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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 3-10, 12-22, 103-114
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 29, 30, 31, Zeilen: 29:114-115; 30:101-113; 31:1-21
Für die Anfangszeit des deutschen Films und des Aktualitätenkinos sind als bedeutende Erfinder, Konstrukteure und auch Kameramänner Oskar Messter und Guido Seeber157 zu nennen. Beide stehen für die Entwicklung des aktuell-dokumentarischen Bereiches ihrer Zeit und hatten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Filmtechnik, auf die Filmwirtschaft und auf das Aktualitätenkino. Experimente und Patententwicklung, Kamera- und Projektorenbau, Filmaufnahme und Bearbeitung, inhaltliche Konzeption sowie Distribution der Filme wurden in der Frühphase noch von einzelnen Unternehmern organisiert. Oskar Messter (1866—1943)158 baute ab 1896 Projektoren und Kameras und belieferte von Anfang an auch ausländische Kunden. Am 15. Juni 1896 verkaufte er seinen ersten Projektor an den russischen Zauberkünstler Rogulino, der eigentlich einen Röntgenapparat wollte. In einem eigenen Kinotheater in Berlin, Unter den Linden 21, betrieb er einen seiner Apparate. Weitere Kinos nutzten Messters zuverlässige Projektionstechnik.159 Schon mit seinen ersten Filmkameras erreichte Messter eine für die damalige Zeit gute Qualität in Bezug auf den Bildstand und die Schärfe. Messters erster Katalog 1897 stellte bereits zwei Filmkameras vor: eine Gebrauchs-Kamera Thaumatograph und einen kleinen Amateur-Kinetographen, der mit angesetztem Filmhalter auch als Projektor fungierte. Filmkassetten verwendete die im Jahr 1900 vorgestellte Kine-Messter, die als handliche transportable Kamera konstruiert war und erfolgreich u. a. von zahlreichen Forschungsreisenden, nach Messters eigenen Angaben von den Afrikaforschern Schillings und Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg sowie von Oberleutnant [Schröder-Stranz auf seiner Nordpolexpedition benutzt wurde.160]

157 Seeber ging von den Kriterien intermittierender Aufnahme und Wiedergabe bei längerer Vorgangsbeobachtung und rein optomechanischem Kopierprozeß mit gleichbleibendem Bildabstand aus. Insbesondere einen gleichbleibenden Bildabstand und die längere Beobachtung von Vorgängen konnte Max Skladanowsky jedoch 1895 nicht bieten. Seine mit Ösen versehenen Schleifenfilme zeigten kurze Einstellungen, die zudem durch Positivkopie manuell mühsam gleichmäßig hintereinandergeklebter Negative reproduziert wurden. Die Aufnahmen auf dem Negativ waren bei Skladanowsky in stark unregelmäßigen Abständen vorhanden, da er zunächst unperforiertes Aufnahmematerial benutzte. Auseinandersetzungen um die Erfindung des Kinos sind vielfach dokumentiert und hatten durchaus nationalen Prestigecharakter. Aber selbst deutsche Kinotechniker (wie etwa Oskar Messter oder Guido Seeber) haben die von Skladanowsky für sich reklamierte Welt-Urheberschaft des Kinos und seiner Technik abgestritten. Vgl. Stiftung Deutsche Kinemathek: Das wandernde Bild. Der Filmpionier Guido Seeber, Berlin 1979, S. 29.

158 Weitere Quellen zu Leben und Werk, zu Firmengründungen und -beteiligungen, zu Patenten, Veröffentlichungen etc. siehe Nachlass Oskar Messter in Bundesarchiv-Koblenz, NL 275. Vgl. auch KINtop Schriften 2: Oskar Messter, Filmpionier der Kaiserzeit, eine Ausstellung des Filmmuseums Potsdams und des Deutschen Museums München 1994.

159 Vgl. Michael G. Neubauer: Kameraleute im aktuell-dokumentarischen Bereich. Qualifikationen - Tätigkeiten - Perspektiven (kommunikation audivisuell, Bd. 22), (Diss. phil.), München 1996, S. 27-41, hier S. 31.

[160 NL 275, 538, Bl. 5, Oskar Messter spricht über die Kriegswochenschau.]

[Seite 29]

[...]18

[Seite 31]

Für die Anfangszeit des deutschen Films und des Aktualitätenkinos sind beispielhaft als bedeutende Erfinder, Konstrukteure und auch Kameramänner Oskar Messter und Guido Seeber vorzustellen. Beide haben maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung der Filmtechnik, der Filmwirtschaft und auch das Aktualitätenkino ausgeübt. Experimente und Patententwicklung, Kamera- und Projektorenbau, Filmaufnahme und -bearbeitung. inhaltliche Konzeption sowie Distribution der Filme od. Films (Übernahme aus dem Englischen) werden in der Frühphase noch von einzelnen Unternehmern besorgt.

Oskar Messter (1866-1943) baute ab 1896 Projektoren und Kameras und belieferte von Anfang an auch ausländische Kunden. In einem eigenen Kinotheater in Berlin (Unter den Linden 21) betrieb er einen seiner Apparate. Noch 1896 folgten weitere Kinos und nutzten Messters zuverlässige Projektionstechnik.21 Schon mit seinen ersten Filmkameras erreichte Messter eine für die damalige Zeit gute Qualität in Bezug auf den Bildstand und die Schärfe. Im Oktober 1896 verkaufte er eine Kamera, während das Gerät von Lumière noch geheimgehalten wurde. Messters erster Katalog von Ende 1897 stellt bereits zwei Filmkameras vor: eine Gebrauchs-Kamera Thaumatograph und einen kleinen Amateur-Kinetographen, der mit angesetztem Filmhalter auch als Projektor fungierte. Filmkassetten verwendete die im Jahr 1900 vorgestellte Kine-Messter, die als handliche transportable Kamera konstruiert war und erfolgreich u.a. von zahlreichen Forschungsreisenden benutzt wurde.22


18 Seeber ging von den Kriterien intermittierender Aufnahme und Wiedergabe bei längerer Vorgangsbeobachtung und rein optomechanischem Kopierprozeß mit gleichbleibendem Bildabstand aus. Insbesondere einen gleichbleibenden Bildabstand und die längere Beobachtung von Vorgängen konnte Max Skladanowsky jedoch 1895 nicht bieten. Seine mit Ösen versehenen Schleifenfilme zeigten kurze Einstellungen, die zudem durch Positivkopie manuell mühsam gleichmäßig hintereinandergeklebter Negative reproduziert wurden. Die Aufnahmen auf dem Negativ waren bei Skladanowsky in stark unregelmäßigen Abständen vorhanden, da er zunächst unperforiertes Aufnahmematerial benutzte. Auseinandersetzungen um die Erfindung des Kinos sind vielfach dokumentiert und hatten durchaus nationalen Prestigecharakter. Aber selbst deutsche Kinotechniker (wie etwa Oskar Messter oder Guido Seeber) haben die von Skladanowsky für sich reklamierte Welt-Urheberschaft des Kinos und seiner Technik abgestritten (vgl. Stiftung Deutsche Kinemathek 1979, S. 29).

21 Vgl. Narath 1966, S. 10.

22 Vgl. ebenda, S. 20 f.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Hier stimmen sogar Hervorhebungen überein.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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