Fandom

VroniPlag Wiki

Uo/292

< Uo

31.358Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 292 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-25 18:58:35 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Lenk 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 1-12
Quelle: Lenk 1997
Seite(n): 59, 60, Zeilen: 59:10-32; 60:14-17
Charles Pathé war sehr innovativ.90 Bisher einzeln gezeigte Filme wurden nun in eine [sic] Serie von mehreren, hintereinander montierten Filmen im Rahmen des PATHÉ FAITS-DIVERS angeboten. Entstanden die Aktualitätenfilme bisher in unregelmäßigen Abständen, musste die Firma von nun an jede Woche, später halbwöchentlich [sic] durchschnittlich zwischen acht und zwölf Nummern liefern. Sie hatte auf Internationalität der Sujets zu achten, um auch ausländische Filialen beliefern zu können. Ab 1912 wurde zum PATHÉ-JOURNAL zusätzlich eine illustrierte Zeitung von 8 bis 16 Seiten verteilt, die gleichzeitig als Kinoprogramm und als Werbung für das Filmjournal diente.91 Die Themen des kinematographischen Journals entsprachen einer durchschnittlichen Zeitung. Hier bewahrheitete sich, was für die ,Filmpresse' bereits zu Zeiten Lumières galt: informieren, unterhalten und die Neugierde der ,großen Masse' befriedigen.

90 Das PATHÉ FAITS-DIVERS erschien einmal wöchentlich, ab 1911 wegen großer Nachfrage zweimal pro Woche (als PATHÉ-JOURNAL A und B). Ab dem 3. Oktober 1913 soll es angeblich täglich erschienen sein. Es dauerte noch einige Zeit, bis die Konkurrenz ebenfalls Wochenschauen auf den Markt brachte: FILM-GAUMONT-ACTUALITÉS ab dem 21. Oktober 1910 (in Deutschland GAUMONT-WOCHE), das ECLAIR-JOURNAL (in Deutschland ECLAIR-REVUE) ab dem 12. Juli 1912, die CLNÉ-CHRONIQUE [sic] der Firma Biogram Film ab Juni/Juli 1913 und die CINÉ-GAZETTE der Rapid-Film ab Februar 1914.

91 Vgl. ebd.

[Seite 59]

Das PATHÉ FAITS-DIVERS erscheint einmal wöchentlich, ab 1911 (wohl wegen großer Nachfrage) zweimal pro Woche (als PATHÉ-JOURNAL A und B).60 Ab dem 3. Oktober 1913 soll es angeblich täglich erschienen sein; es ist jedoch unwahrscheinlich, daß es jeden Tag neue Filmbilder bot.61 Es dauert noch einige Zeit, bis die Konkurrenz ebenfalls Wochenschauen auf den Markt bringt: FILM-GAUMONT-ACTUALITÉS ab dem 21. Oktober 1910 (in Deutschland GAUMONT-WOCHE), das ECLAIR-JOURNAL (in Deutschland ECLAIR-REVUE) ab dem 12. Juli 1912, die CINÉ-CHRONIQUE der Firma Biogram Film ab Juni/Juli 1913 und die CINÉ-GAZETTE der Rapid-Film ab Februar 1914.62

Charles Pathé hat ein feines Gespür für Geschäfte und setzt nicht zu Unrecht auf die Erweiterung dieses Zweiges, d.h. auf eine Produktionssteigerung. Gleichzeitig handelt er hier in mehreren Punkten innovativ:

- Wurden die Filme bisher einzeln gezeigt, bietet die Firma Pathé nun eine Serie von mehreren, hintereinander montierten Filmen im Rahmen des PATHÉ FAITS-DIVERS an.

- Entstanden die Aktualitätenfilme bisher in unregelmäßigen Abständen, muß die Firma von nun an jede Woche, später halbwöchentlich [sic] im Schnitt zwischen acht und zwölf Nummern liefern, wobei sie auf Internationalität der Sujets zu achten hat, um auch die ausländischen Filialen beliefern zu können.

- Ab 1912 wird zum PATHÉ-JOURNAL zusätzlich eine illustrierte Zeitung von 8 bis 16 Seiten verteilt, die wohl gleichzeitig als Kinoprogramm und als Werbung für das Filmjournal dient.

[Seite 60]

In der Bandbreite der Themen entspricht das kinematographische Journal einer durchschnittlichen französischen Zeitung. Was für die >Filmpresse< bereits zu Zeiten Lumières galt, bewahrheitet sich hier: informieren, unterhalten und dabei die Neugierde der »großen Masse< befriedigen.


60 Der genaue Zeitpunkt ist für Frankreich bisher unbekannt; in Deutschland, wo laut Herbert Birett das PATHÉ-JOURNAL mit der Nr. 47 (wahrscheinlich vom 12.3.1910) Einzug hält, erfolgt die Umstellung mit der Nummer 105 vom 22.4.1911. Das PATHÉ-JOURNAL bietet in Frankreich und Amerika (vgl. Mould (wie Anm. 20), S. 33) mehr heimische, in Belgien und Deutschland mehr französische als nationale Themen an.

61 Vgl. Meusy (wie Anm. 1), S. 150; Luke McKernan wies anläßlich einer Diskussion auf dem DOMITOR-Kongress in Paris im Dezember 1996 darauf hin, daß täglich wohl nur ein geringer Prozentsatz ausgetauscht wurde, wie dies in England der Fall war (vgl. hierzu auch Luke McKernan (wie Anm. 51), S. 3).

62 Vgl. Meusy (wie Anm. 1), S. 259. Die GAUMONT-WOCHE beginnt in Deutschland am 19.10.1910 mit der Nummer 2.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Wie die Verfasserin der Quelle vergisst auch Uo das Komma nach dem Einschub "später halbwöchentlich".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130925185913

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki