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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 112 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-07 17:46:01 Graf Isolan
Albes 1996, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 1-8
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 100, Zeilen: 24-32
[Die Zentralstelle setzte ihre Arbeit als Bestandteil der Nach]richten-Abteilung des Auswärtigen Amtes fort, aufgeteilt nach Deutelmosers Anweisungen in die Referate B (Bücher- und Broschürenpropaganda) und K (Kunst- und Kulturpropaganda).78 Die Erfolge dieser Propagandastelle waren jedoch insgesamt gesehen nicht allzu groß. Es gab jedoch einige positive Stimmen wie beispielsweise die des deutschen Botschafters in den USA, Graf Bernstorff. Dieser hielt der ZfA trotz aller Kritik zugute, dass sie zumindest indirekt die Entente gezwungen habe, einen ungeheuren Propagandaapparat aufzubauen.79

[77 Vgl. Gärtner: Botschafterin, 1955, S. 40.]

78 Vgl. ebd., S. 53; Nicolai: Presse und Volksstimmung, 1920, S. 86 f; Wilke: Zentralstelle für Auslandsdienst, in: Weltkrieg als Kommunikationsereignis, hrsg. von S. Quandt, H. Schichtel, 1993, S. 138 f.

79 Vgl Wilke, ebd., S. 141; Albes: Worte wie Waffen, 1996, S. 100.

Die Zentralstelle setzte ihre Arbeit nun als Bestandteil der Nachrichten-Abteilung des Auswärtigen Amtes fort, nach Deutelmosers Anweisungen aufgeteilt in die Referate B (Bücher- und Broschürenpropaganda) und K (Kunst- und Kulturpropaganda).79 Insgesamt gesehen waren die Erfolge dieser Propagandastelle nicht allzu groß. Wohl gab es einige positive Stimmen aus dem Ausland, beispielsweise die des deutschen Botschafters in den USA, des Grafen Bernstorff, der der ZfA trotz aller Kritik zugute hielt, daß sie wenigstens die Entente indirekt gezwungen habe, einen ungeheuren Propagandaapparat aufzubauen.80

79 Vgl. Gärtner, S. 53; Nicolai, S. 86 f; Wilke, S. 138 f.

80 Wilke, S. 141.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme, welche inkl. der Quellenangaben in den Fußnoten erfolgt, bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Klgn

[2.] Uo/Fragment 112 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-19 21:03:01 Graf Isolan
Albes 1996, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 9-35, 105-108, 109-110
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 104,105, Zeilen: 104:15-29 - 105:1-8.19-29
Neben der Zentralstelle für Auslandsdienst stellte die 1915 gegründete Transocean GmbH die wohl wichtigste Institution der deutschen Auslandspropaganda dar.80 Sie ging aus dem deutschen Überseedienst hervor, der bereits kurz vor dem Krieg entstanden war. Unzufrieden mit den für Deutschland ungünstigen Kartellverträgen der großen Nachrichtenagenturen, fanden sich damals die Pressestelle des Auswärtigen Amtes und Kreise der Industrie, des Handels, der Schifffahrt und des Bankwesens zusammen, um mit der Gründung des „Syndikats Deutscher Überseedienst“ eine leistungsfähige, an keine internationalen Abmachungen gebundene Nachrichtenagentur für das Ausland aufzubauen. Die bislang kleineren selbstständigen Nachrichtenbureaus „Weltkorrespondenz“, „Kabelkorrespondenz“, „Allgemeine Korrespondenz“, „Transocean GmbH“ und „Deutsche Kabelgramm GmbH“ gingen alle im März 1914 im Deutschen Überseedienst auf. Rund 300 Firmen brachten dafür jährlich ein Kapital von insgesamt einer Million Mark auf, während das Auswärtige Amt aus seinem Geheimfonds 250.000 Mark im Jahr beisteuerte.8 [sic] Kurz nach Kriegsausbruch hatte der Überseedienst die Zeitschrift „Der große Krieg in Bildern“ herausgegeben und diese - ebenso wie die ZfA - ins neutrale Ausland vertrieben. Mit einer Auflage von rund 50.000 Exemplaren erschien sie einmal im Monat. Mit ca. 40 Seiten und mit im Kupfertiefdruck reproduzierten Fotos mit mehrsprachigen Bildunterschriften richtete sie sich an eine breite Leserschaft. Redakteur war der Leiter der Bilderzentrale der ZfA Josef Schumacher.82 Der Reichszuschuss floss in unveränderter Höhe weiter. Die Abhängigkeit der Transocean GmbH von der Regierung wurde nach außen hin kaschiert.83 Hinter den Kulissen der Transocean GmbH prallten allerdings zunehmend unterschiedliche Interessen aufeinander. Regierung und Auswärtiges Amt sahen sich mit den Zielsetzungen der Wirtschaft konfrontiert, insbesondere mit der von Alfred Hugenberg gelenkten Montanindustrie. Die unterschiedlichen Interessenlagen führten im September 1916 zu einer Einigung über eine Aufga[benteilung.]

