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Uo/Fragment 132 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 1-33, 101-107, 109-114
Quelle: Carmichael 1994
Seite(n): 179, 180, 181, 183, 184, Zeilen: 179: re.Sp. 19-26; 180: li.Sp. 27-28 - re.Sp. 1-13, 21-29 - 181: li.Sp. 1-6, 20-43; 183: li. Sp. 21-27, re.Sp. 1-8, 11-18, 35-36 - 184: li.Sp. 1-13; re.Sp. 30-33, (47-49) - 185: li.Sp. 1-3, 12-14, 18-26
[Er war Pressephotograph des „Daily Mirror“, gelegentlicher königlicher Hofphotograph und Angehöriger des Royal Na]val Volunteer Reserve Anti-Aircraft Corps. Im April 1915 wurde er offizieller Photoreporter der Mittelmeer-Expeditionsstreitkräfte.186

In einer optimistischen Stimmung, angesichts der Vorbereitungen für die große Sommeroffensive 1916, waren die Briten bereit, offizielle Berichterstatter jeder Art (Zeitungskorrespondenten, Pressephotographen, Filmemacher und Künstler) in streng begrenzter Zahl zuzulassen. Für den „ersten Tag“ der Sommeschlacht am 1. Juli 1916, an dem der Sturmangriff nach tagelanger Artillerievorbereitung begann, stellten die Militärs für Reporter Positionen in der vordersten Linie der Front bereit. Solche Privilegien wurden später nie wieder gewährt. Zusätzlich wurden mindestens drei Abteilungen der Royal Engineers, den traditionell für photographische Aufnahmen zuständigen Einheiten der Armee, bevorzugte Stellungen zugewiesen. Ihre Photos und die von Einest Brooks, die eine Woche später in Großbritannien veröffentlicht wurden, zeigten erstmalig Bilder eines Angriffs mit Explosionen und den vorstürmenden Truppen.187

Ein weiterer Photograph der „Topical Press Agency“, John Warwick Brooke, hatte sich inzwischen Ernest Brooks angeschlossen. Brooke war Mitte Juli 1916 auf Anregung des Wellington Houses ernannt worden. Gemeinsam bewältigten beide von Mitte 1916 bis Ende 1917 die Bildberichterstattung. Ihr Hauptthema war das leicht zu publizierende beruhigende Bild: gut gelaunte Soldaten, riesige Stapel von Ausrüstungen und viele Gefangene als Symbol des Erfolgs. Sie beschönigten die Verhältnisse des Krieges - das Elend des schlechten Wetters und die ständigen Verluste - nicht, doch ersteres wurde in einer Form präsentiert, die als Beweis stoischer Ausdauer und Standhaftigkeit der Soldaten diente, und letzteres wurde in ehrerbietigen Bildern vorgeführt, die zeigten, wie den Verwundeten körperlicher und geistiger Trost zuteil wurde.188 Für die Bildberichterstattung von allen Kriegsschauplätzen wurden insgesamt nur sechzehn offizielle Bildreporter ernannt. Die Maßstäbe für eine Veröffentlichung wurden überwiegend von den illustrierten Zeitungen gesetzt. Die Bildreporter blieben immer Patrioten, sie wurden nie zu Zeugen gegen den Krieg. Ihre Arbeit kennzeichnet eine Epoche der Photographie, die den Übergang vom persönlichen Souvenir zur aktuellen Nachricht, von einem persönlichen Memento zum Dokument der Nationalgeschichte, vom Steckenpferd eines Einzelnen zum Medium für die Massen bewirkte.


186 Vgl. ebd. Die Royal Navy Großbritanniens betrachtete Publizität traditionell als unnötig, da sie stets von der Überlegenheit ihrer Kampfkraft ausging. In der Praxis beherbergte man daher überzählige Männer, wie zum Beispiel Photographen, nicht an Bord von Kainpfschiffen. Nachdem der starrköpfige Admiral Sir John Jellicoe von Admiral Sir David Beatty im November 1916 als Oberkommandierender abgelöst wurde, erhielten Photographen und andere Reporter Passierscheine für besndere [sic] „Show“veranstaltungen in Flottenstützpunkten. Nur wenige Photos wurden nach dem Ende des Krieges veröffentlicht und stammten alle von Angehörigen der Navy.

187 Vgl. ebd., S. 180.

188 Auf den Randschauplätzen des Krieges, in Mesopotamien (dem heutigen Irak), in Ägypten und Palästina, wurde die Bildberichterstattung weit weniger kontrolliert. Die Amateurphotographen und offiziellen Berichterstatter hatten weitgehend freie Hand. Der Mangel an militärischer Aktivität führte dazu, dass das Schwergewicht auf allgemeinen Hintergrundaufnahmen lag. Oftmals war es eine malerische Szene, die zur Illustration einer ganzen Reihe von Berichten und Artikeln benutzt werden konnte.

[Seite 179]

Ernest Brooks, ehemals Pressephotograph des >Daily Mirror<, gelegentlich königlicher Hofphotograph und Angehöriger des Royal Naval Volunteer Reserve Anti-Aircraft Corps, wurde im April 1915 der offizielle Photoreporter der Mittelmeer-Expeditionsstreitkräfte.

