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Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 19-38
Quelle: Toeplitz 1995
Seite(n): 17, 18, Zeilen: 17:4-12.14-20; 18:15-17.19-23
Das letzte Jahr des alten Europas des 19. Jahrhunderts war das Jahr 1913. Es gab nur drei Republiken: die Schweiz, Frankreich und Portugal (seit 1910). Alle anderen Länder waren verfassungsmäßige Monarchien, mit zwei Ausnahmen: die deutschen Fürstentümer Mecklenburg Strelitz und Mecklenburg Schwerin wurden von absoluten Herrschern regiert. Das deutsche Reich hatte 1913 vier Königreiche, elf Herzogtümer und sieben Fürstentümer. Die wichtigsten Personen in Europa, die wahren Prominenten waren Hunderte von Monarchen, Kaiser, Könige und Herzöge. Sie waren die Lieblingsstars im Film und wurden von Millionen Kinogängern in den Wochenschauen gesehen. Im Pathé Journal 265 (4. April 1913) konnte man in vier getrennten Berichten den König von Bayern sehen, den König von Sachsen, den Kaiser von Österreich- Ungarn und das englische Königspaar. In St. Petersburg befahl die Polizei, die Filmbilder der Zarenfamilie getrennt von der gewöhnlichen Wochenschau zu zeigen. Begleitmusik war nicht erlaubt.104

Die aktuelle Situation des Kino in den drei Kaiserreichen Österreich-Ungarn, Deutschland und Russland wurde durch die Tatsache beeinflusst, dass sich das neue Medium Film als Industrie entwickeln konnte. Hinzu kam die Freiheit der Filmverteilung und der wirklich internationale Charakter aller Märkte ohne Quoten und schützende Zollbarrieren. Hierbei nahm Frankreich eine vorrangige Position ein. Die drei führenden französischen Gesellschaften, Pathé Frères, [Gaumont und Éclair, besaßen in den drei Reichen lokale Büros.]


104 Vgl. Jerzy Toeplitz: The Cinema in Eastern and Central Europe Before the Guns of August, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, Amsterdam 1995, S. 17-27, hier S. 17.

[Seite 17]

Nineteen hundred thirteen. The last year of the old Europe, the Europe of the 19th century. If one looks at the map of this continent, only three countries were republics: the eternal Switzerland, France (after the fall of the second Empire) and Portugal (since 1910). All other countries were monarchies, constitutional monarchies to be precise, with two exceptions: two German principalities (Mecklenburg Strelitz and Mecklenburg Schwerin) were governed by absolute rulers. The German empire had four kingdoms, eleven duchies and seven principalities in 1913.

Hundreds of monarchs, emperors, kings and dukes were the most important persons in Europe, the true VIPs. [...] They were the favourite stars in film, seen in newsreels by millions of cinema-goers. In PATHÉ JOURNAL 265 (4 April 1913) one could see in four separate reports the King of Bavaria, the King of Saxony, the Emperor of Austria-Hungary and the English royal couple. In St. Petersburg the police ordered that film images of the tsarist family had to be screened separately from the ordinary newsreel, with curtains raised at the beginning and falling at the end, while no accompanying music was allowed.

[Seite 18]

What about the actual situation of the cinema in Central and Eastern Europe or, to be more precise, in the three empires Austria-Hungary, Germany and Russia? The first characteristic is the development of the new medium as an industry: [...] The second trait is the freedom of the distribution of films, and the truly international character of all markets: no quotas and protective custom barriers existed. This slightly idyllic picture is not complete without a third trait, the powerful position of France. The three leading French companies, Pathé Frères, Gaumont and Eclair, had local offices in the three empires.

Anmerkungen

Die Quelle wird in einer Fußnote angegeben (auf der nächsten Seite folgt dann eine weitere Quellenangabe), Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut fast einszueins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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