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Uo/102

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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 102 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-09 17:00:48 Hindemith
Albes 1996, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-10, 105-110, 114-120
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 120-121, Zeilen: 120:29-32 - 121:1-7
[Die Zensur wurde so] restriktiv ausgeübt, wie sie bis dahin im Wilhelminischen Reich noch nie angewandt worden war.16 Da jedoch militärische Befehlshaber in den einzelnen Gebieten die Zensur übernommen hatten17, wurde die Presseaufsicht in ganz unterschiedlicher Manier gehandhabt. Das Dickicht der Zensuranordnungen war undurchdringlich.18 Dadurch entstand eine beträchtliche Rechtsunsicherheit. In einem anonymen Beitrag der „Weltbühne“ vom November 1918 war von 3.586 Einzelverfügungen die Rede.19 Um den Redakteuren die Übersicht zu erleichtern, gab das Kriegspresseamt mehrere Handbücher heraus, die stichwortartig die Bestimmungen zusammenfassten, ohne jedoch die Interpretationsunsicherheiten zu beseitigen.20

16 Einen Einblick in den Zensurstreit und die Besteuerung gibt folgender Artikel: „Der neue Filmkrieg und die alte Lustbarkeitssteuer“ in: Berliner Lokalanzeiger. 2.7.1914; über die Berliner Zensurstelle und die Gebührenordnung siehe „Der Berliner Filmkrieg'* in: Berliner Tageblatt, 3.7.1914 (BArch, 901/ 33019, Bl. 46, 47).

17 Vgl. Deist: Zensur und Propaganda, in: ders.: Militär, Staat und Gesellschaft, 1991, S. 154 f; Koszyk: Presse 1914-1945, 1972, S. 14 f., ders., Entwicklung der Kommunikationskontrolle, S. 152-156; Schmidt: Überwachungs-Reglementierungen, in: Kommunikationskontrolle, hrsg. von H.-D. Fischer, 1982, S. 185-187; Wilhelm Schwedler: Die Nachricht im Weltverkehr. Kritische Bemerkungen über das internationale Nachrichtenwesen vor und nach dem Weltkriege, Berlin 1922, S. 151.

18 Zwischen Oktober 1915 und August 1916 wurden schon 23 Bildzensur-Verfügungen erteilt. Vgl. auch Kurt Mühsam: Wie wir belogen wurden. Die amtliche Irreführung des deutschen Volkes, München 1918, S. 14 f. u. 21.

19 Kriegspresseamt, in: Die Weltbühne, 14.11.1918, 14. Jg., Nr. 46, S. 456-459, hier S. 457.

20 Vgl. z. B. Nachtrag zur Zusammenstellung von Zensurverfügungen des Kriegsministeriums, des stellvertretenden Generalstabs und der Oberzensurstelle des Kriegspresseamts, hrsg. von d. Oberzensurstelle im September 1916, Berlin 1916; sowie Zensurbuch für die deutsche Presse, hrsg. von d. Oberzensurstelle des Kriegspresseamts im März 1917, Berlin 1917; vollständig abgedruckt auch bei Heinz-Dietrich Fischer: Pressekonzentration und Zensurpraxis im Ersten Weltkrieg. Texte und Quellen, Berlin 1973, S. 194-275.

[Seite 120]

Diese übten eine restriktive Zensur aus, wie sie bis dahin im Wilhelminischen Reich noch nie zur Anwendung gekommen war. Da die militärischen Befehlshaber in den einzelnen Gebieten des Reiches die vollziehende Gewalt im allgemeinen und die Handhabung der Zensur im besonderen übernommen hatten182,

[Seite 121]

wurde die Presseaufsicht in ganz unterschiedlicher Manier gehandhabt, was eine beträchtliche Rechtsunsicherheit verursachte. Um den Zeitungsredakteuren die Übersicht im Dickicht der Zensuranordnungen - in einem anonymen Beitrag der "Weltbühne" vom November 1918 ist von 3.586 Einzelverfügungen die Rede183 - zu erleichtern, gab das Kriegspresseamt mehrere Handbücher heraus, die unter bestimmten Stichwörtern die wichtigsten Bestimmungen zusammenfaßten, dabei aber keineswegs alle Interpretationsunsicherheiten beseitigten.184


182 Vgl. Wilhelm Deist, Zensur und Propaganda in Deutschland während des Ersten Weltkrieges, in: ders., Militär, Staat und Gesellschaft. Studien zur preußisch-deutschen Militärgeschichte (Schriftenreihe des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes), München 1991, S. 153-163, hier S. 154 f; Koszyk, Deutsche Presse 1914-1945, S. 14 f; ders., Entwicklung der Kommunikationskontrolle, S. 152-156; Mühsam, S. 14 f u. 21; Klaus Werner Schmidt, S. 185-187; Schwedler, Das Nachrichtenwesen, S. 151.

