors one should mention here two future masters of world cinema, Mihaly Kertesz, or Michael Curtiz as he called himself in the USA, who learned his craft at Nordisk Film, and Sandor Korda, or Sir Alexander Korda later in Great Britain. [...] Korda was also active as a journalist, chief editor of a serious film magazine, Pesti Mozi, that dealt with the specific quality of the new art of cinema. He was one of the first to write in 1908 that the film director is a creative artist.8 Both Kertesz and Korda left Hungary after the fall of the short-lived Workers’ Republic in 1919.

It is worth mentioning that the mayor of Budapest, Dezso Boda, officially appealed to cinema owners in 1913 to show more Hungarian pictures.9 To our knowledge it was the only sign of official support for a national cinema at the time. Generally, governmental and municipal bodies disregarded the film industry totally or, to put it better, they saw cinema only as a source of tax revenues, taking a share in the profits for their own budgets.

There were two other places in Austria-Hungary where films were made: in Bohemia and in two towns in Galicia, Krakow and Lwow. In Prague the regular production of fiction films started in 1908 when two companies were registered: Kinofa of photographer Anton Pech, and Illusion of Alois Janovits, a cinema owner. They were joined by a third firm in 1912, Asum, owned by the actress Andula Sedlackova and her husband, the architect Max Urban. [...]

[...] The capital of Galicia, Lwow, and the ancient capital of independent Poland, Krakow, were the real havens for Polish patriots. Here they could speak, write and - more importantly - act under conditions unthinkable in the two other parts of Poland, which were under Russian and German occupation. Theater, literature and painting blossomed.

[Seite 22]

Unfortunately, the cinema did not find its place among the traditional arts. It was still too young and too primitive, lacking the necessary means to develop. The young Polish actor Wiktor Bieganski tried to shoot some feature films in Krakow, but they never reached the screens of the eighty-odd cinemas in Galicia. In Lwow the producers were more successful. Here the popular play of Wladyslaw Anczyc, ‘Koścłuszko at the Battle of Raclawice’, was adapted for cinema, showing an episode of the insurrection against Russia in 1794. The company Leopolia Film produced the film in 1913, mobilizing quite a number of people and military equipment to participate in the fighting scenes, [...] The film was badly photographed and equally badly interpreted. Nevertheless, it was vividly distributed, and the patriotic and not very critical spectators enjoyed the cinematographic spectacle. The outbreak of the War put an end to Galician film production.


8 Istvan Nemeskurty, Word and Image: History of the Hungarian Cinema, Budapest, 1968, p. 31.

9 Der Kinematograph, 31 December 1913.

Anmerkungen

Die Quelle wird in zwei vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage (inkl. Quellenangaben) im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Übersetzungsfehler: "Sie vereinigten sich 1912 mit einer dritten Firma" für "They were joined by a third firm in 1912". Im Original wird übrigens in den unmittelbar folgenden beiden Sätzen - die von der Verfasserin ausgelassen wurden - ersichtlich, dass nach 1912 weiterhin drei Firmen existierten und Asum die produktivste unter diesen war.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130616115348

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