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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 153 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-04 13:39:51 Graf Isolan
Culbert 1994, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 1, 101-103
Quelle: Culbert 1994
Seite(n): 208, Zeilen: li.Sp. 43-50 - re.Sp. 1-6
[In seinem verzweifelten Bemühen, allen Amerikanern den wahren Charakter des Feindes mitzuteilen, errichtete das CPI ein Beratungsbüro] mit 140.000 Sprechern, sogenannten „Vier-Minuten-Männern“249.

249 Ein werbewirksames Wortspiel, das die Erinnerung der Bürger an die patriotischen Milizen der amerikanischen Revolution - die sog. minutemen von Concord (Massachusetts) verband, die versprachen nicht länger als vier Minuten zu sprechen. Vgl. Alfred Emile Cornebise: War As Advertised: The Four Minute Men and America’s Crusade, 1917-1918, Philadelphia 1984.

Das CPI, in seinem verzweifelten Bemühen, allen Amerikanern den wahren Charakter des Feindes mitzuteilen, errichtete ein Beratungsbüro mit 140000 Sprechern, sogenannten »Vier-Minuten-Männern« (ein werbewirksames Wortspiel eines Werbefachmannes, das die Erinnerung der Bürger an die patriotischen Milizen der amerikanischen Revolution - die sogenannten minutemen von Concord, Massachusetts, mit dem beruhigenden Versprechen verband, daß diese Männer nicht länger als vier Minuten sprechen würden).3

3 Mock/Larson 1939.

Anmerkungen

Übernahme ist als solche nicht gekennzeichnet (und auch nicht erkennbar).

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[2.] Uo/Fragment 153 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-10 09:06:27 Hindemith
Culbert 1994, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 8-9, 11-19
Quelle: Culbert 1994
Seite(n): 208, 209, Zeilen: 208: re.Sp. 19-23.34-50 - 209: li.Sp. 1-8
Der beste Beweis für die Brutalität der Feinde war die Versenkung der „Lusitania“ im Mai 1915 durch ein deutsches Torpedo. Schon kurz darauf wurde dies zu einem Film verarbeitet, in dem eine der geretteten Passagierinnen, Rita Jollivet, die Hauptrolle spielte.250 Da Amerika bereits eine hochentwickelte Reklamekultur besaß, die mit den Methoden der Massenbeeinflussung und der flächendeckenden Reklame schon einen Markt für Luxusgüter geschaffen hatte, war es ein leichtes, die Deutschen mit extremen Stereotypen zu verunglimpfen. Es wurde der Anschein erweckt, alle Deutschen seien brutal, ihre Zivilisation nur Tünche, ihrem Charakter sei ein hoher Grad an Missachtung von Recht und Gesetz sowie Gefühllosigkeit gegenüber anderen Menschen eigen. Derartige Klischees wurden durch starke Entwürfe auf Plakaten und in Filmen umgesetzt, um ein „100 %es Amerikanertum“ zu schaffen.

250 Vgl. Toeplitz: Geschichte des Films, Bd. 1, 1987, S. 127.

[Seite 208]

Der beste Beweis für die Brutalität der »Hunnen« war die Versenkung der »Lusitania« (die im Mai 1915 von einem deutschen Torpedo getroffen wurde), [...]

[...] In Amerika gab es bereits eine hochentwickelte und ausgereifte Reklamekultur, das hieß, daß Methoden der Massenbeeinflussung, einschließlich flächendeckender Reklame zur Schaffung eines Massenmarktes für Luxusgüter, an Ort und Stelle vorhanden waren. Indem der Anschein erweckt wurde, daß alle Deutschen brutal seien, daß die deutsche Zivilisation nichts weiter als Tünche sei, daß der typische deutsche Soldat Frauen vergewaltige, bevor er sein Gewehr auf den gegnerischen Soldaten richte, entstand der Eindruck, dem deutschen Charakter sei ein hoher Grad an Mißachtung für Recht und Gesetz sowie Gefühllosigkeit gegenüber anderen menschlichen Wesen eigen. Der-

[Seite 209]

artige stereotype Bilder wurden, durch den ihnen eigenen Charakter, in Entwürfe umgesetzt, die die Stärke von Plakaten und Spielfilmen ausmachen - beide spielten bei der Schaffung des sogenannten »100%igen Amerikanertums« als innerer Schutz gegen alles Deutsche eine wichtige Rolle.

Anmerkungen

Die inhaltliche Übernahme aus Culbert (1994) unter Verwendung so mancher Originalformulierung bleibt ungekennzeichnet.

Der der Fußnote vorangehende Satz ist tatsächlich ein (Fast-)Zitat aus Toeplitz (ung geht nicht in die Seitenzählung ein); dort heißt es wörtlich: "Die Torpedierung der „Lusitania“ wurde schon kurz darauf zu einem Film verarbeitet. Die Hauptrolle spielte eine der geretteten Passagierinnen, Rita Jollivet."

