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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 147 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-15 11:16:44 Klicken
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jeancolas 1994, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 1-9, 102-103
Quelle: Jeancolas 1994
Seite(n): 234, Zeilen: re.Sp. 13ff
[Jedoch erst im Juni 1917 nach Überwindung der] moralischen Krise und der Meutereien wurde das Frontkino zu einer festen Institution. Innerhalb von fünf Monaten entstanden vierhundert Kinos im Frontgebiet, in den Erholungs- und Genesungszentren und auf den großen Bahnhöfen im Norden und Osten des Landes, wo sich Tausende von Soldaten auf der Durchreise befanden. Für Hunderttausende, besonders für die Menschen vom Lande, waren diese regelmäßigen Filmvorführungen die erste Begegnung mit der Welt der lebenden Bilder. Obwohl Dokumentaraufnahmen vom Krieg gezeigt wurden, blieb vor allem die Erinnerung an die heiteren Filme, wie z. B. CHARLOT mit Charlie Chaplin.235

235 Vgl. Jeancolas: Der französische Film, in: Tage der Menschheit, hrsg. von R. Rother, 1994, S. 234. Die ersten Chaplin-Filme wurden im Oktober 1915 von Jacque Haik nach Frankreich importiert.

Aber erst im Juni 1917 - im Rahmen der Konsolidierung nach der moralischen Krise und den Meutereien - wurde das Frontkino in den Streitkräften zu einer festen Institution. Pétain ordnete die Einrichtung von »Standquartierkinos« an. Die SCPA bildete Teams von Filmvorführern; innerhalb von fünf Monaten entstanden vierhundert Kinos im Frontgebiet, in den Erholungs- und Genesungszentren und auf den großen Bahnhöfen im Norden und Osten des Landes, wo sich Tausende von Soldaten auf der Durchreise befanden oder einquartiert waren. Für Hunderttausende von Männern, für die Leute vom Lande aus allen Provinzen waren diese regelmäßigen Filmvorführungen die erste Begegnung mit der Welt der lebenden Bilder. Freilich wurden dort Dokumentaraufnahmen vom Krieg gezeigt, doch geblieben ist vor allem die Erinnerung an die heiteren Filme, an ›Charlot‹ (die ersten Chaplin-Filme wurden im Oktober 1915 von Jacque Haik nach Frankreich importiert).
Anmerkungen

Trotz fast vollständiger Identität der Textpassagen bleiben Art und Umfang der Übernahmen ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Klicken

[2.] Uo/Fragment 147 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-16 23:18:42 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sorlin 1994, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 10-37
Quelle: Sorlin 1994
Seite(n): 235, 236, Zeilen: 235:2-3, li.Sp.6-39 - re.Sp.1-21; 236: li.Sp. 1-15 - re.Sp. 1-2
3.3 Italienische Filme

In Italien entstanden die ersten Filme im Jahr 1905. Innerhalb weniger Jahre gelang es den Turiner Filmstudios, sich auf dem internationalen Filmmarkt durchzusetzen. Italienische Filmemacher hatten mit der üblichen Praxis gebrochen, die Kamera direkt auf die Schauspieler zu richten. Sie verwandelten die Leinwand in eine große Fläche, auf der sich weite Bewegungen darstellen ließen. Sie wählten kühne Perspektiven, setzten geschickt Bildausschnitt, Tiefenschärfe und Aufnahmewinkel ein und zeigten bunte Massenszenen und kunstvolle Aufbauten. Die Dekoration war oft wichtiger als die Figuren. Statt Szenen von wenigen Minuten wurden komplizierte Geschichten inszeniert. Seit 1907/1908 wurden Klassiker der Literatur verfilmt wie Dante, Shakespeare, Manzoni oder auch populäre Romane wie „Die letzten Tage von Pompeji“ von Edward Bulwer-Lytton. Hierdurch öffnete sich der Markt in den Vereinigten Staaten, auf dem Verleiher enorme Vorteile anboten, um sich das Alleinvertriebsrecht zu sichern.236

Im Jahr 1914 produzierten die Itala-Studios von Turin mit CABIRIA, einer aufwendigen Darstellung der Auseinandersetzung zwischen Rom und Karthago, einen Film mit einer Länge von mehr als zwei Stunden und damit den ersten Langspielfilm in der Geschichte des Films.237 Die Italiener bewiesen hiermit ihre Möglichkeit, sich in vergangenen Zeiten zu bewegen, durch Wechsel zwischen Totale und Großaufnahme einen visuellen Schock auszulösen, Erschütterung und Gelächter einander abwechseln zu lassen und mehrere Handlungen gleichzeitig zu verfolgen. Diese Filme wurden selbst in Hollywood wie eine Offenbarung aufgenommen. Sie dienten als Vorbild, das es zu überbieten galt.

