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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 119 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-05-09 15:47:20 Schumann
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung, Weise 1997

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 3-8, 101-111
Quelle: Weise 1997
Seite(n): 74, Zeilen: re.Sp. 32-44
ln Militärkreisen hatte man schon zu Beginn des Krieges erkannt, dass das Oberkommando nicht beurteilen konnte, was zur Stimmungserhaltung veröffentlicht oder was notwendigerweise verschleiert werden musste.119 Selbst als Bildfälschungen aus dem Ausland immer bekannter wurden – die Deutsche Photographen Zeitung berichtete laufend in einer Rubrik über „Photographische Lügen unserer Feinde“120 –, kam keine Änderung der Berichterstattung zustande.121

119 Vgl. Die Bedeutung der Presse im Kriege, in: Militär-Wochenblatt, 103. Jg. (1914), Sp. 2308-2314.

120 Vgl. Deutsche Photographen-Zeitung, 40. Jg. (1915), Nr. 4, S. 23; Nr. 11 , S. 71-73; Nr. 27, S. 192; 41. Jg. (1916), Nr. 8, S. 65-66.

121 Andere Bilder des Krieges wurden erst in den späten 20er Jahren veröffentlicht, hrsg. vom National-Archiv Berlin, Berlin, Oldenburg, 3 Bde. 1927-1931; Hermann Rex: Kriegsbilder; Werk mit 600 Bildern aus allen Fronten nach authentischen, wahrheitsgetreuen photographischen Originalen Aufnahmen; Unter Ergänzung durch offizielle Aufnahmen der Kriegs- Bild- und Filmamtes, des Reichsarchivs und Aufnahmen treuer Kameraden, Oberammergau 1926; Franz Schauwecker: So war der Krieg. 230 Kampfaufnahmen aus der Front, Berlin 1929. Diese wurden dann zum Propagandamittel gegen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges instrumentalisiert.

In Militärkreisen hatte man zwar schon zu Beginn des Krieges erkannt, daß das Oberkommando nicht in der Lage war zu klären, was zur Erhaltung der Stimmung veröffentlicht werden mußte und was notwendigerweise zu verschleiern war.29 Aber selbst als Bildfälschungen aus dem Ausland immer mehr bekannt wurden - die Deutsche Photographen Zeitung berichtete laufend in einer Rubrik über „Photographische Lügen unserer Feinde“30 -, kam eine Änderung der Berichterstattung nicht zustande. Die realen Bilder des Krieges wurden erst in den späten 20er Jahren veröffentlicht, unter anderem in Der Weltkrieg im Bild - Originalaufnahmen des Kriegs-Bild- und Filmamtes31 die zu dieser Zeit allerdings zum Propagandamittel gegen die Siegermächte des Ersten Weltkriegs instrumentalisiert wurden.

29 Vgl. „Die Bedeutung der Presse Im Kriege". In: Militär-Wochenblatt 103 (1914), Sp. 2308-2314.

30 Vgl. Deutsche Photographen Zeitung 4 (1915), S. 23; 11 (1915), S. 71-73; 27 (1915), S. 192; 8 (1916), S. 65-66.

31 Herausgegeben vom National-Archiv Berlin, Berlln/Oldenburg, 3 Bde. 1927-1931; Rex, Hermann: Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. (600 Abb.) Oberammergau 1926; Schauwecker, Franz: So war der Krieg – 230 Kampfaufnahmen aus der Front. Berlin 1928.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 119 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-05-09 15:53:11 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mühl-Benninghaus 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 9-12, 21-25
Quelle: Mühl-Benninghaus 1998
Seite(n): 284-285, Zeilen: 284:28-35 - 285:1-3
Militärische Stellen bewerteten publizistische Arbeit als reinen Gelderwerb. Sie übersahen, dass die von Journalisten und Operateuren geforderte Aktualität der Zuschauernachfrage entsprach. Jedoch empfand ein Teil der Kinobesucher Messters „Kriegswoche“ als lästige Unterbrechung im Programm.122 [...]

Während die Zeitungen mit zunehmender Kriegsdauer auch über länger zurückliegende Ereignisse berichten konnten, durften einmal verbotene Kriegsaufnahmen zu keinem späteren Zeitpunkt mehr vorgeführt werden. Sie wurden meist unmittelbar nach der Zensur vernichtet.125 Der Rest wurde vom Generalstab in einem im Krieg angelegten Filmarchiv gelagert.126


122 Das Ende der Kriegs-Aufnahmen, in: LBB, 8. Jg. (1915), Nr. 12, S. 12,20.3.1915.

125 Vgl. Mühl-Benninghaus: Exemplifikationen des Militärischen, in: Modellierung des Kinofilms, hrsg. von C. Müller, H. Segeberg, 1998, S. 285.

126 E. W.: Das Filmarchiv des Großen Generalstabs. Was ein Kinooperateur erzählt, in: Berliner Tageblatt, 44. Jg., Nr. 168, 1.4.1915.

[Seite 284]

Die von militärischen Stellen oft rein auf den Gelderwerb reduzierte Bewertung publizistischer Arbeit übersah, daß die von Journalisten und Operateuren eingeforderte Aktualität nicht Selbstzweck, sondern ein Reagieren auf Rezipientenerwartungen war. So empfand ein Teil der Kinobesucher schon im März 1915 „die Kriegswoche fast als lästige Unterbrechung im Programm“57.

Während die Zeitungen mit zunehmender Dauer der Kämpfe auch über länger zurückliegende Ereignisse berichten konnten, durften ein-

[Seite 285]

mal verbotene Kriegsaufnahmen auch zu keinem späteren Zeitpunkt aufgeführt werden. Sie wurden zum überwiegenden Teil unmittelbar nach der Zensur vernichtet.58 Den Rest lagerte der Generalstab in einem von ihm im Krieg angelegten Filmarchiv.59


57 Das Ende der Kriegs-Aufnahmen, in: LBB, 8. Jg., Nr. 12, 20.3.1915.

58O. Th. Stein: Lebendige Kriegsdokumente. In: Bild und Film, 4. Jg., Nr. 7/8, 1914/15.

59 E. W.: Das Filmarchiv des Großen Generalstabs. Was ein Kinooperateur erzählt. In: Berliner Tageblatt, 44. Jg., Nr. 168, 1.4.1915.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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