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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-13
Quelle: Gröschl 1997
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 20:1,10-14,18-22,31-33; 21:1-2,5-15
[Dabei ist die von Johann Gustav Droysen bereits 1857 getroffene Unterteilung] historischer Überlieferungen5 verwendbar. Er unterscheidet drei Quellengattungen: Quellen, die zum Zwecke der Erinnerung überliefert werden, Überreste, die noch unmittelbar vorhanden sind und Denkmäler, worin sich beide Formen verbinden. Publizistische Erzeugnisse wie Zeitungen, Flugblätter oder politische Broschüren bieten als Quelle stets eine pragmatische Zielsetzung und sind prinzipiell nicht als „objektiv“ anzusehen. Das Droysensche Schema kann auch für die modernen audiovisuellen Medien Verwendung finden, da diese gleichfalls ein Ereignis für die Erinnerung referieren bzw. kommentieren. Da die audiovisuellen Informationsmedien Zeugnis für einen bestimmten Vorgang aus vergangener Zeit ablegen, fallen sie unter die Quellengattung „Denkmäler“.6 Die Tatsache, dass auch das filmische Medium nicht frei von tendenziellen und subjektiven Einflüssen ist, wurde oftmals in der Vergangenheit zum Anlass genommen, audiovisuelle Überlieferungsformen als Forschungsgrundlage abzulehnen.

5 Vgl. Rudolf Hübner: Johann Gustav Droysen, Historik. Vorlesungen über Enzyklopädie und Methodologie der Geschichte. Darmstadt 19604, S. 37f.; Jutta Gröschl: Die Deutschlandpolitik der vier Großmächte in der Berichterstattung der deutschen Wochenschauen 1945-1949: ein Beitrag zur Diskussion um den Film als historische Quelle (Beiträge zur Kommunikationsgeschichte; Bd. 5), (Diss. phil.), Berlin, New York 1997, S. 21 f.

6 Einige Historiker haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dieser Betrachtungsweise angeschlossen: Eberhard Büssem/ Michael Neher: Arbeitsbuch Geschichte. Neuzeit, München 1977. Peter Bucher: Der Film als Quelle. Audiovisuelle Medien in der deutschen Archiv- und Geschichtswissenschaft, in: Der Archivar, 41. Jg. (1988), H. 4, S. 497-526. Ernst Opgenoorth: Einführung in das Studium der neueren Geschichte. Paderborn 1989. Margit Szöllösi-Janze: Aussuchen und Abschießen — der Heimatfilm der fünfziger Jahre als historische Quelle, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU), 44. Jg. (1993), H. 5, S. 308-321.

[S. 20 Z. 1]

[...] 3 [...]

[S. 20 Z. 10-14, 18-22]
Droysen unterteilte dabei die Gesamtheit aller historischen Überlieferungen in drei grundlegende Quellengattungen: In Überreste („was noch unmittelbar vorhanden ist“), in Quellen („was zum Zwecke der Erinnerung überliefert wurde“) und in Denkmäler („Dinge, in denen sich beide Formen verbinden“).4 [...] Zu den pragmatisch ausgerichteten zählte er auch publizistische Erzeugnisse wie Zeitungen, Flugblätter oder politische Broschüren, wobei er jedoch zu bedenken gab, daß diese Quellen prinzipiell nicht als „objektiv“ angesehen werden könnten. [...]

[S. 20, Z. 31- bis S. 21, -15]
So ist zunächst feststellen, daß die audiovisuellen Informationsmedien im allgemeinen — und die Wochenschau im besonderen — das Quellenkriterium, ein Ereignis „zum Zwecke der Erinnerung“ zu referieren bzw. zu kommentieren („das subjektive Element überwiegt über das sachliche“), erfüllen.

[...] Eine Reihe von Historikern6 hat dies in den vergangenen Jahrzehnten auch getan. Demnach gelten die audiovisuellen Informationsmedien heute als „Denkmäler“, da sie Überreste einer vergangenen Zeit, „aus der sie Zeugnis über einen bestimmten Vorgang geben“ sollen, sind.

Gerade jedoch die Tatsache, daß das filmische Medium im allgemeinen — und die Wochenschau im speziellen — prinzipiell nicht frei von tendenziellen und subjektiven Einflüssen ist, wurde in der Vergangenheit von zahlreichen Historikern trotz allem zum Anlaß genommen, die audiovisuellen Überlieferungsformen als Forschungsgrundlage abzulehnen.


3 Rudolf Hübner (Hg.): Johann Gustav Droysen, Historik. Vorlesungen über Enzyklopädie und Methodologie der Geschichte. Darmstadt 19604, S. 37 f.

4 Vgl. Hardtwig (wie Anm. 2), S. 94 ff.

6 Vgl. beispielsweise: Eberhard Büssem und Michael Neher (Hgg.): Arbeitsbuch Geschichte. Neuzeit. München 1977, S. 140. Peter Bucher: Der Film als Quelle. Audiovisuelle Medien in der deutschen Archiv- und Geschichtswissenschaft, in: Der Archivar, 4 (1988), S. 497—526 (hier S. 497). Ernst Opgenoorth: Einführung in das Studium der neueren Geschichte. Paderborn 19893, S. 103. Margit Szöllösi-Janze: „Aussuchen und Abschießen“ — der Heimatfilm der fünfziger Jahre als historische Quelle, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 5 (1993), S. 308—321 (hier S. 308 f.).

Anmerkungen

Der Umfang der Übernahme, inkl. Quellenauswahl, ist nicht erkennbar.

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