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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 104 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-05-09 16:19:56 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Weise 1997

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 1-7
Quelle: Weise 1997
Seite(n): 73-74, Zeilen: 73: re.Sp. 15-19.27 - 74:li.Sp. 1 ff.
Es wurde patriotisches Verhalten gefordert und Aufnahmen erwartet, die einerseits die faire Kriegsführung der deutschen Truppen zeigte, andererseits die von den Feinden begangenen Verwüstungen und Grausamkeiten bewiesen. Im Kampfgebiet galt eine allgemeine Fotografiererlaubnis.33 Jedes Foto musste jedoch vor der Veröffentlichung in dreifacher Ausfertigung der Zensurstelle vorgelegt werden und erhielt den gestempelten Vermerk zugelassen oder nicht zugelassen.34]

33 Vgl. Weise: Fotojournalismus, in: Deutsche Fotografie, hrsg. von der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn, 1997, S. 73f.

34 Vgl. ebd., S. 74.

[Seite 73]

Nach diesen Anweisungen war von den Fotografen patriotisches Verhalten gefordert, und es wurden insbesondere Aufnahmen erwartet, die einerseits die faire Kriegsführung der deutschen Truppen und andererseits die von den Feinden begangenen Verwüstungen und Grausamkeiten beweisen könnten.14

Bildzensur

An den Fronten mußten sich die Pressefotografen, wie alle Kriegsberichterstatter, in die in den östlichen und westlichen Kampfgebieten eingerichteten Pressequartiere begeben und von da aus ihre Fotoreportagen erstellen. [...] Vor Ort galt eine

[Seite 74]

allgemeine Fotografiererlaubnis. Zur Veröffentlichung in der Presse mußte aber jedes Foto in dreifacher Ausfertigung mit genauer Beschriftung auf der Rückseite der zuständigen Zensurstelle vorgelegt werden. Ein Abzug kam an den Fotografen mit dem gestempelten Vermerk „Zur Veröffentlichung zugelassen“ oder „Zur Veröffentlichung zugelassen“ zurück, die beiden anderen Bilder blieben als Beleg in der Zensurstelle.


14 Vgl. Stellvertretender Generalstab Abt. III B, Presse Nr. 1205. In: Bundesarchiv Koblenz, Nachlaß Oskar Messter, NL 275, Akte 446; zit. n. Koerber, Martin: 1994; vgl. Anm. 12, S. 67.

Anmerkungen

Fortsetzung und Abschluss der auf den vorangegangenen Seiten begonnenen Übernahme. Art und Umfang bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 104 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-09 16:49:22 Hindemith
Albes 1996, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 7-20, 109-113, 116-121
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 121-122, Zeilen: 121:8-9.10-17.18-20.22-24.114-116 - 122:1.101-102
Auch der Film fiel in den Zuständigkeitsbereich der Zensurstellen. Im Januar 1915 gab das Kriegsministerium ein „Merkblatt für Kinematographentheater“ heraus. Das Kriegspresseamt führte im März 1917 in seinem „Zensurbuch für die deutsche Presse“ „Leitsätze für die Bilderzensur“ auf, die auch für den Film galten.35 Weitere Verfügungen für den Film folgten.36 In ihrer Durchführung war die Filmzensur überaus penibel:

„Das Filmband, mit dem die Aufnahmen gemacht waren, wird von der Behörde auf den Zentimeter gemessen und auf (das) Gramm genau gewogen und muß am Anfang und Ende den Zensurstempel tragen.“37

Diese bürokratische Handhabung der Zensur erklärte sich durch die unterschiedlichen Auffassungen der politischen und militärischen Führung über Zensur- und Propagandapolitik. Die aus den häufigen Auseinandersetzungen stammenden Animositäten und Vorwürfe sind in den Memoiren einiger Hauptakteure nachzulesen.38


35 Vgl. auch Bub: Film und sein publizistischer Einsatz, 1938, S. 108-113; Schmidt: Überwachungs-Reglementierungen, in: Kommunikationskontrolle, hrsg. von H.-D. Fischer, 1982, S. 199 f; Terveen: Film-Kriegsberichterstattung, in: Dokumente und Materialien, hrsg. von W. von Bredow, R. Zurek, 1975, S. 88-101; Oberzensurstelle des Kriegspresseamtes: Zensurbuch, 1917, S. 14f.

36 BArch, 901/ 950, Bl. 41-42, Bild-Zensur u. Bild-Propaganda (gez. Kiliani), 1.11.1917. BArch, 901/952, Bl. 7, Zur Bild- und Filmzensur, 3. Jan. 1918.

37 Münchener Neueste Nachrichten (kein Datum angegeben), zit. nach Terveen: FilmKriegsberichterstattung, in: Dokumente und Materialien, hrsg. von W. von Bredow, R. Zurek, 1975, S . 97.

38 Vgl. z. B. Nicolais Angriffe auf die Pressepolilik des A.A. sowie Erzbergers Kritik an den militärischen Pressestellen: Nicolai: Presse und Volksstimmung, 1920, S. 86f. u. 161; Erzberger: Erlebnisse, 1920, S. 7.

[Seite 121]

Darüber hinaus fiel auch der Film in den Zuständigkeitsbereich der Zensurstellen. Bereits in der ersten Kriegswoche gab das Berliner Polizeipräsidium entsprechende grundsätzliche Bestimmungen bekannt. Im Januar 1915 verbreitete das Kriegsministerium ein „Merkblatt für Kinomatographentheater“ . Ebenso führte das vom Kriegspresseamt im März 1917 herausgegebene „Zensurbuch für die deutsche Presse“ „Leitsätze für die Bilderzensur“ auf, die auch für den Film galten.185 In der praktischen Durchführung war die Filmzensur überaus penibel: „Das Filmband, mit dem die Aufnahmen gemacht werden, wird von der Behörde auf den Zentimeter gemessen und auf [das] Gramm genau gewogen und muß am Anfang und Ende den Zensurstempel tragen.“186

Eine der tieferen Ursachen des Verwirrspiels bei der Pressezensur lag in dem generellen, im Verlauf des Krieges sich verschärfenden Dualismus zwischen der politischen und der militärischen Führung des Reiches begründet. [...] Zwischen ihren jeweiligen Pressestellen kam es häufig zu erheblichen Auseinandersetzungen - die daher stammenden Animositäten und Vorwürfe schlagen sich noch in den Memoi-

[Seite 122]

ren einiger Hauptakteure nieder.188


185 Bub, S. 108-113; Klaus Werner Schmidt, S. 199 f; Terveen, S. 324 u. 328; Zensurbuch für die deutsche Presse, S. 14 f.

186 Münchener Neueste Nachrichten (kein Datum angegeben), zit. nach Terveen, S. 328.

188 Vgl. z. B. Nicolais Angriffe auf die Pressepolitik des AA sowie Erzbergers Kritik an den militärischen Pressestellen: Nicolai, S. 86 f u. 161; bzw. Erzberger, S. 7.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20150509162105

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