[Seite 180]

Getragen von einer Welle des Optimismus, daß der Sieg nahe sei - angesichts der Vorbereitungen für die große Sommeroffensive 1916 — waren die Briten bereit, die Zulassung offizieller Berichterstatter aller Art (Zeitungskorrespondenten, Pressephotographen, Filmemacher und Künstler) zu erwägen, wenn auch in streng begrenzter Zahl. Tatsächlich stellten die Militärs für den »ersten Tag« der Sommeschlacht-den 1. Juli 1916, an dem der Sturmangriff nach tagelanger Artillerievorbereitung begann —, für ihre Reporter Positionen in der vordersten Linie der Front bereit. [...] Zusätzlich wurden mindestens drei Abteilungen der Royal Engineers, den traditionell für photographische Aufnahmen zuständigen Einheiten der Armee, ausgezeichnete Stellungen zugewiesen. Ihre Photos und die von Ernest Brooks, von denen die meisten etwa eine Woche später in Großbritannien veröffentlicht wurden, waren eine Sensation. Sie zeigten, wie die


[Seite 181]

Truppen zum letzten Mal vor dem Angriff antraten, die Explosionen der gewaltigen Minen unmittelbar vor dem Sturmangriff und die aufeinanderfolgenden Wellen von in fester Formation vorgehenden Truppen. [...]

[...] Ernest Brooks hatte sich inzwischen ein weiterer Profi angeschlossen - John Warwick Brooke von der Topical Press Agency, der Mitte Juli 1916 hauptsächlich auf Anregung des Wellington Houses ernannt worden war. Gemeinsam trugen beide von Mitte 1916 bis Ende 1917 die Last der Bildberichterstattung. Als Profis konnten sie einschätzen, was entsprechend den Maßstäben ihrer Zeit veröffentlicht werden konnte. Ihr Hauptthema war das leicht zu publizierende beruhigende Bild: gut gelaunte Soldaten, riesige Stapel von Ausrüstungen, und viele Gefangene als Symbole des Erfolgs. Sie beschönigten die Verhältnisse des Krieges - das Elend des schlechten Wetters und die ständigen Verluste - nicht, doch ersteres wurde in einer Form präsentiert, die als Beweis stoischer Ausdauer und Standhaftigkeit der Soldaten diente, und letzteres wurde in ehrerbietigen Bildern vorgeführt, die zeigten, wie den Verwundeten körperlicher und geistiger Trost zuteil wurde.

[Seite 183]

Die Randschauplätze des Krieges

Auf den am Rand liegenden Kriegsschauplätzen, in Mesopotamien (dem heutigen Irak), in Ägypten und Palästina, wurde die Bildberichterstattung weit weniger kontrolliert. Hier bot sich Spielraum für den Amateurphotographen wie auch für den offiziellen Berichterstatter. [...] Der Mangel an militärischer Aktivität führte dazu, daß sich das Schwergewicht auf allgemeine Hintergrundaufnahmen verlagerte, eine geeignete, oftmals malerische Szene, die zur Illustration einer ganzen Reihe von Berichten und Artikeln benutzt werden konnte.

Die Royal Navy

[...] Traditionell neigte sie dazu, Publizität als unnötig zu betrachten, da sie stets von der Überlegenheit ihrer Kampfkraft ausging. In der Praxis äußerte es sich darin, daß sie keinen Grund sah, überzählige Männer, wie zum Beispiel Photographen, an Bord von Kampfschiffen zu beherbergen. [...]

Die Aufgabe Brownriggs, der beharrlich für ein offeneres Herangehen an diese

[Seite 184]

Frage eintrat, wurde etwas leichter, nachdem der starrköpfige Admiral Sir John Jellicoe von Admiral Sir David Beatty im November 1916 als Oberkommandierender abgelöst wurde. Danach erhielten Photographen und andere Reporter regelmäßig Passierscheine für Besuche in Flottenstützpunkten, in denen eine besondere »Show« veranstaltet wurde. Dennoch stammen alle Photos von Operationen der Navy von ihren Angehörigen selbst, und nur wenige wurden nach dem Ende des Krieges veröffentlicht.

[...]

Was die Bildberichterstattung angeht, wurden insgesamt für alle Kriegsschauplätze nur sechzehn offizielle Bildreporter ernannt. [...] sie arbeiteten im Rahmen der zu ihrer Zeit geltenden Maßstäbe, die definierten, was man veröffentlichen

[Seite 185]

konnte; diese Maßstäbe wurden mehr von den illustrierten Zeitungen als vom Militär gesetzt. [...] Die offiziellen Bildreporter blieben Patrioten und wurden nicht zu Zeugen gegen den Krieg. [...] Ihre Arbeit kennzeichnet eine Epoche der Photographie im Übergang - vom persönlichen Souvenir zu einer aktuellen Nachricht, von einem persönlichen Memento zu einem Dokument der Nationalgeschichte, vom Steckenpferd eines einzelnen oder eines unbedeutenden Profis zu einem Medium mit weitreichender Bedeutung für die Massen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Dach der FN 187 findet sich überhaupt kein Verweis mehr auf die Quelle. Bis auf eine einzige Fußnotenzeile spricht hier nur Carmichael. Die Inhalte der Seite 183 von Carmichael in eine Fußnote übernommen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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