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Film und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Propaganda als Medienrealität im Aktualitäten- und Dokumentarfilm

von Dr. Ulrike Oppelt

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Uo/Fragment 327 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 09:44:00 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Westbrock 1983

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 327, Zeilen: 1-29, 101-109, 112-118
Quelle: Westbrock 1983
Seite(n): 12, 14, 15, 17, 18, 19, Zeilen: 12:4-7.101-106; 14:101-106; 15:16-23; 17:4-16; 18:6-29; 19:3-25.102-110
[Eine Kombination theoretischer und] praktischer Fragen war schließlich das „Jahrbuch für deutsche Filmwerbung 1936“l45.

Die Janusköpfigkeit des Werbefilms - einerseits Film mit der „Potenz einer Kunst“, andererseits Werbemittel - stellte die Frage nach der Qualifikation. Peter Nöldechen wies 1955 daraufhin [sic], dass die psychologische Voraussetzung für den Wirkungserfolg die Unterhaltung ist. Der Werbefilm soll „Fantasie und Wirklichkeit optisch zu einer Einheit verbinden, um den Betrachter dadurch im Sinn des werbenden Gedankens zu beeinflussen.“l46 Vom filmdramaturgischen Gesichtspunkt aus sind generell zwei Grundmuster zu unterscheiden. Zum einen die unterhaltsame Produktstory, wobei der Name des Werbeprodukts erst am Ende des Films auftaucht, zum anderen die Werbeargumentation, die den ganzen Film durchzieht.l47 Der Werbefilm benutzt alle dem Film zur Verfügung stehenden Mittel. Die diversen Produktionstechniken sind in „Real“ und „Trick“ unterteilt. Der Realwerbefilm arbeitet mit einer Spielhandlung, d. h. mit einer in sich abgeschlossenen, meist humoristischen Story. Wegen der relativen Kürze unterliegt die Gestaltungskonzeption gewissen Einschränkungen. Da die Handlung zudem realistisch wirken bzw. am Wirklichkeitsgeschehen orientiert sein soll, sind sowohl der Phantasie des Drehbuchautors und Regisseurs wie der des Zuschauers enge Grenzen gesetzt. Im Gegensatz hierzu kommt beim Trickfilm die Imagination des Zeichners naturgemäß stärker zum Tragen.l48

Schon frühzeitig wurde die Tricktechnik außer für Werbung für didaktische und propagandistische Zwecke eingesetzt. Mit Hilfe der diversen Animationstechniken konnte jede Art von Information präzise und plastisch vermittelt werden.149 Darüber hinaus verfügten diese Tricktechniken über ein hohes Suggestionspotential. Wilkening, Baumert, Lippert schreiben, „nirgends als im Trickfilm kann der Mensch so ungehindert seine Wünsche erfüllen, seine Probleme lösen, seine Feinde besiegen“150. Die herausragende Qualifikation des Animationsfilms - im besonderen des Zeichentrickfilms - als Werbemittel resultierte ferner aus der empirischen Erkenntnis, dass „der Zeichenfilm beim Zuschauer lustbetonte, [freiwillige Aufmerksamkeit hervorruft, weil unterhaltende Mitteilungen weitaus bereitwilliger aufgenommen werden als rein zweckhafte Mitteilungen.“151]


l45 Alfons Brugger/Kurt Sommerfeld: Jahrbuch für deutsche Filmwerbung, Berlin 1936. Weitere Publikationen: Horst Kroth/ Egon Wagner: Die Werbemittel. Ein Handbuch für Werbungtreibende, Berlin 1938; Gassler: Film als Werbemittel, 1955; Heinz Gies: Gestaltungs- und Wirkungsweise des Werbefilms, in: Filmstudien, Bd. 3, hrsg. von W. Hagemann (Beiträge des Filmseminars im Institut für Publizistik an der Univ. Münster), Emsdetten (Westf.) 1957, S. 87-112; Fritz Kempe: Zur Geschichte des Werbefilms und seiner Techniken, in: Film - Bild - Ton, 15. Jg., H. 11, München 1965, S. 29-35.

l46 Peter Nöldechen: Zur Gestaltung des Werbefilms, in: Wirtschaft und Werbung, 9. Jg., H. 15, Essen 1955, S. 346.

l47 Westbrock: Der Werbefilm, 1983, S. 17.

l48 Vgl. ebd., S. 18f.

149 Zu den Grundanimationstechniken zählen: direktes Zeichnen auf den Film (handmade films) Scherenschnittanimation; Modellanimation; Nadelwandanimation; animierte Standfotos; Grafikfilme. Beispielsweise abstrakte Zusammenhänge, Strukturveränderungen, können in Form von animierten graphischen Darstellungen, Tabellen, Diagrammen, wie Fotomontagen, transponiert werden.

150 Albert Wilkening/Heinz Baumert/Klaus Lippert: Film. Kleine Enzyklopädie, Leipzig 1966, S. 361, zit. n. Westbrock: Der Werbefilm, 1983, S. 19.

[151 Werner Reff/Istvan Vasarhelyi: Filmtrick-Trickfilm. Leipzig 1978, S. 34]

[Seite 12]

Eine Kombination von theoretischen und praktischen Fragestellungen, wie sie sich beim Gegenstandsbereich Werbefilm ja geradezu anbietet, stellt das "Jahrbuch für deutsche Filmwerbung 1936"20) dar.

