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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 10-22
Quelle: Weise 1997
Seite(n): 72, 73, 74, Zeilen: 72:li.Sp.6-15; 73:li.Sp. 15-16; 74:li.Sp. 15-20
Die erste Verfügung zur Bildzensur wurde am 12. Oktober 1914 vom Chef des Generalstabes herausgegeben.21 Am 8. Januar 1917 wurden „Leitsätze für die Bilderzensur“22 verabschiedet und in das ebenfalls schon 1917 von der Oberzensurstelle herausgegebene „Zensurbuch“ aufgenommen.23 Rund 60 Stichworte verwiesen auf den eingeschränkten Umgang mit Bildern von Brückenbauten, Kraftfahrzeugen und Regimentsnummern.

In den Tagen nach dem 31. Juli 1914 erschienen in allen deutschen illustrierten Zeitschriften Fotoserien von der Bekanntmachung der Mobilmachungsverordnung, die auf öffentlichen Plätzen verlesen wurde. Zu dieser Zeit gab es rund 20 Illustrierten-Titel mit einer wöchentlichen Auflage von über 1,5 Millionen, sowie etwa 12 illustrierte wöchentliche Beilagen von Tageszeitungen mit einer Auflage von über 1,7 Millionen Exemplaren, die selbst keine Autotypiebilder druckten.24 Fotografien waren jetzt nicht mehr nur Beiwerk zum Text, sondern [tragendes Element der Reportagen.]


21 Vgl. BArch, R 1501/ 12289, Bl. 41, Bildzensur.

22 Vgl. BArch, R 901/ 952, Bl. 9, Leitsätze für die Bilderzensur.

23 Oberzensurstelle des Kriegspresseamtes: Zensurbuch, 1917, Vorwort.

24 Vgl. Bernd Weise: Fotojournalismus. Erster Weltkrieg - Weimarer Republik, in: Deutsche Fotografie - Macht eines Mediums 1870-1970. Katalog zur Ausstellung, hrsg. von der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn, 1997, S. 72-87, hier S. 72.

[Seite 72]

Am 31. Juli 1914 um 18.00 Uhr verkündeten die Extrablätter der Tageszeitungen im Deutschen Reich den allgemeinen Kriegszustand. Fotoserien von der Bekanntmachung der Mobilmachungsverordnung, die durch Offiziere auf öffentlichen Plätzen verlesen wurden, und von den ersten ausrückenden Soldatentruppen erschienen in den nächsten Tagen in allen illustrierten Zeitschriften des Landes.

Rund 20 Illustrierten-Titel gab es zu dieser Zeit, wöchentlich in einer Auflage von über 1,5 Millionen erscheinend, sowie rund 12 wöchentliche illustrierte Beilagen von Tageszeitungen, die selbst keine Autotypiebilder druckten, mit einer Auflage von über 1,7 Millionen Exemplaren. Fotografien waren nicht mehr Beiwerk zum Text, sondern tragendes Element der Reportagen.

[Seite 73]

Die erste Verfügung zur Bildzensur gab deshalb auch der Chef des Generalstabes am 12. Oktober 1914 heraus.4

[Seite 74]

Nachdem diese drei Stellen zwischen Oktober 1915 und August 1916 schon 23 Bildzensur-Verfügungen erteilt hatten, begannen sie mit der Ausarbeitung einer einheitlichen Vorgabe für die Handhabung von Pressebildmaterial, die unter Berücksichtigung einer Eingabe der Zeitschriften-Verleger am 8. Januar 1917 als „Leitsätze für die Bildzensur“ verabschiedet16 und in das ebenfalls 1917 von der Oberzensurstelle herausgegebene „Zensurbuch“ aufgenommen wurden.17 Rund 60 Stichworte verwiesen auf den eingeschränkten Umgang mit Bildern von Brückenbauten über Kraftfahrzeuge bis Regimentsnummern.


4 Vgl. Reichsamt des Innern, Bildzensur. In: Bundesarchiv Potsdam, Akte 12289, Blatt 41.

16 Vgl. Reichsamt des Innern, Bildzensur. In: Bundesarchiv Potsdam, Akte 12289, Insbesondere Blatt 41, 68-69, 71-72.

17 Oberzensurstelle des Kriegspresseamtes (Hg.): Zensurbuch für die deutsche Presse. Berlin 1917, Vorwort.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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