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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 135 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-05 23:36:12 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Sanders und Taylor 1990, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 1-28
Quelle: Sanders und Taylor 1990
Seite(n): 107, 108, 110, 113, 114, Zeilen: 107:41-47 - 108:1-2; 110:23-27; 113:36-46; 114:19-27
[Der Film wurde am 29. Dezember 1915 mit einer extra für diese Aufführung komponierten Musik vor] geladenen, einflussreichen Persönlichkeiten im Empire-Filmtheater am Londoner Leicester Square uraufgeführt. Die große Publizität dieses Ereignisses war jedoch nur das Vorspiel für die Verbreitung des Films über den Erdball und den weltweiten Beifall. Es war eine besonders wertvolle Produktion über die Streitkräfte Großbritanniens und die militärischen Anstrengungen in den verbündeten Ländern.195 Diese Einschätzung lässt sich nicht für alle Produktionen aufrecht erhalten. Einer der berüchtigten Propagandafilme des Informationsministeriums war ONCE A HUN, ALWAYS A HUN,196 ein Film, der alle Vorurteile über den bestialischen Deutschen in einem Ausmaß ausschlachtete, wie das bis dahin in diesem Medium noch nicht geschehen war.197

1918 war das Problem nicht mehr einfach das einer Verstärkung des Propagandaapparates zur Durchführung einer Massenkampagne. Besonders nach Brest-Litowsk war aufgrund der veränderten Erfordernisse der militärischen und wirtschaftlichen Lage ein grundsätzlich anderes Vorgehen notwendig. Die konventionelle Kriegführung war insofern gescheitert, als sie keine Entscheidung auf dem Schlachtfeld hatte herbeiführen können, und man suchte andere Wege, das militärische Patt zu überwinden. Die allgemeine Kriegsmüdigkeit, der Kriegseintritt der USA und die innere Instabilität der Mittelmächte führten bei vielen damaligen Beobachtern zu der Überzeugung, es sei an der Zeit, den Schwerpunkt der Propaganda nicht mehr auf die verbündeten - und neutralen Länder zu richten, sondern eine totale psychologische Offensive gegen den Feind zu führen.198 Das Heeresministerium veröffentlichte z. B. eine Einblattzeitung, den „Courier de l’Air“, der die französische und belgische Bevölkerung in den von den Deutschen besetzten Gebieten über alles, was mit den Kriegsanstrengungen der Alliierten zusammenhing, informieren sollte. Das meiste aus der Luft abgeworfene Propagandamaterial bemühte sich um eine Kombination von Wort und Bild - letzteres in Form von Photographien, Karikaturen oder Landkarten, die den feindlichen Soldaten den kürzesten Weg nach Hause zeigten.199


195 Vgl. Nicholas Reeves: The Power of Film Propaganda- - myth or reality?, in: Historical Journal of Film, Radio and Television, 13. Jg. (1993), Nr. 2, S. 181-202, hier S. 190.

196 Bei Arthur Marwick: The Deluge, London 1965, wird auf S. 213 und S. 214 zu dem Film und zu seinem Inhalt folgendes gesagt: „ONCE A HUN, ALWAYS A HUN wurde im Parlament von Herrn Leif Jones viel kritisiert, auch für die nackte Enthüllung der ökonomischen Interessen vieler Geschäftsmänner, die im Ministerium beschäftigt sind. Zuerst werden zwei deutsche Soldaten in einer zerstörten französischen Stadt gezeigt, die eine Frau treffen, die ein Baby in den Armen trägt und die diese zu Boden schlagen. Diese zwei Soldaten verwandeln sich allmählich in zwei kaufmännische Reisende, die jetzt nach dem Krieg in einem englischen Dorf zu sehen sind. Einer von ihnen kommt in ein kleines Kolonialwarengeschäft und zeigt dem Ladenbesitzer eine Pfanne. Der Ladenbesitzer ist zuerst beeindruckt, aber seine Frau kommt hinzu und entdeckt das ,Made in Germany' Schild auf dem Boden der Pfanne. Sie ruft einen Polizisten herein, der den Deutschen des Ladens verweisst. Die abschließenden Worte auf der Leinwand zeigen die Botschaft: nach dem Krieg kann es keinen Handel mit diesen Menschen geben.“ (übers, v. d. Verf.)

197 Vgl. Sanders/Taylor: Britische Propaganda, 1990, S. 110.

198 Ebd., S. 113.

199 Vgl. ebd., S. 114.

[Seite 107]

Der Film wurde am 29. Dezember 1915 im >Empire<-Filmtheater am Londoner Leicester Square uraufgeführt. Zur Premiere war eine ausgesuchte Schar einflußreicher Persönlichkeiten geladen. Auch eine eigene Musik war extra für diese Aufführung komponiert worden, und Balfour, damals Marineminister, gab eine Einführung in den Film. Die große Publizität für dieses Ereignis war aber nur das Vorspiel für die Verbreitung des Films über den ganzen Erdball und den weltweiten Beifall für den Film.

[Seite 108]

Britain Prepared war besonders wertvoll, weil der Film das Ausmaß des britischen Beitrags zu den Kriegsanstrengungen in den verbündeten Ländern schilderte.

[Seite 110]

Das Ministerium war z. B. für die Produktion eines der berüchtigsten Propagandafilme, Once a Hun, Always a Hun, verantwortlich, ein Film, der alle Vorurteile über den bestialischen Deutschen in einem Ausmaß ausschlachtete, wie das bis dahin in diesem Medium noch nicht geschehen war.101

[Seite 113]

1918 war das Problem nicht mehr einfach das einer Verstärkung des Propagandaapparates zur Durchführung einer Massenkampagne. Besonders nach Brest-Litowsk war aufgrund der veränderten Erfordernisse der militärischen und wirtschaftlichen Lage ein grundsätzlich anderes Vorgehen notwendig. Die konventionelle Kriegführung war insofern gescheitert, als sie keine Entscheidung auf dem Schlachtfeld hatte herbeiführen können, und man suchte andere Wege, das militärische Patt zu überwinden. Die allgemeine Kriegsmüdigkeit, der Kriegseintritt der USA und die innere Instabilität der Mittelmächte führten bei vielen damaligen Beobachtern zu der Überzeugung, es sei an der Zeit, den Schwerpunkt der Propaganda nicht mehr auf die verbündeten und neutralen Länder zu richten, sondern eine totale psychologische Offensive gegen den Feind zu führen.l09

[Seite 114]

Das Heeresministerium, das in den Militärzonen bis zum 1. September 1918 für Propaganda verantwortlich war - also noch mehr als sechs Monate nach der Einrichtung von Crewe House -, veröffentlichte ebenfalls eine Einblattzeitung, den Courier de l'Air, der die französische und belgische Bevölkerung in den von den Deutschen besetzten Gebieten über alles, was mit den Kriegsanstrengungen der Alliierten zusammenhing, informieren sollte. Das meiste aus der Luft abgeworfene Propagandamaterial bemühte sich um eine Kombination von Wort und Bild - letzteres in Form von Photographien, Karikaturen oder Landkarten, die den feindlichen Soldaten den kürzesten Weg nach Hause zeigten.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman


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