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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 160 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 23:53:54 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 1-40
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 175-176, Zeilen: 175:3-16.18-23.24-29.33-37 - 176:1-2.(4-6).20-21.26-32
Anfang 1918 wurde in Antwerpen eine Filmkommission gegründet, die nicht nur die Vorführung von Filmen, sondern auch die Filmproduktion und Verteilung plante. Im August 1918 gab die Militärpolizei in Antwerpen die Genehmigung, in Gegenwart eines militärischen Beobachters zu filmen. Örtliche Produktion und deutsche Filme sollten unter dem Decknamen Flandria Film verteilt werden. Die Film-Kommission hatte angeblich schon Schriften von berühmten Autoren wie Lode Baeckelmans and Paul Van Ostaijen, bekam jedoch hierfür keine Geldmittel vom Centraal Vlaamsch Propagandabureel in Brüssel.273

Oberleutnant Picht, ein Nachrichten-Offizier, der verantwortlich für die Verbreitung flandrischer Propaganda im Gefangenenlager bei Courtray war, präsentierte am 12. August 1918 Vorschläge für die Organisation flandrischer Propaganda. Das Hauptmedium für ihn war das Kino. Hier sollte Geschichte und Landschaft von Flandern behandelt werden. Hauptmann Staehle, Nachrichtenoffizier der 4. Armee in Belgien und der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten des Generalhauptquartiers in Berlin, schrieb daraufhin, dass der Film in Flandern als ein sehr effizientes Mittel betrachtet werde, um die flandrische Bewegung in der Welt zu propagieren. Das Filmprojekt hieß DE LEEUW TRANSPORTER [sic] VLAANDEREN (Der Löwe von Flandern), und sollte in Courtray aufgenommen werden. Auch konnten im (belgischen) Kriegsgefangenenlager die Aktivitäten der flandrischen Soldaten, die ihre flandrische Sache propagierten, gefilmt werden. Staehle entschied, da einige dieser Gefangenen schon für deutsche Propaganda gearbeitet hatten, diese als Statisten zu beschäftigen. Er betonte, dass die Ausgaben für dieses Filmprojekt mit einigen wenigen Schauspielern und Zubehör niedrig sein würden.274

Der Generalsekretär der Deutsch-Flämischen Gesellschaft in Düsseldorf, Rechtsanwalt Stocky, korrespondierte Ende März 1918 mit Faignaert. Er bat um Unterstützung bei der Realisation des Films DE LEEUW TRANSPORTER [sic] VLAANDEREN. Das Buch, geschrieben von Hendrik Conscience, spielte Mitte des 19. Jahrhunderts und galt als die romantische und mythische Basis des Flämischen [sic] Nationalismus. Im Mittelpunkt des Film stand die Schlacht bei Courtray, wo 1302 der flämische Adel den französischen besiegte. Stocky wollte die UFA in Berlin dafür interessieren. Er glaubte, es würde helfen, der Welt die Flämische [sic] Sache zu erklären.275 „Dabei bedarf es gar keiner Frage, dass dieser Film ausschließlich anti-französisch und darum in deutschem Sinne wirken würde.“276

Maximilian Moris, ein berühmter deutscher Theaterregisseur, wurde gebeten, die Regie des Films zu übernehmen. Die vorgeschlagenen Schauspieler waren Persönlichkeiten des deutschen und auch des flämischen Theaters. Die technische Ausrüstung sollte vom BUFA ausgeliehen werden. Die deutsche Verwaltung war jedoch zurückhaltend, da bereits eine Filmgesellschaft aus Berlin Pläne für den gleichen Film vorgelegt hatte. Man fürchtete, wenn so viele [Leute in der Kriegzone um Courtray wären, könnten Spione angelockt werden.277]


273 Vgl. Convents: Occupied Belgium, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 175.

274 Vgl. ebd.

275 Vgl. ebd.

276 Zit. n. Convents, ebd. S. 176 (Übers, v. d. Verf.).

277 Vgl. ebd.

[Seite 175]

In March or April 1918, a Film-Kommissie was established at the Gouw Antwerpen. This committee planned not only the screening of films but also film production and distribution. At the end of August, the military police in Antwerp gave authorisation to film in the presence of a military observer. Local production and German films would be distributed under a cover (Flandria Films). According to the Film-Kommissie, scripts had already been delivered by famous authors such as Lode Baeckelmans and Paul Van Ostaijen, but no funds came from the Centraal Vlaamsch Propagandabureel in Brussels.13

The intelligence officer Oberleutnant Picht, who was also in charge for spreading Flemish propaganda in the prisoner camp at Courtray a few miles behind the front, presented his proposals for the organization of the Flemish propaganda on 12 August 1918. One of the media he took into account was cinema. He explained that the history and the landscape of Flanders were fortunate subjects and still underused by directors. [...] Two weeks later Hauptmann Staehle, intelligence officer of the 4th army in Belgium, wrote to the section for foreign affairs of the General Headquarters in Berlin. He stressed that the use of film was considered in Flanders (or by his office) as a very efficient means to propagate the Flemish movement in the world. The project he had in mind was the film DE LEEUW VAN VLAANDEREN (‘The Lion of Flanders’), to be shot in Courtray and its surroundings. [...] Also, at the (Belgian) prisoner of war camp, the activities of the Flemish soldiers who were active in propagating the Flemish cause could be filmed. According to Staehle, this would be easy because some of these prisoners had already worked for German propaganda and could be employed as extras. He even stressed that the costs for this film project would be low (a few actors and accessories...).14

[...]

The general secretary of the Deutsch-Flämischen Gesellschaft in Düsseldorf, the lawyer Storky, corresponded at the end of March 1918 with Faignaert. Storky asked for support in realizing the project of producing the film . The book, written by Hendrik Conscience, set in the midst of the 19th century, is considered the romantic and mythical basis for Flemish nationalism.

[Seite 176]

Storky’s plans were to contact UFA in Berlin. The production had to become the Flemish national film:

[...] Dabei bedarf es gar keiner Frage, dass dieser Film ausschliesslich anti-französisch und darum in deutschen Sinne wirken würde.16

[...]

[...] The centrepoint of the film was the battle at Courtray where the Flemish defeated the French nobility in 1302.

[...] Maximilian Moris, working for the German theater, was asked to be the director of the film. He had a reputation as a famous German stage director. The proposed actors included personalities from the German theater and also well-known Flemish people. The technical equipment would be borrowed from BUFA. However, the German authorities seemed reticent because a film company from Berlin had already laid plans for the same film, and having so many people in the war zone around Courtray could attract spies.17



11 H. Barkhausen Filmpropaganda für Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Hildesheim, 1982, p. 77 and p. 259.

14 ARA-Brussels, Archief van de Raad van Viaanderen, D65 (Filmkommissie).

16 Les Archives du Conseil de Flandre, Brussels: Ligue Nationale pour l’Unité Belge, 1928, pp. 372-400; Het Toneel, 4 May 1918; The Deutsch-Flämische Gesellschaft was founded on March 21, 1917, in Germany to facilitate the relations between Germans and Flemish, for instance between Flemish workers and prisoners of war in Germany. ARA-Brussels, Archief van de Raad van Viaanderen, D105.

17 ‘Het aktivistisch avontuur’, p. 280. For a biography of Jan Wannijn, see Flamenpolitik, p. 312.

Anmerkungen

Die Quelle wird in mehreren vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Beim Zitat musste Uo entgegen der Aussage der Fußnote 276 nichts übersetzen, da es bereits auf deutsch vorlag. Einzig ein Kasusfehler wurde korrigiert.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen der Seite 159 vollständig dem Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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