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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 148 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-05 11:06:46 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sorlin 1994, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 1-17
Quelle: Sorlin 1994
Seite(n): 236, Zeilen: li.Sp. 10-15 - re.Sp. 1-32
[Diese Veränderung erklärt sich durch die Tatsache, dass sich Holly]wood ab 1913 an englischsprachigen Märkten orientierte, auf denen sich seine Produktionen schnell durchsetzen konnten, und sich dann nach 1915 Lateinamerika zuwandte. Lange vor dem Ende der Feindseligkeiten hatte Italien nur noch zwei wichtige Kunden behalten: Frankreich und Spanien.238

In den Jahren vor dem Krieg war der Filmverleih in Italien stark zersplittert. Es war paradoxerweise für die italienischen Studios leichter, ihre Produktionen en bloc an die Amerikaner zu verkaufen, als mit einer Vielzahl kleiner Betreiber in Italien zu verhandeln. Umgekehrt kauften die Verleihfirmen lieber ausländische Filme, die sich auf ihrem jeweiligen nationalen Markt schon amortisiert hatten und demzufolge billiger waren. In den Großstädten liefen die großen historischen Filme mit Erfolg, in den Provinzkinos dagegen wurden ebenso viele amerikanische oder französische Produktionen wie italienische gezeigt. Hollywoods „Invasion“ in Italien war keine Folge des Krieges, sondern hatte schon 1910 begonnen. Der Vergleich mit zwei neutralen Ländern wie Dänemark oder Spanien, deren Filmindustrie nach 1920 einen Niedergang erlebte, lässt vermuten, dass die italienische Filmproduktion auch dann in die Krise geraten wäre, wenn Italien nicht in den europäischen Konflikt eingegriffen hätte.


238 Vgl. Pierre Sorlin: Der italienische Film in der Zeit des Ersten Weltkrieges, in: Tage der Menschheit, hrsg. von R. Rother, 1994, S. 235-240, hier S. 236.

Diese Veränderung läßt sich durch die Tatsache erklären, daß sich Hollywood ab 1913 zunächst auf die Eroberung der englischsprachigen Märkte orientierte, auf denen sich seine Produktionen schnell durchsetzen konnten, und sich dann, nach 1915, Lateinamerika zuwandte. Lange vor dem Ende der Feindseligkeiten hatte Italien nur zwei wichtige Kunden behalten: Frankreich und Spanien.

In den Jahren vor dem Krieg war die Expansion in Richtung Vereinigte Staaten auf Kosten des Binnenmarktes erfolgt. Der Filmverleih in Italien war stark zersplittert, und paradoxerweise war es für die italienischen Studios leichter, ihre Produktionen en bloc an die Amerikaner zu verkaufen, als mit einer Vielzahl kleiner Betreiber in Italien zu verhandeln. Umgekehrt kauften die Verleihfirmen lieber ausländische Filme, die sich auf ihrem jeweiligen nationalen Markt schon amortisiert hatten und demzufolge billiger waren. In den Großstädten liefen die großen historischen Filme mit Erfolg, in den Provinzkinos dagegen wurden ebensoviele amerikanische oder französische Produktionen gezeigt wie italienische. Hollywoods »Invasion « in Italien war keine Folge des Krieges, sondern hatte schon 1910 begonnen. Der Vergleich mit zwei neutralen Ländern wie Dänemark oder Spanien, deren Filmindustrie nach 1920 einen Niedergang erlebte, läßt vermuten, daß die italienische Filmproduktion auch dann in die Krise geraten wäre, wenn Italien nicht in den europäischen Konflikt eingegriffen hätte.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme sind trotz fast vollständiger Identität mit der Vorlage nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[2.] Uo/Fragment 148 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-05 11:36:13 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sorlin 1994, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 22-28, 29-38
Quelle: Sorlin 1994
Seite(n): 236, 237, Zeilen: 236: re.Sp. 37-50 - 237: li.Sp. 1.8-32
Kurz nach der Kriegserklärung entzogen die Banken den Produzenten ihre Kredite, woraufhin diese ihre Projekte einstellten oder mit gekürztem Budget weiterarbeiteten. Angst vor der Zukunft machte sich breit, bevor sich die Verkaufsaussichten überhaupt verringerten. Zuerst wurden die groß angelegten Verfilmungen der römischen Geschichte, dann die Adaptionen von literarischen Werken eingestellt. Als Ergebnis meldeten sich zahlreiche Kameramänner freiwillig zum kinematographischen Dienst bei der Armee.239 Interessanterweise bedienten sich die italienischen Militärbehörden schon früh des Films. Die Regierung war sich sehr wohl bewusst, welchen Einfluss ausländische Dokumentarstreifen auf die öffentliche Meinung hatten. Gleich zu Beginn der Auseinandersetzungen organisierte das italienische Oberkommando einen kinematographischen Dienst. Die geringe Ausdehnung der Front und die unvermeidliche Truppenkonzentration im Adige- und Isonzo-Tal ermöglichten ein relativ leichtes Arbeiten. Die Kameramänner filmten ununterbrochen, selbst in Zeiten von Rückschlägen - sei es nun die „Strafexpedition“ im Mai 1916 oder die österreichische Offensive im Oktober 1917, die mit der Niederlage von Caporetto endete. Der größte Teil dieses Materials ist heute jedoch unauffindbar.

239 Vgl. ebd. [gemeint: Sorlin S. 236]

[Seite 236]

Kurz nach der Kriegserklärung entzogen die Banken, deren Kredite unentbehrlich waren, den Produzenten ihre Unterstützung, woraufhin diese ihre Projekte einstellten oder mit gekürztem Budget weiterarbeiteten. Angst vor der Zukunft machte sich breit, bevor sich die Verkaufsaussichten überhaupt verringerten. Die groß angelegten Verfilmungen der römischen Geschichte waren die ersten Opfer, ihnen folgten die Adaptionen von literarischen Werken. Bemerkenswert ist, daß sich zahlreiche Kameramänner freiwillig zum kinematographi-

[Seite 237]

sehen Dienst der Armee meldeten. [...]

Die mangelnde Vorbereitung der italienischen Armee, die, an ihre Afrikafeldzüge gewöhnt, für Gebirgskämpfe schlecht ausgerüstet war, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt dagegen ist, wie die Militärbehörden versuchten, sich des Films zu bedienen. Seit August 1914 unternahmen beide gegnerischen Lager große Anstrengungen, um ihre Wochenschauen und Propagandafilme überall in Italien zu verbreiten, und die Regierung war sich sehr wohl bewußt, welchen Einfluß diese Dokumentarstreifen auf die öffentliche Meinung hatten. Gleich zu Beginn der Auseinandersetzungen organisierte das italienische Oberkommando einen kinematographischen Dienst, der sofort zu filmen begann. Die geringe Ausdehnung der Front und die unvermeidliche Truppenkonzentration im Adige- und Isonzo-Tal ermöglichten ein relativ leichtes Arbeiten. Die Kameramänner filmten ununterbrochen, selbst in Zeiten von Rückschlägen - sei es nun die »Strafexpedition« im Mai 1916 oder die österreichische Offensive im Oktober 1917, die mit dem Desaster von Caporetto endete. Der größte Teil dieses Materials ist heute unauffindbar.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130705113742

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