[Seite 15]

Die Janusköpfigkeit des Gegenstandes Werbefilm - auf der einen Seite Film mit der "Potenz einer Kunst" zu sein, auf der anderen Seite als Werbemittel zu fungieren - macht es erforderlich, den filmhistorischen Ausführungen werbespezifische Aspekte des Mediums Film voranzustellen, mit anderen Worten ist der Frage nach der besonderen Qualifikation des Mediums Film als Werbemedium nachzugehen.

[Seite 17]

Wie Peter Nöldechen weiter ausführt, ist die psychologische Voraussetzung des Werbefilms für seinen Wirkungserfolg die Unterhaltung. Der Werbefilm soll "Fantasie und Wirklichkeit optisch zu einer Einheit verbinden, um den Betrachter dadurch im Sinn des werbenden Gedankens zu beeinflussen."31) Vom filmdramaturgischen Gesichtspunkt aus sind generell zwei Grundmuster zu unterscheiden, die zu diesem Ziel führen:

a) die unterhaltsame Produktstory: der Name des Werbeprodukts taucht erst am Ende des Films auf

b) das Leitmotiv der Produktpräsentation und Werbeargumentation durchzieht den ganzen Film.

[Seite 18]

Der Werbefilm benutzt alle dem Medium Film zur Verfügung stehenden filmischen Mittel. Die Entscheidung, ob Realfilm oder Trickfilm oder eine Kombination verschiedener Produktionstechniken34), hängt maßgeblich von werbespezifischen Faktoren, wie der Qualität des zu verkaufenden Produktes, der Höhe des Werbeetats sowie der anvisierten Zielgruppe ab. Die diversen Produktionstechniken des Werbefilms sind generell zu unterscheiden in Real und Trick.

a) Real

Der Realwerbefilm arbeitet großenteils mit einer Spielhandlung, einer in sich abgeschlossenen, meistens humoristischen Story. Aufgrund der relativen Kürze des Werbefilms im Vergleich zum abendfüllenden Spielfilm unterliegt die Gestaltungskonzeption beim Realwerbefilm gewissen Einschränkungen. Da die Handlung zudem realistisch wirken bzw. am Wirklichkeitsgeschehen orientiert sein soll, sind sowohl der Phantasie des Drehbuchautors und Regisseurs wie der des Zuschauers im Vergleich zum Trickfilm, bei dem das fiktive, märchenhafte Element naturgemäß weitaus stärker zum Tragen kommt, engere Grenzen gesetzt. Auf eine Formel gebracht, steht Kamera-Realität versus Imagination des Zeichners.

[Seite 19]

b) Trick

Die exponierte Stellung des Trickfilms geht schon aus der Tatsache hervor, daß neben dem Bereich der Werbung die Tricktechnik schon frühzeitig für didaktische und propagandistische Zwecke35) eingesetzt wurde. Dieses Phänomen findet seine eindeutige Erklärung darin, daß mit Hilfe der diversen Animationstechniken36) jede Art von Information sowohl präzis als auch plastisch vermittelt werden kann37) und darüber hinaus die Tricktechniken über ein hohes Suggestionspotential verfügen. Wenn Wilkening/Baumert/ Lippert schreiben, "nirgends als im Trickfilm kann der Mensch so ungehindert seine Wünsche erfüllen, seine Probleme lösen, seine Feinde besiegen"38), so sind damit gleichzeitig die Grundmuster der Wirkungsweise von Werbung angegeben. Die herausragende Qualifikation des Animationsfilms - im besonderen des Zeichentrickfilms - als Werbemittel resultiert ferner aus der anhand von empirischen Untersuchungen gesicherten Erkenntnis, "daß der Zeichenfilm beim Zuschauer lustbetonte, freiwillige Aufmerksamkeit hervorruft, weil unterhaltende Mitteilungen weitaus bereitwilliger aufgenommen werden als rein zweckhafte Mitteilungen."39)



20) Alfons Brugger/Kurt Sommerfeld (Hrsg.): Jahrbuch für deutsche Filmwerbung. 1936, Berlin 1936

21) Horst Kroth/Egon Wagner (Hrsg.): Die Werbemittel. Ein Handbuch für Werbungtreihende, Berlin 1938

22) Viktor J. Gassler: Betriebswirtschaftliche Darstellung des Films als Werbemittel, Winterthur 1955

[...]

26) Heinz Gies: Gestaltungs- und Wirkungsweise des Werbefilms, in: Filmstudien, Bd. III, Emsdetten/Westf. 1957, S. 87 ff.

27) Fritz Kempe: Zur Geschichte des Werbefilms und seiner Techniken, in: Film - Bild - Ton, 15. Jg., H. 11, München 1965, S. 29 ff.

[...]

30) Peter Nöldechen: Zur Gestaltung des Werbefilms, in Wirtschaft und Werbung, 9. Jg., H. 15, Essen 1955, S. 345 f.

31) Peter Nöldechen, a.a.O., S. 346

[...]

35) vgl. 2.3

36) Zu den Grundanimationstechniken zählen: direktes Zeichnen auf den Film (handmade films); Scherenschnittanimation; Modellanimation; Nadelwandanimation; Computeranimation; Pixilation; animierte Standfotos; Grafikfilme

37) Beispielsweise abstrakte Zusammenhänge, Strukturveränderungen, können in Form von animierten graphischen Darstellungen, Tabellen, Diagrammen, wie Fotomontagen, tranponiert [sic] werden.

38) Albert Wilkening/Heinz Baumert/Klaus Lippert: Film, Kleine Enzyklopädie, Leipzig 1966, S. 361

39) Werner Reff/Istvan Vasarhelyi: Filmtrick-Trickfilm, Leipzig 1978, S. 34

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Die Verkürzung der Passage von Seite 15 führt zu einem sinnlosen Satz.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130914094449

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