1912 waren die drei wichtigsten Abnehmer für 60% der italienischen Exporte: England, Frankreich und die Vereinigten Staaten. 1914 gingen die englischen Ankäufe um die Hälfte und die der Vereinigten Staaten um vier Fünftel zurück, und 1917 waren England und die Vereinigten Staaten zu unbedeutenden Kunden geworden. Diese Veränderung erklärt sich durch die Tatsache, dass sich Holly[wood ab 1913 an englischsprachigen Märkten orientierte, auf denen sich seine Produktionen schnell durchsetzen konnten, und sich dann nach 1915 Lateinamerika zuwandte.]


236 Vgl Toeplitz: Geschichte des Films, Bd. 1, 1987, S. 61f.

237 Vgl. ebd., S. 62.

[Seite 235]

Der italienische Film in der Zeit des Ersten Weltkrieges

[...] Erste Filme entstanden im Jahr 1905, also recht spät. Innerhalb weniger Jahre gelang es dann jedoch den italienischen, insbesondere den Turiner Filmstudios, sich auf dem internationalen Filmmarkt durchzusetzen. Die italienischen Filmemacher brachen mit der üblichen Praxis, die Kamera direkt auf die Schauspieler zu richten; sie hatten vielmehr die Idee, die Leinwand in eine große Fläche zu verwandeln, auf der sich weite Bewegungen darstellen ließen. Indem sie kühne Perspektiven wählten und zugleich den Bildausschnitt, die Tiefenschärfe des Bildes und den Aufnahmewinkel geschickt einsetzten, konnten sie es wagen, in ein und demselben Film bunte Massenszenen und kunstvolle Aufbauten zu zeigen, in denen die Figuren mitunter weniger wichtig schienen als die Dekoration. Eine weitere Neuerung des italienischen Films bestand darin, anstatt der kurzen, nur wenige Minuten dauernden Szenen komplizierte Geschichten zu inszenieren. Seit 1907/1908 wurden in den italienischen Filmstudios Klassiker der Literatur – verfilmt: Dante, Shakespeare, Manzoni, oder populäre Romane wie ›Die letzten Tage von Pompeji‹. Diese anspruchsvollen Werke öffneten ihnen den Markt der Vereinigten Staaten, und ab 1910 gewährten ihnen amerikanische Verleiher enorme Vorteile, um sich das Alleinvertriebsrecht für die historischen Filme zu sichern.

Im Jahr 1914 produzierten die Itala-Studios von Turin mit ›Cabiria‹, einer aufwendigen Darstellung der Auseinandersetzung zwischen Rom und Karthago, einen Film mit einer Länge von mehr als zwei Stunden und damit den ersten Langspielfilm in der Geschichte des Films. Die Italiener bewiesen hier, daß diese neue Kunst die Möglichkeit bot, sich in vergangene Zeiten und durch die ganze Welt zu bewegen, durch den Wechsel zwischen Totale und Großaufnahme einen visuellen Schock hervorzurufen, Gelächter und Erschütterung einander abwechseln zu lassen, mehrere Handlungen gleichzeitig zu verfolgen und vielschichtige Geschichten zu erzählen. Selbst in Hollywood wurde dieser Film wie eine Offenbarung aufgenommen, er wurde ausführlich kommentiert und diente als Vorbild, das es zu überbieten galt.

[Seite 236]

1912 waren die drei wichtigsten Abnehmer, mit denen 60% der italienischen Exporte realisiert wurden, in der Reihenfolge ihrer Bedeutung: England, Frankreich und die Vereinigten Staaten. 1914 gingen die englischen Ankäufe um die Hälfte und die der Vereinigten Staaten um vier Fünftel zurück, 1917 waren England und die Vereinigten Staaten zu unbedeutenden Kunden geworden. Diese Veränderung läßt sich durch die Tatsache erklären, daß sich Hollywood ab 1913 zunächst auf die Eroberung der englischsprachigen Märkte orientierte, auf denen sich seine Produktionen schnell durchsetzen konnten, und sich dann, nach 1915, Lateinamerika zuwandte.

Anmerkungen

Die Quellenangaben dienen offensichtlich der Täuschung des Lesers über den Ursprung des vorgelegten Textes. Zwar wird auf Seite 148 tatsächlich "Der italienische Film im Schatten D'Annunzios" genannt; der vorliegende Text findet sich aber vollinhaltlich und im Wortlaut fast unverändert in der Quelle; Übernahmen bleiben vollständig ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman


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