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Uo/096

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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 096 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 19:15:29 Hindemith
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 1-34 (komplett), 103-104, 107-110
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 30-31-32, Zeilen: 30:25-28 - 31:1-10.14-19.25-33.35-36 - 32:1-3.5-7.9-11
[Sie gaben sich mit Aufnahmen zufrieden, die ,die menschliche Seite des Krieges', Truppenbewegungen und Krankenhaussze]nen zeigten, wodurch Enttäuschung in der Heimat ausgelöst wurde. Während der Balkankriege bemerkte Bioscope, dass „die Weise, in der die bulgarischen Truppen ihre Toilette verrichteten, zweifellos ein eigenartiges Interesse hat, aber kaum ein historisches Ereignis in der Balkankrise darstellt!“176

Die ablehnende Haltung der Behörden der verschiedenen Länder machte die Herstellung von Kriegsfilmen ebenfalls schwierig. Während des Burenkrieges schrieb Hauptpressezensor Lord Stanley in einem Bericht: „es ist eine Frage in jedem zukünftigen Krieg, ob oder ob nicht die Armee von Photographen und von kinematographischen Vertretern gefolgt werden soll“. Ein Offizier stellte fest: „Biographen sollten ausgeschlossen werden“.177 Grund dieser Haltung war, dass amtliche britische Stellen das neue Medium Film als vulgär beurteilten. Die anhaltenden Zweifel der britischen Regierung über die Kriegsfilmherstellung führten dazu, dass ein Antrag der Warwick Trading Company zur Herstellung eines amtlichen Filmes vom türkisch-italienischen Krieg 1911 abgelehnt wurde.178 Im folgenden Jahr beantragten Pathé und Gaumont eine Presseakkreditierung für das Filmen der Balkankriege. Obwohl das Auswärtige Amt sich für alle Pressekorrespondenten verbürgte, wurden Pathé und Gaumont als unpassend abgelehnt. Andere Regierungen waren direkter in ihrer Opposition gegenüber der Kriegsberichterstattung und des Kriegsfilmes. Es gab sehr harte Zensur während der Balkankriege. Ein Assistent von Pathé, M. Laventure, der sich zufällig in die bulgarischen Linien verirrte, wurde sofort festgenommen. Die türkische Seite war weniger rigoros, aber sie stoppten einige Kameramänner beim Filmen, einschließlich Sir Bryan Leighton und Kenneth Gordon. 1913 schlossen die Balkanregierungen fast die ganze Presse aus, und die einzigen Operateure, die den Krieg in dieser Periode aufnehmen konnten, waren diejenigen, die eine amtliche Zustimmung hatten (wie Robert Schwobthaler bei den Griechen und der bulgarische Kameramann Alexander Jekov).179

Aufgrund der Schwierigkeiten, einen Krieg zu filmen, besannen sich die Filmfirmen auf eine weitere bereits erwähnte Strategie: die Verwendung von Fälschungen. Der erste gefilmte Krieg, der Griechisch-Türkische- Krieg von 1897, war der erste, der von Georges Méliés gefälscht wurde.180 Der am weitestgehend gefälschte Krieg dieser Periode war der Burenkonflikt. Fälschungen wurden auch in Holland, Irland und Großbritannien hergestellt. Sie waren nicht immer überzeugend, wie zum Beispiel im realistischen Nahkampf zwischen [Buren und Briten gelegentlich Zuschauer an den Bildrändern erschienen.181]


176 Bioscope, 5. December 1912, S. 715, abgedruckt bei Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 31 (übersetzt v. d. Verf.). Teleobjektive halfen eine ,Aktionszene' einzufangen, besonders wurden sie von Pathe in den Balkankriegen benutzt.

177 Vgl. Bottomore, ebd., S. 31.

178 Vgl. ebd.

179 Vgl. Stephen Bottomore: In time of War, in: Sight & Sound, 3. Jg. (1993), (Sept.), S. 30-33.

180 Zufällig wurde eine der Méliés-Fälschungen dieses Krieges in der Will Day Sammlung, im Centre Nationale de Cinématographic wiederentdeckt.

[181 Vgl. Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 32.]

[Seite 30]

[...] most early cameramen couldn’t get near enough to film any fighting, and so satisfied themselves with recording ‘the human side of the war’, showing troop movements, hospital scenes, and so on. As a result there was some disappointment in the war films when they were screened back home. During the Balkan Wars, Bioscope noted that ‘the manner in

[Seite 31]

which the Bulgarian troops conducted their toilet has certainly a quaint interest, but it scarcely constitutes an historic event in the Balkan crisis!’9

Another important change in this period which made war filming more difficult was the unsympathetic attitude of the authorities of various countries. During the Boer War the chief press censor, Lord Stanley, wrote one report saying, ‘It will be a question in any future war whether or no the Army is to be followed by photographers and cinematograph agents.’ Another officer stated more emphatically, 'Biograph workers should be excluded’.

One reason for this attitude was that British officialdom considered the new film medium somewhat vulgar. [...]

Documents in the Public Record Office in London show the British government’s continuing doubts about war filming. A proposal by the Warwick Trading Company to make an official film of the Turco-Italian War in 1911 was turned down flat. The following year Pathé and Gaumont applied for press accreditation for filming the Balkan Wars, but, even though the Foreign Office vouched for all press correspondents, both Pathé and Gaumont were refused as unsuitable. [...]

Other governments were more direct in opposing war reporting and filming. There was very heavy censorship during the Balkan Wars. A Pathé operator, M. Laventure, who accidently strayed into the Bulgarian lines was promptly arrested. The Turkish side were less rigorous, but still stopped several cameramen in the act of filming, including Sir Bryan Leighton and Kenneth Gordon. By 1913 the Balkan governments were excluding almost all of the press, and the only operators who succeeded in recording the war in this period appear to have been those who had some degree of official approval (like Robert Schwobthaler with the Greeks and the Bulgarian cameraman Alexander Jekov).11

Fakes

Faced with all the difficulties of filming warfare in this period, one major strategy employed by the film companies was faking. The first war to be filmed, the Greco-Turkish

[Seite 32]

(1897), was also the first to be faked - by Georges Méliès (incidentally, one of the Méliès fakes of this war has been rediscovered in the Will Day Collection, at the Centre Nationale de Cinématographie). [...]

The most extensively faked war in this period was the Boer Conflict. Fakes were made in France, America, Holland, Ireland and Britain. Such Boer fakes were not always very convincing. A trade journal was asked how real war films could be distinguished from fakes and described one of the latter:

There is a hand-to-hand encounter between Boers and British, all realistic in its way, but the effect is somewhat spoilt by reason of the fringe of an audience appearing on the picture occasionally.


9 Bioscope, 5 December 1912, p. 715. Telephoto lenses were to be of some help in capturing action on film, especially as used by Pathe in the Balkan Wars.

11 See my article: 'In time of War’, Sight and Sound, September 1993, pp. 30-33.

Anmerkungen

Die Quelle wird in vier Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut fast eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar. Selbst einige der Fußnoten entstammen Bottomore (1995).

Setzt Uo/Fragment_095_11 nahtlos fort.

Einige Übersetzungen sind etwas befremdlich: "Ein Assistent von Pathé" = "A Pathe operator" "die einzigen Operateure" = "the only operators"

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130817191958

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