183 Kriegspresseamt, in: Die Weltbühne, 14.11.1918, 14. Jg., Nt. 46, S. 456-459, hier S. 457. Vgl. auch Rieger, S. 185.

184 Vgl. z. B. Nachtrag zur Zusammenstellung von Zensurverfügungen des Kriegsministeriums, des stellv. Generalstabs und der Oberzensurstelle des Kriegspresseamts, hg. v. d. Oberzensurstelle im September 1916, Berlin 1916; sowie Zensurbuch für die deutsche Presse, hg. v. d. Oberzensurstelle des Kriegspresseamts im März 1917, Berlin 1917; vollständig abgedruckt auch bei H.-D. Fischer (Hg.), Pressekonzentration und Zensurpraxis im Ersten Weltkrieg. Texte und Quellen, Berlin 1973, S. 194-275.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle (welche offensichtlich auch als Quelle umfangreicher Literaturverweise in den Fußnoten dient).

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1, HIndemith

[2.] Uo/Fragment 102 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-05-09 16:13:42 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Weise 1997

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 10-22
Quelle: Weise 1997
Seite(n): 72, 73, 74, Zeilen: 72:li.Sp.6-15; 73:li.Sp. 15-16; 74:li.Sp. 15-20
Die erste Verfügung zur Bildzensur wurde am 12. Oktober 1914 vom Chef des Generalstabes herausgegeben.21 Am 8. Januar 1917 wurden „Leitsätze für die Bilderzensur“22 verabschiedet und in das ebenfalls schon 1917 von der Oberzensurstelle herausgegebene „Zensurbuch“ aufgenommen.23 Rund 60 Stichworte verwiesen auf den eingeschränkten Umgang mit Bildern von Brückenbauten, Kraftfahrzeugen und Regimentsnummern.

In den Tagen nach dem 31. Juli 1914 erschienen in allen deutschen illustrierten Zeitschriften Fotoserien von der Bekanntmachung der Mobilmachungsverordnung, die auf öffentlichen Plätzen verlesen wurde. Zu dieser Zeit gab es rund 20 Illustrierten-Titel mit einer wöchentlichen Auflage von über 1,5 Millionen, sowie etwa 12 illustrierte wöchentliche Beilagen von Tageszeitungen mit einer Auflage von über 1,7 Millionen Exemplaren, die selbst keine Autotypiebilder druckten.24 Fotografien waren jetzt nicht mehr nur Beiwerk zum Text, sondern [tragendes Element der Reportagen.]


21 Vgl. BArch, R 1501/ 12289, Bl. 41, Bildzensur.

22 Vgl. BArch, R 901/ 952, Bl. 9, Leitsätze für die Bilderzensur.

23 Oberzensurstelle des Kriegspresseamtes: Zensurbuch, 1917, Vorwort.

24 Vgl. Bernd Weise: Fotojournalismus. Erster Weltkrieg - Weimarer Republik, in: Deutsche Fotografie - Macht eines Mediums 1870-1970. Katalog zur Ausstellung, hrsg. von der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn, 1997, S. 72-87, hier S. 72.

[Seite 72]

Am 31. Juli 1914 um 18.00 Uhr verkündeten die Extrablätter der Tageszeitungen im Deutschen Reich den allgemeinen Kriegszustand. Fotoserien von der Bekanntmachung der Mobilmachungsverordnung, die durch Offiziere auf öffentlichen Plätzen verlesen wurden, und von den ersten ausrückenden Soldatentruppen erschienen in den nächsten Tagen in allen illustrierten Zeitschriften des Landes.

Rund 20 Illustrierten-Titel gab es zu dieser Zeit, wöchentlich in einer Auflage von über 1,5 Millionen erscheinend, sowie rund 12 wöchentliche illustrierte Beilagen von Tageszeitungen, die selbst keine Autotypiebilder druckten, mit einer Auflage von über 1,7 Millionen Exemplaren. Fotografien waren nicht mehr Beiwerk zum Text, sondern tragendes Element der Reportagen.

[Seite 73]

Die erste Verfügung zur Bildzensur gab deshalb auch der Chef des Generalstabes am 12. Oktober 1914 heraus.4

[Seite 74]

Nachdem diese drei Stellen zwischen Oktober 1915 und August 1916 schon 23 Bildzensur-Verfügungen erteilt hatten, begannen sie mit der Ausarbeitung einer einheitlichen Vorgabe für die Handhabung von Pressebildmaterial, die unter Berücksichtigung einer Eingabe der Zeitschriften-Verleger am 8. Januar 1917 als „Leitsätze für die Bildzensur“ verabschiedet16 und in das ebenfalls 1917 von der Oberzensurstelle herausgegebene „Zensurbuch“ aufgenommen wurden.17 Rund 60 Stichworte verwiesen auf den eingeschränkten Umgang mit Bildern von Brückenbauten über Kraftfahrzeuge bis Regimentsnummern.


4 Vgl. Reichsamt des Innern, Bildzensur. In: Bundesarchiv Potsdam, Akte 12289, Blatt 41.

16 Vgl. Reichsamt des Innern, Bildzensur. In: Bundesarchiv Potsdam, Akte 12289, Insbesondere Blatt 41, 68-69, 71-72.

17 Oberzensurstelle des Kriegspresseamtes (Hg.): Zensurbuch für die deutsche Presse. Berlin 1917, Vorwort.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20150509161424

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