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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 226 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-13 23:39:46 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Rother 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 226, Zeilen: 1-13, 102-105
Quelle: Rother 1995
Seite(n): 125, 126, Zeilen: 125:39-40; 126:3-6.18-25
Erstmalig wurden in einigen Szenen die Schrecken des Krieges gezeigt. Die Innovation, die THE BATTLE OF THE SOMME darstellte, seine Glaubwürdigkeit und sein Erfolg bewirkten, dass der erste Film, der von der neuen Institution BUFA vorgestellt wurde, als deutsche Antwort auf diesen englischen Film konzipiert wurde.

Das BUFA wurde bemerkenswerterweise bereits vor seiner offiziellen Gründung am 30. Januar 1917 aktiv und trat schon anlässlich der Uraufführung des Films BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME an die Öffentlichkeit.17 Zum ersten Mal wurde ein Film als offizielle Bekanntmachung präsentiert. Erstaunlich war, dass vorab in der Presse über das Ereignis berichtet und ein ausgewähltes Publikum, darunter auch Journalisten, dazu eingeladen wurde, zumal es in Deutsch- land zuvor keine vergleichbare „Pressevorführung“ für Propagandafilme gegeben hatte.


17 BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME, Produktion: BUFA, die Kameramänner sind nicht ermittelt, d.h. es gibt keine Produktionsunterlagen, 981 Meter, Erstaufführung: 19.1.1917, Erstzensur 27.1.1917 mit einer Länge von 967 m. Die Kopie des Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin hat eine Länge von 964 m und entspricht vermutlich der Fassung von 1921. Siehe Filmprotokoll.

[Seite 125]

Erstmalig war ein Film entstanden, der es unternahm, mindestens in einigen Szenen den Schrecken des Krieges zu zeigen.

[Seite 126]

Die Innovation, die THE BATTLE OF THE SOMME darstellte, seine Glaubwürdigkeit und sein Erfolg machen es verständlich, daß der erste Film, der von der neuen Institution Bufa vorgestellt wurde, als deutsche Antwort auf den englischen Film konzipiert war. [...]

[...]

[...] Das Bufa wurde bemerkenswerterweise bereits vor dem Gründungserlaß des Preußischen Kriegsministeriums (vom 30. Januar 1917) aktiv und trat sogar an die Öffentlichkeit: anläßlich der Uraufführung des Films BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME.16

Auffallend an dieser Premiere ist zunächst, daß es sie überhaupt gab - es war das erste Mal, daß ein Film auf diese Art, quasi als eine offizielle Bekanntmachung, präsentiert wurde. Im damaligen Kontext ist auch erstaunlich, daß vorab in der Presse über das Ereignis berichtet und zu ihm ein ausgewähltes Publikum, darunter auch Journalisten, eingeladen wurde. Schon diese Einladung war ungewöhnlich, es gab zuvor in Deutschland keine vergleichbare >Pressevorführung< für Propagandafilme, noch dazu in derart festlichem Rahmen.


16 BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME, Produktion: Bufa (>in Gründung<), Kameramänner nicht ermittelt (keine Produktionsunterlagen vorhanden), 981 Meter, Erstaufführung: 19.1.1917, Erstzensur 27.1.1917 mit einer Länge von 967 m. Die Kopie des Bundesarchivs hat eine Länge von 964 m und entspricht vermutlich der Fassung von 1921. Für diese Angaben danke ich Hans-Gunter Voigt, Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 226 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-19 20:10:07 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Rother 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 226, Zeilen: 25-32, 108-113
Quelle: Rother 1995
Seite(n): 127, Zeilen: 127:11-17.22-25; 135:30-36
Im Berliner Tageblatt vom 20. Januar 1917 wurde mit dem Titel Kämpfe an der Somme u.a. veröffentlicht:

„Das Bild- und Filmamt (Militärische Stelle des Auswärtigen Amtes) hatte gestern nachmittag zu einer Filmvorführung im Tauentzienpalast geladen, die von sonstigen Kinoschauspielen sich erheblich unterschied. Keine Detektivgeschichte und kein Scherzerlebnis wurde gezeigt, sondern der grausige Ernst des Krieges sprach zu den Zuschauern, die von ihren weichen Sesseln beklommen ein Blick in die Hölle tun durften, in der unsere Tapferen für die Ruhe der Leute zu Hause leben und sterben müssen. [...] Ist dies noch Bild, nur Bild? Auch die lahmste Phantasie wird fortgerissen und ergänzt diese Abschrift der Wirklichkeit durch das Getöse des Kampfes. Alle Zuschauer schweigen, keinem kommt es in den Sinn, nach diesen Szenen Beifall zu spenden. Aber es gibt auch keinen, der unbewegt von dannen ginge. Achtung vor dem Kino, dem vielverlästerten! Hier wird es Geschichte.”l8

