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Uo/Fragment 059 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-15, 103-104
Quelle: Jutz und Schlemmer 1989
Seite(n): 64, 66, Zeilen: 64:22-26.32-39; 66:11-20
Beide tauchten Mitte des 15. Jahrhunderts gleichzeitig auf und wurden überwiegend, wenn auch niemals ausschließlich, im Dienste illusionistischer Bestrebungen gebraucht. Ebenso verschwanden sie gleichzeitig zum Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss antimimetischer Impulse der modernen Kunst.10 Sie erhalten sich allerdings im Film. Ein rechteckiger Rahmen von ausgewogenen Dimensionen scheint dem im Filmbild wirksamen perspektivischen Code am angemessensten zu sein. Es ist kein Zufall, dass das rechteckige Filmformat dominierte und auch von der Fernsehindustrie übernommen wurde. Bis heute beeinflusst es alle Filmkompositionen.11 Neben den widersprüchlichen Tendenzen von perspektivischer und teleskopischer Repräsentation bzw. Wahrnehmung vereinigt der Film auch das Fragmentarische mit dem Ganzen. Das Fragmentarische, als prinzipiell antimimetisches Element, wird durch den Film wie kaum durch eine andere Kunst dargestellt. Eine zentrale Aufgabe der Filmgeschichtsschreibung ist die Vermittlung zwischen Struktur und Ereignis. Strukturen, die über längere Zeiträume Bestand haben, sollen sichtbar werden.12

10 Ergänzend zu diesem Thema: Bernd Busch: Belichtete Welt. Eine Wahrnehmungsgeschichte der Fotografie, Frankfurt/M. 1995.

11 Abnorme Formen, wie Eisensteins Idee einer quadratischen Leinwand, konnten sich niemals durchsetzen.

12 Vgl. Jutz/Schlemmer: Filmgeschichtsschreibung, 1989, S. 66.

[Seite 64]

Dafür sprechen ihr gleichzeitiges Auftauchen Mitte des 15. Jahrhunderts, ihr, wenn auch niemals ausschließlicher, so doch überwiegender Gebrauch im Dienste illusionistischer Bestrebungen sowie ihr gleichzeitiger Abbau unter dem Einfluß antimimetischer Impulse der modernen Kunst seit dem endenden 19. Jahrhundert. [...]

Dem perspektivischen Code, welcher im Filmbild wirksam ist, scheint ein rechteckiger Rahmen von ausgewogenen Dimensionen am angemessensten zu sein. Es ist bestimmt kein Zufall, daß in der Filmgeschichte, zumindest bis in die fünfziger Jahre, ein rechteckiges Filmformat dominierte und daß dieses dann von der Fernsehindustrie übernommen wurde, was bis heute die Filmkomposition beeinflußt.Von der Norm abweichende Formen, wie z.B. Eisensteins Idee einer quadratischen Leinwand, konnten sich hingegen niemals durchsetzen.

[Seite 66]

Im Film finden sich nicht nur die widersprüchlichen Tendenzen von perspektivischer und teleskopischer Repräsentation bzw. Wahrnehmung vereinigt, sondern auch die des Fragmentarischen und des Ganzen, insofern der Film einerseits einen Höhepunkt illusionistischer Beschreibungen markiert, andererseits aber auch das Fragmentarische, ein prinzipiell anti-mimetisches Element, wie kaum eine andere Kunst transportiert. Die Historizität solcher Strukturen langer Dauer sichtbar zu machen, stellt, wie wir meinen, eine zentrale Aufgabe künftiger Filmgeschichtsschreibung dar, wobei allerdings in einem zweiten Schritt zwischen Struktur und Ereignis vermittelt werden muß.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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