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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 7-20, 109-113, 116-121
Quelle: Albes 1996
Seite(n): 121-122, Zeilen: 121:8-9.10-17.18-20.22-24.114-116 - 122:1.101-102
Auch der Film fiel in den Zuständigkeitsbereich der Zensurstellen. Im Januar 1915 gab das Kriegsministerium ein „Merkblatt für Kinematographentheater“ heraus. Das Kriegspresseamt führte im März 1917 in seinem „Zensurbuch für die deutsche Presse“ „Leitsätze für die Bilderzensur“ auf, die auch für den Film galten.35 Weitere Verfügungen für den Film folgten.36 In ihrer Durchführung war die Filmzensur überaus penibel:

„Das Filmband, mit dem die Aufnahmen gemacht waren, wird von der Behörde auf den Zentimeter gemessen und auf (das) Gramm genau gewogen und muß am Anfang und Ende den Zensurstempel tragen.“37

Diese bürokratische Handhabung der Zensur erklärte sich durch die unterschiedlichen Auffassungen der politischen und militärischen Führung über Zensur- und Propagandapolitik. Die aus den häufigen Auseinandersetzungen stammenden Animositäten und Vorwürfe sind in den Memoiren einiger Hauptakteure nachzulesen.38


35 Vgl. auch Bub: Film und sein publizistischer Einsatz, 1938, S. 108-113; Schmidt: Überwachungs-Reglementierungen, in: Kommunikationskontrolle, hrsg. von H.-D. Fischer, 1982, S. 199 f; Terveen: Film-Kriegsberichterstattung, in: Dokumente und Materialien, hrsg. von W. von Bredow, R. Zurek, 1975, S. 88-101; Oberzensurstelle des Kriegspresseamtes: Zensurbuch, 1917, S. 14f.

36 BArch, 901/ 950, Bl. 41-42, Bild-Zensur u. Bild-Propaganda (gez. Kiliani), 1.11.1917. BArch, 901/952, Bl. 7, Zur Bild- und Filmzensur, 3. Jan. 1918.

37 Münchener Neueste Nachrichten (kein Datum angegeben), zit. nach Terveen: FilmKriegsberichterstattung, in: Dokumente und Materialien, hrsg. von W. von Bredow, R. Zurek, 1975, S . 97.

38 Vgl. z. B. Nicolais Angriffe auf die Pressepolilik des A.A. sowie Erzbergers Kritik an den militärischen Pressestellen: Nicolai: Presse und Volksstimmung, 1920, S. 86f. u. 161; Erzberger: Erlebnisse, 1920, S. 7.

[Seite 121]

Darüber hinaus fiel auch der Film in den Zuständigkeitsbereich der Zensurstellen. Bereits in der ersten Kriegswoche gab das Berliner Polizeipräsidium entsprechende grundsätzliche Bestimmungen bekannt. Im Januar 1915 verbreitete das Kriegsministerium ein „Merkblatt für Kinomatographentheater“ . Ebenso führte das vom Kriegspresseamt im März 1917 herausgegebene „Zensurbuch für die deutsche Presse“ „Leitsätze für die Bilderzensur“ auf, die auch für den Film galten.185 In der praktischen Durchführung war die Filmzensur überaus penibel: „Das Filmband, mit dem die Aufnahmen gemacht werden, wird von der Behörde auf den Zentimeter gemessen und auf [das] Gramm genau gewogen und muß am Anfang und Ende den Zensurstempel tragen.“186

Eine der tieferen Ursachen des Verwirrspiels bei der Pressezensur lag in dem generellen, im Verlauf des Krieges sich verschärfenden Dualismus zwischen der politischen und der militärischen Führung des Reiches begründet. [...] Zwischen ihren jeweiligen Pressestellen kam es häufig zu erheblichen Auseinandersetzungen - die daher stammenden Animositäten und Vorwürfe schlagen sich noch in den Memoi-

[Seite 122]

ren einiger Hauptakteure nieder.188


185 Bub, S. 108-113; Klaus Werner Schmidt, S. 199 f; Terveen, S. 324 u. 328; Zensurbuch für die deutsche Presse, S. 14 f.

186 Münchener Neueste Nachrichten (kein Datum angegeben), zit. nach Terveen, S. 328.

188 Vgl. z. B. Nicolais Angriffe auf die Pressepolitik des AA sowie Erzbergers Kritik an den militärischen Pressestellen: Nicolai, S. 86 f u. 161; bzw. Erzberger, S. 7.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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