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Uo/Fragment 153 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-20 08:01:04 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Toeplitz 1975, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 9-11, 19-29
Quelle: Toeplitz 1975
Seite(n): 127, 128, Zeilen: 127:32-41.45-46 - 128:1-3
Der beste Beweis für die Brutalität der Feinde war die Versenkung der „Lusitania“ im Mai 1915 durch ein deutsches Torpedo. Schon kurz darauf wurde dies zu einem Film verarbeitet, in dem eine der geretteten Passagierinnen, Rita Jollivet, die Hauptrolle spielte.250 [...] Unter den pazifistischen Filmen ist WAR BRIDES (1916; Regie Herbert Brenon) zu nennen, der mit einer Friedenskundgebung der Frauen und dem Selbstmord der Heldin als Ausdruck des Protestes gegen den Krieg endet. Die Handlung spielte überwiegend in einer typisch deutschen Landschaft. Zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes, so eine der ersten Entscheidung der Kriegszensur, kam WAR BRIDES auf die Leinwand.

Noch vor dem Eintritt Amerikas in den Krieg drehte J. Stuart Blackton unter persönlicher Beteiligung des Expräsidenten Theodore Roosevelt den Film THE BATTLE CRY OF PEACE (1915), dessen Attraktion Aufnahmen von deutschen Flugzeugen bei der Bombardierung New Yorks war, und der zur raschen Intervention aufforderte.251


250 Vgl. Toeplitz: Geschichte des Films, Bd. 1, 1987, S. 127.

251 Vgl. ebd., S. 128.

[Seite 127]

Die Torpedierung der „Lusitania“ wurde schon kurz darauf zu einem Film verarbeitet. Die Hauptrolle spielte eine der geretteten Passagierinnen, Rita Jollivet.

Unter den pazifistischen Filmen verdient War Brides (Kriegsbräute, 1916; Regie Herbert Brenon) Beachtung. Er endete mit einer Friedenskundgebung der Frauen und dem Selbstmord der Heldin als Ausdruck des Protestes gegen den Krieg. Fast die gesamte Handlung des Films spielte in einem Lande, das sehr deutlich als Deutschland gekennzeichnet war. Doch eine der ersten Entscheidungen der Kriegszensur war es, die Kriegsbräute erst zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes auf die Leinwand zu bringen. [...]

Noch vor dem Eintritt Amerikas in den Krieg drehte J. Stuart Blackton unter persönlicher Beteiligung des Expräsidenten Theodore Roosevelt den Film The

[Seite 128]

Battle Cry of Peace (Der Kriegsruf des Friedens, 1915), der zur raschen Intervention aufforserte. Die Attraktion des Films waren Aufnahmen, wie die deutschen Flugzeuge und die Flotte New York bombardieren.

Anmerkungen

Art und Umfang der größtenteils wörtlichen Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Uo/Fragment 153 29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-05 23:28:06 WiseWoman
BauernOpfer, Culbert 1994, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 29-39
Quelle: Culbert 1994
Seite(n): 209, Zeilen: li.Sp. 9-33
Als Amerika im April 1917 in den Krieg eintrat, verfügte es weder über Schiffe für den Transport von Truppen und Nachschub an Kriegsmaterial, noch über ausgebildete Truppen, die man in den Kampf nach Europa schicken konnte. Alles musste in großer Eile erledigt werden, da die Bereitschaftskampagnen der Jahre 1915 und 1916 den Kongress nicht von der Existenz einer starken Krise hatten überzeugen können. Wilson erkannte, dass Slogans wie „The War to End All Wars“ oder „Making the World Safe for Democracy“ gewaltige Werbekampagnen erforderten, bevor die Amerikaner die Notwendigkeit ziviler Opfer akzeptieren würden. Das verlangte auch nach einem erschreckend bösen Feind. Für amerikanische Propagandisten gab es im Ersten Weltkrieg nur einen Feind, den Kaiser und den „vertierten deutschen Hunnen“. Österreich-Ungarn existierte, [so weit es die Propagandisten betraf, als Feind nicht, und das Osmanische Reich war überhaupt keiner Diskussion wert.] Als Amerika im April 1917 in den Krieg eintrat, verfügte es weder über Schiffe für den Transport von Truppen oder Nachschub an Kriegsmaterial, noch über ausgebildete Truppen, die man in den Kampf nach Europa schicken konnte. Alles mußte in großer Eile erledigt werden, da die Bereitschaftskampagnen der Jahre 1915 und 1916 den Kongreß nicht von der Existenz einer starken Krise hatten überzeugen können. Wilson erkannte, daß Slogans wie »The War to End All Wars« oder »Making the World Safe for Democracy« gewaltige Werbekampagnen erforderten, bevor die Amerikaner die Notwendigkeit ziviler Opfer akzeptieren würden. Das verlangte umgekehrt nach einem erschreckend bösen Feind. Für amerikanische Propagandisten gab es im Ersten Weltkrieg nur einen einzigen Feind - den Kaiser und den »vertierten deutschen Hunnen«. Österreich-Ungarn existierte, so weit es die Propagandisten betraf, als Feind nicht, und das Osmanische Reich war überhaupt keiner Diskussion wert.
Anmerkungen

Nicht als Übernahme gekennzeichnet.

Einstufung noch als Bauernopfer, da ein Hinweis auf die Quelle am Ende des Absatzes auf der nächsten (!) Seite erfolgt (vgl. Uo/Fragment_154_01).

Sichter
(Graf Isolan), Agrippina


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130920082336

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