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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 13-14, 19-32, 105-106, 108-113
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 32, 33, Zeilen: 32:1-2.10-26.101.107-108 - 33:1-2
Die Relation zwischen Aufwand und Ergebnis wurde schon 1911 von Karl W. Wolf-Czapek als Problem erkannt und beschrieben:

„Spätere Generationen mögen über die Schwerfälligkeit lächeln, mit der wir jetzt, mit umfangreichen Apparaten beladen, ausrücken, um schließlich, wenns hoch geht, nach stundenlangen Mühen ein Dutzend starrer Aufnahmen nach Hause zu bringen; heute schon sehen wir das Mißverhältnis zwischen Arbeit und Ergebnis ein [,..].“163

Neben der laufenden Produktion von Tonbildern und Spielfilmen gab es eine rege Tätigkeit im Bereich der Aktualitäten. So zeigte Messter die Überschwemmung in Schlesien 1897, dokumentierte zahlreiche Begebenheiten am Hof zu Berlin und veröffentlichte Bilder von Auslandsreisen des Kaisers (Levante-Reise nach Ägypten, Palästina, Konstantinopel).164 Diese aktuellen Filmberichte waren die Vorläufer der Wochenschau, ein gemischter Wechsel von Hofberichterstattung, Naturkatastrophen, gesellschaftlichen Ereignissen und Sensationen. Außerdem entstanden mehrere Bildungs- und Unterrichtsfilme in zoologischen Gärten. Messter war damit der erste Lehrfilm-Kameramann und -Produzent in Deutschland.165 Für den Übergang vom Aktualitäten-Kino zur regelmäßigen Berichterstattung in Form einer inländischen Wochenschau spielte Messter aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten und organisatorischen Erfahrung eine zentrale Rolle. Noch bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges dominierten in Deutschland ausländische Wochenschauen.166


163 Karl W. Wolf-Czapek: Die Kinematographie. Wesen, Entstehung und Ziele des lebenden Bildes, Berlin 1911, S. 134.

164 NL 275, 538, Bl. 5.

165 Weitere Einsatzmöglichkeiten der Kinematographie in der Pionierzeit waren: Zeitraffung zur Langzeitbeobachtung, medizinischer Operationsmitschnitt, ethnologische Dokumentation.

166 Vor allem das französische Pathé Journal (seit 1906), das mit American Pathé News kooperierte, sowie Éclair Journal (ab 1907) und Gaumont Actualités (ab 1910 - später als Gaumont-Woche) waren präsent.

[Seite 32]

Die Relation zwischen Aufwand und Ergebnis in dieser Zeit wurde schon früh als Problem erkannt und beschrieben:

"Spätere Generationen mögen über die Schwerfälligkeit lächeln, mit der wir jetzt, mit umfangreichen Apparaten beladen, ausrücken, um schließlich, wenns hoch geht, nach stundenlangen Mühen ein Dutzend starrer Aufnahmen nach Hause zu bringen; heute schon sehen wir das Mißverhältnis zwischen Arbeit und Ergebnis ein ..."25

[...] Neben der laufenden Produktion von Tonbildem und Spielfilmen gab es von Anfang an eine rege Produktionstätigkeit im Bereich der Aktualitäten.26 So zeigte er die Überschwemmung in Schlesien 1897, dokumentierte zahlreiche Begebenheiten am Hof zu Berlin und brachte Büder von Auslandsreisen des Kaisers (etwa Levante-Reise nach Ägypten, Palästina, Konstantinopel). Die aktuellen Filmberichte kann man als Vorläufer der Wochenschau ansehen: ein bunter Wechsel von Hofberichterstattung, Naturkatastrophen, gesellschaftlichen Ereignissen und Sensationen. Es entstanden auch mehrere Filme für bildende Zwecke: So drehte Messter ab 1897 in zoologischen Gärten Unterrichtsfilme und war so der erste Lehrfilm-Kameramann und -produzent in Deutschland.27

Beim Übergang vom Aktualitäten-Kino zur regelmäßigen gestalteten Berichterstattung in Form einer inländischen Wochenschau spielte Messter aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten und organisatorischen Erfahrung eine zentrale Rolle. Noch bis zu Beginn des ersten Weltkrieges dominierten in Deutschland ausländische Wochenschauen: Vor allem das französische Pathé-Journal (seit 1906), das mit American Pathé News kooperierte, sowie Eclair-

[Seite 33]

Journal (ab 1907) und Gaumont Actualités (ab 1910 - später als Gaumont-Woche) waren präsent.28


25 Siehe Wolf-Czapek 1911, S. 134.

26 Diese waren dem sonstigen bunten Programm in Varietés beigemischt bzw. liefen in den Aktualitäten-Kinos neben "Tonbildem" (die über synchron gekoppelte Phonographen in kleinen Kinos bei geringer Tonqualität möglich waren).

27 Auch andere seriöse Einsatzmöglichkeiten der Kinematographie wurden in der Pionierzeit entdeckt: Zeitraffung zur Langzeitbeobachtung, medizinischer Operationsmitschnitt, ethnologische Dokumentation. Darüber hinaus sind die als "Aktualitäten" aufgenommenen Szenen als zeitgeschichtliche Dokumente wertvoll. Vgl. Inst, für den Wiss. Film 1981, S. 5 f. Einen guten zeitgenössischen Überblick über Nutzungsmöglichkeiten der Kinematographie bietet Wolf-Czapek 1911, S.110 ff.

28 Auch im Spielfilmbereich überwogen Auslandsproduktionen bei weitem. Frankreich, England, USA, Italien und Dänemark exportierten bis zum Krieg in großem Umfang ins Deutsche Reich.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

(Das Zitat wurde nicht in die Zeilenzählung mit aufgenommen, obwohl die Herkunft im Kontext unverkennbar ist.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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