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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 31-40
Quelle: Kanzog 1988
Seite(n): 20-21, Zeilen: 20:27-31 - 21:1.15-24
Es ist kein Zufall, dass auch Philologen sich mit der „Rede über den Film“ beschäftigten, da der Film durch die Sprache besser „kommunizierbar“ gemacht werden kann. Die Missachtung philologischer Grundsätze in der Filmwissenschaft ist inzwischen zum Beispiel bei den sogenannten „Filmrekonstruktionen“ offenkundig. Filmkonstitutive Entscheidungen der Rekonstrukteure können in den seltensten Fällen anhand von Protokollen überprüft werden, selbst in den Programmheften sind meist nur allgemein gehaltene Äußerungen vorhanden.14

Filmanalyse verbindet die Vorstellung einer Laborsituation mit einer kognitiven Leistung. Zur Laborsituation gehört die automatische Aufzeichnung quantitativer Daten, die möglichst exakte Eingabe aller formalisier- und kodierbarer Elemente und die Herstellung eines Basisprotokolls, d.h. eines Transkripts, das die Vorstufe des eigentlichen Filmprotokolls bildet. Die Arbeitsmaximen der [Laborsituation sind das Ausschalten von Fehlern, die Objektivierbarkeit und die Standardisierung.]


14 Vgl. Klaus Kanzog: Konstruktivistische Probleme der Filmwahrnehmung und Filmprotokollierung, in: Filmanalyse interdisziplinär, hrsg. von H. Körte, W. Faulstich, 1991, S. 20-30, hier S. 20.

[Seite 20]

1

Sagt ein Germanist einem Filmemacher, daß er sich neben literarischen Texten auch mit Filmen beschäftige, dann stößt er auf Verwunderung, Skepsis, Kritik. [...] Doch die Überlegung, welche Fachdisziplin den Film für sich reklamieren kann, hat auch einen sprachlichen Aspekt, den der angemessenen ,Rede über den Film'.

[...]

3

Die Mißachtung philologischer Grundsätze in der Filmwissenschaft ist inzwischen bei den sogenannten „Filmrekonstruktionen" offenkundig. Wir sehen das neue Produkt, können aber die filmkonstitutiven Entscheidungen der Rekonstrukteure in den seltensten Fällen anhand von Protokollen überprüfen und finden selbst in den Programmheften1 meist nur allgemein gehaltene Äußerun-

[Seite 21]

gen zur Überlieferung des Films. [...]

4

[...] Aber zuletzt lief doch alles immer wieder auf das Reizwort „Filmanalyse“ hinaus, das einerseits die Vorstellung einer Laborsituation erweckt und andererseits eine kognitive Leistung erwarten läßt.

5

Zur Laborsituation gehört die automatische Aufzeichnung quantitativer Daten, die möglichst exakte Eingabe aller formalisier- und kodierbarer Elemente und die Herstellung eines Basisprotokolls für Filme, d.h. eines Transkripts, das die Vorstufe des eigentlichen Filmprotokolls bildet. Die Arbeitsmaximen in dieser Laborsituation lauten: Ausschaltung von Fehlern, Objektivierbarkeit, Standardisierung.

Anmerkungen

Der erste Satz wurde nicht als Übernahme mitgezählt. Seine Abkunft ist bei Kenntnis des Kanzogschen Artikels allerdings unverkennbar.

Die wortwörtliche Übernahme weiter Passagen nicht gekennzeichnet. Auf der nächsten Seite gibt es in FN 15 noch einen Verweis auf die Quelle.

(Kanzog wird hier anders als bei Uo in der ersten Auflage wiedergegeben.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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