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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 157 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 00:06:48 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 9-35
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 171-172, Zeilen: 171:1.3-7.8-23.31 - 172:1-2.8-9.11-13
4. DAS KINO IM BESETZTEN BELGIEN UND NEUTRALEN DÄNEMARK

Im August 1914 marschierten die Deutschen in das neutrale Belgien ein und besetzten es. Zum Jahresende bereits sollte das tägliche Leben „normal“ weitergehen, obwohl viele Gräueltaten begangen worden waren. Ein politisches Ziel der Deutschen war, die flandrischsprechenden Belgier, die zu dieser Zeit mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachten, auf ihre Seite zu bringen. Eine französischsprechende Elite dominierte das politisch-ökonomische und kulturelle Leben. Die deutsche Besetzung war nun für eine kleine Gruppe flämischer Nationalisten (Aktivisten) eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihre kulturelle und politische Macht in Flandern zu zeigen. Sie erklärten 1917 die Unabhängigkeit Flanderns und gründeten den Rat von Flandern (Raad voor Vlaanderen) mit einer Propagandakommission (Centraal Vlaamsch Propagandabureel), die von den Deutschen finanziert wurde. Als die flandrische Bevölkerung einer Zusammenarbeit mit den deutschen Angreifern nicht zustimmte, erhielt die Propaganda für die Sache der Aktivisten hohe Priorität (Flamenpolitik).263

Im September 1917 gingen im Gebiet Brüssels schätzungsweise jede Woche ungefähr 200.000 Kinder ins Kino gingen [sic]. Zu dieser Zeit gab es ungefähr achtzig Kinos in der belgischen Hauptstadt. Der Filmbesuch wurde von der Besatzungsmacht gefördert, da er auch Steuereinnahmen brachte. Das Bild- und Filmamt lieferte Filme und Filmmaterial nach Belgien. Statistiken zeigen, dass in Belgien mit sieben Millionen Einwohnern ungefähr fünfzig Millionen Kino- und Theaterkarten zwischen Juni 1916 und Juni 1917 verkauft wurden.264

Im Oktober 1914 diskutierte die belgische Kinoindustrie bereits über die neu eingeführte Zensur und auch darüber, ob es gerechtfertigt sei, in der Kriegszeit Filme zu zeigen. Mehrere Unternehmen wurden geschlossen, da bei Fortdauer der Besetzung über Jahre das Funktionieren der Kinos für das Überleben ihrer [Besitzer und des Personals lebenswichtig waren.]


263 Vgl. Guido Convents: Cinema and German Politics in Occupied Belgium, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 171-178, hier S. 171.

264 Vgl. ebd.

[Seite 171]

Cinema and German Politics in Occupied Belgium

GUIDO CONVENTS

In August 1914 the Germans invaded neutral Belgium and occupied most of the territory. At the end of that year the Germans ordered that daily life had to go on ‘normally’, although a lot of atrocities had been committed.

One of the political aims of the Germans was to bring the Flemish-speaking Belgians - at that time something more than half of the population - over to their side. A special strategy, known as the Flamenpolitik, was worked out. At that time a Frenchspeaking elite dominated the political-economical and cultural life. The German occupation now gave an excellent opportunity to a small group of Flemish nationalists (activists), to obtain cultural and political monopoly in Flanders. They declared in 1917 the independence of Flanders (the northern part of the country) and founded the Raad voor Vlaanderen (‘Council for Flanders’), with a propaganda commission (Centraal Vlaamsch Propagandabureel) financed by the Germans. As the Flemish population did not admit any collaboration with the German invaders, propaganda for the activist cause was given a high priority.1

In September 1917, a provincial governor, Emile Beco, declared that just in the area of Brussels about 200.000 children were going every week to the pictures. According to a German officer, at that time there were about eighty cinemas in the Belgian capital. Beco stressed that the occupying forces were encouraging going the movies, because it led to a large quantity of tax-income. He also explained that a special organisation was founded in Berlin to export films and filmmaterial to Belgium. The organisation he was referring to must have been the Bild- und Filmamt.2 [...] Several statistical data indicate that in

[Seite 172]

this occupied country (seven million inhabitants) something like fifty million cinema and theater tickets were sold between June 1916 and June 1917. [...]

[...]

On 16 October 1914, the Belgian cinema industry discussed not only the new established censorship but also whether it was justified to show films in wartime. [...] Those who wanted to close down could have done so. But the remark was made that if the occupation lasted years, the functioning of the cinemas could be vital for the survival of their owners and staff.4


1 M. de Vroede, ‘Geknecht land. Het Duitse regime in ‘t Bezette deel van België’, p. 27, 1914-1918 De Eerste Wereldoorlog, Amsterdam, Antwerpen, 1975, p.31; L. Schepens, ‘België in de Eerste Wereldoorlog’, p. 26, Algemene Geschiedenis der Nederlanden 1914-1940 (henceforth AGN), vol. 14, Haarlem, 1979.

2 O. von der Lancken, Tätigkeitsbericht der Politischen Abteilung bei dem Generalgouvemeur in Belgien. Von Anfang August 1917 bis Ende Januar 1918, Berlin, 1918, pp. 32-33.

[...]

4 H. Gaus, ‘Het cultureel-maatschappelijk leven in België 1918-1940’, AGN, vol. 14, p. 282.

Anmerkungen

Die Quelle wird in zwei vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen auf Seite 159 vollständig dem Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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