80 Vgl. bes. Klee: Transocean GmbH, in: Telegraphenbüros und Nachrichtenagenturen, hrsg. von J. Wilke, 1991.

81 Vgl. zur Entstehung des Überseedienstes: Basse: Wolffs Telegraphisches Bureau, 1991, S. 170f; Klee, ebd., S. 138-141; Albes: Worte wie Waffen, 1996, S. 104

82 Dankwart Guratzsch: Macht durch Organisation. Die Grundlegung des Hugenbergschen Presseimperiums (Studien zur modernen Geschichte, Bd. 7), Düsseldorf 1974, S. 235 f.

83 Albes: Worte wie Waffen, 1996, S. 105.

[Seite 104]

Die neben der Zentralstelle für Auslandsdienst wohl wichtigste Institution der deutschen Auslandspropaganda stellte die Transocean Gmbh dar96, die aus dem Deutschen Überseedienst hervorging. Dieser war bereits kurz vor dem Krieg entstanden. Unzufrieden mit den für Deutschland ungünstigen Kartellverträgen der großen Nachrichtenagenturen, fanden sich damals die Pressestelle des Auswärtigen Amtes und Kreise der Industrie, des Handels, der Schiffahrt und des Bankwesens zusammen, um mit der Gründung des „Syndikats Deutscher Überseedienst“ endlich eine leistungsfähige, an keine internationalen Abmachungen gebundene Nachrichtenagentur für das Ausland aufzubauen. Die kleineren, bislang selbständigen Nachrichtenbüros „Weltkorrespondenz“, „Kabelkorrespondenz“, ,Allgemeine Korrespondenz“, „Transocean GmbH“ und „Deutsche Kabelgramm GmbH“ gingen im März 1914 im Deutschen Überseedienst auf. Rund 300 Firmen brachten jährlich ein Kapital von insgesamt einer Million Mark für ihn auf, während das Auswärtige Amt aus seinem Geheimfonds 250.000 Mark im Jahr beisteuerte.97

[Seite 105]

Kurz nach Kriegsausbruch begann der Überseedienst, die Zeitschrift „Der große Krieg in Bildern“ herauszugeben und sie — ebenso wie die ZfÄ — ins neutrale Ausland zu vertreiben. Sie erschien einmal im Monat mit einer Auflage von rund 50.000 Exemplaren und war mit ihren jeweils rund 40 Seiten mit im Kupfertiefdruck reproduzierten Fotos und mehrsprachigen Bildunterzeilen an eine breite Leserschaft gerichtet. Redigiert wurde das auch in einer spanischen Ausgabe erscheinende Periodikum von Josef Schumacher, der wie erwähnt zugleich Leiter der Bilderzentrale der ZfA war.98

[...]

[...] Der Reichszuschuß floß weiterhin in unveränderter Höhe. Nach außen hin wurde die Abhängigkeit von der Regierung natürlich nach Möglichkeit kaschiert.100

Hinter den Kulissen der Transocean GmbH prallten zunehmend die unterschiedlichen Interessen zweier Gruppen aufeinander: Die Regierung und das Auswärtige Amt sahen sich mit den Zielsetzungen der Wirtschaft, insbesondere der von Alfred Hugenberg gelenkten Montanindustrie, konfrontiert. Im September 1916 führte dieser Dissens zur Trennung in zwei neue Gesellschaften: die Transocean GmbH und die Deutsche Überseedienst GmbH. Die Aufgabenteilung, auf die sich beide Organisationen einigten, wirft ein Licht auf die unterschiedliche Interessenlage.


96 Vgl. bes. Klee, passim.

97 Vgl. zur Entstehung des Überseedienstes z. B. Basse, S. 170 f; Boenigk, S. 40 f u. 101-103; Klee, S. 138-141; Melville, S. 70 f; Rotheit, S. 32-40; Maju Russländer, Das deutsche Nachrichtengewerbe, insbesondere in seinen Beziehungen zur deutschen Wirtschaft, staatswiss. Diss. (Masch.), Berlin 1924, S. 103-107; IZF, I AK 67/1169, Die Transocean (TO). Ein kurzer Abriß über Entstehung und Werdegang der deutschen Auslandsnachrichten-Agentur. Aufgezeichnet von der Geschäftsleitung der Transocean G.m.b.H., Berlin 1950.

98 Boenigk, S. 7; Zum deutschen Weltnachrichtendienst, in: Volkswirtschaftliche Blätter, 1915, Nr. 13/18, 14. Jg., S. 212 f; Dankwart Guratzsch, Macht durch Organisation. Die Grundlegung des Hugenbergschen Presseimperiums (Studien zur modernen Geschichte, Bd. 7), Düsseldorf 1974, S. 235 f, auch Anm. 279; Melville, S. 73; Memorandum on the German System of Press Controll and Propaganda, S. 14; Vézinet, S. 21.

[...]

100 Vgl. Zum deutschen Nachrichtendienst, S. 213.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130919210339

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