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Uo/Fragment 059 16

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 16-31
Quelle: Müller 1996
Seite(n): 295, Zeilen: 12-33
Der Wunsch, die Wirklichkeit in Bewegung abzubilden, ist sehr alt. Auf vielfältige Art ist eine Umsetzung versucht worden. Der Film, der diesen Wunsch Realität werden ließ, ist jedoch ein spezifisches Produkt des Industriezeitalters. Ohne spezielle Technik konnten sich die Bilder nicht bewegen. Der Anfangspunkt der Filmgeschichte wurde durch eine Konvention der internationalen Geschichtsschreibung auf das Jahr 1895 festgelegt. Bereits vor 1895 waren jedoch Filme gedreht worden, und die Projektion gezeichneter Filme gab es noch viel früher.13 Die Filmgeschichtsschreibung hat an ihren Beginn die Bewegbild-Projektion gestellt. Die Basis hierfür war der photographische Rollfilm, die damals einzige und optimale technische Umsetzung über eine chemische Trägersubstanz. Doch nicht allein die Möglichkeit der Filmaufnahme und der Projektion macht den Film aus, sondern der Film muss sich darüber hinaus an ein Publikum wenden. Das Jahr 1895 steht auch deshalb am Beginn der Filmgeschichte, weil in diesem Jahre die erste Filmvorführung vor Publikum erfolgte. Mit diesem Datum endet jedoch die Übereinstimmung der internationalen Filmgeschichtsschreibung.14

13 Vgl. Birett: Lichtspiele, 1994, S. 13 f.

14 Vgl. Corinna Müller: Anfänge der Filmgeschichte: Produktion, Foren und Rezeption, in: Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films in Literatur und Kunst, hrsg. von H. Segeberg (Mediengeschichte des Films Bd. 1), München 1996, S. 295-324, hier S. 295.

Der Wunsch nach abbildbarer Wirklichkeit in Bewegung mag zwar sehr alt und seine Umsetzung auf viele Art versucht worden sein, doch der Film, der ihn Realität werden ließ, ist ein spezifisches historisches Produkt des Zeitalters der Hochindustrialisierung. Der Film erforderte eine spezielle Technik, ohne die sich die Bilder nicht bewegen würden und die erst in diesem Zeitraum entwickelt wurde, und deshalb hat die Filmgeschichte einen bestimmten Anfangspunkt. Die Feststellung dieses Anfangspunktes kam durch eine Konvention der internationalen Filmgeschichtsschreibung zustande, denn es hätten vor allem unter technischen Gesichtspunkten auch andere Jahre in Frage kommen können. So wurden zum Beispiel schon vor 1895 Filme gedreht, und die Projektion von gezeichneten Filmen gab es gleichfalls schon vor diesem Jahr.2 An den Beginn der Filmgeschichte hat die Filmgeschichtsschreibung die Bewegtbild-Projektion auf der Basis des photographischen Rollfilms gesetzt, ihrer damals einzigen und optimalen technischen Umsetzung mit einer chemischen Trägersubstanz. Doch nicht allein die Entwicklung und die Möglichkeit der Filmaufnahme und -projektion machen den Film aus, sondern zum Film gehört auch ein Publikum. Deshalb steht das Jahr 1895 am Beginn der Filmgeschichte, weil in diesem Jahr die ersten Filmvorführungen vor Publikum stattfanden.

Mit dieser Feststellung endet allerdings die Übereinstimmung in der internationalen Filmgeschichtsschreibung, und die Divergenzen beginnen.


2 Vgl. Herbert Birett: Lichtspiele. Der Kino in Deutschland bis 1914. München 1994, S. 13 f.

Anmerkungen

Inhaltlich übereinstimmend - Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet/ungenannt.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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