In der Auslassung werden die drei deutlich voneinander abgehobenen Teile des Films besprochen. Die Botschaften seiner Zwischentitel werden zum Teil paraphrasiert, zum Teil wird die bildlich umgesetzte Propaganda in Worte gefasst. Keiner der Artikel, die ab dem 20. Januar in der Berliner Presse erschienen, versäumte es, auf den offiziellen Charakter des Films hinzuweisen, der auch in den Anzeigen erwähnt wurde.l9 Die Vorab-Berichterstattung war von der Öffentlichkeitsarbeit des BUFA als Möglichkeit erkannt und genutzt worden, eine bestimmte Rezeptionsweise zu lancieren.20


18 BArch 901/947, Bl. 230: Berliner Tageblatt vom 20. Januar 1917 mit dem Titel: Kämpfe an der Somme.

19 In der Lichtbildbühne gibt es ein kleines Reklamegerangel um den Film. Für die EIKOWOCHE Nr. 124 (Erscheinungstag Freitag, der 19. Januar 1917 - also am Uraufführungstag von BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME), wird in der Nr. 2 so geworben: „hochinteressante Bilder von der Somme-Schlacht. Handgranaten-Angriff, Truppen gehen zum Sturm vor, Trommelfeuer u. a.“. Bemerkenswert ist diese Reklame, weil aktuell die Front an der Somme im Januar 1917 keineswegs besonders umkämpft ist; die alliierte Offensive ist längst beendet worden.

20 Vgl. die „atemlose Prosa" von Hans Brennert in der BZ am Mittag am 17. Januar, die [offenbar versucht, das Filmerlebnis zu suggerieren, abgedruckt bei: Rother: Helden an der Somme, in: KINtop 4, hrsg. von F. Kessler, S. Lenk, M. Loiperdinger, 1995, S. 127. Dort auch ein ausführlicher Vergleich zur Berichterstattung der Presse über diesen Film.]

[Seite 126]

Der Vorbericht erschien am 17. Januar, zwei Tage vor der Premiere, in der BZ am Mittag; verfaßt hatte ihn Hans Brennert.17

[Seite 127]

Die atemlose Prosa, die auch den Rest des Textes prägt, versucht offenbar das >Filmerlebnis< zu suggerieren. Die drei deutlich voneinander abgehobenen Teile des Films werden alle in dieser Art beschworen, wobei zum Teil die Botschaften seiner Zwischentitel paraphrasiert werden, zum Teil seine bildlich umgesetzte Propaganda in Worte gefaßt wird. Die Vorab-Berichterstattung ist also von der Öffentlichkeitsarbeit des Bufa als Möglichkeit erkannt und genutzt worden, eine bestimmte Rezeptionsweise zu lancieren.

[...]

[...] Keiner der Artikel, die ab dem 20. Januar in der Berliner Presse erscheinen, versäumt es, auf den offiziellen Charakter des Films hinzuweisen, der auch in den entsprechenden Anzeigen erwähnt wird.18

[Seite 135]

Am weitesten jedoch ging das Berliner Tageblatt, und wurde dabei grundsätzlich:

Ist dies noch Bild, nur Bild? Auch die lahmste Fantasie wird fortgerissen und ergänzt diese Abschrift der Wirklichkeit durch das Getöse des Kampfes. Alle Zuschauer schweigen, keinem kommt es in den Sinn, nach diesen Szenen Beifall zu spenden. Aber es gibt auch keinen, der unbewegt von dannen ginge. Achtung vor dem Kino, dem Vielverlästerten! Hier wird es Geschichte!31


17 Hans Brennert war später auch als Drehbuchautor für das Bufa tätig, bei den Filmen DAS TAGEBUCH DES DR. HART und DER FELDGRAUE GROSCHEN; vgl. Barkhausen, Filmpropaganda für Deutschland, S. 169. Für den Film DAS SAUGETIER (Produktion: Union-Film, 1918) schrieb er die Verse der Zwischentitel.

18 In der Lichtbildbühne gibt es ein kleines Reklamegerangel um den Film. Für die EIKO-WOCHE Nr. 124 (Erscheinungstag Freitag, der 19. Januar - also am Uraufführungstag von BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME wird in der Nummer 2, 1917 so geworben: »hochinteressante Bilder von der Somme-Schlacht. Handgranaten-Angriff, Truppen gehen zum Sturm vor, Trommelfeuer u. a.«. Bemerkenswert ist diese Reklame, weil aktuell die Front an der Somme im Januar 1917 keineswegs besonders umkämpft ist; die alliierte Offensive ist längst beendet worden. Offenbar wird hier auf einen >Mitnahme-Effekt< spekuliert. In der Lichtbildbühne Nr. 3, 1917, wird entsprechend geantwortet. BEI UNSEREN HELDEN AN DER SOMME sei »nicht zu verwechseln mit anderen Kriegsfilmen, die lediglich kleine Ausschnitte in Wochenübersichten geben!«

[...]

31 Beide am 20.1.1917.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Was Uo in der "Auslassung" in dem Artikel aus dem Berliner Tageblatt vom 20.1.1917 zu finden vorgibt, schreibt Rother (1995) explizit einem Artikel von Hans Brennert in der BZ am Mittag vom 17.1.1917 zu.

Die Zeilenzählung dieses Fragments beginnt nach dem Zitat aus dem Berliner Tageblatt. Dieses wurde hier mit wiedergegeben, um o.a. Sachverhalt zu dokumentieren.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1


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