Fandom

VroniPlag Wiki

Uo/115

< Uo

31.373Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 115 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-19 20:42:12 Graf Isolan
Albes 1996, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 1-11
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 111, 112, Zeilen: 111:26-30; 112:1-2.5-12
Erzbergers Propaganda zeichnete sich vor allem durch ihre beeindruckende Quantität aus, die Qualität seiner Arbeit hingegen ist nur schwer zu bewerten. Wilhelm Schwedler, seit 1919 Chefredakteur der Transocean GmbH, urteilte nach dem Krieg: „Er war der größte unter den vielen Nachrichtenamateuren“, die der erfolgreichen englischen Propaganda nacheiferten.100 Von seinem Biographen Klaus Epstein werden ihm zwar Erfolge bei der Beeinflussung der Katholiken im neutralen Ausland zugebilligt, doch hatte er nie eine klar konturierte Position mit weitreichenden Vollmachten, da er fortwährend vom Militär behindert wurde. Man sah ihn als zu versöhnlich gegenüber Deutschlands Gegnern an, besonders in den letzten beiden Kriegsjahren, als er dezidiert für einen Verständigungsfrieden eintrat.101

100 Schwedler: Nachricht im Weltverkehr, 1922, S. 162, zit. nach Albes: Worte wie Waffen, 1996, S. 111.

101 Epstein: Matthias Erzberger, 1962, S. 125.

[Seite 111]

Aufs Ganze gesehen zeichnete sich Erzbergers Propaganda vor allem durch ihre beeindruckende Quantität aus. Wilhelm Schwedler, seit 1919 Chefredakteur der Transocean GmbH, urteilte nach dem Krieg nicht von ungefähr: „Er war der größte unter den vielen Nachrichtenamateuren“, die der erfolgreichen englischen Propaganda nachgeeifert hätten.140

[Seite 112]

Die Qualität seiner Arbeit ist hingegen nur schwer zu bewerten. [...] Außerdem werden Erzberger von seinem Biographen Klaus Epstein Erfolge bei der Beeinflussung der Katholiken im neutralen Ausland zugebilligt. Allerdings muß auch berücksichtigt werden, daß der Zentrumspolitiker nie eine klar konturierte Position mit weitreichenden Vollmachten erhielt, sondern fortwährend vom Militär behindert wurde, das ihn insbesondere in den letzten beiden Kriegsjahren, als er dezidiert für einen Verständigungsfrieden eintrat, als zu versöhnlich gegenüber Deutschlands Gegnern ansah.143


140 Schwedler, Das Nachrichtenwesen, S. 162.

[...]

143 Epstein, S. 125.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 115 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-02 20:28:53 Graf Isolan
Albes 1996, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 26-38
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 89, Zeilen: 9-16, 18-23
In diesem Kontext griff die deutsche Auslandspropaganda immer wieder zwei wichtige Themen auf: Belgien und den U-Boot-Krieg. Ausgangspunkt war, dass kaiserliche Truppen die Neutralität des westlichen Nachbarlandes verletzt und dort eine brutale Kriegführung begonnen hatten. Dieses völkerrechtswidrige Verhalten diskreditierte das Wilhelminische Reich weltweit. Die deutschen Propagandisten versuchten dieser Einschätzung nun mit zahlreichen Schriften zur „belgischen Frage“ entgegenzuwirken. Die Bemühungen gipfelten jedoch stets in der Aussage, Deutschland habe lediglich in Notwehr gehandelt. Auch der zunehmend heftigere U-Boot-Krieg kostete das Kaiserreich viele Sympathien. Der Höhepunkt wurde durch die Versenkung des US-amerikanischen Passagierschiffs „Lusitania“ im Mai 1915 erreicht. Die Verteidigung dieser militärischen Aktion bestand darin, die gegnerischen Gräuelmeldungen zu berichtigen oder zurückzuweisen. Hier [galt - wie auch an anderen Punkten - der Kriegsverlauf wurde nach Möglichkeit aus einem für das Kaiserreich günstigen Blickwinkel beleuchtet.] In diesem Kontext griff die deutsche Auslandspropaganda häufig zwei einzelne wichtige Themen auf: Belgien und den U-Boot-Krieg. Kaiserliche Truppen hatten die Neutralität des westlichen Nachbarlandes verletzt und dort eine brutale Kriegführung begonnen - dieses völkerrechtswidrige Verhalten diskreditierte das Wilhelminische Reich weltweit. Eine Konsequenz, der die deutschen Propagandisten nun mit zahlreichen Schriften zur „belgischen Frage“ entgegenzuwirken suchten, die zumeist in der Aussage gipfelten, daß Deutschland lediglich in Notwehr gehandelt habe. [...] Zum anderen kostete der zunehmend heftigere U-Boot-Krieg das Kaiserreich viele Sympathien, wobei die Versenkung des US-amerikanischen Passagierschiffs „Lusitania“ im Mai 1915 einen Höhepunkt bildete. Auch hier bemühten sich etliche deutsche Druckschriften um eine überzeugende Verteidigung. Darüber hinaus galt es für die Propagandisten des Kaiserreiches, allgemein die gegnerische Meinungsbeeinflussung einzudämmen, indem sie beispielweise deren Greuelmeldungen zu berichtigen oder zurückzuweisen suchten.
Anmerkungen

Die Originalquelle wird zwar in einer Fußnote auf der nächsten Seite genannt, es wird aber nicht deutlich, dass zeilenweise Inhalte übernommen wurden.

Sichter
Graf Isolan


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130919204412

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki