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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 19-30
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 120, Zeilen: 14-18, 20-28
Diese neuartige Institution der Berliner Pressekonferenz, die der Generalstab am 3. August 1914 ins Leben gerufen hatte, war das einzige Forum, bei dem die Vertreter der Pressereferate aller Reichsämter und der größeren Zeitungen zusammenkamen.14 Die Repräsentanten der obersten zivilen und militärischen Behörden informierten die Vertreter der Presse über die innen- und außenpolitische, die wirtschaftliche und militärische Situation mit dem einzigen Ziel einer positiven Pressepolitik. Die Journalisten konnten Fragen stellen und Klagen vorbringen, erhielten jedoch unzählige Vorgaben, wie einzelne Themen zu behandeln seien. Häufig wurde daraufhingewiesen, dass die Berichterstattung über bestimmte Themen unerwünscht sei. Auf diese Weise wurde die Berliner Pressekonferenz in ein Instrument zentraler Presselenkung verwandelt, wodurch letztlich den Zensurstellen die Arbeit erleichtert wurde.15

14 Vgl. Klaus Werner Schmidt: Überwachungs-Reglementierungen im Ersten Weltkrieg (1914-1918), in: Kommunikationskontrolle des 15. bis 20. Jahrhunderts, hrsg. von H.-D. Fischer (Publizistisch-Historische Beiträge, Bd. 5), München, New York, London, Paris 1982, S. 185-205, hier S. 193 f.

15 Kurt Koszyk: Deutsche Presse 1914-1945. Geschichte der deutschen Presse, Teil III (Abhandlungen und Materialien zur Publizistik, Bd. 7), Berlin 1972, S. 22.

Das einzige Forum, bei dem die Vertreter der Pressereferate aller Reichsämter und der größeren deutschen Zeitungen zusammenkamen, war die im Kaiserreich neuartige Institution der Berliner Pressekonferenz, die der Generalstab auf Anregung des Journalisten und Majors d. R. Georg Schweitzer bereits am 3. August 1914 ins Leben rief.180 [...]

Ursprünglich als ein Mittel positiver Pressepolitik gedacht, informierten dabei die Repräsentanten der obersten zivilen und militärischen Behörden die Vertreter der Presse über die innen- und außenpolitische, die wirtschaftliche und die militärische Situation. Zwar konnten die Journalisten hier Fragen stellen und Klagen vorbringen. Die amtlichen Stellen machten jedoch unzählige Vorgaben, wie einzelne Themen zu behandeln seien, und wiesen häufig darauf hin, daß die Berichterstattung über bestimmte Ereignisse unerwünscht sei. Auf diese Weise verwandelten sie die Berliner Pressekonferenzen in ein Instrument zentraler Presselenkung, das letztlich nur den Zensurstellen die Arbeit erleichtern sollte.181


180 Vgl. bes. Klaus Werner Schmidt, S. 193 f; Schwedler, Das Nachrichtenwesen, S. 154 f.

181 Kurt Koszyk, Deutsche Presse 1914-1945. Geschichte der deutschen Presse. Teil III (Abhandlungen und Materialien zur Publizistik, Bd. 7), Berlin 1972, S. 22; Schwedler, Das Nachrichtenwesen, S. 155. Kurze Auszüge aus den Mitteilungen der Behörden zu den Pressekonferenzen bei Kurt Mühsam, Wie wir belogen wurden. Die amtliche Irreführung des deutschen Volkes, München 1918, S. 64-125.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Klgn

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